Akku Pflege

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Wie hält mein Akku möglichst lange?

Auch der teuerste Akku, egal ob für Handy, MP3-Player oder Laptop, bringt irgendwann nicht mehr die gleiche Leistung wie am Anfang. Hielt er vorher noch 3-4 Stunden, und man konnte bequem draußen mit seinem Laptop arbeiten, ist man nach einiger Zeit schon froh, wenn er noch 1 Stunde aushält.

Die Lebensdauer ist begrenzt, aber man kann diese mit den richtigen Methoden deutlich verlängern und so den teueren Neukauf eines Akkus nach hinten schieben.

Es gibt verschiedene Arten von Akkus, etwa die älteren Nickel-Cadmium-Akkus. Diesen ist auch die Unsicherheit zu verdanken, mit denen sich heutezutage noch viele Leute rumschlagen.

Jedes Mal entladen und dann nochmal volladen lassen, weil anders der Akku an Kapazität verliert? Dieser sog. Memory-Effekt ist typisch für die Nickel-Cadmium Akkus frührerer Laptops oder Handys und war nötig, damit der Akku über längere Zeit eine hohe Kapazität behält.

Die Wärmeentlicklung und die Größe bzw. das Gewicht waren weitere Nachteile.

Heutzutage sind in den neuen Geräten fast auschließlich die Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Diese haben den Vorteil, dass sie auf weniger Raum mehr Leistung bringen und damit die Geräte immer handlicher werden, man denke an die neuen Tablet-PC’s oder Netbooks, die eine Leistungsdauer von 8  Stunden oder mehr locker erreichen.

Zusätzlich, und das ist für den praktischen Gebrauch ein großer Vorteil, gibt es keinen Memory-Effekt, man kann und vor allem soll den Akkus regelmäßg aufladen und NICHT komplett leer laufen lassen.

Dies hat den Grund, dass aufgrund der chemischen Reaktionen, die im Akku anlaufen, wenn der Akku komplett entladen wird, er sich evtl. nicht mehr aufladen lässt.

Wenn die Anzeige des Laptops sagt, der Akku sei bei 0%, so verbleibt trotzdem eine Ladung von ca 20%.

Weiter sollte man den Akku, wenn man lange Zeit mit einem Netzteil arbeitet, rausnehmen, da dieser sonst unnötig erhitzt wird und auf Dauer Kapazität einbüßt.

Ein weiterer Grund ist: Die Akkus verlieren aufgrund ihres Bauprinzips selbstständig laufend an Kapazität, weil sie auch im Netzbetrieb Leistung abgeben. Vom Nutzer unbemerkt schlägt das Powermanagement Alarm und füllt den Akku wieder auf, wodurch auch im Netzbetrieb Ladezyklen verloren gehen. So kann es passieren, dass ein immer am Netzteil betriebener Laptop nach einigen Monaten einen defekten Akku hat. Der Anwender fragt sich dann, wie das passieren kann und ärgert sich über die schlechte Qualität der meist teuren Akkus.

Umgekehrt sollte der Akku auch nicht zu lange unbenutzt da liegen, da Akkus sich immer, auch wenn sie nicht benutzt werden, kontinuierlich entladen. So kann es passieren, dass er irgendwann komplett entladen ist, und sich nicht mehr aufladen lässt.

Wenn man den Akku eine längere Zeit unbenutzt lassen will, so sollte der Akku eine Kapazität von 40-60% haben, trocken und weder zu kalt noch zu heiß aufbewahrt werden.   Denken Sie daran, auch unbenutzte Akkus entladen sich, so dass ich die Lebenszeit verkürzt. Auf Vorrat AKkus kaufen macht also keinen Sinn.

Der Li-Io-Akku lässt sich bei +5° – +40° Grad aufladen und bei entladen bzw. benutzen bei -20° – +65° Grad.

Am wohlsten fühlen sich Akkus bei 20° – 25° Grad, bei dieser Temperatur sollte dann der Akku wenn nötig auch gelagert werden

Zusammengefasst soll man die handelsüblichen Li-Io-Akkus regelmäßig benutzten und wieder aufladen. Ein vollständiges ent-und aufladen ist nicht nötig und schadet sogar dem Akku.  Man sollte nur darauf achten, den Akku nicht immer ganz kurz aufzuladen.

In der Regel verfügen alle Notebooks über ein Akku-Pflege-Programm (refreshing-tool), welches den Akku wieder auf Trapp bringt. Dieses findet man aber nicht in irgendeinem Windows- oder Linux-Verzeichnis, sondern das Tool befindet sich im BIOS. Dazu muss man kurz nach dem Starten des Notebooks auf die “Entf-” oder “F2-Taste” drücken, um ins BIOS zu gelangen (diejenigen, bei denen diese Tasten nicht funktionieren, müssen einmal ins Handbuch schauen, wie man in das BIOS kommt). Wo sich das Refreshing-Tool im BIOS befindet und wie es genau heißt, ist von BIOS zu BIOS verschieden, aber nach einer kurzen Suche sollte man es gefunden haben.

Also, viel Spass mit dem neuen Akku

Quellen:

www.computer-richter.de

www.netzwelt.de

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