5 Pflegetipps für Ihre Gartenmöbel

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5 Pflegetipps für Ihre Gartenmöbel

Mit dem Sommer kommt die Zeit der Gartenmöbel. Schon im wärmeren Frühjahr holen Sonnenanbeter Tische, Stühle und Bänke ins Freie, um bei den ersten Sonnenstrahlen die angenehmen Außentemperaturen zu genießen. Gerade bei den weniger sonnenverwöhnten Mitteleuropäern verlagert sich der Aufenthaltsort vom Frühjahr bis in den frühen Herbst weitestgehend auf Balkon und Terrasse, sodass die Innenräume kaum noch genutzt werden. Es ist die Zeit der Gartenmöbel.

Auf das Material kommt es an – so pflegen Sie Ihre Gartenmöbel richtig

Die meisten Gartenmöbel, wie eine Hollywood schaukel oder ein Gartenstrandkorb sind durchaus wetterfest. Abhängig von Material und Qualität unterscheiden sie sich jedoch deutlich hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit sowie des Pflege- und Reinigungsaufwands. In jedem Fall müssen Gartenmöbel robust genug sein, um den unterschiedlichen Witterungseinflüssen wie Sonne, Wind, Sturm, Regen und Hagel standzuhalten. Für alle Gartenmöbel gilt, dass ein pfleglicher und schonender Umgang die Lebensdauer verlängert. Für jedes Material gibt es spezifische Pflegehinweise und einige grundsätzliche Tipps, die man berücksichtigen sollte, um sich viele Jahre an den Gartenmöbeln erfreuen zu können. Trotz ihrer Wetterfestigkeit sollten Gartenmöbel im Winter möglichst in Innenräumen, im Keller oder in der Garage aufbewahrt oder zumindest in einer windgeschützten Ecke mit einer Schutzhülle abgedeckt werden. Die passenden Gartenmöbel gebraucht auf eBay zu erwerben ist ganz leicht.

Die Auswahl der Materialien für Gartenmöbel ist heutzutage recht groß. So gibt es Gartenmöbel aus Aluminium oder Edelstahl, aus Holz, Kunststoff und Polyrattan, das sich wegen des modischen Loungecharakters zunehmender Beliebtheit erfreut. Bei Holz wird wiederum zwischen weichen und harten Hölzern unterschieden. Zu den weichen Hölzern gehören vor allem heimische Nadelbäume wie Fichte, Kiefer, Tanne und Lärche. Weitaus häufiger für Gartenmöbel wird Teakholz verwendet, das neben Mahagoni und Eiche zu den so genannten harten Hölzern zählt.

Pflegetipp Nr. 1 für Gartenmöbel aus Aluminium

Aluminium ist ein relatives weiches Metall. Als reines Leichtmetall zeigt es an der Luft sehr schnell eine chemische Reaktion durch Bildung einer dünnen Oxidschicht, die ihm ein stumpfes und silbergraues Aussehen verleiht. Gartenmöbel aus Aluminiumkomponenten sind nahezu pflegefrei. Es reicht vollkommen aus, angesetzten Staub, Blütenstaub oder Vogelkot mit einer milden Reinigungslauge zu entfernen oder mit einem Gartenschlauch abzuspritzen. Aluminiummöbel trotzen Wind und Wetter, außerdem sind sie hitzebeständig. Sichtbar werden können allerdings Gebrauchsspuren wie Kratzer, die eine optische Beeinträchtigung nach sich ziehen. Wer sich an den oberflächlichen Kratzern stört, kann diese problemlos mit einem Pflegelackspray behandeln. Ansonsten können Gartenmöbel aus Aluminium aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit nicht rosten und sich auch nicht verbiegen, sodass keine weiteren Pflegemaßnahmen notwendig sind.

Pflegetipp Nr. 2 für Gartenmöbel aus Edelstahl

Gartenmöbel aus Edelstahl sind, anders als andere Gartenmöbel aus vergleichbar hochwertigen Materialien, tendenziell pflegeleicht. Das liegt an der speziellen Verarbeitungstechnik, an aufwendigen Legierungen und an der besonderen Oberflächenbehandlung des Edelstahls. Gartenmöbel aus Edelstahl trotzen jedem Wetter – Sonne und Hitze ebenso wie Wind, Nebel, Regen oder Schnee. Wer Gartenmöbel aus Edelstahl regelmäßig reinigt und pflegt, wird lange Freude an ihrer gleichbleibend schönen Optik haben. Verschmutzungen wie Blütenstaub, Essensreste oder eingetrocknete Getränkereste werden mit Seifenlauge oder einem umweltfreundlichen Reinigungszusatz gesäubert. Hartnäckige Gebrauchsspuren wie eingetrocknete Fette, verbranntes Öl oder Rußablagerungen können bedenkenlos auch mit speziellen Edelstahlreinigern entfernt werden. Sie werden auf ein leicht angefeuchtetes Reinigungstuch aufgetragen und sanft auf der Oberfläche verrieben. Die Reinigung mit einem Edelstahlreiniger ermöglicht die weitgehend schlierenfreie Reinigung und dient gleichzeitig der optischen Auffrischung. Anschließend wird mit klarem Wasser kräftig nachgespült, bis auch die letzten Rückstände beseitigt sind.

Gartenmöbel aus Edelstahl sind grundsätzlich rostfrei. Aus diesem Grund sollten für die Reinigung weder Stahlbürsten oder Stahlwolle noch aggressive Reinigungsmittel verwendet werden. Denn durch den Abrieb kann sich trotz der ausgewiesenen Rostfreiheit Fremdrost bilden.

Auf Edelstahl zeigen sich schnell Spuren durch Fingerabdrücke, Fettflecken oder durch Nässe – deswegen hängen die Notwendigkeit der Reinigung und der zu betreibende Reinigungsaufwand sehr vom persönlichen Empfinden ab. Wie stark Gartenmöbel aus Edelstahl durch Witterungseinflüsse verschmutzen, ist wie bei allen anderen Gartenmöbeln auch vom jeweiligen Standort im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon abhängig und auch davon, ob eine Überdachung vorhanden ist oder nicht.

Pflegetipp Nr. 3 für Gartenmöbel aus Holz

Die Witterungsbeständigkeit und der damit einhergehende Pflegebedarf von Gartenmöbeln aus Holz beruhen auf der jeweiligen Holzart. Als Edelholz ist Teakholz sehr gut für die Verwendung von Gartenmöbeln und den Einsatz im Freien geeignet. Teakholz stammt vom Teakbaum, der vor allem auf den pazifischen Inseln und in Südostasien beheimatet ist. Teakholz eignet sich aufgrund seiner besonderen Eigenschaften gut für Gartenmöbel. Denn es ist im Gegensatz zu heimischen Hölzern wie Kiefer und Fichte ausgesprochen hart und entsprechend robust. Deswegen ist es auch überwiegend resistent gegen den Befall von Insekten und bei ausreichender Belüftung auch gegen den von Schimmel.

Regelmäßiges Einölen verhindert das Austrocknen

Doch Witterungseinflüsse wie intensive Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit hinterlassen auch auf Teakholz ihre Spuren. Mit der Zeit überzieht eine silbergraue Schicht das Holz, die Patina genannt wird. Diese und auch die durch ein Austrocknen des Holzes bedingten kleinen Risse beeinträchtigen die Stabilität und die Haltbarkeit der langlebigen Holzart nicht. Wer jedoch seine Gartenmöbel liebt und das Ergrauen des Holzes verhindern möchte, sollte Gartenmöbel aus Holz zwei bis drei Mal im Jahr mit handelsüblichen umweltfreundlichen Holzpflegemitteln oder Teaköl behandeln. Das Einölen bietet sich beispielsweise zu Beginn des Frühjahrs, im Sommer und ein letztes Mal vor der Winterpause an. Das Holz behält dadurch nicht nur seine ursprüngliche Farbe, auch die Maserung kommt durch die Ölkur noch intensiver und wirkungsvoller zur Geltung. Ist das Holz bereits ergraut, kann es durch die Behandlung mit einer Wurzelbürste wieder auf Vordermann gebracht werden. Reicht das nicht aus, kann die Patinaschicht vorsichtig von Hand mit Schleifpapier oder mit einer Schleifmaschine abgeschliffen werden. Das frisch geschliffene Holz sollte dann mit einer Ölkur gepflegt werden. Zum Reinigen der Gartenmöbel aus Holz empfiehlt sich eine milde Seifenlauge. Hartnäckige Flecken oder Glasränder auf dem Holz werden durch das Einreiben mit Öl entfernt.

Pflegetipp Nr. 4 für Gartenmöbel aus Polyrattan

Rattan ist ein natürlicher Werkstoff und wird aus dem Stamm der Rotangpalme gewonnen, auch bekannt unter dem Namen Rattanpalme. Sie wächst in den tropischen Regenwäldern Australiens, Afrikas und Asiens, wo sie als Lianengewächs Triebe von bis zu 200 Metern Länge entwickelt. Der hohe Ölgehalt sorgt dafür, dass Rattanholz sich durch eine extreme Strapazierfähigkeit und Witterungsbeständigkeit auszeichnet sowie durch seine besondere Elastizität und Leichtigkeit. Unter dem Einfluss von Wärme kann Rattan leicht gebogen und verarbeitet werden, sodass Rattan sich für die Herstellung ergonomisch geformter Möbel und Gartenmöbel hervorragend eignet.

Zum Schutz der Regenwälder wurde das synthetische Polyrattan entwickelt, das das industriell gefertigte Pendant zum natürlichen Rattan bildet. Bei den allermeisten Gartenmöbeln aus „Rattan“ muss also richtigerweise von Polyrattan gesprochen werden. Heute ist Indonesien der größte globale Produzent von Polyrattan, wobei andere Niedriglohnländer mit der Produktion nachziehen, denn die seit Jahren steigende Beliebtheit von Loungemöbeln sorgt für kräftige Nachfrage. Polyrattan ist eine Kombination aus Polyethylen und Rattan und wird vorwiegend bei der Produktion von Gartenmöbeln verwendet. Das Grundgerüst eines Stuhls, eines Tisches oder Liegestuhls besteht dabei zumeist aus Aluminium, während die Zwischenräume mit einzelnen Flechtsträngen gefüllt und verflochten werden.

Auch wenn von den Herstellern die Umweltverträglichkeit propagiert wird, ist die Fertigung von Gartenmöbeln aus Polyrattan weder energiesparend noch ressourcenschonend, zumal die meisten Kunststoffe unter Verwendung von Mineralöl produziert werden.

Wie sich Polyrattanmöbel reinigen lassen

Auch bei der Verwendung von Polyrattan gibt es Qualitätsunterschiede, die sich entsprechend im Preis niederschlagen. Insgesamt jedoch gelten Gartenmöbel aus Polyrattan als robust und formstabil, und sie werden auch hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit immer weiter entwickelt. Für die Reinigung von Gartenmöbeln aus Polyrattan wurden spezielle Reiniger entwickelt, die die unhandliche Flechtstruktur effektiv reinigen und gleichzeitig pflegen. Das gilt für Verschmutzungen wie Blütenstaub und Sonnencreme oder Lebensmittelrückstände und Getränkespuren. Gleichzeitig wird mit diesen speziellen Reinigern die Farbe aufgefrischt und der durch die Witterung bedingte Abnutzungsprozess verlangsamt. Problemlos auftragen lässt sich der Reiniger durch Aufsprühen. Nach einer kurzen Einwirkungszeit können die Reste mit einem Tuch aufgenommen und anschließend mit klarem Wasser vollständig entfernt werden. Hartnäckigere Ablagerungen können mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm bearbeitet werden. Eine Besonderheit sollte bei Gartenmöbeln aus Polyrattan berücksichtigt werden: Auch während der Sommermonate ist die regelmäßige Abdeckung durch Schutzhüllen ratsam.

Pflegetipp Nr. 5 für Gartenmöbel aus Kunststoff

Gartenmöbel aus Kunststoff sind die pflegeleichtesten Gartenmöbel. Wasser, milde Seifenlauge und ein Schwamm – das ist alles, was benötigt wird, um Tisch, Stühle oder Liegestuhl in Schuss zu halten. Als Zusatz zum lauwarmen Wasser eignet sich neben Spülmittel auch Essig. Auf Scheuermilch sollte man indes verzichten, da diese Schleifspuren hinterlassen könnte. Desweiteren gibt es spezielle Reiniger, die einen Nanoversiegelungseffekt für Oberflächen aus Kunststoff versprechen.

Kunststoffgartenmöbel sollten regelmäßig gesäubert werden, um Schmutzablagerungen am Kunststoff zu verhindern, die insbesondere bei weißen Gartenmöbeln schnell unästhetisch wirken. Zu diesem Zweck sollte man die Möbel vor jeder Nutzung kurz mit einem angefeuchteten Microfasertuch abwischen. Säurehaltiger Vogelkot oder auch fetthaltige Flecken sollten umgehend beseitigt werden, um eine bleibende Schädigung des Kunststoffs zu vermeiden. Bei starker Verschmutzung empfiehlt sich der Einsatz eines speziellen Kunststoffreinigers. In allen Fällen jedoch ist der erforderliche Zeitaufwand relativ gering.

Wer Gartenmöbel aus Kunststoff zwischendurch einer Kur unterziehen möchte, reibt sie mit einem in Salatöl getränkten weichen Schwamm ein. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird das überschüssige Öl mit einem Microfasertuch aufgenommen, anschließend der Kunststoff vollständig trocken gerieben. Auch wenn Gartenmöbel aus Kunststoff sehr robust und witterungsbeständig sind, sollte man sie im Winter möglichst nicht im Freien lassen. Denn Kunststoffgartenmöbel werden durch den Frost allmählich spröde und können so nach einigen Jahren in einen kritischen Zustand geraten.

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