Kauf einer Taschenlampe mit Akku 18650

39 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
In den letzten Jahren tauchen mehr und mehr LED - Taschenlampen, die entweder durch 2 Batterien CR123, oder einen 18650 Akku betrieben werden. 
Der Vorteil der 18650 Li-Ion Akku gegenüber AA Akkus Ni-Mh ist eindeutig:
1. Höhere Spanung: 3,6 V gegenüber 1,2 V
2. Höhere Energiedichte
3. Geringere Selbstentladung
Um dieselbe Spanung und Kapazität aus Ni-Mh zu bekommen, braucht man mehr Gewicht und großere Fläche. Daher tendieren sehr viele nahmhafte Hersteller wie Fenix, Led Lenser, EagleTac etc., den 18650 Li-Ion Akku einzusetzen.
Nur im Bereich des Ladezyklus hat die Ni-Mh Technologie die Nase vorn. Sanyo verspricht mit eneloop 1500 Ladezyklen, wobei eine 18650 Zelle vom Markenhersteller (Sanyo, Panasonic, Samsung) schafft so im Schnitt 300 Ladezyklen.
Dieser Markt ist im Kommen und wird mittlerweile leider missbraucht:
1. Die 18650 ist eine Industriezelle und der Einsatz im Consumer Bereich bedarf einen Schutz gegen Überladung, Tiefladung (sog. PCB, oder IC-Protection). In den meisten Industrieanwendungen in sog. Akkupacks reguliert die Elektronik das Auf- und Entladen. Billigangebote aus China sind nicht nur qualitativ mangelhaft, sondern auch gefeährlich. Man kann in youtube genügende Beispiele finden, wie so ein Akku im Fall einer Überladung in Flammen geht!
2. Ein Akku 18650 von Markenherstellern mit einer Kapazität von 2050 mAh - 3000 mAh beginnt bei einem Preis von 5,50€. Erstellung von PCB kostet so im Schnitt noch 1,50€ -2,00€ dazu. Mit weiteren Distributions-, Vertrieb- und Transportkosten darf der Preis für den Endverbraucher nicht unter 12€ liegen (Kapazität von 2050 mAh). Für Leistungsstarken Akku mit 2600 mAh sogar 19€ -20€. Unterhalb dieser Preisspanne findet man in der Regel nur China-Schrott, oder sog. B-Grade und C-Grade Akkus. Es handelt sich dabei um gebrauchte Akkus, die wieder verwertet und verwendet werden. Von den versprochenen 300 Ladezyklen bleibt im besten Fall die Hälfte!
3. Überzogene Kapazität...neulich habe ich ein Angebot für 18650 Akku von Ultrafire mit 4000 mAh in eBay gesehen! Da die Markenhersteller es nicht mehr als 3200 mAh schaffen, ist dieser Wert natürlich überzogen und irreführend! Ultrafire, übrigens, ist dafür bekannt, B-Grade und C-Grade 18650 Akkus von der Industrie zu kaufen, mit PCB zu bestücken (nicht immer) und als Accessories für Taschenlampen zu verkaufen.

Daher kann ich euch ein paar Tips geben:

1. 18650 nur mit PCB kaufen - die Versicherung wird euch nicht erstatten, wenn ihr einen falschen Akku verwendet.
2. Auf dem Preis achten - billige Preise bedeuten auch schlechte Qualität
3. Überzogene Versprechungen ignorieren - ein 18650 Akku kann noch keine Kapazität von über 3200 mAh leisten. Ebenso sind Versprechungen von 500, 1000 und 1500 Ladezyklen überzogen und nicht wahr.

Viel Spaß
Weitere Ratgeber erkunden