Welchen Speedport benötige ich?

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Die Deutsche Telekom vermarktet seit vielen Jahren seine DSL Router unter dem Namen Speedport. Diese unterscheiden sich in der Leistung aber deutlich. Daher hier die wichtigsten Unterschiede:

 

Generell gilt: Hat das Gerät ein "V" in seiner Bezeichnung (Bsp.: W500 V), so ist es VoIP fähig, man kann also ein normales Telefon daran anschließen um über das Internet zu telefonieren. Hat das Gerät “W“ in seiner Bezeichnung ist es WLAN fähig – es können also PCs und Laptops drahtlos mit Internet versorgt werden. Übrigens: Alle Geräte sind für einen T-Online zugang vorbereitet, laufen jedoch auch mit anderen Anbietern (Arcor, Versatel, 1&1 etc...)

Wer einen VDSL Anschluss besitzt sollte sich bei Geräten umsehen, deren zweite Nummer eine 2 ist (z. Bsp. speedport W722V), dann ist das VDSL Modem schon integriert.

 

Zur 200er Serie: Der Speedport 200 ist ein reines DSL Modem, es kann also ein Rechner versorgt werden oder ein Router hintergeschaltet werden. Die Geräte unterstützen Geschwindigkeiten bis 16000 KBit/s.

Auch damals mit auf den Markt gekommen ist der Speedport 201. Sieht hübscher aus, kann aber auch nicht mehr.

Für VDSL Nutzer ist der Speedport 221 als Modem verfügbar, bis 50MBit/s werden unterstützt.

 

Zur 300er Serie: Der Speedport 300 (nicht verwechseln mit Teledat 300, ein altes DSL Modem) hat einen Vierport Switch und kann bis zu 16 Mbit DSL Anschlüsse verwalten. WLAN ist hier nicht an Board!

Der Speedport W303V ist der kleinste Router, der über n-Standard WLAN verfügt. Wer seinen Router eh im Flur stehen hat und keine Geräte per Kabel anschließen kann, sollte lieber dieses Gerät nehmen als den teureren Bruder aus der 500er Serie, der sich im wesentlichen durch einen eingebauten 4-Port Switch für kabelgebundene Geräte unterscheidet.

 

Zur 500er Serie: Alle Geräte der Serie 500 sind Router mit integriertem Modem. Wie oben beschrieben beherrschen diese Geräte, falls im Namen vorhanden, VoIP und/oder WLAN. Die neuere Serie hat statt der 500 eine 501 im Namen, unterscheidet sich in der Funktion allerdings kaum. Auch der alte Speedport W500V ist mit der aktuellen Firmware auf 16MBit/s Anschlüssen lauffähig. Vorsicht übrigens bei ISDN: Die Telefone die über die ISDN Anlage laufen sind nicht per VoIP ansteuerbar. Das heißt man kann nur ein Telefon VoIP fähig machen, und damit das auch bestimmte Sonderrufnummern wählen kann ist ein analoger Port an der (vorhandenen) ISDN Anlage nötig.

 

Der Speedport W502V bringt ein neues Design mit sich, technisch aber nichts neues. Er kann nicht mit dem neuen n-Standarad (WLAN) umgehen, dafür aber mit ISDN Telefonen hantieren, automatisch neue firmware empfangen, und hat einen Knopf für WLAN (für die Leute die das Gerät auch mal ausschalten wollen ;-)

Der W503V unterstützt endlich den schnelleren WLAN n-Standard mit 300 MBit/s

Als letzter der 500er Serie kam der W504V auf dem Markt, er schafft ADSL2/2+ mit 16MBit/s, bietet 4 LAN Ports und 2 analoge Telefonanschlüsse. WLAN mit a/b/g/n ist verfügbar. Mit der eingebauten USB Schnittstelle kann ein Drucker und eine Festplatte ins Netzwerk gebracht werden. Ebenfalls integriert ist eine DECT Schnittstelle für drahtlose Heimtelefone. VoIP und CATiq 2.0 wird ebenfalls unterstützt

 

Zur 700er Serie: Der 700 und der 701 unterscheiden sich kaum. Der Hersteller ist jedoch unterschiedlich (Siemens und AVM). Beide Geräte verstehen ISDN, man kann also direkt den ISDN Bus vom NTBA anklemmen. An die beiden analogen Anschlüsse der Geräte kann man verschiedene Nummern programmieren, so dass diese Geräte als kleine ISDN Anlage funktionieren (beispielsweise wenn man nur ein Telfon und ein Fax angeschlossen hat). Dem 701 wird nachgesagt die etwas bessere WLAN Sendeleistung zu haben. Alle Geräte der  700er Serie haben einen eingebauten 4 Port Switch so dass 4 PCs per Kabel angeschlossen werden können. Beide Geräte sind auch schon für VDSL vorbereitet, dazu benötigt man dann aber ein VDSL Modem das vorgeschaltet wird. Für einen IP-Anschluss sind diese Geräte aber nicht mehr geeignet, VoIP läuft nur an einem Annex B Anschluss (also ein Anschluss mit Splitter, was das VoIP irgendwie überflüssig macht).

 

Der Speedport W721V hat, wie der W920V, schon ein VDSL Modem integriert, so das kein zusätzliches Modem vorgeschaltet werden muss. Leider hat aber auch dieses neue Gerät nur 54MBit/s WLAN und unterstützt nicht den 300Mbit/s schnellen n-Standard. Der Speedport W722V hat eine WLAN Schnittstelle mit n-Standard (300MBit/s max.) ebenso wie eine USB Host Schnittstelle (Drucker, Festplatte, UMTS Stick). Das VDSL Modem macht Geschwindigkeiten bis 50MBit/s mit. Allerdings unterstützt dieses Gerät wie der W721V kein Vectoring, also niemals Anschlüsse mit 100 MBit/s. Aber auch langsamere Geschwindigkeiten eben nur dort, wo noch "Legacy VDSL" angeboten wird. Alle Ausbaugebiete seit 2014 sind Vectoring Ausbaugebiete. Dort muss dieser Router durch einen neueren ersetzt werden. 

 

Der Speedport W723V hat zusätzlich zu den Funktionen des W722V noch eine eingebaute DECT Station. Es kann also jedes DECT/GAP fähige Mobilteil angeschlossen werden. Es reicht also, ein Sinus XYZ Pack zu kaufen, da eine eigenständige Basisstation nicht benötigt wird. Die Speedphone 10 Serie läuft sehr gut mit diesem Gerät. Splitterlose Anschlüsse werden ebenfalls unterstützt. 

 

Der Speedport W724V unterstützt den WLAN Standard 802.11ac (1300 MBit/s) sowie den n-Standard mit 450 MBit/s. Auch die 4 LAN Ports sind ab dieser Version mit 1000 MBit/s ausgestattet. Außerdem ist eine zweite USB Schnittstelle verfügbar, und es wird WLAN2Go unterstützt.

 

Zur 900er Serie: Der Speedport W900V besitzt alle Funktionen die auch der W700V besitzt, jedoch hat er noch zusätzlich einen USB Host Anschluss, an den direkt ein Drucker angeschlossen werden kann, der dann als Netzwerkdrucker jedem PC direkt zur Verfügung steht, ohne das ein spezieller PC im Heimnetzwerk eingeschaltet sein muss. An dieses USB Port kann auch ein Stick oder eine USB Festplatte angeschlossen werden so das ein gemeinsamer Datenspeicher zur Verfügung steht. Sehr praktisch ist auch die eingebaute DECT Station, mit der man schnurlose Telefone direkt anmelden und verwalten kann. Optimal passen die ISDN Handgeräte Sinus 300i oder Sius 500i. Andere Mobilteile laufen nur mit Einschränkungen. Des weiteren ist ein digitaler Anrufbeantworter im W900V integriert. Der Speedport W920V kann nicht nur DSL2 Leitungen bis 16Mbit bedienen, sondern hat auch noch ein eingebautes VDSL Modem (also bis zu 50MBit über ein Glasfaser/Kupfer Hybrid Netz).

Der Speedport W920V stellt die VDSL Variante des W900V dar, der USB Port ist laut Homepage hier nur für einen Drucker zugelassen.

Der Speedport W921V hat 1000MBit/s LAN Ports, aber "nur" Unterstüzung für den WLAN Standard n mit 300 MBit/s. Eine DECT Basis ist integriert, die sogar cat-iq unterstützt. Anders als die modernen Geräte der 700er Serie ist hier ein interner S0 Bus verfügbar, was den Umstieg von ISDN auf IP dahingehend erleichtert, dass eine eventuell vorhandene Eumex Anlage (oder eine andere ISDN Anlage) weiterbenutzt werden kann. Dieses Gerät hat  mit einer Spitzen-Leistungsaufnahme von 28 Watt einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch.

 

Zu den Entry/Neo Modellen: Die Entry Modelle sind deutlich günstiger als die 700er Modelle in Kauf und Miete. Dafür unterstützen sie weniger Funktionen, wobei die wichtigsten Funktionen eben doch gehen. Der Entry 1 kann kein VDSL, sondern nur ADSL Anschlüsse bis 16000 KBit/s. Splitterlose Anschlüsse werden unterstützt. WLAN wird mit 300 Mbit/s angeboten, auch hier stehen 4 LAN Anschlüsse zur Verfügung - allerdings ohne Gigabit LAN. Der Entry 1 ist nicht IPTV geeignet und hat nur eine TAE Dose. Also kann nur ein analoges Telefon angeschlossen werden bzw. eines mit mehreren Mobilteilen (wovon nur einer gleichzeitig telefonieren kann). Der Entry 2 hat nur noch 2 100 Mbit/s LAN Buchsen, kann dafür aber VDSL inkl. Vectoring bis 100 Mbit/s. Der Entry 2 hat ebenfalls keine DECT Basis aber immerhin 2 TAE Dosen (also zum Beispiel für 1xTel 1xFax). Eine spannende Alternative ist der Speerport Neo. Er ist sehr klein, hat ein eingebautes Netzteil (hält also schon an der Wandsteckdose, wo man ihn reinsteckt ohne Extra Halterung und Bohren), hat eine LAN Schnittstelle, die Gigabit Ethernet kann und ein schnelles WLAN mit 5 GHz Band Unterstützung. Dem Gerät ist gleich ein Speedphone 10 beigelegt, 4 weitere können angemeldet werden. Der Neo ist IPTV kompatibel. Ebenfalls sehr innovativ: Der Neo hat bereits einen Powerline Adapter eingebaut, so dass nur noch ein weiterer Adapter benötigt wird, wenn man eine Stromnetz-Brücke bauen will.