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Lacke auf Wasserbasis (Wasser-Basislacke)


Seit Anfang der 90er Jahre bieten die Lackhersteller zunehmend Wasser-basierende Lacke an. Diese Technologie ist aus dem Hausfarben und -Lacke Bereich bereits gut bekannt, hat sich aber in der Autolackierung bislang nur in der Serien-Lackierung durchgesetzt.

Kennzeichen:

  • Trocknen langsamer als lösemittelhaltige Lacke, dadurch in der Lackiererei ein wirtschaftlicher Nachteil, da die Kabine möglichst schnell wieder freiwerden muß, um profitabel arbeiten zu können. Durch spezielle Anblastechnik kann dieser Nachteil teilweise ausgeglichen werden. Die Trocknungszeiten sind auch stark von Luft-Temperatur und –Feuchtigkeit abhängig, da das Wasser ganz normal in die Umgebungsluft verdunstet (wie beim Aufhängen von Handtüchern auf einer Wäscheleine).
  • Gefährlicher für Mensch und Umwelt: Da der Wasserlack direkt über Haut, Lungen, Augen, Mund etc in den Körper aufgenommen wird, ist ein deutlich besserer Schutz des Verarbeiters nötig. Auch der Schutz der Umwelt muß noch sorgfältiger sein, da sich die Inhaltsstoffe der Wasserlacke vollständig in Abwasser oder Grundwasser auflösen und über Fische etc. in die Nahrungskette gelangen. Diese Pigmente, Harze etc. sind unterschiedlich belastend, auf jeden Fall aber alles andere als gesundheitsfördernd. Da die Reinigung der Lackierpistolen und sonstiger  Arbeitsgeräte ebenfalls mit Wasser erfolgt ist auch beim Handling und der Entsorgung dieses Sondermülls besondere Umsicht geboten. Bisher werden noch nicht alle Materialien (Grundierung, Klarlacke etc.) in Wasser-Technologie angeboten bzw. sind aufgrund langsamer Trocknung (Klarlacke) aus wirtschaftlicher Sicht noch keine echte Alternative. Deshalb müssen Lackierereien zukünftig sogar mind. zwei komplette Reinigungssysteme und –Kreisläufe (Wasser/Lösemittel) vorhalten.

 

                           

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  • Farbton-Schwierigkeiten: Je nach Lacksystem bzw. –Hersteller kann es durch die Umstellung der Verarbeitungsmethode und der Verwendung anderer (wasserlöslicher) Pigmente zu anwendungs- oder auch systembedingten Farbtonabweichungen kommen (z.B. Silber). Eine Umgewöhnungsphase und viel Training für die Lackierer sind auf jeden Fall nötig.
  • Vorteil: deutlich niedrigere Lösemittel-Emissionen (VOC = volatile organic compounds). Der Anteil organischer Lösemittel in Wasserlacken ist extrem gering, da das Wasser als Lösemittel dient. Lösemittel gelten als Mit-Verursacher von Treibhauseffekt und globaler Erwärmung.
  • Kürzere Lagerstabilität: Wasserbasierende Basislacke sind i.d.R. nur bis ca. 24 Monate lagerfähig, während konventionelle (lösemittelhaltige) Basislacke mind. 48 Monate, bei optimaler Lagerung sogar bis zu 10 Jahre voll funktionsfähig sind. Außerdem sind Wasserlacke temperaturempfindlich und können nur zwischen 5 und 30° gelagert werden.
  • Vorteil: i.d.R. (je nach Hersteller) geringerer Material-Verbrauch
  • I.d.R. teurer als konventionelle Basislacke, zusätzliche Pistolen und Reinigungsgeräte nötig. Auch beim Zubehör wird´s teurer: wasserfeste Lackfilter, Abdeckpapier, Klebeband etc.
  • Die Lackindustrie hat sich zur Umstellung auf Wasserlacke entschieden, um die Europäische Verordnung zur Reduzierung von Lösemittelemissionen erfüllen zu können. Bis 2007 müssen daher Kfz-Lackierereien in der EU, von bestimmten Ausnahmen abgesehen,  auf Wasserbasislacke umstellen. Als Klarlack können weiterhin sogenannte HS (High Solid = Festkörperreiche oder Lösemittelarme) Klarlacke verwendet werden.
         

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