Informationen zu Bücher

Am Anfang stand das Wort – zur Zeit der Menschheitsentwicklung sicherlich noch nicht, doch mit dem Zusammenwachsen der Gruppen zu Familien wurde die Kommunikation immer wichtiger. Komplizierte Zusammenhänge konnten nicht länger mit der Körper- oder Zeichensprache vermittelt werden, also entstanden Lautbildungen, Worte, woraus sich schließlich die Sprache entwickelte. Schon bald mussten auch Nachrichten von Gruppe zu Gruppe weitergegeben werden. Bis in die Jetztzeit bedienen sich archaische Völker zur Nachrichtenübermittlung einer Bildersprache, z. B. die Ureinwohner Nordamerikas. Andere Kulturen entwickelten schon vor Tausenden von Jahren eine Schriftsprache – am bekanntesten ist sicher die Keilschrift aus Ägypten. Geschrieben wurde auf Lehm, Stein, Papyrus – und die ersten Vorläufer des Buches waren Codices - zusammengeheftete Papyrusblätter. Mit der Erfindung des Papiers im 14. Jahrhundert erschienen in Europa die ersten Bücher. Diese waren zunächst handgeschrieben – des Schreibens kundig waren Mönche, und um ein Buch zu vervielfältigen, wurden kunstvolle Abschriften in den sog. Skriptorien der Klöster verfasst. Wer zu dieser Zeit ein Buch besaß, musste sehr reich sein – der Großteil der Bevölkerung war des Lesens gar nicht mächtig. Johannes Gutenberg erfand im 15. Jahrhundert in Mainz den Buchdruck, doch Drucklettern waren schon den alten Chinesen bekannt. Durch die Möglichkeit, Bücher schnell und einfach zu drucken und Schriften zu verbreiten, breitete sich Erkenntnis und Wissen rasch in ganz Europa aus. Hunderte von Jahren wurden in Tausenden von Bibliotheken Bücher gesammelt, katalogisiert und zur Verfügung gestellt. Doch im heutigen Internet-Zeitalter scheint das gedruckte Buch mehr und mehr an Bedeutung zu verlieren. Der weltweite Vormarsch der eBook-Reader und die Bemühungen aller Verlage, ihre Contents als elektronische Bücher zur Verfügung zu stellen, wird über kurz oder lang dazu führen, dass deckenhohe Bücherregale aus den privaten und öffentlichen Haushalten verschwinden.