Alles Wichtige beim Kauf eines Seefunkgeräts und eines Flugfunkgeräts

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Alles Wichtige beim Kauf eines Seefunkgeräts und eines Flugfunkgeräts

See- & Flugfunkgeräte sind nicht nur für den professionellen Einsatz unverzichtbar, sondern auch für den privaten Gebrauch enorm wichtig. Sie dienen im Ernstfall dazu, dringend benötigte Hilfe zu holen oder selbst als Retter in der Not aktiv zu werden. Der Kauf eines solchen Geräts ist deshalb auch für jeden Hobby-Piloten und -Kapitän unerlässlich.

Der Flugfunk

Der mobile Flugfunkdienst dient der kabellosen Kommunikation zwischen verschiedenen Luftfunkstellen oder zwischen den Flugzeugen und den auf der Erde befindlichen Funkstationen, die spezielle Bodenstation-Flugfunkgeräte benutzen. Beim zivilen Flugfunk handelt es sich um einen Sprechfunk im VHF-Frequenzbereich. Die Sprechfunkverfahren sind international vereinheitlicht. Es wird der Frequenzbereich von 117,975 bis 137 MHz genutzt. Da sich der Bedarf an Kanälen im Lauf der Zeit stark erhöht hat, wurden Funkgeräte konzipiert, die nur noch über einen Kanalabstand von 8,33 kHz verfügen. Da der Flugfunk amplitudenmoduliert ist, ist die Verbindungsqualität im Gegensatz zu der frequenzmodulierten Verbindung niedriger. Dennoch ist es möglich, die Funksprüche bei einem schlechten Rausch-Signal-Verhältnis zu verstehen. Beim amplitudenmodulierten Funken wird immer auf einer Frequenz empfangen und gesendet. Es ist demnach nur möglich, entweder zu hören oder zu sprechen. Das unterscheidet diese Art der Kommunikation vom Telefonieren.

Voraussetzungen für die Teilnahme am nationalen und internationalen Flugfunkverkehr

Wer sich am Flugfunkverkehr beteiligen möchte, benötigt hierfür ein Sprechfunkzeugnis für die Luftfahrt. Obwohl die Funksprache im internationalen Flugverkehr Englisch ist, wird der Anwärter für das BZF II, also für das beschränkt gültige Sprechflugfunkzeugnis, in deutscher Sprache geprüft. Für das BZF I sind englische Sprachkenntnisse ebenso erforderlich wie für das allgemeine Sprechfunkzeugnis.

Nicht nur der Pilot bedarf einer besonderen Prüfung, sondern auch die Funktechnik. Die verwendeten Flugfunkgeräte benötigen eine amtliche Zulassung durch die DFS sowie eine dazugehörige Zulassungsnummer. UL-Piloten nutzen in der Regel Handfunkgeräte. In E-Maschinen sind normalerweise fest installierte Flugfunkgeräte vorhanden. Diese sind ebenfalls zu erwerben, jedoch wesentlich teurer als die Handgeräte.

Handfunksprechgeräte für den Flugverkehr

Das umgangssprachlich auch als Walkie-Talkie bezeichnete Handfunksprechgerät verfügt über eine netzunabhängige Stromversorgung. Es lässt sich leicht mitführen und von Hand bedienen. Die Handflugfunkgeräte dienen der Kommunikation der Piloten untereinander und zur Informationsübertragung an die Einsatzstelle. Inzwischen gibt es auch schon digitale Funkgeräte, zum Beispiel das Tetra. Es handelt sich hierbei um einen Bündelfunk, der als universelle Plattform von verschiedenen Mobilfunkdiensten genutzt wird.

Wer braucht ein Flugfunkgerät?

Für Gleitschirm- und Drachenflieger ist an und für sich nicht unbedingt das Mitführen eines Flugfunkgeräts erforderlich. Das Gleiche gilt für Piloten, die ein motorisiertes Luftsportgerät mit einem Gewicht von unter 120 Kilogramm steuern. Häufig ist es jedoch so, dass der Flugplatzbetreiber schon allein aus Sicherheitsgründen auf ein solches Gerät besteht. Es handelt sich hierbei zumeist um ein Handflugfunkgerät, weil es rein technisch in der Regel gar nicht möglich ist, ein Funkgerät in den kleinen Flugmaschinen fest zu installieren. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Flugfunkgerät bei der Nutzung von Dreiachsern, Trikes und Gyrokoptern.

Der Seefunk

Ein Seefunkgerät zu besitzen ist nicht nur im gewerblichen Bereich, sondern auch bei der privaten Nutzung eines Schiffes wichtig. Deshalb zählt es auch zur Standardausrüstung auf Segelbooten, Yachten und Sportschiffen. Zwar nutzen viele Wassersportler in erster Linie das Handy, um im Notfall einen Alarm auszulösen, doch wer wirklich auf der sicheren Seite sein möchte, sollte über die Anschaffung eines fest installierten Seefunkgeräts oder zumindest über den Kauf eines Handseefunkgeräts nachdenken.

Das muss man beim Seefunk beachten

Gewerbliche Schiffe, die mehr als 12 Meter lang sind, müssen über ein Funkgerät verfügen. Zwar besteht bei der Nutzung privater Sportschiffe keine gesetzliche Pflicht, ein Funkgerät an Bord mitzuführen, dennoch ist es aber sinnvoll, für den Ernstfall gut gerüstet zu sein. Ein Seefunkgerät bietet in extremen Situationen die effektivste Möglichkeit, schnell Hilfe zu holen. Ein Feststation-Seefunkgerät mit einer 25 W Sendeleistung hat zum Beispiel eine Reichweite von nahezu 40 Seemeilen. Wer als Schiffsführer am Seefunk teilnehmen möchte, benötigt hierfür ein spezielles Funkzeugnis. Um die Funkprüfung erfolgreich ablegen zu können, sind englische Sprachkenntnisse zwingend erforderlich, weil die Kommunikation im internationalen Funkverkehr in der Weltsprache stattfindet. Zurzeit ist man jedoch dabei, auf Betreiben verschiedener deutscher Wassersportverbände ein nationales Funkzeugnis auf gesetzlicher Basis einzuführen. Darüber hinaus müssen sämtliche an Bord befindlichen Seefunkgeräte bei der Bundesnetzagentur ordnungsgemäß registriert sein, weil ansonsten Geldbußen drohen.

Die Bedeutung des DSC-Funk

Die Abkürzung DSC steht für Digital Selective Calling und bezeichnet einen digitalen Selektivruf, der als Alternative zum Sprechfunk dient. DSC bietet einen wesentlich besseren Notrufdienst als das Handy, weil es über eine weitaus größere Reichweite verfügt. Deshalb ist der Einsatz einer Seefunkanlage sinnvoll, bei der die Antenne am Mast montiert ist. Somit ist gewährleistet, dass die digitalisierten Nachrichten selbst bei schlechtem Empfang erkannt werden. Zudem erfolgt bei der Verwendung von DSC eine automatische Sendung der Uhrzeit, der wichtigsten Daten und des aktuellen Standorts via GPS. Jeder Notruf übermittelt die aktuelle Position des Schiffs und die exakte Zeit, in der sich das Wasserfahrzeug an jedem Punkt befindet. Es ist somit möglich, die Bewegungen des Boots genau nachzuvollziehen. Der DSC-Funk ist deshalb sicherer als alle anderen Methoden.

Alle Schiffsführer, die ihr Boot mit einem DSC-fähigem Funkgerät ausgerüstet haben, müssen dieses auf See stets empfangsbereit halten. Auf privat betriebenen Sportschiffen ist ein ständiges Abhören des Funkverkehrs hingegen nicht zwingend notwendig. Es ist in diesem Fall möglich, die Lautstärke zu drosseln, weil das Gerät eine ankommende DSC-Nachricht automatisch durch ein akustisches Signal meldet. Hilft man in einem Notfall nicht, weil das Funkgerät nicht ordnungsgemäß empfangsbereit war, dann macht man sich unter Umständen strafbar. Die Teilnahme am Funkverkehr ist auch im eigenen Interesse wichtig, weil wichtige Sicherheitsmeldungen über Funk übertragen werden.

Das sollte im Notfall vorhanden sein

Wer im Notfall gut gerüstet sein will, der sollte sein Schiff unbedingt mit einer UKW-Feststation ausrüsten. Ein solches fest installierbares Seefunkgerät verfügt über eine viel größere Reichweite als ein einfaches Handseefunkgerät. Darüber hinaus ist der zusätzliche Besitz eines Handfunkgeräts ebenfalls zu empfehlen. Schließlich muss man auch vom Rettungsboot oder von der Rettungsinsel aus den Funkkontakt weiterhin aufrechterhalten. Handys eignen sich hingegen nur bedingt dazu, einen Notruf vom Schiff oder von der Rettungsinsel, beziehungsweise vom Rettungsboot aus abzusetzen. Ein allgemeiner Notruf zu den in der Nähe befindlichen Schiffen ist in der Regel nicht möglich. Die Reichweite eines Handys beträgt nur etwa bis zu 15 Seemeilen jenseits der Küste.

Fachzeitschriften und Bücher liefern Informationen über den See- und Flugfunkverkehr

Beim Flug- und Seefunkverkehr handelt es sich um ein komplexes Thema, das viel technisches Verständnis erfordert. Auf eBay findet deshalb der interessierte Kunde verschiedene Fachzeitschriften, die in regelmäßigen Abständen über den Flug- beziehungsweise den Seeverkehr informieren sowie Zeitschriften speziell zum Thema Funk. Im Abonnement sind die Hefte in der Regel günstiger. Des Weiteren kann man auf eBay auch themenspezifische Fachbücher erwerben.

Funkzubehör und andere Bordinstrumente

Auf eBay findet der an Funkzubehör interessierte Kunde ein vielseitiges Sortiment an Ersatzteilen und Zusatzausrüstungen. So sind zum Beispiel Transponder-Stab-Antennen, Funkwerke, Funksprechgeräte, Energieblöcke, Encoder, Adapterplatten, Akkus und vieles mehr verfügbar. Darüber hinaus gibt es auf eBay auch andere Ausrüstungsgegenstände für den Flug- und Bootssport.

Die Wahl des richtigen See- und Flugfunkgeräts

Um im Notfall einen klar erkennbaren Signalruf absetzen zu können und um stets empfangsbereit zu sein, ist es wichtig, sich für ein qualitativ hochwertiges Gerät zu entscheiden. Auf eBay gibt es eine reiche Auswahl an Modellen der unterschiedlichsten Marken. Die Wahl der technischen Ausstattung und der Preisklasse sollte sich am Verwendungszweck orientieren. Vor allem bei kleineren Flugmaschinen und Booten ist eine festinstallierte Anlage oft gar nicht möglich. In diesem Fall ist ein Handfunkgerät eine akzeptable und auch preisgünstigere Alternative.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines See- und Flugfunkgeräts achten

Die Benutzeroberfläche

muss nicht zwangsläufig kompliziert gestaltet sein. Auch ein einfaches Display erfüllt seinen Zweck, wenn es sich auch während des Flugs oder der Fahrt ohne Mühe ablesen lässt.

Die Bedienknöpfe und Tasten

sind im Idealfall funktionsspezifisch und benutzerfreundlich gestaltet. Viele Kapitäne und Piloten legen Wert auf eine extra große Tastatur, die im Extremfall leicht und schnell bedienbar ist.

Eine gute Klangqualität

erleichtert das Identifizieren von akustischen Signalen. Die Meldungen werden laut und somit deutlich übermittelt.

Ein digitaler Selektivruf

ermöglicht dem Kapitän oder Piloten das Absenden eines Notrufs mit nur einem einzigen Tastendruck.

Eine wasserdichte Ausführung

der Funkgeräte ist insbesondere auf Schiffen und Booten wichtig und auch im Flugverkehr von Vorteil. Das gilt sowohl für die festinstallierten Anlagen als auch für die Handfunkgeräte.

Der Akku

sollte leistungsfähig sein und das Funkgerät über einen längeren Zeitraum hinweg mit ausreichend Strom versorgen.

Fazit

Auf hoher See und über den Wolken ist eine intakte und ständig vorhandene Funkverbindung unerlässlich. Auf den Kauf eines leistungsfähigen Funkgeräts kann man nicht verzichten, denn an der eigenen Sicherheit und an der der anderen sollte man nicht sparen. Im Notfall ist es wichtig, rechtzeitig Hilfe zu holen oder Hilfe leisten zu können. Auf eBay gibt es See- und Flugfunkgeräte in verschiedenen Ausstattungen, die durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

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