Apple – wie ein angebissener Apfel die Computerwelt revolutionierte

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Apple – wie ein angebissener Apfel die Computerwelt revolutionierte

Die Geburt einer Legende

Spricht man von Apple, ist die im April 1976 in Los Altos bei San Francisco gegründete Firma untrennbar mit dem Namen Steve Jobs verbunden. Vergessen sollte man jedoch nicht die beiden Mitbegründer Steve Wozniak sowie Ronald Wayne. Letztgenannter entwarf als gelernter Grafiker das erste Apple-Logo, das allerdings mit dem angebissenen Apfel von heute noch nicht viel zu tun hatte. Zu sehen ist darauf der Naturforscher Isaac Newton unter einem Apfelbaum - eine Anspielung auf dessen Entdeckung der Gravitation (Schwerkraft), die laut dem französischen Philosophen Voltaire einem herunterfallenden Apfel geschuldet sei; eine Version, die durchaus angezweifelt wird, aber sehr charmant klingt. Betrachtet man die Gesamtentwicklung von Apple, kann der frühe Ausstieg von Ronald Wayne knapp elf Tage nach der Gründung durchaus als eine echte Fehlentscheidung bezeichnet werden.

Das Silicon Valley als Paradies für Tüftler und Bastler im Elektronikbereich trug sicherlich seinen Teil dazu bei, dass aus dem typisch amerikanischen Garagenunternehmen ein weltweit agierender Konzern geworden ist. Einen weiteren Anteil - wenn auch ohne direktes Zutun - hatte ein bekannter deutscher Automobilhersteller: Der Verkauf von Steve Jobs` VW-Bulli brachte 1.300 US-Dollar für das Startkapital ein, Wozniaks Taschenrechner von Hewlett-Packard die restlichen 250 US-Dollar. Eine fast schon lächerlich anmutende Summe, betrachtet man sich die gegenwärtigen Umsatzzahlen und bedenkt, dass Apple Stand 2012/2013 das wertvollste börsennotierte Unternehmen weltweit ist. Noch erwähnenswert in diesem Zusammenhang: Zwei Jahre nach der Gründung zog die Firma aus der Garage in Paolo Alto in ein Firmengebäude in Cupertino, wo sich nach wie vor der Stammsitz befindet.

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Keine Registrierkasse sondern der Apple I

Schaut man sich den allerersten Apple an, erinnert dieser nicht an einen Computer, sondern definitiv an eine Registrierkasse. Das Design entstand allerdings nach den Vorstellungen des ersten wichtigen Abnehmers - einem lokalen Computerhändler mit dem Firmennamen The Byte Shop, der 50 Exemplare unter der Bedingung orderte, dass diese fertig aufgebaut geliefert wurden. Kenner der Historie erklären, dass der Erfolg von Apple ohne Paul Terrell, den Gründer des The Byte Shop als einer der ersten Händler für Personal Computer, in dieser Form vielleicht nie zustande gekommen wäre.

Grundsätzlich handelte es sich bei dem Apple I um einen Bausatz, der durch die damaligen Käufer selbst zusammengebaut werden musste. Gesprochen wurde zu seiner Zeit vom sogenannten Einplatinen-Computer, bei dem sich alle elektronischen Bauteile auf dieser einen Platine befanden. Für den Betrieb waren zudem zusätzlich je ein Netzteil, Tastatur und ein externer Monitor sowie ein Peripheriegerät notwendig, das als Schnittstelle (Interface) zu herkömmlichen Audio-Kassetten diente. Auf diesen Audio-Kassetten wurde der Interpreter abgespeichert, mit dessen Hilfe die Programmiersprache (Apple Basic) genutzt werden konnte. Wie sagt man in diesem Zusammenhang so schön und treffend: Aller Anfang ist schwer, allerdings wurde genau in dieser Zeit das Fundament für den Siegeszug des Personal Computers gelegt.

Was sich bereits mit dem ersten Produkt abzeichnete, war das ausgeprägte Marketing-Denken: Der Apple I wurde mit dem Slogan "byte into an apple" beworben - ein gelungenes Wortspiel mit dem gleich klingenden Begriff "bite", der für das "Beißen" steht. Das Logo mit dem angeknabberten Apfel als Silhouette in seiner jetzigen Form basiert mit Sicherheit auf diesem Slogan und entstand im Jahr 1977 - Designer war Rob Janoff. Nahezu 22 Jahre lang blieb der berühmte Regenbogen-Apfel als Logo unverändert erhalten, von dem Rob Janoff später sagte, er habe die Regenbogenfarben verwendet, um den Apfel besser von einer einfachen Kirschtomate unterscheiden zu können.

Die erste wirkliche Revolution von Apple

Nur wenige Monate nach dem Apple I kam der Apple II als einer der ersten Micro Personal Homecomputer auf den Markt und fand schnell eine große Verbreitung. Gebaut wurde die Reihe - natürlich verbunden mit zahlreichen Modifikationen und Modellversionen - bis zur Einstellung im Jahr 1993; verkauft wurden in dieser Zeit über zwei Millionen Modelle. Mit einer der wichtigen Erfolgsfaktoren war die offene Architektur - alle Signale, Bauteile und Schaltungen wurden ausführlich dokumentiert und dadurch modifizierbar, zudem konnte der Rechner über acht Slots (Steckplätze) sehr einfach erweitert werden.

Eine sogenannte Killer-Applikation war das erste zur Verfügung stehende Tabellen-Kalkulationsprogramm, das unter der Bezeichnung VisiCalc geführt wurde. Ein echter Anreiz für den Kauf eines Apple II, da Aufgaben wie Buchhaltung oder Kostenrechnungen deutlich schneller als zuvor manuell durchführbar waren. Über die Slots bestand zusätzlich die Möglichkeit, Textverarbeitungsprogramme wie WordStar mit einzubinden, die perfekte Lösung für betriebliche Anforderungen mit einer maximalen Steigerung der Effektivität - heute längst eine Selbstverständlichkeit.

Zu den großen Konkurrenten dieser Zeit gehörte IBM mit seinen Personal Computern.

Die nächste Revolution: die Macintosh Baureihe von Apple

Stillstand ist Rückschritt - treffender kann man es nicht sagen, wenn es um die Weiterentwicklung der Computer-Technologie geht. So kam es, dass Apple im April 1984 den ersten Personal Computer der Macintosh-Baureihe präsentierte. Der Name ist zurückzuführen auf die aus Amerika stammende Apfelsorte MacIntosh - Apple variierte die Schreibweise lediglich, um die Verwechslungsgefahr zu verringern.

Gegenüber den bisherigen Computern richtete sich der Macintosh vor allem an ein breites Massenpublikum, dem das bis dato notwendige Fachwissen fehlte, um einen der Vorgänger problemlos nutzen zu können. Letztlich war es nicht die Leistungsfähigkeit der Rechner, die kaum einen Unterschied zu den Produkten des Marktführers IBM ausmachten, sondern die grafische Benutzeroberfläche - eine wirkliche Revolution. Das sogenannte GUI (Graphical User Interface) ermöglichte es den Benutzern erstmals, den Computer mit dem Zeiger einer Maus zu bedienen: Die Interaktion erfolgte dabei über grafische Symbole auf dem Monitor, anstatt wie bisher über Kommandozeilen. Ein weiteres Novum war das dazu gehörende Betriebssystem, die allererste Mac OS Version überhaupt.

In der Nachbetrachtung bleibt festzustellen, dass das Ziel verfehlt wurde, den Macintosh als Rechner für alle auf dem Markt zu etablieren, was sicherlich auch mit an dem recht hohen Anschaffungspreis lag: Für die auf dem Heimatmarkt knapp 2.500 Dollar kostende Maschine musste man in Deutschland auf Grund des hohen Umrechnungskurses bis zu 10.000 DM hinblättern. Der Rechner fand allerdings schnell große Akzeptanz in der Medienbranche - in Verbindung mit dem zur Verfügung stehenden Laserdrucker "Laserwriter" konnte erstmals vom DTP (Desktop Publishing) gesprochen werden: Was man auf dem Monitor sah, konnte nahezu identisch ausgedruckt werden. Weit verbreitet sind aktuell DTP-Programme wie QuarkXPress oder PageMaker.

Vom Macintosh zum Mac

1985 verließ der Mitbegründer Steve Jobs das Unternehmen und kehrte erst wieder im Jahr 1997 zurück. In dieser Zeitspanne versäumte es das Unternehmen durch strategische Fehler, das eigene Betriebssystem als Industriestandard zu etablieren - Microsoft hatte den Markt zwischenzeitlich mit dem Windows Betriebssystem besetzt.

1998 gelang es Apple dennoch, mit der neu geschaffenen iMac-Serie einmal mehr für Furore auf dem Markt zu sorgen - der erste Computer in einem sogenannten All-in-one Gehäuse, das zudem einen Meilenstein hinsichtlich des Designs darstellte. Mittlerweile gibt es iMacs in der 7. Generation, die gegen Ende 2012 vorgestellt wurde, allerdings nichts mehr mit dem früheren Design gemein hat. Der PC selbst ist dabei in modernen Flachbildschirmen untergebracht, genauso wie alle zur Verfügung stehenden Schnittstellen - das Design ist reduziert elegant und benötigt entsprechend wenig Platz auf dem Arbeitstisch, zudem zeichnen sich die Modelle durch ihre Leistungsfähigkeit aus sowie die hochmodernen Betriebssysteme der aktuellen Mac OS X Reihe.

Mit Apple mobil unterwegs

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem ersten tragbaren Modell, dem Macintosh Portable, setzt Apple auch in Bezug auf Notebooks immer wieder neue Maßstäbe. Im Jahr 1991 erschien das erste Modell der recht erfolgreichen PowerBook Serie, die dann im Jahr 2006 eingestellt und durch die MacBook Reihe abgelöst wurde, die bis heute produziert wird. Unterschieden wird dabei aktuell zwischen der Serie MacBook Pro, die sich vor allem an professionelle Anwender richtet sowie die MacBook Air Baureihe, die vorwiegend für Privatkunden gedacht ist. Zudem erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die iBook Serie, die von 1999 bis 2006 als preiswertes Einsteigermodell gebaut wurde und für die damalige Zeit vor allem durch das außergewöhnliche Design auf sich aufmerksam machte - schick lag voll im Trend.

Der nächste mobile Meilenstein wurde 2010 mit dem iPad realisiert - ein Tablet-Computer, der vor allem durch seine Multi-Touchscreen-Technologie überzeugt, die das bequeme Arbeiten per Berührung des Screens ermöglicht. Ähnlich wie viele Produkte von Apple zuvor, erlangten iPads, die mittlerweile in der vierten Generation produziert werden, in großen Kreisen schnell einen bedeutenden Kultstatus. Falls Sie auch einen mobilen Begleiter für den Alltag benötigen, können Sie sich bei eBay jederzeit ein iPad günstig kaufen. Als Betriebssystem kommt das iOS zum Einsatz, das ebenfalls bei anderen mobilen Endgeräten verwendet wird (siehe nächster Abschnitt).

Beste Unterhaltung mit Apple

Apple wäre nicht Apple ohne seine innovativen Produktentwicklungen, zu denen natürlich das sehr beliebte iPhone gehört, das durch seine extrem einfache Handhabung wie auch durch das Design überzeugt und mittlerweile in der 6. Generation, dem iPhone 6s, auf dem Markt ist. iPhones lassen sich zudem durch eine riesige Auswahl an sogenannten Apps in ihrer Funktion deutlich erweitern - von nützlich bis witzig.

Vervollständigt wird die Produktpalette aktuell durch die nicht weniger beliebten iPods, als Abspielgeräte für mediale Inhalte wie Musik und längst auch für Videos. Das Sortiment umfasst dabei unterschiedliche Baureihen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten - vom iPod Touch bis hin zum iPod Nano, um nur zwei Beispiele zu benennen. In Verbindung mit dem iTunes Store wurde im Grunde mit eine Revolution im Bereich der Musikindustrie eingeläutet. Außerdem kann man durch den Apple TV günstig sein Fernsehgerät erweitern. Man darf gespannt sein, was von der Firma in Zukunft an weiteren Innovationen zu erwarten ist.

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