Aus alt mach neu: Recyclingtechnik up to date

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Aus alt mach neu: Recyclingtechnik up to date

Recycling gewinnt zunehmend an Bedeutung

Unter dem Begriff Recycling versteht man das Verwerten von Abfällen, die in den privaten Haushalten oder in der Industrie anfallen. Die Verwertung kann dabei auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Zum einen können diese wiederaufbereiteten Materialien oder Stoffe wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden, zum anderen können die entstandenen Erzeugnisse für andere Zwecke verwendet werden. Das Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Abfällen hat noch keine lange Tradition. Dem Schutz der Umwelt wurde in den vergangenen Jahrhunderten eher weniger Beachtung geschenkt. Themen wie Klimawandel, Ozonloch und eine wachsende Verschmutzung der Luft und der Gewässer wurden in der Öffentlichkeit erst in den letzten beiden Jahrzehnten ausgiebig diskutiert. Darüber hinaus hat der hohe und wachsende Verbrauch an Ressourcen wie Öl, Holz, Kohle, Metall und Süßwasser dafür gesorgt, dass sich die Rohstoffe auch der Erde langsam knapper werden. Diese neuen Umstände haben jedoch dazu geführt, das Recycling auch aus wirtschaftlichen Gründen immer mehr ins Visier genommen wird. Durch die Motivation, ressourcenschonender und nachhaltiger zu handeln, entstanden in den letzten Jahrzehnten jede Menge neue Technologien in den Bereichen Energie, Rohstoffe sowie Recycling.
Diese trugen wesentlich dazu bei, dass die Aufarbeitung und Wiederverwendung von wertvollen Rohstoffen und Materialien wirtschaftlich wurde. Auch bei großen Teilen der Bevölkerung gewinnt das Thema Recycling zunehmend an Akzeptanz und Bedeutung. Schließlich werden auch die privaten Haushalte dazu aufgefordert, ihren Müll ansatzweise zu sortieren. Dieses Konzept kann als eine gute Ausgangsbasis für die weitere Sortierung und anschließende Aufarbeitung gesehen werden. Diese Vorsortierung in den privaten Haushalten betrifft vor allem Altglas, Verpackungsmaterialien sowie Altpapier. Doch nicht nur in den privaten Haushalten, sondern auch in den verschiedensten Industriesektoren gewinnt das Thema Recycling immer mehr an Bedeutung. Schließlich wird hier in besonderem Maße mit wertvollen Rohstoffen wie zum Beispiel Holz und Metall hantiert.

Moderne Technik macht Recycling wirtschaftlicher

Moderne Recyclingtechnik kann dazu beitragen, die Verfahren zur Material- und Rohstoffaufbereitung wesentlich effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Das Recycling gewann im Laufe der zunehmenden Professionalisierung an Komplexität und kann in verschiedene Teilprozesse untergliedert werden.
Wenn Sie vorhaben, das Recycling in Ihre Betriebsabläufe zu integrieren, sollten Sie sich näher mit den verschiedensten Verfahren und Technologien beschäftigen. Recycling kann dementsprechend in die Teilschritte Sammlung, Förderung sowie Aufbereitung unterteilt werden. Unter der Sammlung von Abfällen versteht man in der Regel die temporäre Lagerung von Materialien oder Rohstoffen. Schließlich arbeiten viele Maschinen nur effizient und wirtschaftlich, wenn große recycelfähige Mengen vorhanden sind.
Bei problematischen Stoffen ist selbstverständlich darauf zu achten, dass die Lagerung ordnungsgemäß verläuft. Materialien und Stoffe, die im Laufe der Zeit ihre Eigenschaften verlieren oder verändern können, sollten ebenfalls nach bestimmten Vorschriften, die vor allem die Lagerdauer betreffen, gelagert werden. Materiallagerung und Materialaufbereitung sind oftmals und aus den verschiedensten Gründen räumlich voneinander getrennt. Daher müssen die Materialien auf irgendeine Art und Weise befördert werden, die wirtschaftlich ist und darüber hinaus den Vorschriften entspricht. Die Förderung kann zum Beispiel mittels Lastwagen über öffentliche Transportwege oder mittels spezieller Förderanlagen auf dem Grundstück erfolgen. Die eigentliche Aufbereitung der Abfälle kann mittels verschiedener Verfahren erfolgen. Zu diesen Technologien zählen zum Beispiel mechanische, biologische, thermische oder chemisch-physikalische Verfahren. Bei eBay gibt es jede Menge neue und gebrauchte Recyclingtechnik, die auf den verschiedensten Verfahren basiert.

Recyclingtechnologien, die auf mechanischen Verfahren basieren

Eine sehr häufig anzutreffende Aufbereitungsart im Bereich Recycling ist die mechanische Bearbeitung von Abfallmaterialien. Auf diese Weise kann unter anderem dafür gesorgt werden, dass die Abfälle weniger sperrig und zudem normgerecht für weitere Verarbeitungsprozesse sind. Diese Verfahren eignen sich bevorzugt für Materialien und Rohstoffe, die aus chemischer und physikalischer Sicht relativ unbearbeitet und unverändert sind. Dazu zählen zum Beispiel Abfälle aus unbehandeltem Holz oder auch bestimmter Metallschrott. Maschinen, die auf mechanischen Verfahren basieren, klassieren, konfektionieren und zerkleinern Abfälle. Unter dem sogenannten Klassieren bezeichnet man ein Trennverfahren, mit dem zum Beispiel Abfälle in die einzelnen Rohstoffe getrennt werden können. Beim Konfektionieren werden Abfälle nach bestimmten Kriterien sortiert. Dies kann zum Beispiel hinsichtlich der Partikelgröße oder des Partikelgewichts erfolgen. Unter dem sogenannten Zerkleinern versteht man in der Regel das Verändern der einzelnen Abfallpartikel in Hinsicht der Größe. Ergebnis dieses Verfahrens sind möglichst gleich große Partikel. Zerkleinerungsmaschinen werden bevorzugt im Bereich der Holz- und Metallaufbereitung verwendet. Recyclingtechnologien, die auf mechanischen Verfahren basieren, werden in der Praxis schon recht lange sowie häufig angewendet und gelten deshalb als ausgereift.

Recyclingtechnologien, die mittels biologischen Methoden arbeiten

Recyclingtechnologien, die auf biologischen Verfahren basieren, sind erst in letzter Zeit populärer geworden. Viele dieser Methoden eignen sich bevorzugt für den landwirtschaftlichen Bereich. Relativ häufig sind Methoden, die auf Gär- und Kompostierprozessen aufbauen. Bei der Gärung werden organische Abfälle mittels Mikrobakterien abgebaut. Auf diese Weise kann zum Beispiel Energie in Form von Gas erzeugt werden. Kompostierprozesse können zur Herstellung von Humus und Düngemittel für die Landwirtschaft wirkungsvoll genutzt werden.

Recyclingtechnologien, die auf thermischen Verfahren basieren

Thermische Verfahren dienen im Normalfall dazu, Abfälle zu verbrennen. Diese Methoden sind jedoch nur beschränkt dem Recycling zuzuordnen, da es sich hier eher um eine Abfallbeseitigung handelt. Bei der Verbrennung entsteht jedoch Wärmeenergie, die wiederum in mechanische Energie oder in Strom umgewandelt werden kann. Das sogenannte thermische Recycling wird unter anderem bei Kunststoffabfällen eingesetzt. Schließlich besteht Kunststoff zu großen Teilen aus Erdöl, was für einen sehr hohen Brennwert spricht. Mithilfe der Hydrolyse, Hydrierung sowie Pyrolyse besteht in dieser Hinsicht die Möglichkeit, Kunststoffe zu recyceln.

Recyclingtechnologien auf Basis von chemisch-physikalischen Verfahren

Chemisch-physikalische Verfahren werden bevorzugt im Zusammenhang mit Flüssigkeiten, die recycelt werden sollen, eingesetzt. Dazu zählt zum Beispiel die Trennung von Gemischen, die aus Öl- und Wasseranteilen bestehen. Dies kann zum Beispiel mit einer Zentrifuge oder einem Separator erfolgen. Auch die Trocknung kann zu den chemisch-physikalischen Verfahren gezählt werden. Die Trocknung dient beim Recycling meist als Vorbereitung vor dem eigentlichen Aufbereitungsprozess.

Häufig recycelte Abfälle im Haushalt und in der Industrie

Glas, Papier und Verpackungsmaterialien aus Kunststoff werden in der Zwischenzeit seit mehreren Jahren in den privaten Haushalten sortiert, um recycelt werden zu können. Im Industriebereich liegt der Fokus eher auf Metall, Holz und Ölerzeugnissen. Für einige dieser Abfälle gibt es unter anderem viele Gerätschaften, die als ausgereift und etabliert gelten.

Recyclingmaschinen zur Komprimierung von Papier, Folien und Holzabfällen

Das Problem, das bei der Lagerung von Papier entsteht, ist meist das enorme Volumen. Dem kann entgegengewirkt werden, indem das Volumen durch Pressung um ein Vielfaches verkleinert wird. Papierpressen gibt es zwischenzeitlich in allen möglichen Ausführungen und Größenordnungen. Mit einer solchen Presse können unhandliche Papierhaufen zu kompakten Ballen geformt werden, was den Transport wesentlich erleichtern kann.

Ballenpressen können oftmals auch für andere Materialien wie etwa Kunststoffe eingesetzt werden. Mit solchen Maschinen sind je nach Material Volumenreduzierungen um bis zu 95 Prozent möglich. Die Pressen können kategorisch in Horizontal-, Vertikal- oder Mehrkammerballenpressen eingeteilt werden. Solche Pressen arbeiten in den meisten Fällen mit starken Elektromotoren in Kombination mit hydraulischen oder pneumatischen Komponenten. Bei großen Pressen werden manchmal auch Dieselmotoren eingesetzt. Vertikalballenpressen sind kompakt konzipiert und können deshalb besonders platzsparend untergebracht werden. Mehrkammerballenpressen eignen sich für die schnelle und unkomplizierte Sortierung an Ort und Stelle. Zeitgemäße Maschinen verfügen zudem über eine umfangreiche Regelungselektronik, mit der der Pressvorgang automatisiert und optimiert werden kann. Brikettpressen arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip. Mit solchen Pressen können zum Beispiel Holzspäne, die beispielsweise bei der Fertigung anfallen, in Briketts geformt werden.

Recyclingmaschinen, mit denen Abfälle zerkleinert werden können

Mit Zerkleinerungsmaschinen oder Schneidmühlen können Abfälle schnell und wirkungsvoll zerkleinert oder granuliert werden. Abfall, der zerkleinert oder granuliert wurde, kann Vorteile in puncto Weiterverarbeitung und Transportfähigkeit bieten. Bei einer Schneidmühle oder bei einem Schredder werden die Abfälle mittels Scherwirkung zerkleinert. Aus diesem Grund zählt diese Methode zu den mechanischen Verfahren im Recycling. Diese Maschinen werden im Regelfall mit einem Elektromotor betrieben. Größere und leistungsfähige Modelle verfügen in manchen Fällen über Verbrennungsmotoren. Schneidmühlen oder Granulatoren gibt es in verschiedenen Ausführungen und für verschiedene Materialien. Mit einer solchen Maschine können je nach Modell und Leistung Papier, Holz, weiche Metalle oder Kunststoff bearbeitet werden. Zerkleinerungsmaschinen gibt es in nahezu allen möglichen Ausführungen und Leistungsklassen.

Recyclingmaschinen zur Abtrennung von Metall

Beim Recycling von Metall werden sogenannte Kabelabisoliermaschinen sehr häufig verwendet. Mit solch einer Maschine ist es möglich, Kabel mit Metallanteilen von der Isolierung, die meist aus Gummi besteht, zu befreien. In der Regel wird in elektrischem Kabel Kupfer als leitfähiges Material verwendet. Kupfer gilt in der Zwischenzeit als wertvoller Rohstoff, der nicht ohne Weiteres verschwendet werden kann. Kabelabisoliermaschinen, auch Kabelschälmaschine genannt, gibt es in unterschiedlichen Varianten und für die verschiedensten Kabeldurchmesser. Die gängigen Geräte können sowohl elektrisch als auch pneumatisch betrieben werden. Moderne Maschinen warten zudem mit einer aufwendigen Steuerelektronik auf. Diese ermöglicht unter anderem einen halb- oder sogar einen vollautomatischen Betrieb.

Aufbewahrungsmöglichkeiten für Recyclingmaterial

Viele recyclingfähige Materialien können in Containern aus stabilem Stahl gelagert werden. Dabei sind in vielen Fällen geschlossene Varianten gegenüber den offenen Varianten zu bevorzugen. Absetzcontainer, die ohne Weiteres von Lastwagen mit spezieller Vorrichtung aufgenommen werden können, haben sich in der Praxis etabliert. Weiches Recyclingmaterial kann auch in sogenannten Big Bags gelagert werden. Diese benötigen im Gegensatz zu Containern im ungefüllten Zustand kaum Platz, was für einen flexiblen Einsatz spricht. So muss die für die Aufbewahrung notwendige Fläche erst bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Gebrauchte Recyclingtechnik

Recyclingtechnik kann auch im gebrauchten Zustand erworben werden. Hier sollte jedoch in Erfahrung gebracht werden, welche Materialien damit recycelt wurden. Dies kann unter anderem Aufschluss über den technischen Zustand und über eventuelle Abnutzungserscheinungen geben.

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