Autoreifen wechseln? - Mit Sicherheit gut!

Aufrufe 3 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Mindestens einmal im Jahr sollten Sie Ihre Autoreifen wechseln. Bei Schnee und Eis sind Winterreifen angesagt. Unter Umständen muss aber auch schon früher ausgetauscht werden. Nämlich dann, wenn die alten im wörtlichen Sinne abgefahren sind. Jetzt online bei eBay die passenden Autoreifen kaufen.

Gut zu wissen vor dem Reifenkauf
Hauptsache rund und mit Profil? Weit gefehlt. Jeder Autotyp braucht ganz bestimmte Reifen. Das betrifft vor allem die Größe. Ziehen Sie Reifen mit einem größeren Durchmesser auf, zeigt der Tacho mitunter eine falsche Geschwindigkeit an - und zwar niedriger als tatsächlich.
Ob Allwetterreifen eine Alternative sind, entscheidet die Region, in der Sie unterwegs sind. Wo in der kalten Jahreszeit extreme Witterungen vorherrschen, sollten Sie auf Winterreifen vertrauen. Kontrollieren sollten Sie regelmäßig die Profiltiefe. Experten empfehlen, Sommerreifen ab 3 mm, Winterreifen ab 4 mm zu ersetzen.
Tipp: Profiltiefenmesser gibt es als Autoschlüsselanhänger. Dann denkt man leichter dran!

Wichtig: die Reifenkennzeichnung

Bei der Reifenauswahl ist die Kennzeichnung entscheidend. Zum Beispiel 185/60 R 15 91 H TL.
Die Zahlen und Buchstaben stehen für folgende Eigenschaften:
185 ist die Breite des Reifens an seiner breitesten Stelle in Millimetern.
60 bezieht sich auf die Flankenhöhe des Reifens, also die Höhe zwischen Felge und Lauffläche. Diese ist in Prozent zur Breite angegeben. Hier im Beispiel 60 % von 185, also 111 Millimeter. 
R steht für Radialreifen, die übliche Bauart für PKW-Reifen. 15 ist der Durchmesser der Felge in Zoll. 91 bezeichnet die Tragfähigkeit nach einer Tabelle, in diesem Fall bis zu 615 kg. H bezieht sich auf den Geschwindigkeitsindex, hier eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. TL steht für "tubeless". Es handelt sich also um einen schlauchlosen Reifen.

Die Werte in der Reifenkennzeichnung müssen Sie beachten, um den passenden Reifen zu kaufen. Die Angaben dazu finden Sie im Fahrzeugschein. Übrigens: Mittlerweile gibt es eine zweite Kennzeichnungspflicht für Autoreifen, das Reifenlabel. Seit November 2012 von der EU vorgeschrieben, informiert es über Kraftstoffeffizienz, Haftung bei Nässe und Rollgeräusch.

   Die Werte in der Reifenkennzeichnung müssen Sie beachten, um den passenden Reifen  zu kaufen. Die Angaben dazu finden Sie im Fahrzeugschein. Übrigens: Mittlerweile gibt es eine zweite Kennzeichnungspflicht für Autoreifen, das Reifenlabel. Seit November 2012 von der EU vorgeschrieben, informiert es über Kraftstoffeffizienz, Haftung bei Nässe und Rollgeräusch.

Heiße Räder: Sommerreifen

Im Sommer sind Sie witterungsbedingt oft schneller unterwegs als im Winter. Daher sind Sommerreifen auch aus diesem Grund auf höhere Temperaturen ausgelegt und werden nicht so schnell weich: Sie nutzen sich langsamer ab. Für Sommerreifen ist in Deutschland eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern vorgeschrieben.
Manche Leute ziehen im Sommer gern breitere Reifen auf, um die Straßenlage zu verbessern. Dies ist in Maßen zulässig, solange sich der Durchmesser des Rades nicht verändert und die Reifen nicht seitlich über die Karosserie hinausragen.
Gut zu wissen: Breite Reifen reagieren empfindlicher auf Nässe.

 

Coole Typen: Winterreifen

Im Winter sind richtige Reifen besonders wichtig. Seit 2010 sind Winterreifen in Deutschland daher gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind für niedrige Temperaturen ausgelegt und deshalb weicher und elastischer als Sommerreifen.
Außerdem sind sie mit einem tieferen Profil ausgestattet, das auch bei Matsch und Schnee greift. Diese Reifen bezeichnet man daher auch als "M S Reifen" für "Matsch und Schnee". 
Der Hinweis "M S" auf dem Reifen reicht jedoch nicht aus, da er rechtlich nicht geschützt ist. Erst ein zusätzliches Schneeflocken-Symbol zeigt, dass der Reifen auch tatsächlich Winterzulassung hat. Sie können problemlos Winterreifen und Felgen bei eBay erwerben.
Tipp: Wenn Tiefschnee vorhersehbar ist, sollten Sie über
Schneeketten nachdenken.


Allrounder: Ganzjahresreifen

Wer sich den jährlichen Reifenwechsel sparen will, greift oft auf Ganzjahresreifen zurück. Man bezeichnet sie auch als Allwetterreifen. Der Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen hat eine geringere Profiltiefe als Winterreifen und ist nicht für extreme Witterungen ausgelegt. Sie werden vor allem in gemäßigten Klimazonen, wie beispielsweise den norddeutschen Küstenregionen, bevorzugt.

Im Süden Deutschlands sind sie kaum verbreitet und auch nicht zu empfehlen. Im Sommer haben sie durch die weichere Gummierung einen höheren Abrieb. Und führen nebenbei zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch.
 


 Überall durch: Geländereifen

In jüngster Zeit sieht man auch in Städten immer öfter Geländewagen und SUVs. Für diese Fahrzeuge empfehlen sich Geländereifen.

Je nach Gelände (engl.: Terrain) unterscheidet man ST (Street Terrain) für den Einsatz auf befestigten Straßen und geringem Geländeanteil sowie AT (All Terrain) für Straße und Gelände gleichermaßen.

In extremem Gelände mit Schlamm und Geröll fahren Sie mit MT-Reifen (Mud Terrain) sicher.

 


 Law and Order: die Rechtslage

Wer sich oder andere durch falsche oder fehlerhafte Bereifung gefährdet oder behindert, macht sich strafbar. Unterschreiten Ihre Reifen die vorgeschriebene Profiltiefe, ist bei einer Kontrolle ein Bußgeld fällig. Im Extremfall kann die Polizei die Weiterfahrt untersagen. Sind Sie mit falscher oder fehlerhafter Bereifung in einen Unfall verwickelt, kann Ihnen unabhängig vom Unfallhergang eine Mitschuld drohen.

Verursachen Sie einen Unfall durch abgefahrene Reifen oder Sommerreifen auf winterlichen Straßen, kann auch die Haftpflichtversicherung Sie zur Verantwortung ziehen. In solchen Fällen lehnt die Vollkaskoversicherung die Leistung möglicherweise ab.

Winterreifen sind seit 2010 bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee, Schneematsch, Schnee-, Reif- oder Eisglätte) vorgeschrieben - und zwar unabhängig von Monat oder Jahreszeit. Behindern Sie den Verkehr durch falsche Bereifung, drohen ein Bußgeld von 80 Euro und ein Eintrag ins Verkehrszentralregister.


Günstige Alternative: Gebrauchtreifen

Neue Reifen können recht teuer sein. Eine günstige Alternative stellen Gebrauchtreifen dar. Wichtig bei Gebrauchten ist die Profiltiefe. Vor allem bei Winterreifen, die schneller abnutzen, sollte diese deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum liegen. Sie sollten auch darauf achten, dass alle vier Reifen die gleiche Profilart und in etwa die gleiche Profiltiefe aufweisen.
Eine spezielle Variante sind runderneuerte Reifen. Dabei wird das abgefahrene Profil vom Reifen geschält und ein neues aufgebracht. Solche Reifen sind in etwa 30 % günstiger als Neureifen. Viele Autofahrer entscheiden sich auch aus ökologischen Gründen für Runderneuerte, da weniger Rohstoffe und Energie in der Herstellung anfallen.



Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden