15 Tipps für die Auswahl eines FM-Transmitters

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15 Tipps für die Auswahl eines FM-Transmitters
Die Musik vom MP3- Player auch im Auto zu hören, ist für den Fahrer oft schwieriger als gedacht. In Deutschland ist es Autofahrern verboten, Kopfhörer zu tragen. Eine Verbindung über ein passendes Kabel zum Autoradio ist aber in der Regel nur bei modernen Geräten möglich. Hier könnte man den Line-In-Eingang oder, falls vorhanden, den USB-Anschluss nutzen und die Musik kommt ganz normal aus den Radiolautsprechern.

Eine relativ einfache und auch praktische Lösung sind sogenannte FM-Transmitter. Worauf Sie beim Kauf solcher Geräte achten sollten, dazu bietet Ihnen dieser Ratgeber 15 hilfreiche Tipps und Informationen.

Das ist ein FM-Transmitter

Nicht jeder kann sich unter dem Begriff FM-Transmitter vorstellen, welche Art von Gerät sich dahinter verbirgt und welche Funktionen es übernehmen kann. Wer aber häufiger Radio hört, weiß, dass FM die Bezeichnung für die UKW-Sender ist. Ein Transmitter ist im Grunde nichts weiter als ein Übertragungsgerät, das in der Lage ist, sozusagen eine Brücke zu schlagen zwischen dem MP3-Player und dem Autoradio.

FM-Transmitter senden also Musiksignale von

an eine freie UKW-Frequenz des Autoradios.

Die richtige Geräteauswahl

Ein FM-Transmitter ist zwar eine praktische und meist auch kostengünstige Möglichkeit, Musik von externen Geräten an das Autoradio zu übertragen, aber der Einsatz ist nicht immer problemlos möglich. Das Gerät benötigt nämlich möglichst optimale Arbeitsbedingungen.

Die Funkübertragung von Radiowellen an einen freien Frequenzplatz im Autoradio ist in Deutschland seit 2006 grundsätzlich erlaubt. Allerdings gibt es strenge Richtlinien für die Nutzung von Funkfrequenzen. Verantwortlich für deren Einhaltung ist der jeweilige Gerätehersteller. Erwerben Sie daher nur FM-Transmitter, die das CE-Prüfzeichen tragen.

Die Reichweiten sind entscheidend für die Sendequalität

Beim Kauf eines FM-Transmitters muss unbedingt auf die erlaubte Reichweite geachtet werden. Außerhalb des Fahrzeugs darf diese maximal zehn Meter, innerhalb des Autos etwa drei Meter betragen. Die Sendeleistung von FM-Transmittern ist begrenzt auf 50 Nanowatt.

Obwohl diese Sendeleistung kaum größere als die erlaubten Maximalreichweiten zulässt, können auch andere Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel an einer Ampel, theoretisch diese Signale empfangen. Dazu muss allerdings im Autoradio exakt die selbe Empfangsfrequenz eingestellt sein.

Ein breites Frequenzspektrum ist von Vorteil

Eine Grundvoraussetzung dafür, dass der FM-Transmitter gut arbeitet, ist eine freie UKW-Frequenz. Besonders in dicht besiedelten Gebieten, in denen zahlreiche Radiostationen auf Sendung sind, ist dieser benötigte Freiraum oft stark eingegrenzt. Beim Kauf sollten Sie daher einen FM-Transmitter wählen, der das gesamte Spektrum an Frequenzen zwischen 88,1 und 107,9 Megahertz beherrscht. So haben Sie bessere Chancen, einen freien Sendeplatz zu finden.

Optimaler Empfang und Klangqualität

Eine freie Frequenz allein reicht nicht aus, um einen optimalen Empfang sicherzustellen. Hier sind weitere Kriterien von Bedeutung, wie zum Beispiel die Entfernung des FM-Transmitters zur Autoantenne. Diese sollte so gering wie möglich sein. Der ideale Standort für den FM-Transmitter bei Antennen auf dem vorderen Autodach ist der Bereich zwischen den Vordersitzen. Befindet sich die Antenne hinten am Dach, sollte von der Rückbank aus gesendet werden.

Auch bei der Klangqualität darf man keine Wunder erwarten, wenn ein FM-Transmitter die Verbindung zum Autoradio herstellt. Die Übertragung erfolgt häufig analog und nicht in Stereo-Qualität.

Eine störungslose Übertragung bei optimaler Klangqualität wäre mit Bluetooth-Technologie zu erreichen. Sie wird aber derzeit nur von ganz wenigen Herstellern von FM-Transmittern verwendet. Die Suche danach könnte sich also etwas aufwendiger gestalten und auch die Anschaffungskosten liegen hier deutlich über denen normaler FM-Transmitter. Wenn der MP3-Player die Fähigkeit besitzt, Daten per Bluetooth zu senden, kann man unter Umständen mithilfe eines passenden Nachrüstsatzes das Autoradio in die Lage versetzen, die Musik über diese Technologie zu empfangen und abzuspielen. Ob es diese Möglichkeit auch für Ihr Autoradio gibt, können Sie entweder in der Bedienungsanleitung nachlesen oder die Informationen dazu auf der Webseite des Radioherstellers studieren.

Eine Verbindung per Bluetooth herzustellen, ist immer die beste Lösung. Damit eine Übertragung in Stereoqualität erfolgen kann, müssen Sender und Empfänger das A2DP-Profil (Advanced Audio Distribution Profile) beherrschen. Darauf sollten Sie bei der Anschaffung entsprechender Geräte also unbedingt achten.

Senderspeicher sollten zum Funktionsumfang gehören

Es kann durchaus vorkommen, dass eine freie Frequenz in einer anderen Region von einem lokalen Radiosender verwendet wird. In diesem Fall muss für den FM-Transmitter eine andere freie Sendefrequenz gesucht werden. Für diesen Fall ist es sehr hilfreich, wenn der FM-Transmitter eingestellte Frequenzen speichern kann. Anderenfalls muss jedes Mal, wenn es zu Überlagerungen im Frequenzbereich kommt, eine erneute Einstellung vorgenommen werden. Übrigens: Speichern Sie die Frequenz für den FM-Transmitter gleichzeitig auch in Ihrem Autoradio ab. So sind nur zwei Tastendrücke notwendig, um den Empfang der Musikdaten über das Radio sicherzustellen. Das ist nicht nur sehr bequem, es erhöht auch die Fahrsicherheit, weil man durch das erneute Einstellen nicht unnötig abgelenkt wird.

Es gibt inzwischen auch FM-Transmitter, die bei Überlagerungen automatisch nach einer neuen Sendefrequenz suchen. So muss man sich nicht mehr selbst um die Suche kümmern und der Frequenzwechsel erfolgt ohne manuellen Einfluss.

Geräuschfilter sorgen für guten Klang

Bei vielen FM-Transmittern gehören Störgeräusche zum Alltag. Deshalb sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das ausgesuchte Modell über integrierte Geräuschfilter verfügt, die störende Geräusche automatisch minimieren können. Unter Umständen kann auch der Wechsel in den Mono-Betrieb den Störgeräuschpegel herunterfahren. Das ist allerdings in der Regel nur eine Notlösung.

Störgeräusche kommen übrigens bei Musikdaten wesentlich häufiger vor als bei Sprachübertragungen. Hörbücher werden in ihrer Qualität kaum durch störende Nebengeräusche beeinträchtigt.

FM-Transmittern mit Equalizerfunktion

Equalizerfunktionen am Radio sind den meisten Menschen bekannt. Sie wissen auch, dass sie über Veränderungen am Equalizer eine bessere Musikqualität erreichen und den Klang auf die eigenen Wünsche anpassen können. Auch MP3-Player verfügen in der Regel über die Equalizerfunktion. Bei den FM-Transmittern ist das inzwischen auch zum Standard geworden. In der Praxis bedeutet es, dass die Einstellungen am Radio oder am MP3-Player nicht verändert werden müssen. Die Klangqualität für unterwegs stellt man einfach am jeweiligen FM-Transmitter ein. Hinweise darauf, ob der FM-Transmitter mit einem Equalizer ausgestattet ist, finden Sie in den Produktdetails oder in den Technischen Datenblättern auf der Webseite des Herstellers.

FM-Transmitter mit RDS

Dem neisten ist RDS vom Autoradio bekannt. Auf dem Display erscheinen Informationen, soweit sie vom jeweiligen Radiosender freigegeben sind. So lässt sich ablesen, welcher Titel von welchem Interpreten gerade gespielt wird.

Inzwischen gibt es auch FM-Transmitter, die diese Funktion unterstützen. Bei einfachen Versionen erscheinen die Informationen allerdings nur im Display des FM-Transmitters. Komfortabel ausgestattete Geräte übertragen die Zusatzinformationen per RDS (Radio Data System) an das Autoradio, sodass sie bequem am Radiodisplay abgelesen werden können.

Darf es ein wenig Komfort mehr sein?

Besonders, wenn die Dachantenne hinten am Fahrzeug ist und der FM-Transmitter also von der Rückbank aus senden muss, gibt es Probleme mit der Bedienung, wenn der Fahrer allein unterwegs ist. Komfortabel sind dann FM-Transmitter, die sich per Fernbedienung steuern lassen.

Bei einigen Geräten gehört eine Fernbedienung zum Lieferumfang. Allerdings steuert die Fernbedienung ausschließlich den FM-Transmitter. Sie ist nicht in der Lage, diese Funktion auch für den angeschlossenen MP3-Player zu übernehmen. Der sollte entweder über eine eigene Fernbedienung verfügen oder das Verbindungskabel zwischen beiden Geräten muss so lang sein, dass der Fahrer den MP3-Player in seiner Reichweite ablegen kann.

FM-Transmitter mit MP3-Funktionen

Inzwischen sind FM-Transmitter erhältlich, die selbst über MP3-Fähigkeiten verfügen. Hier ist der Anschluss des MP3-Players überflüssig. Die notwendigen Musikdaten bekommt das Gerät in der Regel über eine Speicherkarte. Über die Bedienknöpfe können so Listen zusammengestellt werden, die der FM-Transmitter an das Autoradio sendet.

Aber Achtung: Wenn Sie nicht ständig den MP3-Player und die Speicherkarte miteinander abgleichen, haben Sie möglicherweise nicht die identische Titelauswahl, wenn sie den MP3-Player außerhalb des Autos einschalten.

Eine weitere gute Lösung sind übrigens FM-Transmitter, die man unmittelbar und ohne Kabel direkt an den MP3-Player andocken kann. Ob Ihr MP3-Player dafür geeignet ist, entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung oder informieren Sie sich darüber auf der Internetseite des Herstellers.

FM-Transmitter-Anschlüsse

Je mehr Anschlüsse am FM-Transmitter vorgesehen sind, umso mehr unterschiedliche Geräte können Kontakt zum Autoradio aufnehmen. Die gängigen Anschlüsse sind entweder USB-Ports oder Miniklinkenanschlüsse für den MP3-Player. Den USB-Port können Sie übrigens bei einigen Geräten dazu verwenden, den Akku des MP3-Players aufzuladen. Beim Kauf eines FM-Transmitters sollten Sie unbedingt darauf achten, dass er die für Ihre Geräte benötigten Anschlussarten aufweist.

Die Stromversorgung für den FM-Transmitter

Wichtig ist ein 12-Volt-Anschluss beim FM-Transmitter. So kann er während der Autofahrt über den Zigarettenanzünder an die Autobatterie angeschlossen werden. Das schont den internen Akku. Es gibt auch kleine Sender, die den Strom über den MP3-Player beziehen. Das erschöpft zwar dessen Akku-Kapazität, dafür können diese Minisender aber auch im Freien zum Beispiel für ein tragbares Radiogerät verwendet werden.

FM-Transmitter kann man auch fest einbauen

Alternativ zu tragbaren FM-Transmittern gibt es auch Geräte, die fest in das Auto eingebaut werden. Angeschlossen werden sie zwischen Antenneneingang und Antenne, sodass ein möglichst optimaler Empfang gewährleistet ist. Die Autobatterie versorgt den stationären FM-Transmitter mit dem notwendigen Strom. Die Bedieneinheit wird dabei in der Regel fest in das Armaturenbrett eingebaut, sodass sie auch während der Fahrt gut erreichbar ist. Wer nicht über die notwendigen technischen und elektronischen Kenntnisse verfügt, sollten den Einbau einer Fachwerkstatt überlassen.

FM-Transmitter benutzt fast jeder

Unbewusst benutzen wahrscheinlich auch Sie bereits einen FM-Transmitter. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie für Ihr Handy eine Freisprecheinrichtung nutzen, die über die Lautsprecher des Autoradios läuft. In diesem Fall können Sie zum Beispiel MP3-Dateien von Ihrem Smartphone aus ebenfalls direkt an das Autoradio weiterleiten und müssen kein zusätzliches Gerät anschaffen.

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