Phosphat, was es wirklich ist und kaum einer weiß.

106 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Dass Phosphat verantwortlich für Algen ist, kann man überall im Internet lesen und vielleicht noch, dass es durch zuviel Fütterung entstehen kann.

Dass Phosphat sehr wichtig für Fische und Pflanzen ist und vor allem warum, das sollte der Aquarianer auch wissen und dass Null Phosphat auch das Ende der Pflanzen bedeutet. Phosphat in Grenzen halten ist sehr sinnvoll und nötig. Nur aquarichtig sollte es geschehen und nicht einfach einen Phosphatfilter anschliessen und laufen lassen - wichtiges über Phosphat Entfernungs-Möglichkeiten unten und das sollten Sie unbedingt lesen.

Phosphat ist ein wichtiger Bestandteil für die Photosynthese der Pflanzen, sowie zur Bildung von Enzymen und anderen Proteinen. Phosphat verbindet sich mit Zucker und Fett, was die Energie der Pflanze gewährleistet. Noch immer nicht völlig erforscht ist der gesamte biochemische Ablauf aller Substanzen in Verbindung mit Phosphat.

Die Pflanze braucht also das Phosphat, um Energie zu schöpfen, wie die Alge auch und hier liegt der Unterschied zu der niederen Alge und höher entwickelten Pflanze, dass die Alge so gut wie ohne für die Pflanzen wichtigen Spurenelemente auskommen kann und durch viel Phosphat immer mehr Energie bekommt, also sich unter noch weiteren ungünstigen Umständen, wie Redoxpotential usw. schneller als die Pflanze vermehren kann. Siehe unsere Zeolitheinstellung zu diesem Thema.

Im allgemeinen wird in Aquarien ein Phosphatgehalt bis 0,5 mg/l als normal angesehen, wobei nicht nur wir der Meinung sind, dass der Grenzwert bei 0,2 mg/l liegt, was ein Versuch mit einer Cabomba, als schnellwachsende Pflanze belegt. Bei 0,5 mg/l Phosphat wuchs diese um 2 cm. Bei 0,2 mg/l Phosphat wuchs diese unter gleichen Bedingungen und im gleichen Zeitraum um 4 cm! Warum ??? Es liess uns keine Ruhe und wir fanden durch eine wissenschaftliche Srudie heraus, dass eine Überdosierung von Phosphat, demm im allgemeinen, im Aquarium hohen Natriumphosphat, die Aufnahme von wichtigen Spurenelementen für die Pflanze verhindert - besonders Zink, Kalzium, Eisen, Kupfer und Magnesium, weil das Phosphat aus diesen Spurenelementen natürliche Phosphate bildet und dies die Pflanzen zu kurz kommen lässt. Wow, das muss man erstmal wissen, statt des üblichen Blah Blah zu Phosphat, ohne Aussage und wir sind großer Hoffnung, dass wir diese komplette Studie über Pflanzen in den nächsten 4 Wochen veröffentlichen dürfen.

Übrigens ist es im Meerwasser Aquarium nicht anders, denn auch hier hemmt zuviel Phosphat das Wachstum der Korallen und ist verantwortlich für eine Braunfärbung dieser. Auch das Korallensterben ist oft auf das Phosphat zurück zu führen. Aber auch im Meerwasser gilt, dass Phosphat vorhanden sein muss, wenn auch in noch geringerer Menge, als im Süsswasseraquarium. Natürliches Meerwasser hat in der Regel einen Phosphatgehalt von 0,01 mg/l, oder weniger. Leider sind wir im Meerwasser nicht so bewandert, wie in Süsswasser, doch haben wir KOntakt zu einem Meereskundler, welcher Phosphatgehalt in Meerwasser von 0,05 - 0,1 mg/l gut heißt. Für schädlich befindet er Phosphatgehalt von über 0,15 mg/l. 

Nun zu Phosphat Adsorbern, die sicher auch schon viele eingesetzt haben, dafür viel Geld ausgaben und enttäuscht gewesen sind - wie wir auch - dass die Aufnahmekapazität nicht lange anhielt. Leider lässt sich der Phosphat Adsorber nicht regenerieren, doch fanden wir heraus, warum die Leistung immer minderer wurde und wie man die volle Kapazität mit dann zufriedenstellendem Ergebnis nutzen kann. Unsere Kunden erhalten dieses Wissen, denn wir wollen nicht, dass die Abschreiber es sich zunutze machen und es wiedermal als eigene Recherche ausgeben. 

Phosphatentfernung - wie ist es optimal?

Vor allem sollten es keine Phosphat/Nitrat Entferner sein, die ganz einfach mit Kochsalz regeneriert werden, sondern nur Phosphat Adsorber Granulat, weil diese das Phosphat auf natürlichem Wege durch Ausfällung entfernen. Phosphat mit Kochsalz regenerierten Kunstharzen entfernen funktioniert auch, bringt aber im Austausch gegen Phosphat Kochsalz in das Wasser ein. Bekannt ist, wie auch an anderer Stelle von mir beschrieben, dass ein Chlorid = Kochsalz Gehalt von nur 50 mg/l das Pflanzenwachstum stagnieren lässt und ein Gehalt von ab 100 mg/l die Pflanzen sicher vernichtet. Jedes getauschte Phosphat-Ion bringt mit diesen Austauschern ein Kochsalz-Ion in das Aquarienwasser.

Flüssige Phosphatentferner, wie jetzt auch oft angeboten, halten wir nicht für sinnvoll, denn diese bestehen aus zweiwertigem Eisen, welche das Phosphat bindet und zu Eisensulfat wird, was meist auch eine Wassertrübung mit sich bringt. Nachteil dieser Methode ist, dass dieses Eisenphosphat nicht abgebaut wird, sondern im Aquarium verbleibt und sogar wieder durch Bakterien zu Phosphat reaktiviert werden kann, wie zu dem Eisen in der Zeolitheinstellung beschrieben.

Einzig und alleine kann man Phosphat ohne Schaden mit den Adsorbern oder aber mit entmineralisiertem/destilierten Wasser ( unsere Kati und Ani ) entfernen. Auch eine Entfernung durch vollbiologische Filterung durch Bakterien ist möglich, was aber sehr langwierig ist und viel von dem richtigen Filtermaterial abhängt. Unser Zeolith hat sich hierbei durch seine Alluminium Verbindungen am geeignetesten erwiesen, weshalb wir vollbiologische Filterung auf Langzeit und mechanische Filterung mit Zeolith unbedingt empfehlen.

Wir stellten einige günstige Phosphat Filter zum kleinen Preis in unserem Shop ein, die durchaus sehr zufriedenstellende Ergebnisse bringen. Das Higligth sind aber die Phosphatfilter, die wir in Zusammenarbeit mit Aquatechnic entwickelten, weil diese ideal zur optimalen Kapazitätsausbeute der Adsorber sind und eine echte Innovation auf diesem Gebiet. 

Es gibt auch über das Phosphat einen Roman zu schreiben, doch will ich mich auf das wesentlichste beschränken und Sie noch wissen lassen, wie Phosphat in das Aquarium kommt, denn auch hier ist etwas dabei, was viele nicht wissen, oder verschwiegen bekommen. 

Bekannt ist, dass Phosphat durch Fischfutter und Fischausscheidungen in das Wasser gelangt. Auch abgestorbene Pflanzenblätter bringen Phosphat in das Wasser, weshalb man diese nicht schwimmen lassen, sondern entfernen sollte. Besonders Frostfutter bringt sehr viel Phosphat in das Becken, weshalb man Frostfutter immer erst mit einem feinen Teesieb unter der Wasserleitung spülen sollte.

Was bringt aber noch immens Phosphat in das Wasser ein ? Sie werden es nicht glauben, doch können Sie es messen, denn das ist Torffilterung oder Zugabe von flüssigen Torfpräparaten, die Fischen und Wasser gut tun sollen. Leider habe ich keine Genehmigung zu schreiben, wie sich zuviel Phosphat auch auf die Fische auswirken kann, doch bin ich zuversichtlich, dass ich diese bekomme. 

Vorsichtig muss ich nämlich sein, denn seit ich aquarichtig aufkläre bekam ich schon einige Anzeigen bei der Wettbewerbszentrale und anderen Stellen, bis Verstoss gegen das Urheberecht, der aber keiner war, da ich die Genehmigungen zur teilweisen Veröffentlichung hatte. Darum auch hier der rechtliche Hinweis, dass ich mich bei den Ausführungen oben auf das Urheberrecht berufe und Abdruck zur gewerblichen Nutzung untersage, auch wenn ich nur Kurzfassung veröffentlichen durfte.  

Letztlich noch, dass Sie auch Ihren Dünger prüfen sollten, denn wir testeten viele Dünger, mit dem unglaublichen Ergebnis, dass diese zum Teil sehr viel Nitrat und Phosphat enthielten und davon haben wir im Aquarium leider meist viel zuviel.

Ihre Petra Olbort  

Weitere Ratgeber erkunden