ARD, PRO7, Sport1: So speisen Sie die Sender in Ihre Fernbedienung ein

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ARD, PRO7, Sport1: So speisen Sie die Sender in Ihre Fernbedienung ein

In diesem Ratgeber finden Sie Hinweise und Informationen, wie eine Fernbedienung zum einen mit Sendern gespeist wird und zum anderen, welche weiteren Funktionen diese übernehmen kann. Ein weiterer Punkt ist, dass man häufig zwei oder mehrere Fernbedienungen auf dem Wohnzimmertisch liegen hat, je nachdem, welche Geräte aufgebaut sind – vom Fernsehgerät über den Receiver bis hin zur Surround-Anlage. Oftmals kommt hinzu, dass man Produkte unterschiedlicher Hersteller verwendet, weil diese die beste Performance in ihren jeweiligen Bereichen bieten. Ein weiterer Aspekt ist natürlich der Anschaffungspreis: Die Bandbreite reicht von wenigen Euro bis weit hinein in den dreistelligen Bereich.

Welche Arten von Fernbedienungen gibt es?

Die ersten Fernbedienungen, die aus dem Jahr 1948 stammen, waren noch per Kabel mit dem Fernsehgerät verbunden und dienten ausschließlich der Verkleinerung und Vergrößerung des Bildes. Zwei Jahre später folgte eine ebenfalls noch kabelgebundene Fernbedienung namens Lazy Bones (zu Deutsch Faulpelz), mit der Programme umgeschaltet werden konnten.

Am häufigsten kommt heute im Consumer-Bereich die Infrarot-Fernbedienung (IR) zum Einsatz. Diese ist allerdings auf einen sichtbaren Kontakt zum steuernden Gerät angewiesen, was manchmal erst durch entsprechende Armbewegungen ermöglicht wird. Eine weitere Bauart stellen Funk-Fernbedienungen dar, wie sie etwa für Autos oder Garagentore oder Ähnliches benötigt werden, in der Unterhaltungselektronik sind sie jedoch so gut wie gar nicht zu finden.

Weiterhin werden Hersteller-spezifische Fernbedienungen für einzelne Geräte und Universal-Fernbedienungen, über die mehrere Geräte zugleich gesteuert werden können, unterschieden. Natürlich macht der Fortschritt auch hier nicht Halt, so gibt es mittlerweile auch Fernbedienungen mit einem Touchscreen, was die Programmierung zusätzlich erleichtern soll – dazu später mehr.

So speisen Sie die Sender in Ihre Fernbedienung ein

Am einfachsten gestaltet sich der Vorgang, wenn Sie eine Fernbedienung einstellen möchten, die direkt mit dem Fernseher mitgeliefert wird. Ist ein Tuner integriert, können Sie direkt mit dem Sendersuchlauf beginnen. Dabei kann es passieren, dass die eigenen Lieblingssender ganz hinten gelistet sind – das lässt sich aber ändern. Zunächst einmal muss über die Fernbedienung das Menü aufgerufen werden, in dem natürlich verschiedenste Einstellungen vorgenommen werden können – von der Bilddarstellung über den Ton bis hin zur Organisation der Kanäle und der Belegung der Tasten auf der Fernbedienung. In der Programmliste wählen Sie den gewünschten Sender aus und aktivieren diesen. Danach gehen Sie mit der Pfeiltaste auf die gewünschte Kanalnummer und drücken OK. Auf diesem Weg lassen sich Sender auf die jeweils gewünschte Taste oder Ziffernkombination verschieben und sortieren.

Sofern möglich, können auch Sender zu Favoritenlisten zusammengestellt werden, was absolut Sinn macht, wenn 100 oder mehr Programme empfangen werden. Ähnlich gestaltet sich die Vorgehensweise, wenn die Programme über einen externen Receiver eingespeist werden sollen.

Die Gestaltung des Menüs und die damit verbundene Vorgehensweise unterscheiden sich naturgemäß von Hersteller zu Hersteller und von Produkt zu Produkt. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang die Bedienungsanleitung zu studieren, da nicht immer alles intuitiv über das Menü nachvollziehbar ist.

Fehlt die Bedienungsanleitung, kann diese in der Regel auf den Internetseiten der jeweiligen Hersteller in einem separaten Download-Bereich abgerufen werden – zumeist finden Sie diesen, wenn Sie im Suchfeld den Begriff „Bedienungsanleitung" eingeben.

Universal-Fernbedienungen: So funktionieren sie

Universal-Fernbedienungen werden in einer großer Anzahl in den unterschiedlichsten Versionen angeboten, was eine Handhabung ohne Bedienungsanleitung äußerst schwierig gestaltet, daher können die nachfolgenden Informationen nur als Orientierung für den allgemeinen Ablauf dienen.

Die klassische Variante für Universalbedienungen bietet eine Programmierung von Hand, die in mehreren Schritten erfolgt. Zunächst muss der Geräte-Code zum Beispiel für den gewünschten Fernseher ermittelt werden: Handelt es sich bei der Fernbedienung um Neuware, sollte dieser eine sogenannte Code-Tabelle beiliegen. Dort finden Sie die Produktkategorien sowie den Herstellernamen, zu dem dann drei- oder vierstellige Codes aufgelistet sind.

Über die Universal-Fernbedienung besteht jetzt die Möglichkeit, das Gerät über eine einzelne Taste vorab auszuwählen (TV, DVD, Sat etc.) – die Auswahl wird dabei zumeist durch das Blinken einer LED bestätigt. Entweder müssen die angegebenen Codes der Hersteller von Hand eingegeben werden oder diese sind bereits in der Fernbedienung gespeichert und es kann eine automatische Code-Suche gestartet werden. Ist das Gerät gefunden, reagiert dieses etwa durch eine Programmumschaltung oder schaltet sich ab.

Im Prinzip wird jetzt nach der Bedienungsanleitung des Fernsehers selbst vorgegangen, um etwa die Sender einzuspeisen und andere Einstellungen mithilfe der Tastaturfunktionen der Fernbedienung vorzunehmen. Die Vorgehensweise ist dabei für alle anderen Unterhaltungsgeräte wie Sat-Receiver, DVD-Player etc. identisch – beim Kauf sollte also darauf geachtet werden, wie viele Geräteklassen mit der Fernbedienung gesteuert werden können.

Lernfähige Fernbedienungen

Der Begriff „lernfähig" fällt häufiger im Zusammenhang mit Fernbedienungen. Was es damit auf sich hat, ist relativ einfach erklärt: Hier sind Datenbanken integriert, über die die Funktionen der verschiedenen Geräte über die Codes aufgerufen werden können, sofern diese hinterlegt sind. Nicht vorhandene Geräte können nachträglich in die Datenbank aufgenommen werden, wenn diese zum Beispiel neu auf den Markt gekommen sind. Zudem verfügen sie über einen Infrarot-Empfänger, über den Daten der Original-Fernbedienung ausgetauscht werden. Wie diese Vorgänge genau funktionieren und wie die Universal-Fernbedienung in den Lernmodus umgeschaltet wird, ist wiederum den jeweiligen Bedienungsanleitungen zu entnehmen.

Deutlich Bequemer: Programmierung über den PC

Es gibt so einige Fernbedienungen, die sich mithilfe der mitgelieferten Software über den PC deutlich einfacher programmieren lassen – die Verbindung erfolgt dabei über eine USB-Schnittstelle. Achten Sie dabei auf die entsprechenden Angaben der Anbieter auf eBay, da auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich wird, ob eine PC-Anbindung vorgesehen ist.

Das Gute dabei ist, dass die Fernbedienung per Plug and Play erkannt wird und bei einem Erstanschluss die notwendigen Treiber automatisch installiert werden, eben wie bei allen anderen Geräten, die über USB angeschlossen werden können, auch. Selbstverständlich muss man sich zunächst mit dem Menü auseinandersetzen, das letztlich auf dem PC-Monitor zu sehen ist. Vieles lässt sich dabei intuitiv erfassen und der Rest wird schlichtweg über die mitgelieferte Bedienungsanleitung erklärt.

In der Regel sehen Sie ein Pulldown-Feld, das auf die Gesamtdatenbank eingestellt ist: Die Suche wird dann eingegrenzt durch den gewünschten Markennamen. Im Ausgabefeld werden danach die hinterlegten Typen aufgelistet. Je nach Hersteller können dies sehr viele sein – für diesen Fall ist es besser, direkt den Typ und/oder die Modellnummer einzugeben, um die Suche sofort einzugrenzen.

Im nächsten Schritt wird über den Programmieren-Button der Gerätetyp ausgewählt. Handelt es sich um den Fernseher, so wird „TV" ausgewählt, handelt es sich um einen Sat-Receiver entsprechend „Sat". Sind alle Einstellungen vorgenommen worden, so übernimmt die Software automatisch die Programmierung der Fernbedienung über die Datenbank des Herstellers – für diese Vorgehensweise muss ein Internetanschluss vorhanden sein.

Die Luxusvarianten

Auch im Bereich der Fernbedienungen gibt es Luxusmodelle, die einen größtmöglichen Bedienkomfort und viel Flexibilität bieten. Unterscheiden lassen sich diese prinzipiell in Modelle mit einem herkömmlichen Display oder solche mit einem Touchscreen.

Der Luxus besteht vor allem darin, dass sich auch komplex aufgebaute Entertainment-Center mit nur einer Fernbedienung steuern lassen – vom Fernseher über Receiver, HiFi-Anlagen, Soundsystem und Spielkonsolen. Entsprechend umfangreich ist die Liste beim Einrichten eines neuen Geräts mittels der mitgelieferten Software. Soll ein PC oder Laptop angeschlossen werden, ist noch ein zusätzlicher Infrarot-Adapter erforderlich.

Die Vorgehensweise gestaltet sich dabei ähnlich wie im Abschnitt zuvor geschrieben, die grundsätzliche Einrichtung erfolgt über den PC oder den Mac. Entscheidend dabei ist jedoch, dass nicht nur Geräte hinzugefügt werden können, sondern auch Aktionen. Nachfolgend ein kleines Beispiel: Sie haben sich entschieden, ein TV-Programm anzuschauen, also muss gleichzeitig auch der Receiver gestartet werden und – wenn vorhanden – die Surround-Anlage. Zu diesem Zweck ist dann das Anlegen einer Aktion erforderlich, was über die Menüführung zumeist intuitiv erledigt werden kann. In den Aktionen wird zusätzlich festgelegt, ob etwa der Fernseher oder die angeschlossene Surround-Anlage als Klangquelle dienen soll. Alle nicht benötigten Geräte können dabei abgeschaltet werden.

Das Einspeisen der Sender funktioniert prinzipiell noch einfacher als über das Fernsehmenü selbst: Kanäle können über Ziffern mit den Sendern belegt und einfach durch ein Anklicken der Pfeile nach unten und oben verschoben werden. Die Belegung wird im Display der Fernbedienung selbst angezeigt, sodass man diese nicht mehr auswendig lernen muss wie bei reinen Tastatur-Fernbedienungen.

Für diese Form der Fernbedienung wird ebenfalls ein Internetanschluss benötigt. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn alle gewünschten Einstellungen vorgenommen sind, werden diese per Klick über die Datenbanken des Herstellers online aktualisiert. Zu den Herstellern dieser Art zählt aktuell etwa Logitech mit der Harmony-Baureihe.

Ein Fazit zum Schluss

Die Frage ist natürlich, weshalb eine neue Fernbedienung fällig ist? Geht es lediglich um einen Ersatz, liegen Sie beispielsweise mit Produkten von Philips, Sony oder LG richtig. Sollte der Fernseher oder der DVD-Player vom selben Hersteller sein, ist eine kostengünstige Lösung sofort einsatzbereit. Entsprechend können auch Universal-Fernbedienungen der jeweiligen Hersteller gewählt werden, wenn alle anzusteuernden Geräte aus einer Hand sind.

Etwas aufwendiger wird es, wenn Geräte unterschiedlicher Hersteller universal bedient werden sollen. Für welche Lösung Sie sich entscheiden, hängt von den eigenen Ansprüchen ab und davon, wie viel Sie für den Komfort eines kompletten Geräte-Managements ausgeben möchten.

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