Wie unterscheidet man echte Hummel-Figuren von Fälschungen?

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Wie unterscheidet man echte Hummel-Figuren von Fälschungen?

Ebenso wie die ansehnlichen Teddybären der Firma Steiff erfreuen sich auch die putzigen Hummel-Figuren aus Porzellan, die von Schwester Maria Innocentia Hummel entworfen wurden, größter Beliebtheit. Produziert wurden die populären Porzellanfiguren von der deutschen Porzellanfabrik W. Goebel, die jedoch im August 2013 Insolvenz anmelden musste. Trotz allem finden sich auch heute noch in unzähligen deutschen Schränkchen und Vitrinen viele der aufwendig bemalten Porzellanfiguren. Doch einige von ihnen sind keine originalen Hummel-Figuren. Bereits seit vielen Jahren treiben Fälscher in der Branche ihr Unwesen und verkaufen schlecht nachproduzierte Porzellanfiguren mit den üblichen Hummel-Motiven. Hier erfahren Sie, wie Sie Fälschungen enttarnen können.

 

Woran erkennt man eine echte Hummel-Figur?

Eines der auffälligsten Echtheitsmerkmale der kleinen Figuren aus Porzellan ist die charakteristische Unterschrift von Schwester Maria Innocentia Hummel, die in jede Figur aufwendig eingearbeitet wird. Sollte der Platz bei einer Figur für die komplette Signatur „M. I. Hummel” nicht ausreichen, wird die Unterschrift auf „Hummel” abgekürzt. Darüber hinaus befindet sich der Name jeder Original-Hummel-Figur auf einem Klebeetikett in deutscher und englischer Sprache; bei Sondereditionen wird der Name der Figur mit einem Sonderstempel an der Bodenplatte angebracht. Hier finden sich zudem noch weitere Echtheitsmerkmale, zu denen neben einer Limitierungs- und einer Modellnummer auch eine Boden- oder Fabrikmarke, die Jahreszahl der Entstehung, das Malerzeichen und gegebenenfalls auch ein Sonderbodenbild gehören.

 

Fälschungen erkennen: Tipps und Tricks

Sollten die oben erwähnten Echtheitsmerkmale auf Ihrer Hummel-Figur nicht vorhanden sein, können Sie davon ausgehen, dass Sie leider auf einen Schwindel hereingefallen sind. Doch darüber hinaus gibt es noch weitere Indizien dafür, dass eine Porzellanfigur mit Hummel-Motiv nicht dem Hause Goebel entstammt: Ist beispielsweise auch der charakteristische Kronen-Stempel nicht auf der Figur vorzufinden, sondern erweist er sich bei genauerem Hinsehen als aufgemalt, ist auch dieses Stück gefälscht. Darüber hinaus greifen auch gerade professionelle Fälscher gern zu angeblichen Echtheitszertifikaten, die sie an ihren nachgebildeten Hummel-Figuren fixieren. Ein Experte erkennt in der Regel sofort, dass diese Zertifikate nicht aus der echten Hummel-Produktion stammen, doch ein Laie könnte durchaus auf Hängeetiketten mit der Aufschrift „Genuine Hummel Reproduction” oder auf Bodenstempel wie „Original Hummelstudios” hereinfallen.

 

Eine besonders kuriose Fälschung

Insbesondere asiatische Hersteller aus China oder Taiwan, aber auch Unternehmen und Fabriken aus Ungarn oder Rumänien stellen besonders gern die beliebten deutschen Figuren nach und greifen dabei auch häufig zu unkonventionellen Mitteln. So wurde beispielsweise die Figur „Bergkirchlein” aus der Centuries Collection von den Betrügern auf alt getrimmt und daraufhin als besonders wertvolles Stück aus den 1930er-Jahren verkauft, obwohl das Modell erst seit Mitte der 1980er-Jahre produziert wurde.

 

Wie schützen Sie sich vor Betrügern?

Um wirklich auf Nummer sicher beim Kauf von Hummel-Figuren zu gehen, sollten Sie besonders auf die oben erwähnten Echtheitsmerkmale achten. Sind diese vorhanden und korrekt dargestellt, können Sie zunächst davon ausgehen, dass die Hummel-Figur in Ihren Händen keine Fälschung darstellt. Kaufen Sie Ihre Porzellanfigur darüber hinaus bei einem erfahrenen Händler statt auf dem Flohmarkt, dann kann kaum noch etwas schiefgehen.

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