4 coole Projekte für den Raspberry Pi - Nr. 3 ist einfach unfassbar!

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Schrauben, tüfteln, rumdoktoren: Mit dem Raspberry Pi kann sich jeder Bastler wie ein großer IT-Techniker fühlen. Der Minicomputer mit der Himbeere ist allerdings weit mehr als Experimentierkasten für Technikneulinge. Wir stellen vier coole Projekte vor, von denen Du niemals gedacht hättest, dass sie mit dem Rechenzwerg realisierbar sind.
Diese Projekte zeigen: Der Pi ist mehr als ein Experimentierkasten. (Phil Burgess/Dave Akerman/Simon Cox)
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Diese Projekte zeigen: Der Pi ist mehr als ein Experimentierkasten. (Phil Burgess/Dave Akerman/Simon Cox)
Arkaden-Automat für den Schreibtisch: der Picade. (Copyright: YouTube/Pimoroni Ltd.)
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Arkaden-Automat für den Schreibtisch: der Picade. (Copyright: YouTube/Pimoroni Ltd.)

1. Picade: Daddeln wie damals

Aktuelle PC-Spiele protzen mit ultra-realistischen Darstellungen, Monsterauflösungen und stundenlangem Gameplay. Wer bei all diesen Superlativen wehmütig an simple Spielhallen-Klassiker wie Pac-Man & Co zurückdenkt, sollte sich das Raspberry Pi-Projekt Picade näher anschauen.
Der Pi eignet sich nämlich hervorragend als Plattform für Retro-Games. Und Picade macht aus dem Minicomputer eine sehenswerte Daddelmaschine. Die von Jonathan Williamson und Paul Beech entwickelte Spielekonsole im Retrostil sieht aus wie ein geschrumpfter, schreibtischkompatibler Arcade-Automat aus der Spielhalle. Zum Aufbauen des Geräts benötigen Sie einen Schraubendreher, eine Zange und eine Stunde Zeit.
Per Retro-Joystick – stilecht mit Metallschaft und dicker, roter Plastikkugel – und den großen Knöpfen – klassisch in knallbuntem Plastik – steuern Sie Ihr Alter-Ego durch die Klötzchengrafik. Nicht nur für Nerds ein Riesenspaß!

Der Picade ist ein wahrgewordener Traum für Spiele-Nostalgiker. (Copyright: YouTube/Pimoroni Ltd.)
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Der Picade ist ein wahrgewordener Traum für Spiele-Nostalgiker. (Copyright: YouTube/Pimoroni Ltd.)
Bunte Legosteine halten den Super-Pi zusammen. (Copyright: Simon Cox/ University of Southhampton)
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Bunte Legosteine halten den Super-Pi zusammen. (Copyright: Simon Cox/ University of Southhampton)

2. Super-Pi-Power

Du glaubst, so ein Pi hat kaum Rechenpower? Falsch! Computer-Professor Simon Cox von der Universität Southhampton hat aus 64 Pis und über 1.000 Legosteinen einen echten Supercomputer aufgebaut. Der Super-Pi liefert rund 4 Giga-Flops Prozessor-Power und etwa 1.500 Giga-Flops Grafik-Rechenleistung. Die einzelnen Pis sind über ausgemusterte Switches aus der IT-Abteilung gekoppelt.
Damit eignet sich das Gerät als Spielwiese für echte Cracks: Das Supercomputer-Projekt Iridis-Pi, das Computer-Ingenieure an der Universität Southampton realisiert haben, ist ein ideales Beispiel dafür, was der Rechenzwerg als Teamplayer alles drauf hat. Für das Lego-Gehäuse zeichnet übrigens Cox Sohn verantwortlich – ein echter Experte für Konstruktionen mit den bunten Plastikbausteinen.
Natürlich lässt sich das Projekt auch nach unten skalieren: Schon vier Pis für rund 120 Euro reichen aus, um zum Beispiel die Funktionsweise skalierbarer Supercomputer in Schulklassen demonstrieren zu können.

Auch wahre Kunstwerke werden mit dem Pi erschaffen. (Copyright: Phil Burgess/Adafruit)
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Auch wahre Kunstwerke werden mit dem Pi erschaffen. (Copyright: Phil Burgess/Adafruit)

3. Lichtmalerei mit dem Pi

Licht statt Pinsel: Mit Stativ, Kamera, langen Belichtungszeiten und einer Taschenlampe lassen sich erstaunliche Effektfotos komponieren. Verrückt wird es, wenn Sie die Taschenlampe gegen eine Leiste ersetzen, die mit vielen computergesteuerten Leuchtdioden bestückt ist.
Genau das hat Phil Burgess gemacht und die LED-Leiste an sein Liegerad montiert. Als portabler Kleincomputer kommt natürlich ein Raspberry Pi zum Einsatz. Für seine Kompositionen zerlegt Phil seine Bilder virtuell in vertikale Streifen. Dann definiert er für jeden Streifen, welche LEDs in welcher Farbe leuchten müssen, damit durch horizontales Verschieben der Leiste bei einer Langzeitbelichtung das gewünschte Bild in der Kamera entsteht. Diese Parameter speichert er auf dem Pi.
Das Programmieren des Pis erfolgt mit der universellen, leicht erlernbaren Programmiersprache Python. Deren Entwickler Guido van Rossum ist ein großer Fan von Monty Python’s Flying Circus – daher der Name.

Dieses Bild beweist einmal mehr: Der Pi ist etwas für creative Köpfe. (Copyright: Phil Burgess/Adafruit)
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Dieses Bild beweist einmal mehr: Der Pi ist etwas für creative Köpfe. (Copyright: Phil Burgess/Adafruit)
Auch in der Luft macht der Raspberry Pi eine gute Figur – und fantastische Bilder. (Copyright: Dave Akerman)
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Auch in der Luft macht der Raspberry Pi eine gute Figur – und fantastische Bilder. (Copyright: Dave Akerman)

4. Pi in the Sky – Spektakuläre Fotos vom Rand der Atmosphäre

Höher ist wohl noch kein Raspberry Pi geflogen: Wetterballon-Fan Dave Akerman hat den Kleincomputer samt Webcam und GPS-Modul an einen Heliumballon geschnallt und auf die Reise geschickt. Herausgekommen sind überwältigende Bilder aus einer Höhe von 40 Kilometern vom Rand der Atmosphäre. Damit hält Dave den Weltrekord für Fotos aus der höchsten Höhe, die je ein Amateurfotograf geschossen hat.
Dabei ist der Aufbau des Systems keineswegs kompliziert. Der Pi lässt sich schnell um Funktionen wie das Aufnehmen von Live-Bildern erweitern. Als Kamera kommt eine GoPro zum Einsatz. Funksender und GPS-Modul sind ebenfalls rasch integriert. Mit einem kräftigen Akkupack zur Stromversorgung kann es losgehen.

Gut verpackt hebt der Pi ab in die Lüfte. (Copyright: Dave Akerman)
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Gut verpackt hebt der Pi ab in die Lüfte. (Copyright: Dave Akerman)
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