Bevor es ans Angeln geht: So bereiten Sie Ihren Hanf-Köder vor

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Bevor es ans Angeln geht: So bereiten Sie Ihren Hanf-Köder vor

Hanf eignet sich ausgezeichnet zum Anfüttern von Friedfischen. Um diese kleinen ölhaltigen Samen als Köder verwenden zu können, braucht man etwas Vorbereitungszeit. Lesen Sie hier, wie Sie aus den unscheinbaren Hanfsamen einen unschlagbaren Angelköder herstellen.

 

Erfolgreich angeln mit Hanf

Hanfsamen sind äußerst ölhaltig und beschleunigen den Verdauungsprozess. Fische erfahren durch diese Lockmittel kein Sättigungsgefühl und fressen munter weiter. Daher eignet sich Hanf ausgezeichnet zum Anfüttern für die meisten Friedfische wie Barbe, Schleie, Rotauge oder Karpfen. Sie bleiben lange am Platz und werden erst verschwinden, wenn das letzte Korn verspeist ist. Der genaue Grund für die hohe Beliebtheit von Hanf bei Fischen ist nicht bekannt. Eventuell verwechseln sie die kleinen Körner mit einer bevorzugten Muschelart – oder Hanf schmeckt ihnen einfach besonders gut.

 

Vom Hanfsamen zum wirkungsvollen Lockstoff

Um erfolgreich mit Hanf zu angeln, müssen Sie die kleinen schwarzen Samenkügelchen richtig vorbereiten. Dazu übergießen Sie die Saat mit heißem Wasser und lassen sie 24 Stunden quellen. Anschließend kochen Sie die Körner gerade so lange, dass die Schale aufplatzt und der weiße Kern zu sehen ist. Vorsicht: Zu langes Kochen macht den Hanf zu weich und matschig. Dann ist er als Köder ungeeignet. Etwas Soda oder Backpulver im Kochwasser färbt die Schale dunkler. Dadurch ist der helle Kern besonders gut sichtbar. Die so präparierten Körner werden von den Fischen besonders gut akzeptiert. Nun ist der Körnersud einsatzbereit. Für einen guten Angeltag benötigen Sie etwa einen halben Liter Hanfsamen zum Anfüttern und als Köder.

 

Das Anködern von Hanf – mit Geduld und Fingerspitzengefühl

Die fertig gekochten Hanfkörner eignen sich hervorragend zum Stippangeln. Dazu ködern Sie ein bis zwei Körner auf einen 18er- oder 20er-Haken an. Nehmen Sie das Korn zwischen die Finger und drücken Sie darauf. Ist der Hanf nicht zu weich, öffnet und schließt sich dadurch die Schale in Längsrichtung, ähnlich wie bei einer Muschel. Mit etwas Geschick klemmen Sie den Haken nun zwischen den Schalenhälften ein, sodass die Hakenspitze frei bleibt. Ein Tipp: Verzichten Sie beim Anködern mit Hanf auf runde Bleischrote. Die Fische verwechseln diese Bebleiung gerne mit dem eigentlichen Köder. Dadurch kommt es häufiger zu Fehlbissen. Beim Ködern mit Hanf sind längliche Gewichte besser geeignet, da sie die Fische nicht ablenken.

 

Mit dem Hanfköder auf Karpfen angeln

Karpfenhaken sind zu groß, um einzelne Hanfkörner aufnehmen zu können. Bei diesem Zielfisch ist es ratsam, die Hanfsamen zu zermahlen, anstatt sie einzuweichen und zu kochen. Dazu eignet sich am besten eine Küchenmaschine oder eine alte Kaffeemühle. Das fertige Hanfmehl mischen Sie nun einfach unter einen Boilie-Mix. Auch das Verkneten mit Weißbrot und das anschließende Formen von Kügelchen hat sich bewährt. Und zum Feedern füllen Sie die fertige Hanf-Brotmasse einfach in den jeweiligen Futterkorb.

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