5 Tipps, wie Terrassenmöbel aus Holz am besten überwintern

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

So machen Sie Ihre Terrassenmöbel aus Holz winterfest

Wenn die ersten Blätter von den Bäumen fallen und der Herbst Einzug hält, ist es an der Zeit, die Terrassen- und Gartenmöbel winterfest zu machen beziehungsweise einzulagern. Unser Ratgeber soll Ihnen Tipps geben, wie Ihre Terrassenmöbel aus Holz den Winter schadlos überstehen und Ihnen auch im nächsten Jahr wieder viel Freude beim gemütlichen Aufenthalt auf Ihrer Terrasse machen. Um herauszufinden, welche besonderen Bedingungen beim Einlagern von Holzgartenmöbeln geschaffen werden sollten, ist es wichtig zu wissen, aus welchem Holz die Terrassenmöbel gefertigt wurden. Die meisten Holzarten, aus denen Terrassenmöbel hergestellt werden, haben einen natürlichen Verrottungsschutz und sind resistent gegen Witterungseinflüsse. Das bedeutet, dass die meisten Holzmöbel eigentlich ohne besondere Schutzmaßnahmen sogar einen Winter im Freien überstehen würden. Allerdings haben die Einflüsse durch Sonne, Wind und Wetter und auch die teilweise erheblichen Temperaturschwankungen Einfluss auf die Optik.

Es kann sich Patina bilden, durch die das Holz eine silbergraue Färbung annimmt, und durch den Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit entstehen häufig auch Risse im Holz. Diese haben zwar keinen Einfluss auf die Tragfähigkeit der Möbel, sind aber oft eine optische Beeinträchtigung, mit der sich der Gartenfreund nicht anfreunden kann. Sicherer ist es, die Gartenmöbel für den Winter in einem trockenen und frostfreien Raum einzulagern. Für eine ausreichende Belüftung sollte gesorgt werden. Eine reizvolle Alternative ist die Unterbringung der Terrassenmöbel aus Holz im Wintergarten. So entsteht eine hübsche Sitzmöglichkeit für schöne Wintertage, die an die bequemen Aufenthalte auf der Terrasse im Sommer erinnert. In den Datenblättern der Hersteller von Holzgartenmöbeln sind detaillierte Hinweise auf das verwendete Holz und in der Regel auch Angaben zu geeigneten Pflegemitteln zu finden. Aber nicht nur das Holz selbst, auch Verbindungselemente, Scharniere oder Gleitschienen müssen gepflegt werden, damit die Funktionsfähigkeit der Terrassenmöbel aus Holz nicht beeinträchtigt wird.

Tipp 1

Eine gründliche Reinigung vor dem Winter ist notwendig

Auch, wenn Sie während der Sommermonate ihre Terrassenmöbel aus Holz mit einer passenden Schutzhülle vor den meisten Witterungseinflüssen gut geschützt haben, ist vor dem Winter eine gründliche Inspektion und Reinigung notwendig. Naturholz kann mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Auch sanfte Reinigungsmittel wie etwa eine leichte Seifenlauge können zum Entfernen hartnäckiger Flecken eingesetzt werden. Vorsicht ist geboten bei Bleichmitteln, sie verändern die Farbe der Holzmöbel und hinterlassen helle Flecken. Wo sich Flecken von Vogelkot oder auch rosthaltige Flecken besonders hartnäckig zeigen, muss Schleifpapier verwendet werden, damit die ursprüngliche Farbe des Holzes wieder zum Vorschein kommt.

Schrauben, Scharniere und Schienen nicht vergessen!

Bei der Reinigung ist es wichtig, auch Verschraubungen, Scharniere und Gleitschienen gründlich von allen Schmutzanhaftungen zu befreien. Wer die Möglichkeit hat, kann auch ein Sandstrahlgerät mit sehr feiner Einstellung verwenden, um die Holzmöbel gründlich zu reinigen. Auf jeden Fall sollten nur gut gereinigte Möbel für den Winter entsprechend eingelagert werden. So werden Schäden, die während der langen Monate der Nichtnutzung entstehen könnten, vermieden. Bei einer feuchten Reinigung muss dafür gesorgt werden, dass die Terrassenmöbel aus Holz gut abgetrocknet sind, bevor sie dauerhaft eingelagert werden. Auch in geschlossenen Räumen empfiehlt es sich, eine Schutzhülle zu verwenden. Das vermindert das Ablagern von Staub und das Entstehen von Spinnennetzen und macht so die Reinigungsarbeiten zu Beginn der neuen Gartensaison wesentlich einfacher.

Tipp 2

Nur gut gepflegte Möbel einlagern

Um herauszufinden, welche Holzpflegemittel für die eigenen Terrassenmöbel geeignet sind, empfiehlt sich ein Blick in die Herstellerangaben. Auch die Vorbehandlung des Holzes spielt eine gewichtige Rolle für die Auswahl der richtigen Pflegeprodukte. Holz für Terrassenmöbel kann offenporig – also gewachst, geölt oder gelaugt vorbehandelt – oder lackiert sein. Der geringste Pflegeaufwand besteht dabei bei lackierten Möbeln. Hier ist lediglich zu prüfen, ob der Lack an irgendwelchen Stellen schadhaft ist. Sollte das der Fall sein, muss die Oberfläche abgeschliffen und mit einem neuen Lackanstrich versehen werden. Offenporige Hölzer hingegen benötigen einen wesentlich höheren Pflegeaufwand. Ebenfalls zur korrekten Pflege vor der Winterpause gehören alle Befestigungselemente, Scharniere, Bohrungen und Gewinde oder Gleitschienen. Hier setzt sich über den Sommer hinweg feiner Staub ab. Auch Feuchtigkeit kann sich sammeln und so mit der Zeit selbst bei Edelstahl zu Korrosionsschäden führen.

So reinigen Sie Metallteile

Mithilfe einer kleinen Drahtbürste lassen sich Schmutzablagerungen auf oder in Metallteilen gut entfernen. Zum Herausblasen feinster Schmutzpartikel kann ein haushaltsüblicher Fön – allerdings möglichst mit Kaltlufteinstellung – verwendet werden. Bewegliche Metallteile sollten vor der Einlagerung für den Winter geölt werden. Nähmaschinenöl ist hier gut geeignet. Es bildet keine Verharzungen und lässt sich punktgenau einsetzen und sparsam dosieren. Überschüssiges Öl sollte sofort entfernt werden, damit es keine Laufspuren oder Flecken auf dem Holz hinterlassen kann. Bei der Pflege der Holzmöbel sollten auch die Unterseiten der Füße geprüft werden. Viele Stuhl-, Sessel- oder Tischbeine sind mit Gleitern versehen, damit sie auf hochwertigen Terrassenböden keine Kratzer hinterlassen. Es kann sein, dass diese Gleiter vor dem erneuten Einsatz der Möbel erneuert werden müssen. Wer das bereits bei der Einlagerung für den Winter erledigt, braucht sich bei den ersten Sonnenstrahlen im neuen Jahr darum nicht mehr zu kümmern.

Tipp 3

So bereiten Sie offenporige Hölzer auf den Winter vor

Holz für Gartenmöbel kann gewachst, geölt oder gelaugt sein. Der Käufer muss sich darüber klar sein, dass diese Hölzer wesentlich empfindlicher sind als solche, die mit einer Lackschicht überzogen sind. Flüssigkeiten und andere Substanzen können in das Holz eindringen. Um dauerhafte Flecken auf der Oberfläche der Terrassenmöbel aus Holz zu verhindern, sollten Flecken und verschüttete Flüssigkeiten immer sofort beseitigt werden. Von Zeit zu Zeit – abhängig von der Beanspruchung der Möbel – muss mit einem geeigneten Holzwachs die Wachsschicht erneuert werden. Das Wachsen erledigt dabei drei Arbeitsgänge in einem: Es reinigt, pflegt und schützt die Holzmöbel. Auf jeden Fall aber empfiehlt sich eine Behandlung mit Holzwachs vor der Einlagerung für den Winter durchgeführt werden, damit das Holz die kalte Jahreszeit gut übersteht.

Geölte und gelaugte Hölzer richtig ölen und fetten

Noch offenporiger zeigen sich Hölzer, die geölt oder gelaugt wurden. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie auch anfälliger für Flecken sind. Eingeölt wird mit einem geeigneten Möbelpflegeöl und einem weichen Tuch. Überschüssiges Öl kann durch das Auflegen von Zeitungspapier auf die Möbel schonend wieder entfernt werden. An schwer zugänglichen Stellen muss das überschüssige Öl abgewischt werden. Vor dem Winter sollte ein mehrfaches Einölen des Holzes erfolgen. Wichtig ist, dass das Holz zwischen den einzelnen Arbeitsgängen immer gut durchtrocknet. In der Regel dauert es etwa 24 Stunden, bis das Holz wieder staubtrocken ist.
Wurde das Holz für die Terrassenmöbel gelaugt, hat es einen guten UV-Schutz. Holzlauge verhindert das Vergilben durch das Sonnenlicht. Für die Reinigung geölter und gelaugter Hölzer hat sich natürliche Schmierseife bewährt. Sie hat rückfettende Eigenschaften und bildet keinen Film auf der Holzoberfläche.

Tipp 4

Unbehandelte Hölzer müssen gut auf den Winter vorbereitet werden

Grundsätzlich verlieren unbehandelte Hölzer im Außenbereich rasch ihre natürlich frische Farbstruktur. Witterungseinflüsse und UV-Licht sorgen dafür, dass die Oberfläche vergraut und sich eine Patinaschicht bildet. Bei manchen Holzarten wie zum Beispiel Teak oder Bambus ist das sogar so gewünscht. Bei anderen Hölzern können aber durch eine mangelnde Imprägnierung auch Schäden am Holz entstehen, die sich auch auf die Belastbarkeit und Funktionalität auswirken können.

Teakholz behandelt man am Besten mit einem speziellen Teaköl, wenn die natürliche Patina nicht gewünscht ist. Das kann aber im Frühjahr erfolgen, wenn die Möbel aus der Wintereinlagerung geholt werden. Bambus kann zum Beispiel mit einem Klarlack überzogen werden, um Farbveränderungen zu vermeiden. Bei allen anderen Hölzern sollte auf eine gute Imprägnierung geachtet werden. Lasuren mit Wetterschutzeigenschaften und Anti-Schimmel-Produkte sind hier gut geeignet. Vor jedem ersten Einsatz im Außenbereich und auch nach der Winterpause muss offenporiges Holz imprägniert und möglichst geölt werden, wenn man auf einen Lackanstrich verzichtet. So erhält das Holz den notwendigen Schutz vor Feuchtigkeit, Schmutz und UV-Licht. Öl hat dabei die Eigenschaft, tief in die Holzstruktur einzuziehen und für einen lang anhaltenden Schutz zu sorgen. Ideal ist es, unbehandelte Hölzer vor der Einlagerung und im Frühjahr ein zweites Mal mit pflegenden Substanzen zu behandeln.

Tipp 5

Geeignete Lagerräume und genügend Platz sind wichtig

Terrassenmöbel aus Holz sollten möglichst frostfrei und trocken überwintern. Da sie häufig sperrig und auch schwer sind, müssen die Räume, in denen die Terrassenmöbel abgestellt werden, möglichst gut und ohne Hindernisse zu erreichen sein. Der Raum selbst sollte über eine gute Entlüftung verfügen, damit kein Kondenswasser entsteht, das den Möbeln aus Holz auf Dauer schaden und eventuell zu Schimmelbildungen führen könnte. Die Möbel sollten möglichst leicht schräg gestellt werden, damit eventuell vorhandenes Wasser abfließen kann und sich nicht auf den Möbeln sammelt.

Gegen einen zu kalten Untergrund helfen Styroporplatten, die man unter die Holzmöbel legt. Das Abdecken mit einer Plane oder einer Schutzhülle ist auch in geschlossenen Räumen zu empfehlen. So sammelt sich auf den Möbeln weniger Staub. Von Zeit zu Zeit sollte das Winterquartier der Terrassenmöbel aus Holz inspiziert werden. Auch die Plane oder Schützhülle wird dabei kurzfristig entfernt. So erkennt man auf den ersten Blick, ob Insekten zu entfernen sind oder ob sich irgendwo doch unterwünschte Feuchtigkeit breitmacht. Das Einlagern der Terrassenmöbel ist auch die beste Gelegenheit, um die Sitzkissen und Polster gründlich zu inspizieren. Schäden können ausgebessert und Bezüge gewaschen werden. Vergessen Sie auf keinen Fall, die Imprägnierung nach dem Waschen zu erneuern.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden