Bequem & praktisch: formschöne Ottomane & Fußhocker im modernen bis klassischen Design

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Bequem & praktisch: formschöne Ottomane & Fußhocker im modernen bis klassischen Design

Die Inneneinrichtung ist eine ausgeprägte Leidenschaft vieler Menschen. Mit den richtigen Möbeln, Textilien und Accessoires kann jeder Wohnumgebung ein individueller Anstrich und der Hauch des gewünschten Ambientes verliehen werden. Inwieweit es dabei eher kühler oder gemütlicher zugehen soll, obliegt dem Einrichtenden selbst.

Im Rahmen der folgenden Abschnitte geht es um ein Möbelstück der gemütlichen Richtung, das eine bisher eher gemäßigte Verbreitung in deutschen Wohnzimmern gefunden hat. Es handelt sich dabei um die Ottomane. Sie lernen die spezifische Bauform dieses Einrichtungsgegenstandes ebenso kennen wie seine behaglichen Vorzüge. Im zweiten Teil geht es um ein ganz anderes Möbelstück, das denselben Namen trägt. Lassen Sie sich überraschen und nehmen Sie zum Schluss einige praktische Hinweise zur Pflege beider Möbelstücke mit.

Die Ottomane – ein stilvoller Einrichtungsgegenstand

Ottomanen sind Sitzbänke, die mit einer Polsterung ausgestattet sind. Die seit 1780 bekannten Möbelstücke sind mit zwei halbrunden Armlehnen ausgestattet. Eine Sonderform davon ist die Kastenottomane, die über eine ausklappbare Sitzfläche verfügt. Unter dieser befindet sich ein Stauraum, in dem Gegenstände aufbewahrt werden können.

In einem engeren Sinne fasst man unter der Bezeichnung Ottomane zwei verschiedene Arten von Liegesofas. Die erste verfügt über keine Rückenlehne. Verbreitete Typen dieses Möbelstücks sind die Chaiselongue und die Récamiére. Die zweite Ottomanenart hat eine Rückenlehne, die allerdings nicht die ganze Längsseite entlangführt. An dem Ende ohne Rückenlehne befindet sich auch keine Armlehne.

Die Entwicklung der Ottomanenform

Im Laufe der Zeit hat sich die ursprüngliche Form der Ottomane mehrfach geändert. In den westeuropäischen Ländern, die diese Form der Liege übernahmen, bildeten sich unterschiedliche Ausführungen heraus. Die französische Ottomane entwickelte sich um das Jahr 1780 herum in Frankreich zu einer Art Kanapee. Die Sitzfläche war dabei oval, die Rückenlehne zur Seite abgerundet. Andere Ausführungen haben eine Rückenlehne mit diagonalem Verlauf. Andere zeichnen sich durch unterschiedlich hohe Seiten aus.

Welche Unterschiede gibt es zum Sofa?

Da die Ottomane bei Weitem nicht so stark verbreitet ist wie das Sofa, lernen Sie an dieser Stelle einige weitere Unterschiede kennen. Einer der Wichtigsten davon besteht in der Anzahl, die auf den Möbelstücken Platz finden. Auf einem Sofa können mindestens zwei Menschen sitzen und sich dabei an das Rückenpolster anlehnen. Auf einer Ottomane kann maximal eine Person liegen. Ob die Seite dabei als Rückenlehne verwendet werden kann, hängt vom konkreten Bautyp ab.

Der zweite Unterschied liegt im Anwendungsbereich. Als Teil einer Couchgarnitur gehört das Sofa zum zentralen Teil des Wohnzimmers. Sind Gäste zu Besuch, ist es der zentrale Mittelpunkt von Unterhaltungen. Es ist problemlos möglich, sich im Sitzen darauf zu bewegen. Darüber hinaus dient das Sofa als Liege. Besonders beim Fernsehen hat es sich unter diesem Gesichtspunkt etabliert. Die Ottomane ist ausschließlich für diese Nutzungsweise konzipiert. Man liegt bei einem Fernsehfilm oder einem Nickerchen gemütlich darauf und entspannt sich. Als zentraler Teil eines Wohnzimmers kommen Ottomanen eher selten vor. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass zwei Menschen nicht gleichzeitig darauf sitzen und sich anlehnen können.

Das ist beim Kauf einer Ottomane zu beachten

Ein Aspekt, der vor dem Kauf besonders hervorzuheben ist, ist die vielfältige Auswahl. Wie Sofas sind Ottomanen gepolstert und mit einem Bezug verkleidet. So zahlreich wie die Muster und Stoffe sind, so viele Möglichkeiten haben Sie auch bei der Auswahl eines passenden Möbelstücks. Bei der Entscheidung für moderne oder eher traditionelle Ausführungen können Sie sich frei an Ihrem eigenen Geschmack orientieren.

Eine Besonderheit geht mit der asymmetrischen Bauweise des Möbelstücks einher. Anders als beim Sofa ist genau festgelegt, auf welcher Seite sich Kopf und Füße befinden müssen. Um das gute Stück nicht ständig umherrücken zu müssen, sollten Sie vor der Anlieferung sicher sein, in welche Richtung Sie beim Entspannen vorzugsweise schauen wollen.

Sollten Sie das erste Mal auf der Suche nach einer Ottomane sein, halten Sie sich vor dem Kauf noch einmal die genauen Merkmale vor Augen. Dies hat den Hintergrund, dass Eckstücke von Sofalandschaften mitunter auch als Ottomane bezeichnet werden.

Übrigens: In den USA versteht man in den USA unter einer Ottomane kein Möbelstück zum Liegen, sondern vielmehr einen Fußhocker mit Polsterung, der auch zum Sitzen verwendet werden kann. Eine zweite Bezeichnung dafür ist 'footstool'. 

Ottomanen sind nicht nur Liegemöbel

Ottomanen zum Sitzen gibt es in verschiedenen Formen. Verbreitet ist hierbei eine würfel- bis quaderförmige Variante, die an der Ecke des Sofas steht. In der Höhe stimmt sie in der Regel mit einem handelsüblichen Sofa überein. Sie ist aus zwei Teilen aufgebaut, einem Grundkörper und einem Polster.

Die Vielzahl der erhältlichen Modelle ermöglicht eine stilvolle Anpassung an die bereits vorhandene Inneneinrichtung. Eine beliebte Form sind Ottomanen, deren Grundkörper aus Polyrattan besteht. Das dunkle Flechtwerk vermittelt gleichzeitig einen rustikalen und gemütlichen Charme. Dazu passend gibt es Polsterungen in angenehmen Cremefarben.

Darauf müssen Sie beim Kauf von Ottomanen achten

Handarbeit steht für besonders angenehme Sitz- und Fußhocker. Ein weiterer Aspekt, auf den Sie besonders achten sollten, ist das Material des Grundkörpers. Polyrattan hat den Vorteil, dass es resistent gegen verschiedene Arten von Wettereinflüssen ist. Damit sich der footstool gut verschieben lässt, sollte er möglichst leicht sein. Als vorteilhaft hat sich unter diesem Gesichtspunkt pulverbeschichtetes Aluminium erwiesen. Es ist überdies widerstandsfest.

Der nächste Punkt, auf den Sie gesondert achten sollten, ist die Qualität des Polsters. Sie können bereits vor dem Probesitzen feststellen, ob der Hocker überhaupt infrage kommt. In einem Haushalt mit Kindern und häufigem Besuch empfiehlt sich ein Kissen mit Polyesterstoff und darin enthaltenen Acrylanteilen. Die Kombination hat einen besonderen Perleffekt zufolge, der Flüssigkeiten und andere Schmutzquellen massiv am Eindringen in das Gewebe hindert. Sollte einmal etwas verschüttet gehen, ist es dann nicht so schlimm.

Ein Vorteil von Polyfasern besteht darin, dass sie unempfindlich gegen UV-Licht sind. Das macht sie für die Nutzung in Außenbereichen gut geeignet. Die Kissen behalten lange ihre Farbe und bleichen nicht aus. Aufgrund des widerstandsfähigen Faserverbundes können Regen und Schnee nicht in das Gewebe eindringen. Aluminiumgestelle sind ebenso zuverlässig vor Korrosion geschützt. Die Reinigung ist einfach. Sie können sie einfach mit dem Schlauch abspritzen und sie erstrahlen in neuem Glanz. Hochwertige Fasern sind in Bereichen zwischen – 50 und 60 Grad temperaturbeständig. Achten Sie weiterhin darauf, ob sie unanfällig gegen Chlor und Salzwasser sind.

Beliebte Aufstellungsorte sind das Wohnzimmer, der Wintergarten und die Terrasse. Sollten Sie sich von einem alten Polsterhocker trennen wollen, achten Sie darauf, dass das Material vollständig recycelt werden kann. Eine Faserart, mit der dies möglich ist, ist Polyethylen.

So pflegen Sie Ihre Ottomane

Damit Sie lange Freude an Ihrem bequemen Möbelstück haben, ist eine fachgerechte Pflege erforderlich. Ist sie auch regelmäßig notwendig, erfordert sie doch nur wenig Zeit und Aufwand. Ottomanen werden im Prinzip genauso gereinigt wie normale Sofas. Sie nutzen einen Staubsauger, um Flusen, Hautreste, Haare, Krümel und andere Partikel aus dem Faserverbund zu lösen. Wie oft Sie diese Reinigung durchführen, kann individuell festgelegt werden. Normalerweise ist ein wöchentliches Absaugen völlig zureichend. Sie verhindern dadurch nicht nur, dass sich Staub ablagert. Sie beugen auch der Festsetzung von Flecken im Polsterbezug vor.

Bei der Benutzung des Staubsaugers dürfen Sie die Ritzen nicht vergessen. Häufig sammeln sich hier die meisten Partikel an. Lässt sich das Polster anheben, saugen Sie auch darunter. Eine Besonderheit ist bei Velourspolstern zu beachten. Arbeiten Sie mit geringer Saugkraft, damit keine Streifen entstehen. Weiterhin sollten Sie in Strichrichtung arbeiten.

Über die wöchentliche Grundreinigung hinaus sollte in bestimmten Abständen eine Reinigung der Polster erfolgen. Nutzen Sie hierfür spezielle Reinigungsmittel, wie sie zur Pflege von Polstergarnituren genutzt werden. Sie finden sie in Möbelhäusern und Baumärkten.

Hinweise zur Verwendung von Polsterreinigungsmitteln

Eine Grundregel bei der Reinigung von Polstern besagt, dass Flecken sofort behandelt werden müssen. Besonders wichtig ist diese Maßnahme bei Flecken, wie sie von Wein, Cola und anderen farbintensiven Getränken verursacht werden. Der erste Schritt besteht dabei in einem sanften Abtupfen des Flecks. Führen Sie keine reibenden Bewegungen aus. Der Fleck verschmiert dadurch. Haben Sie durch das Tupfen einen Teil der Flüssigkeit entzogen, nehmen Sie ein feuchtes Tuch. Wichtig ist dabei, dass sie den Fleck von außen nach innen reinigen. Um die Reinigungskraft zu steigern, können Sie etwas Spülmittel hinzugeben. Es enthält fettlösende Bestandteile.

Generell sollten Sie nur Reinigungsmittel verwenden, wenn es unvermeidbar ist. Prüfen Sie die Wirkung bei der ersten Anwendung dabei zuerst an einer kleinen Stelle. So erkennen Sie sofort, ob das Mittel eine aggressive Wirkung auf den Bezug hat. Prinzipiell abzuraten ist von Seife. Sie enthält Fett, das durch die Wischbewegung ins Innere des Polsters eindringt.

Das richtige Mittel für das richtige Material

Welche Mittel Sie verwenden dürfen, entnehmen Sie dem Reinigungsetikett an der Seite des Polsters. An den Symbolen erkennen Sie beispielsweise, ob eine chemische Reinigung notwendig ist oder bei welcher Temperatur der Bezug gewaschen werden kann. Letzterer Hinweis ist durch ein Bottich-Symbol realisiert. Die Zahl darin gibt die maximale Temperatur an. Befinden sich ein oder zwei Striche darunter, ist der Schonwaschgang zu nutzen.

Synthetische Materialien sind in den meisten Fällen leichter zu reinigen und widerstandsfähiger als Stoffe, die aus Naturfasern, Baumwolle, Wolle oder Leinen bestehen. Die Farbgebung und Musterung spielt bei der Reinigung ebenfalls eine Rolle. Die Materialien sind zwar nicht unbedingt leichter zu reinigen, doch fallen Gebrauchsspuren in weitaus geringerem Maß auf.

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