Bettgestelle: Diese Betten passen perfekt in Ihre Wohnumgebung

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Ratgeber für den Kauf von Bettgestellen: Diese Betten passen perfekt in Ihre Wohnumgebung

Ein Mensch verbringt durchschnittlich sieben bis acht Stunden seines Tages im Bett. Um sich darin nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag auch richtig erholen zu können, sollte es möglichst bequem sein. Harte Betten und durchgelegene Matratzen tun keinem Rücken gut. Damit Sie bei der Zusammenstellung Ihres eigenen Bettes auf der sicheren Seite sind, wurde der folgende kleine Ratgeber für Sie zusammengestellt. Darin sind alle Aspekte zusammengefasst, die bei der Auswahl und der Nutzung eines Betts wichtig sind.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei das Gestell des Bettes ein. Es soll nicht nur auf Ihre Körpergröße, sondern auch auf den Schnitt Ihrer Wohnung passen. Lernen Sie zur Unterstützung bei der Auswahl im Folgenden alle gängigen Größen kennen, die angeboten werden. Im zweiten Teil soll es primär um den Aufbau und die Funktion des Lattenrosts gehen.

Wissenswertes über das Bett und seine verschiedenen Formen

Das Bett ist ein Möbelstück, das sich in der langen Geschichte seines Bestehens nur marginal verändert hat. Seine Grundform blieb über lange Zeiträume hinweg gleich. Es besteht aus einem Rahmen und einer Matratze. Ergänzt wird die Konstruktion um textile Laken, Decken und Bezüge. Betten werden nicht ausschließlich als Liegemöbel genutzt. Mit zusätzlichen Lehnbalken und Tagesdecken kann es wie das Sofa auch zum Sitzen verwendet werden.

So einfach das Bett in seiner Grundform gestaltet ist, so viele verschiedene Variationen gibt es. Anbei finden Sie eine repräsentative Auswahl verschiedener Bettformen:

Bettgestell mit Matratze:  

Hierbei handelt es sich um die am weitest verbreitete Bettform. Sie ist in den meisten Haushalten anzutreffen. Zur Herstellung des Bettgestells wird in den meisten Fällen Metall oder Holz verwendet. Auf dem Gestell befindet sich der Lattenrost. Er dient der Matratze als stabilisierende Unterlage. Lattenrost und Matratze sind so geformt, dass die schlafende Person möglichst angenehm und flexibel liegen kann. Bettgestelle mit Matratzen kommen in verschiedenen Varianten wie Doppel- oder Etagenbetten vor. Häufig stellt man einen Nachtschrank daneben.

Etagenbett:

Etagenbetten bieten zwei bis drei Schlafmöglichkeiten direkt übereinander. Am Gestell sind mehrere Lattenroste befestigt. Der Vorteil von Etagenbetten besteht in der Platzersparnis. Mehrere Betten können auf dem Platz von einem untergebracht werden. Man nutzt sie in Gebäuden, die viele Menschen zur gleichen Zeit beherbergen. Hierzu gehören Kasernen und Wohnheime.

Klappbett:

Diese Form zeichnet sich ebenfalls durch ihre Platzersparnis aus. Das Bett ist mit einer Verankerung und starken Federn an der Wand befestigt. Wenn es tagsüber nicht benötigt wird, klappt man es hoch. Die Befestigung der Decken und Kissen erfolgt mit Riemen.

Feldbett:

Feldbetten sind klappbare Gestelle mit einem robusten Stoffüberzug. Aufgrund ihres geringen Platzbedarfs können sie leicht transportiert und aufgebaut werden. Darüber hinaus schützen sie vor Tieren am Boden. Feldbetten finden überwiegend im militärischen Bereich Anwendung.

Gitterbett:

An den Rändern des Bettes sind Gitter angebracht, die den Liegenden am Herausrollen während des Schlafens hindern. Gitterbetten werden in erster Linie für Babys, Kleinkinder und verwirrte Menschen verwendet. Zum Einsteigen wird das Gitter einfach heruntergeklappt.

Wasserbett:

Die Besonderheit dieses Bettes besteht in einer mit Wasser gefüllten Matratze. Wasserbetten sind vor allem aufgrund ihrer vorteilhaften medizinischen Eigenschaften beliebt. Sie gleichen sich der Rückenform des Liegenden flexibel an. Wasserbetten verfügen über eine spezielle Elektroheizung, die das Wasser im Innern des Wassers auf eine ideale Temperatur bringt.

Verschiedene Größen von Betten

Mit der Größe gibt man in Deutschland die inneren Maße des Bettrahmens an. Sie entspricht den Maßen des Lattenrosts und der Matratze. Man unterscheidet die folgenden Größen:

  • Wiege:         40 x 90 cm
  • Kinderbett:    60 x 120 cm – 90 x 160 cm
  • Einzelbett:    90 x 190 cm – 160 x 220 cm
  • Doppelbett:   180 x 190 cm – 200 x 220 cm
  • Franz. Bett:   150 x 190 cm – 150 x 210 cm

Die Größe des Bettes ist ein wichtiges Kaufkriterium. Es zählt nicht allein das körperliche Ausmaß des Nutzers. Auch die Anzahl der in dem Bett schlafenden Personen ist von Relevanz. Für Ein-Mann-Haushalte eignen sich Einzelbetten mit Breiten von 80 – 100 cm. Der Vorteil besteht darin, dass sie nicht viel Platz einnehmen und vergleichsweise flexibel aufgestellt werden können. Besonders gut sind Einzelbetten auch für Gäste und Senioren geeignet.

Die inneren Ausmaße von Komfort-Gestellen betragen zwischen 120 und 140 cm. Sie sind für Personen geeignet, denen beim Schlafen viel Platz wichtig ist. Sie können sich darin ohne Einschränkungen umdrehen. Sind Komfort-Einzelbetten auch für eine Person konzipiert, können Sie übergangsweise von zwei Personen genutzt werden. Für eine dauerhafte Nutzung zu zweit empfiehlt sich allerdings ein Bettgestell mit einer Breite von 160 cm.

Doppelbetten und Betten in Überlänge

Doppelbetten sind zwischen 160 und 200 cm breit. Betten dieser Kategorie sind ideal für die Nutzung zu zweit geeignet. Es besteht in der Regel die Möglichkeit, sich für zwei Einzelmatratzen oder eine durchgehende zu entscheiden. Beachten Sie, dass bei Doppelbetten nicht allein der persönliche Bewegungsspielraum entscheidend ist. Das Bett muss in das Zimmer eingepasst werden. Bei engen Räumen ist ein Bett mit einer Breite von 160 cm besser geeignet als eines mit 200.

Für Menschen von besonders hohem Wuchs empfehlen sich Bettgestelle mit Überlänge. Sie sind zwischen 210 und 220 cm lang. Ab einer Größe von 190 cm sollte prinzipiell auf ein solches Bett zurückgegriffen werden. Empfehlenswert ist es darüber hinaus für Leute, die unruhig schlafen oder ihre Arme gern hinter den Kopf legen.

Aufbau und Aufgaben des Lattenrosts

Beim Lattenrost handelt es sich um ein zentrales Bauteil des Betts. Es handelt sich dabei aus einem Rahmen aus Holz, Kunststoff oder Metall, auf den die Matratze aufgelegt wird. Die Hauptaufgabe von Lattenrosten ist es, ein möglichst angenehmes Liegen zu unterstützen. Die einzelnen Leisten des Lattenrosts sind quer über die Länge des Gestells angeordnet. Bei Holzleisten wird dabei meist mehrschichtig verleimte Lagen Schichtholz genutzt.

Die heutigen Lattenroste sind das Ergebnis einer langen Entwicklung. Bei älteren Betten bestand die Unterlage in einem einfachen Holzbrett. Da dieses der Rückenkontur des Liegenden nicht nachgab, war einzig und allein die Matratze für die gesamte Elastizität verantwortlich. Eine Weiterentwicklung dieser Unterlagen sind die Drahtgitter- und Sprungfederrahmen. Die Metallteile werden dabei elastisch aufgehängt. Sobald sich jemand auf die Matratze legt, geben sie nach und passen sich an. Ein Problem, das hierbei auftreten konnte, war die Geräuschbelastung. Man umging sie, indem man Lederscheiben zur Isolierung nutzte. Durch eine unter der Matratze angebrachte Schondecke konnten Geräusche zusätzlich gedämpft werden.

Form und Funktion moderner Lattenroste

Moderne Lattenroste werden in rechteckiger Form hergestellt. Ihre Ausmaße unterschreiten die Maße des Gestells um einen geringen Teil. Durch den daraus resultierenden kleinen Freiraum kann der Rost gut eingepasst werden. Zur Befestigung des Rahmens werden Kunststoffhalterungen genutzt. Man legt den Lattenrost einfach darauf. Ist Ihnen daran gelegen, dass er in den mittleren Körperregionen besonders stabil ist, legen Sie Wert auf doppelte Leisten auf Hüfthöhe.

Der Lattenrost erfüllt zwei wesentliche Funktionen. Die erste besteht darin, dass die Matratze ausreichend belüftet wird. Eine durchgehende Brettunterlage würde verhindern, dass von oben eindringende Luft unten austreten kann. Die Folge davon wäre eine Ansammlung von Luftfeuchtigkeit im Gewebe. Diese wiederum kann Schimmel begünstigen. Die zweite Funktion besteht in der Unterstützung gesunden und geruhsamen Schlafes. Um diese Aufgabe wahrzunehmen, muss der Lattenrost elastisch sein und auf Körpergewicht und Größe des Liegenden abgestimmt sein. In Zusammenarbeit muss sie eine gerade Lage der Wirbelsäule ermöglichen.

Verschiedene Arten von Lattenrosten

Es gibt im Wesentlichen vier verschiedene Arten von Lattenrosten:

  • Rahmenrost
  • Einfacher Lattenrost zum Anpassen
  • Beweglicher Lattenrost
  • Rollrost

Der Rahmenrost ist die häufigste Variante. Es handelt sich dabei um einen rechteckigen Holzrahmen mit etwa 15-25 Leisten. Anpassbare Lattenroste haben zusätzliche Doppelleisten in Bereichen mit höherem Gewicht. Die Federkraft dieser zusätzlichen Leisten im Hüftbereich lässt sich durch mechanisch verschiebbare Spanner anpassen. Ein beweglicher Lattenrost ist in mehrere Bereiche aufgeteilt. Sie befinden sich unter dem Rücken und den Beinen. Damit kann man eine ergonomischere Lagerungsform einstellen. Man kann die Segmente mit der Hand oder über einen elektrischen Motor regulieren. Die vierte Form ist der Rollrost. Die Latten bestehen dabei aus geschichtetem oder komplettem Holz. Die einzelnen Leisten sind mit dehnbaren Bändern oder Draht verbunden. Der Vorteil des Rollrosts besteht in der einfachen Transportierbarkeit und der guten Belüftung.

Woran erkennen Sie einen guten Lattenrost?

Der Lattenrost entfaltet seine Wirkung immer in Zusammenarbeit mit der Matratze. Ist Ihre Matratze von dicker Qualität, schränkt sie den Einfluss des Lattenrosts ein. Achten Sie beim Probeliegen aus diesem Grund auch darauf, ob die Matratzendicke im Laden der Ihren entspricht.

Wichtig ist in erster Linie die Flexibilität. Der Lattenrost muss Ihren Bewegungen nachgeben. Besonders gut wird dies durch eine bogenförmige Konstruktion der Leisten gewährleistet. Achten Sie dabei auf die Herstellungsart des Holzes. Verleimte Leisten aus Schichtholz sind an den Rändern besonders stabil. Eine Lackierung des Holzes ist nicht zu empfehlen. Es kann darunter nicht richtig atmen. Darüber hinaus können Klebern und Lacken Schadstoffe entweichen, die im Schlaf eingeatmet werden. Unbehandeltes Holz ist diesbezüglich ungefährlich. Durch seine natürliche Atmung wird überdies Schimmel vorgebeugt.

Bei der Anordnung der Leisten ist darauf zu achten, dass die Abstände nicht zu hoch sind. Es passiert unter diesen Umständen leicht, dass Sie mit Ihrer Matratze durchhängen. Von Vorteil sind weiterhin verstellbare Latten im Kopf- und Fußbereich. Sie können Ihre Liegeposition damit optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen.

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