Achtung Reifenwechsel: Das ist ab 2015 neu

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Noch vor einem Jahr hat es genügt, sich mit verschiedenen Reifentypen und Kennzahlen auseinanderzusetzen. Jetzt wird es komplizierter. Was seit 2015 zu beachten ist und weitere Tipps zum Thema Reifen & Co finden Sie hier.
Beim diesjährigen Reifenwechsel gelten neue Bestimmungen
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Beim diesjährigen Reifenwechsel gelten neue Bestimmungen

Unter Druck?

Drucksensoren sind seit dem 1. November 2014 Pflicht.  Sie sorgen für mehr Sicherheit, da Bremswege kürzer werden und das Auto nicht in eine Richtung „zieht“. Darüber hinaus helfen die Sensoren auch beim Sparen: Ist der Luftdruck in Reifen nämlich zu gering, geht der Spritverbrauch in die Höhe.
Wer regelmäßig kontrolliert, minimiert das Risiko
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Wer regelmäßig kontrolliert, minimiert das Risiko

Druckkontrolle ist Pflicht

Es gibt gute Gründe, die für das Reifendruck- Kontrollsystem. Ein geplatzter Reifen auf der Autobahn bei mehr als 180 km/h kann zur tödlichen Gefahr werden. Wer bislang regelmäßig den Druck kontrolliert hat, konnte dieses Risiko minimieren. Die Statistik zeigt aber: Zu viele fahren mit zu wenig Druck auf den Reifen. Ab jetzt werden die Kontrollen mit den eingebauten Messsystemen einfacher. Preislich gibt es große Unterschiede – ein Vergleich lohnt sich also.
Handliche analoge Messegeräte für ältere Autos
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Handliche analoge Messegeräte für ältere Autos

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich sind alle Wagen, die ab dem 1. November 2014 neu zugelassen werden betroffen. Aber auch alle Autos mit Typprüfung ab dem 1. November 2012 können unter die neue Regelung fallen. Die Hersteller geben im Zweifelsfall Auskunft.
Tipp: Regelmäßige Überprüfung des Reifendrucks lohnt sich auch für Besitzer älterer Fahrzeuge. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann mit kleinen, analogen Reifendruck-Messgeräten jederzeit ganz leicht den Druck in den Autoreifen prüfen.
Vier dieser Sensoren werden auf die Ventile angebracht
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Vier dieser Sensoren werden auf die Ventile angebracht

Messsysteme im Überblick

Im Prinzip gibt es zwei verschiedene Reifendruckkontrollsysteme. Bei der "indirekten" Messung werden bereits vorhandene Systeme (ABS oder ESP) genutzt. Der Nachteil: Es kann nur festgestellt werden, dass der Reifendruck an einem Rad nicht passt. Welches Rad genau betroffen ist, muss manuell festgestellt werden. Um einiges teuer jedoch viel komfortabler sind die sogenannten "direkten" Messsysteme. Dabei werden am Ventil jedes Reifens oder direkt auf der Felge Reifendrucksensoren angebracht. Beim Reifenwechsel sind unter Umständen also nicht nur vier neue Reifen nötig, sondern zusätzlich vier neue Sensoren fällig.
Tipp: Wer beim Reifenwechsel die Kosten im Griff halten will, kann auf gebrauchte oder runderneuerte Reifen zurückgreifen.
Der Profi kennt sich mit den Finessen aus
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Der Profi kennt sich mit den Finessen aus

Reifenwechsel: „Do it yourself“ oder ein Fall für den Profi?

Reifenwechsel stellt besonders Fahranfänger vor die Frage, ob sie Geld sparen könnten, wenn sie selbst Hand anlegen. Doch beim Reifenwechsel ist Erfahrung und Fachwissen gefragt. Nicht nur die neuen Technologien machen das Sache kompliziert. Die Schrauben müssen perfekt angezogen sein, damit später kein Unfall passiert. Es kann auch nötig sein, dass Gewichte an die Felgen angebracht werden müssen, um Unwuchten auszugleichen. Optimale Sicherheit bietet in all diesen Fällen nur der Fachmann.
Tipp: Viele Werkstätten bieten inzwischen als Service an, die gerade nicht benötigten Reifen einzulagern. Das spart Platz im Keller, Garage oder Dachboden.

Falls es jedoch auch mal zu einer Reifenpanne kommt ist die Technologie des  Runflat Reifen sehr interessant, die auch unter der Bezeichnung Self Supporting Tires bekannt sind und bei einer Reifenpanne durch verstärkte Flanken auch ohne Luft eine Strecke von etwa 80 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zurücklegen können. Dadurch vermeiden Sie riskante Aktionen am Seitenstreifen und haben gegebenenfalls noch die Möglichkeit zur Werkstatt Ihres Vertrauens zu fahren um Ihre Reifen wechseln zu lassen.

Ein Druckluft-Kompressor für die Garage
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Ein Druckluft-Kompressor für die Garage

Die Reifenbefüllung: Es kommt drauf an, was drin ist

Die Befüllung von Reifen mit reinem Stickstoff findet vor allem dort statt, wo es hohe Belastungen gibt. Im Rennsport etwa oder bei Flugzeug-Reifen. Wenn Brandgefahr besteht, beschleunigt Sauerstoff nämlich die Flammen. Stickstoff hingegen verdrängt Sauerstoff und wirkt feuerhemmend. Im privaten Bereich können diese und weitere Vorteile seit einiger Zeit ebenfalls genutzt werden. Da Stickstoff weniger schnell aus den Reifen entweicht, bleibt der Reifendruck länger auf hohem Niveau. So sind auch seltener Kontrollen bzw. Nachfüllen nötig – das muss einem dann allerdings der Mehrpreis auch Wert sein.
Tipp: Für den Hausgebrauch gibt es bereits günstige Druckluft-Kompressoren. So müssen Sie nicht wegen jeder Reifenkontrolle zur Tankstelle fahren.
Mit einem Profilmesser die Profiltiefe überprüfen
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Mit einem Profilmesser die Profiltiefe überprüfen

Das gilt nach wie vor

Je nach Witterung und geografischer Region sollten die Winterreifen bis Ostern drauf bleiben. Ab dann lohnt sich der Wechsel auf Sommerreifen oder Sommerräder: Mit dem Sommerprofil laufen die Autos geräuschärmer und verbrauchen weniger Kraftstoff. Wer sich nicht sicher ist, ob das Profil noch ausreichend ist, sollte mit einem Reifenprofilmesser die Tiefe noch mal prüfen. Dadurch ist nicht nur die eigene Sicherheit gewährleistet, sondern auch die der anderen. Im Schadensfall kann ein zu geringes Profil Geldbußen und sogar eine Mitschuld nach sich ziehen. Für alle die das ganze Jahr über den gleichen Reifen fahren wollen, können Allwetterreifen auch eine gute Alternative sein.
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