Alles in einem: Betten mit Matratze als Boxspring- oder Polsterbetten

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Alles in einem: Betten mit Matratze als Boxspring- oder Polsterbetten

Das Bett gehört zu den am meisten genutzten Möbelstücken des Alltags an. Nur wenige andere Gegenstände des Haushalts werden mit ähnlicher Regelmäßigkeit genutzt. Zwischen sieben und acht Stunden verbringt ein Mensch täglich im Bett. Dass dabei nur eine bequeme Lage und angenehmes Material einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten vermögen, liegt auf der Hand. Damit Sie bei der Zusammenstellung Ihres Betts die richtigen Komponenten auswählen können, nutzen Sie den vorliegenden Ratgeber. Sie erfahren darin alles Wissenswerte rund um die Themen Bett, Matratze, Gestell und Polster. Im Vordergrund sollen dabei die amerikanischen Boxspringbetten stehen.

Das verbirgt sich hinter der Bezeichnung Boxspringbett

Bei einem Boxspringbett handelt es sich um eine spezielle Bauform, bei der die Matratze auf einem gefederten Untergestell liegt. Die Bezeichnung Boxspring steht für ‚gefederte Kiste‘. Diese besteht aus einem Massivholzrahmen, der von Federn umgeben ist. Häufig verwendet man Taschenfederkerne oder normale Federkerne. Alternative Bezeichnungen sind ‚Amerikanisches Bett‘ und ‚Continentalbett‘.

Der wichtigste Unterschied gegenüber den in Deutschland genutzten Betten besteht darin, dass die Matratze nicht direkt auf dem Lattenrost aufliegt. Das Grundbauteil ist das Boxspring. Dabei handelt es sich um einen Unterbau aus einem Rahmengestell mit den zugehörigen Füßen. Die Höhe dieses bepolsterten Unterbaus kann bis zu 80 cm betragen. Es gibt viele Ausführungen in verschiedenen Farben und Größen. Statt eines Lattenrosts gibt es einen eingebauten Federkern mit einer Größe von 8-20 cm. Der Vorteil gegenüber dem Lattenrost besteht in dem Umstand, dass die Federkraft an jeder Stelle des Bettes gleich ist. Der Unterbau und die Matratze bilden eine Einheit.

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, ein Kopfteil anzubringen, es gleicht das Bett optisch aus. In der Regel sind Kopf- und Fußteile 20 - 30 cm höher als der Matratzenrand. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Hersteller die Möglichkeit einer späteren Nachrüstung anbietet. Dies kann dann notwendig sein, wenn man aus einer kleineren in eine größere Wohnung umzieht.

Der Kern des Boxspringbetts – die Matratze

In der Ausstattung einer handelsüblichen Boxspringbett-Matratze befindet sich ein Federkern, ein Tonnentaschenfederkern und eine Jumbo-Taschenfeder. Sie zeichnet sich durch eine hohe Dicke von bis zu 35 cm aus. Gemeinsam mit dem gefederten Unterbau liegt der Nutzer auf einer Schicht von bis zu 55 cm Dicke. Das Hauptaugenmerk liegt auf umfassender Weichheit und Flexibilität. Der Liegende soll sich eher in als auf der Matratze befinden.

Die Frage nach dem Härtegrad stellt sich entsprechend in geringerem Umfang. Boxspring-Matratzen sind prinzipiell weicher als die weichsten europäischen Matratzen. Es gibt theoretisch fünf Härtegrade. Sie reichen von H1 (weich) bis H5 (hart). In der Praxis dominieren die Typen H2 und H3.

Individualisierungsmöglichkeiten hat der Nutzer im Materialbereich. Hier kann er für sich selbst bestimmen, ob er eher kühl oder warm liegen möchte. Es gibt Materialien wie Kamelhaar, Rosshaar, Naturlatex und verschiedene Schäume. Mit dem Material verändert sich die Oberflächenstruktur der Matratze.

Was ist beim Kauf einer Matratze für ein Boxspringbett zu beachten?

Es gibt nur vergleichsweise wenige Hersteller von Boxspringbetten im europäischen Raum. Bei der Auswahl können Sie sich auf entsprechend überschaubare Angebote konzentrieren. Bekannte Hersteller sind zum Beispiel:

Sind Sie Allergiker, können Sie auf verschiedene Matratzen aus antiallergenen Materialien zurückgreifen. Rosshaarfreie Matratzen gibt es ebenso wie Ausführungen ohne Latex. Sie werden aus synthetischem Material hergestellt, das keine allergischen Reaktionen zulässt. Ein Aspekt, der ebenfalls berücksichtigt werden sollte, ist das Gewicht. Wiegen Sie unter 100 kg, können Sie prinzipiell jede Matratze auswählen. Wiegen Sie mehr als 100 kg, sollten Sie jedoch von Modellen aus Naturfasern oder Rosshaar Abstand nehmen. Die Fasern haben nur geringe Rückstellkräfte. Nach andauernder Belastung richten Sie sich nicht wieder auf. Darüber hinaus neigen die Materialien zur Bildung von Kuhlen.

Taschenfederkernmatratze, Kaltschaummatratze oder Bonell-Federkern?

Die Taschenfederkernmatratze ist der klassische Typ. Ihr Härtegrad wird auf das zugrunde liegende Boxspring und die Bedürfnisse des Nutzers angepasst. Sie ist besonders gut geeignet, da ihre Konstruktionsweise eine punktuelle Abfederung ermöglicht. Dadurch bilden sich keine weit gezogenen Kuhlen. Das markante federnde Gefühl beim Liegen entsteht durch das Zusammenwirken von Bonell-Federkern und Taschenfederkern. Es gibt zwei wichtige Anhaltspunkte, anhand derer Sie auf die Qualität der Matratze schließen können. Der erste ist die Anzahl der Federn. Je mehr Federn vorhanden sind, desto angenehmer liegt sich die Matratze. Vergleichen Sie die Werte verschiedener Ausführungen. Darüber hinaus ist ein Probeliegen unverzichtbar.

Die Kaltschaummatratze ist die zweite Form. Sie zeichnet sich durch ein hohes Gewicht aus. Wie die Federkernmatratzen haben auch sie die Eigenschaft, Belastungen punktuell abzufedern. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Konzeption unterschiedlicher Zonen zunutze. Dabei wird die Federkraft je nach Körperstelle und Bedarf variiert. Trotz dieser Möglichkeit haben Kaltschaummatratzen einen großen Nachteil. Werden Sie als Boxspring (also als untere Matratze) verwendet, geht das leichte federnde Liegegefühl verloren. Dies hängt mit ihrer härteren Federstruktur zusammen. Kaltschaum als Boxspring macht letztlich die Vorteile zunichte, die ein originales Boxspring-Bett haben sollte.

Die Verwendung von Bonell-Federkernen in Boxspring und Obermatratze ist eher nachteilig. Die Anordnung wird üblicherweise bei Modellen des billigen Preissegments angewandt. Der große Nachteil besteht darin, dass sich beide Matratzen aufgrund ihrer spezifischen Elastizität nicht ergänzen. Alternativen sind ein Lattenrost oder ein Wasserbett.

Wofür ist der Topper da?

Bei einem Topper handelt es sich um eine Möglichkeit zur Veredelung von Boxspringmatratzen. Die Komfortauflagen werden einfach auf der Matratze aufgebracht. In den besonders edlen, dick gesteppten Matratzen ist die Schicht bereits von Haus aus eingearbeitet. In diesem Fall muss lediglich noch ein Matratzenschoner aufgebracht werden. Er kann in der Waschmaschine gewaschen werden.

Wie bei der Matratze so haben Sie auch beim Topper Variationsspielraum. Es gibt verschiedene Konsistenzen und Formgebungen. Am beliebtesten ist die Ausführung mit komprimierten Bettfedern. Beachten Sie bei der Auswahl, dass synthetische Topper die Eigenschaften der Matratze negativ beeinflussen können. Besonders Auflagen aus Schaum können die guten Luftfeuchtigkeits- und Wärmeeigenschaften des Betts neutralisieren.

Ein Topper ist für Menschen geeignet, die im Winter leicht frieren. Er ist auch im Herbst als warme Lösung für den Übergang nutzbar. Darüber hinaus verstärkt er das Gefühl des Einsinkens in die Matratze. Eine weitere Klientel von Topperherstellern sind Menschen mit Gelenkschmerzen, die Wert auf besonders weiches Liegen legen. Eine Verbesserung von Hygiene und Haltbarkeit ist ein weiterer Vorteil.

Sie denken über ein Boxspringbett nach? Das müssen Sie beachten

Vergegenwärtigen Sie sich, dass die Bezeichnung Boxspringbett auf keiner objektiven Normung fußt. Jeder Hersteller könnte eine beliebige Bettenkonstruktion als Boxspringbett bezeichnen. Ein häufig anzutreffender Mangel besteht darin, dass die Betten anstatt eines Boxsprings ein ganz normales Gestell mit Lattenrost haben. Weiterhin gibt es Betten, die lediglich über eine Holzkiste mit überzogenem Schaumstoff als Untergrund verfügen. Eine Federung sucht man hierbei freilich vergebens. Seien Sie in jedem Fall vorsichtig, wenn sich ein Bettkasten auf der Unterseite befindet. Da die typische Boxspringbauweise einen hohen Platzbedarf hat, ist in der Regel kein zusätzlicher Raum mehr für einen Bettkasten vorhanden. Häufig handelt es sich auch hier um Betten, die einen Lattenrost haben.

Bedenken Sie, dass Betten mit Leisten unter einer dicken Matratze noch kein Boxspringbett ausmachen. Es besteht lediglich eine optische Ähnlichkeit. So Ihnen dieser Aspekt besonders wichtig und die Weichheit zufriedenstellend ist, können Sie hier getrost zugreifen. Wollen Sie allerdings ein hohes, besonders weiches Bett, wird die Konstruktionsweise Ihren Ansprüchen auf Dauer nicht genügen.

Eine Alternative – das Polsterbett

Beim Polsterbett handelt es sich um eine klassische Bettform, die sich durch die Kombination verschiedener Materialien auszeichnet. Es kann sich um ein Lederbett oder ein Stoffbett handeln. Die Außenwände eines Polsterbetts sind durchgängig mit einer Schaumstoffschicht ausstaffiert. Dieser speziellen Konstruktionsweise entspricht eine markante gewölbte Optik. In Schlafzimmern kommunizieren die weichen Formen ein Gefühl der Ruhe und Ausgeglichenheit. Der Name des Betts rührt daher, dass es von Haus aus gepolstert ist. Anders als ein normales Bett mit Lattenrost oder ein Boxspringbett ist keine zusätzliche Matratze notwendig.

Polsterbetten gibt es in allen gängigen Größen. Modelle mit Maßen von 140 x 220 cm sind ebenso erhältlich wie 2 Meter breite Ausführungen. Der Rahmen wird aus massiven MDF- oder Spanplatten gefertigt. Dadurch ist eine besondere Stabilität gewährleistet.

Diese Vorteile bietet Ihnen ein Polsterbett

Polsterbetten sind erheblich pflegeleichter als andere Betten. Es müssen lediglich die Bezüge gereinigt werden. Ein weiterer Vorteil besteht in den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Sobald man den Bezug des Betts entfernt hat, kann es als Sitzmöbelstück weiterverwendet werden. Beliebt sind Polsterbetten als Gästebetten. Sie können einfach hergerichtet und abgezogen werden. Im Wohnzimmer aufgestellt bieten sie eine interessante Alternative zur Couch. Sie sind ausklappbar.

Ein Aspekt, der bei der Auswahl berücksichtigt werden sollte, ist Zeit. Beeilen Sie sich mit der Entscheidung nicht. Es gibt sehr viele verschiedene Formen, Gestelle und Farben. Aufgrund der speziellen Bauweise gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, ein Polsterbett mit ästhetischem Mehrwert in Ihr bereits vorhandenes Interieur einzugliedern.

Nachteile von Polsterbetten

Halten Sie sich vor Augen, dass die Polsterung dauerhafter Belastung ausgesetzt ist. Sobald sich jemand darauf setzt oder darauf liegt, verändert sie ihre Form und erfährt Reibekräfte. Der Nachteil eines eingenähten Polsters besteht darin, dass es nicht ohne Weiteres gewechselt werden kann. Informieren Sie sich zu diesen Möglichkeiten beim Kauf. Im schlimmsten Fall kann es sonst passieren, dass Sie das ganze Bett nach 5 Jahren entsorgen müssen, weil die Polster zu sehr verschlissen sind. Lose Matratzen auf einem Lattenrost bieten dahingegen den Vorteil, dass sie ohne Probleme gewechselt werden können.

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