Altes Spielzeug neu entdeckt

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UwesAllerlei1

Hallo zusammen!

An dieser Stelle möchte ich gerne mal etwas zum Besten geben über den guten, "alten"

Hula-Hoop-Reifen,

den sicherlich viele Leser so wie ich kennen und schätzen.

Als kleines Mädchen habe ich das Geschicklichkeitsspiel mit dem Hula-Hoop- Reifen geliebt, war wie besessen von der Herausforderung der Balancehaltung und wir Kinder haben tatsächlich untereinander gezählt, wer die meisten Drehungen geschafft hatte und als Sieger aus dem Spiel hervor ging. 

In meiner Jugend war der Hula-Hoop-Reifen ein äußerst nützliches Trainingsutensil für meinen Leistungssport, den ich mit Begeisterung ausgeübt habe. Auch in unserer Tanzgruppe war der Hula-Hoop-Reifen unentbehrlich zur Förderung der Team-Konzentration, damit sämtliche Schrittfolgen exakt aufeinander abgestimmt werden konnten. 

Nach Aufgabe des Sports hatte ich den Hula-Hoop-Reifen beinahe "vergessen", bis  sich die üblichen Altersbeschwerden wie von selbst einstellten. Meine Therapeutin brachte mich schnell wieder auf die Idee mit dem Hula-Hoop-Reifen  und so kann ich mich dank des "guten, alten Spielzeugs" trotz Gehbehinderung völlig alleine bewegen.

Für viele, die es - noch - nicht gewusst haben, kramte ich mal einwenig in der Geschichte des Hula-Hoop-Reifens nach und möchte meine Erkenntnisse darüber aufschreiben, in der Hoffnung, dass die interessierten Leser mir dafür bei Gefallen ihre

Ja-Stimme

geben.

Vielen Dank!

 

Der Reifen, selten auch Reif genannt, ist ein Spielzeug, das in vielen Kulturen der Welt der Förderung der Geschicklichkeit dient. Er war früher fast ausschließlich aus Holz per Hand gefertigt und ist seit den 50-er Jahren (19. Jh.) besonders in seiner Form aus Kunststoffrohr als Hula-Hoop-Reifen bekannt.

Belegt ist, dass bereits Hippokrates etwa 300 v. Chr. in einer seiner medizinischen Abhandlungen das so genannte Reifentreiben empfohlen hat. Menschen mit schwacher Konstitution sollten diese Übung zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit nutzen. Auch bei den Indianern Nordamerikas und den Inuit diente der Reifen zum spielerischen Erlernen der überlebensnotwendigen Jagdtechniken. Jemand trieb den Reifen vor sich her und andere warfen mit langen Stangen durch die Öffnung. Oder ein mit Riemen umflochtener Reifen wurde an einer Reihe junger Bogenschützen vorbei gerollt und anhand der Pfeilkennzeichnung konnte man anschließend den Sieger feststellen.

Im 19. Jahrhundert war der Umgang mit den leichten Holzreifen für Jungen und Mädchen gang und gäbe. Regelrechte Wettläufe wurden veranstaltet und obwohl die etwas steife und strenge Kleidung der Oberschicht so gar nicht dazu zu passen schien, vertrieb sich auch der junge Adel seine Zeit damit.

Eine wahre Wiedergeburt erlebte der Reifen als Spielzeug Ende der 50-er, Anfang der 60-er Jahre (19. Jh.), als er in Form des Hula-Hoop-Reifens in die Kinderzimmer zurückkehrte. Nicht nur die Kleinen ließen nun ihre Hüften kreisen und erfanden Kunststücke mit dem Kunststoffgerät. Dauerhulahoopen war da noch die einfachste wettbewerbsmäßig ausgetragene Disziplin, der sich auch Jugendliche und Erwachsene unterwarfen. In Varietés und Zirkus sah man Artisten und Artistinnen mit Dutzenden von Reifen um Hals und Bauch jonglieren und mancher Orthopäde hatte mit vermehrten Bandscheibenbeschwerden der etwas älteren Hula-Hooper zu tun.

Das Reifentreiben sieht zwar für den Zuschauer einfach aus, doch es erfordert sehr viel Übung und Geschick, den Reifen aufrecht zu halten und vorwärts zu bewegen. Zum Treiben benutzte man einen kleinen Sock (oder Stange), an dem oftmals zur Zierde eine kleine Holzkugel befestigt war. Doch auch ohne Stock, allein unter Benutzung der Handfläche, kann man ihn vorwärts bewegen, nachdem man ihn zuvor senkrecht gehalten und ihm dann einen leichten Vorwärtsschlag an der oberen Krümmung erteilt hat. Die Kurventechnik erfordert nochmals besondere Anforderungen an die Beine-Hand-Augen-Koordination.

Staffelwettläufe über mehrere hundert Meter (hin und zurück), wobei ein und derselbe Reifen als Staffelstab gilt, lassen sich auch bei Festen durchführen. Dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Sprünge durch den Reifen oder das Werfen von Gegenständen durch die Mitte sind nur einige Spiele, die Kindern sofort einfallen. Als Anregung kann die Rhythmische Sportgymnastik dienen. Dort setzen die WettkämpferInnen den Reifen zum Teil in spektakulärer Art und Weise ein (z.B.: Schleudern mit dem Fuß und Fangen mit dem Hals etc.).

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