BARF!

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BARF bedeutet biologisch artgerechte Rohfütterung und ist das Beste, was man seinem fleischfressenden Haustier antun kann.
Zugegeben, es ist schwer einen Vergleich zwischen Frischfleisch und Trockenfutter zu ziehen, allein weil an den Trockenkökeln so rein gar nichts gesundes dran ist. Dass man seinem Hund mit Trockenfutter (gleich welcher Marke) etwas Gutes und Gesundes tut ist ein Märchen, welches uns die Werbung schon lange erzählen will.
1. Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse (Dreschabfälle, Tresterpampe, Erdnussschalen, Stroh etc) - meist zu über 90% in Trockenfuttern enthalten - ist pflanzlich und kann wenn überhaupt vom Hundeorganismus nur zu 10% verwertet werden. Die vermeindliche Freude, wenn der Hund mal wieder einen ordentlichen Batzen wurstet währt nicht lange, denkt man drüber nach, dass mindestens 50% von dem was da hinten rauskommt ganz billige Füllstoffe sind (die man meist teuer bezahlt).
2. tierische Nebenerzeugnisse (alle Abfallprodukte aus der Fleischgewinnung wie z.B. Häute, Hufe, Federn, Blut, Urin, Kot, Fell, Embryos, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl, wobei Letzteres als Versteck für Schlimmeres dienen kann.) - sicher, der Hund (bzw Wolf) frisst Aas und vorverdauten Mageninhalt (von Pflanzenfressern) und braucht das für die Ernährung ab und an auch, das kann ich aber auch - ganz ohne Kot und Urin - mit püriertem Gemüse (10 % am Tag) und ab und zu einem Stück Harzer simulieren.
3. Fleisch - hört sich gut an, was? Man denkt an saftige Brocken, dunkelrot glänzendes Muskelfleisch, rosig schimmerndes Brustfleisch... Fleisch in Hundefutter kommt meist vom Abdecker. Beim Abdecker landen nicht nur verendete Rinder, Schweine, Schafe, Geflügel und andere Nutztiere, sondern auch verendete oder überfahrene Hunde, Katzen, Marder und Ratten. Lecker!
4. Antioxidantien - "Laut Dr. Alfred Plechner, einem Tierarzt und Wissenschaftler und Ernährungsspezialist, der sich auf Allergien und Hautkrankheiten von Hunden und Katzen spezialisiert hat, können die künstlichen Antioxidantien BHA (E320) und BHT (E321) Leberschäden, Mißbildungen von Föten, metabolischen Streß und auch Krebs verursachen".
Kein Wunder, dass die Tierarztpraxen voll von Hunden und Katzen sind, die Allergien, Verdauungsprobleme, einen sensiblen Magen ("Er verträgt ja nur die eine Futtersorte"), Fell- und Hautprobleme oder gar Krebsleiden haben.
5. Lockstoffe oder auch Geschmacksverstärker wie Zucker, Salz oder Karamell haben meines Erachtens rein gar nichts im Futter für den Fellfreund zu suchen und erfüllen auch keinen Sinn, außer dem Hersteller das Säckel zu füllen.
Das ist nur ein Auszug aus dem, was man seinem Hund da so jeden Tag füttert. Wusstet Ihr eigentlich, dass Trockenfutter nur 10-14% Wasser enthält und meist noch frittiert wird? Um diesen enormen Wassermangel auszugleichen müsste der Fellfreund die 6 - 8fache Menge an Wasser zu sich nehmen. Ich barfe meinen adulten Weimaraner (75% Fleisch, 10% Gemüse, 10% Wasser, 5% Haferflocken). Nun trinkt er normalerweise maximal 600ml zusätzlich ergo gehen wir davon aus, dass dies der natürliche Wasserbedarf von meinem (!) Hund ist. Der Arme müsste also bei Trockenfutterfütterung sage und schreibe 4,8 Liter am Tag trinken um nicht zu dehydrieren. Da Hunde sich aber im Allgemeinen nicht mit dem Thema Austrocknung befassen trinken sie nach wie vor nur die Menge an Wasser, die sie ohne Trockenfutter benötigen würden.

Viel anders siehts beim Dosenfutter auch nicht aus - Nebenerzeugnisse aller Art, Getreide und immerwieder ZUCKER, ZUCKER, ZUCKER für einen satten aber fetten Hund.
Die wenigen Dosenfutter, die einen überdurchschnittlich hohen Fleischanteil enthalten (meist aber auch nicht mehr als 65%, was sind denn da die anderen 35%?) sind unerschwinglich teuer, im Schnitt zahlt man für 800g im Einzelhandel 2,29€.
800g Frischfleisch dagegen kosten im Schnitt 2 € (bei uns genau 1,80 € bzw 10kg kosten 19€ incl Lieferservice im Stadtgebiet).
Viele argumentieren immer mit Bequemlichkeit, dass es so einfach sei, dem treuesten Begleiter einfach die Trockenkökeln ins Napf zu kellen. Also bitte?! Man schafft sich doch keinen Hund an und ist dann so bequem und verantwortungslos ihn nicht richtig und artgerecht zu ernähren?!
Übrigens ich brauche für die Zubereitung der täglichen Hundemahlzeit nie mehr als 5 Minuten. Früh den gefrorenen Klumpen in den Napf, Abends dann Gemüse oder Obst nach Wahl pürieren, ein bisschen Öl, ein bisschen Haferflocken und Wasser, durchrühren, fertig. Wer die Zeit nicht hat, ist nicht geeignet einen Hund zu halten.
Individuell finden Sie durch ausprobieren und beobachten heraus, wieviel und was Ihr Hund am besten verwerten kann.
Dringend zu beachten wäre noch, Fleisch und Trockenfutter nicht zu mischen, da Fleisch nur bis zu 8 Std im Magen bleibt, Trockenfutter dagegen bis zu 24 Std. Der Hundemagen ist nicht in der Lage, Fleisch und Trockenfutter gesondert auszuscheiden, somit bleibt das Fleisch mit dem Trockenfutter zusammen bis zu 24 Std im Magen, was die Entstehung von Krankheitserregern begünstigen kann.
In diesem Sinne, denkt an eure Fellfreunde und barft!
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