Darauf sollten Eltern beim Kauf von Matratzen für Babybetten achten

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Darauf sollten Eltern beim Kauf von Matratzen für Babybetten achten

Ein Baby verbringt mehr als die Hälfte des Tages schlafend. Damit der kleine Liebling wirklich erholt in den Tag starten und die Welt erkunden kann, ist die Auswahl der richtigen Matratze für das Babybett besonders wichtig.

Wie findet man die richtige Matratze?

Das Angebot an Matratzen für Babybetten ist groß, doch bei der Wahl der richtigen Matratze sollten einige Faktoren berücksichtigt werden. So ist beispielsweise die optimale Ausrichtung der Wirbelsäule besonders wichtig, denn gerade bei Babys kann eine ungesunde Schlafhaltung im schlimmsten Fall zu dauerhaften Langzeitschäden führen. Eine qualitativ hochwertige Matratze passt sich der Körperform des Kindes ergonomisch an, ohne dass es dabei zu tief einsinkt. So soll die Wirbelsäule während des erholsamen Schlafes in der optimalen S-Form bleiben. Besonders wichtig zu wissen: Die Wirbelsäule eines Neugeborenen ist noch nicht in der Doppel-S-Form gekrümmt. Die natürliche Krümmung entwickelt sich erst innerhalb des ersten Lebensjahres.

Weiterhin sollen die Matratzen den kleinen Körper stützen. Sie dürfen also nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Da sich ein Baby viel bewegt, sollte eine Matratze im Gitterbettchen auch nach längerer Beanspruchung elastisch und stabil bleiben. Dreht sich das Baby auf die Seite, darf es mit den Schultern nicht so tief in die Matratze einsinken, wie es bei Erwachsenen der Fall ist. Konkret formuliert: Der kleine Körper sollte nicht mehr als zwei Zentimeter einsinken können. Die Randzone sollte außerdem verhärtet sein, damit das Kind bei den ersten Krabbel- oder Stehversuchen im Bett nicht abrutschen kann. Der sogenannte Trittrahmen verhindert zudem, dass die kleinen Füße oder der Kopf zwischen den Gitterstäben eingeklemmt werden. Ein Neugeborenes ist übrigens die Enge aus dem Mutterleib gewöhnt und freut sich entsprechend über ein begrenztes kleineres Bett – das kann beispielsweise eine Wiege, ein Stubenwagen oder ein Beistellbett sein.

Unterschiedliche Materialien

Zusammen mit einem guten Lattenrost und einem geeigneten Babybett kann die richtige Matratze den gesunden Schlaf des Babys fördern. Die unterschiedlichen Materialien, aus denen Matratzen hergestellt werden, zeichnen sich dabei durch ganz verschiedene Eigenschaften aus, die im Folgenden erläutert werden sollen.

Latexmatratzen

Matratzen aus Latex werden häufig in einem speziellen Verfahren aus Naturlatex hergestellt. Dabei wird die Milch des Gummi- oder Kautschukbaumes vulkanisiert. Latexmatratzen zeichnen sich durch eine besonders gute Punktelastizität aus. Zudem sind sie atmungsaktiv und gleichen die Temperatur des kleinen Schläfers aus. Ein weiterer Pluspunkt: Das Material hat eine antiseptische Wirkung, wodurch die Belastung durch Bakterien und Hausstaubmilben reduziert wird.

Federkernmatratzen

Diese Matratzen haben einen Stahlfederkern, über dem verschiedene Materialien als Polsterung dienen. Sie zeichnen sich durch ein gutes Raumklima aus, da die im Schlaf abgegebene Feuchtigkeit des Babys schnell an die Außenumgebung weitergeleitet wird. Für Babys mit einer Allergiegefährdung ist eine Federkernmatratze allerdings weniger empfehlenswert, da sie über eine offenporige Oberfläche verfügt. Dadurch können sich Hautschuppen und dementsprechend Hausstaubmilben leichter einnisten. Zudem nimmt sie Feuchtigkeit und Flüssigkeiten vergleichsweise schnell auf, sodass sie dem hygienischen Anspruch nicht unbedingt Rechnung trägt. Wer sich für eine Federkernmatratze entscheidet, sollte zusätzlich einen entsprechenden Matratzenschoner verwenden.

Kaltschaummatratzen

Bei Kaltschaummatratzen sollten Eltern darauf achten, dass das Raumgewicht möglichst hoch ist. Dieses gibt an, wie viel Schaumrohmasse pro Quadratmeter verwendet wurde. Dieser Wert sollte mindestens 35 betragen – es sollten also nicht weniger als 35 Kilogramm Rohmasse pro Quadratmeter sein. Bei günstigeren Varianten ist oftmals das Raumgewicht niedriger, aber der sogenannte Strauchwert höher. Das ist für den Liegekomfort gleichermaßen ausreichend. Kaltschaummatratzen sind ebenfalls sehr luftdurchlässig und verfügen über einen Nässestopp.

Naturfasermatratzen

Matratzen aus Naturfasern werden aus Rosshaar, Schafwolle, Kokos oder Hanf hergestellt. Sie verfügen über eine gute Feuchtigkeitsregulierung. Das verwendete Naturmaterial hat zudem besondere Eigenschaften: So gilt beispielsweise das Lanolin (Wollfett) in einer Schafwollmatratze als heilend. Hanf wiederum weist Schmutz ab und reduziert die Keimbelastung.

Babymatratzen im Test

Das bekannte Verbraucherportal Stiftung Warentest hat sich des Themas ebenfalls bereits mehrfach angenommen und Babymatratzen ausführlich getestet. Zwar sind nicht alle Ergebnisse perfekt, aber Eltern können beruhigt sein: Alle geprüften Matratzen erfüllten die Ansprüche in puncto Liegeeigenschaften. Auch das Gewicht sowie die Größe waren im Testlabor nicht von Bedeutung, da sowohl Babys als auch Kleinkinder gleich tief in die getestete Matratze einsanken.

Allerdings weist das Verbraucherportal darauf hin, dass nicht alle Werbeaussagen der Hersteller relevant seien. Eine Wendematratze mit zwei unterschiedlichen Seiten sei beispielsweise überflüssig, da sich das Gewicht eines Kleinkindes auf eine größere Fläche verteilt und somit ein anderer Härtegrad nicht nötig ist.

Der Wechsel von der Wiege ins Kinderbett

In den ersten Lebensmonaten ist ein Baby im Beistellbett oder einer Wiege besonders gut aufgehoben, da es sich hier am wohlsten fühlt. Die Begrenzung erinnert das Baby an die vorgeburtliche Zeit im Bauch der Mutter. Mit etwa einem halben Jahr allerdings steht der Wechsel ins Kinderbett an. Auch hier gelten dieselben Auswahlkriterien für die Matratze: Sie sollte besonders formstabil sein und über eine gute Feuchtigkeitsregulierung verfügen. Ideal sind jetzt auch ein Nässeschutz und ein abnehmbarer Bezug, der bei Bedarf gewaschen werden kann. Da das Kind noch einige Jahre auf der Matratze schlafen wird, sollten nach oben und unten jeweils mindestens fünfzehn Zentimeter Platz sein. Auch die Bettwäsche wird jetzt eine Nummer größer benötigt.

Vor der Benutzung auslüften lassen

Einige Matratzen sind mit gesundheitsgefährdenden Stoffen belastet. So wurden in Testlaboren nach dem Öffnen der Verpackung Stoffe wie Trichlorethen oder Tetrachlorethen gemessen. Daher gilt bei einem Kauf: Lassen Sie die neu gekaufte Matratze am besten ein bis zwei Tage bei geöffnetem Fenster auslüften. Teilweise kann man die Stoffe bereits so riechen. Aber keine Sorge: Grund dafür sind zwar organische Verbindungen, allerdings verfliegen diese mit der Zeit von allein. Eine unmittelbare Gefahr für das Baby besteht glücklicherweise nicht.

Tipps für Babys mit einer Allergiegefährdung

Hat mindestens ein Elternteil Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen, ist das Risiko beim Baby ebenfalls bereits erhöht. Da sich Hausstaubmilben besonders gerne in Matratzen aufhalten, sollten Eltern in diesem Fall auf Matratzen aus Materialien mit tierischem Eiweiß (zum Beispiel Rosshaar) verzichten. Empfehlenswert sind hingegen Matratzen mit einem antibakteriellen Bezug, der die Allergene reduziert. Sie verhindern das Einnisten von Schimmel sowie Bakterien und entziehen damit den Milben die Lebensgrundlage. Solche Bezüge sollten ungefähr alle zwei Monate bei 60 Grad gewaschen werden. Besonders wichtig sind auch die atmungsaktiven Klimaeigenschaften der Matratze, da sie für ein trockenes Schlafklima sorgen. Ein spezieller Allergikerhinweis garantiert die Verwendung schadstoffarmer Materialien. Diese enthalten weniger Inhaltsstoffe, auf die das Immunsystem des Babys abwehrend reagieren kann. Auch auf das Testsiegel für textiles Vertrauen sollte geachtet werden. Dieses Prüfsiegel zertifiziert Textilien in besonderer Weise: Sie sind unter anderem frei von allergieauslösenden Farbstoffen und weisen höchstens einen Minimalwert beim Formaldehyd auf. Die Überprüfung erfolgt durch 14 renommierte Textilforschungs- und Prüfungsinstitute in Europa und Japan. So können Sie sicher sein, dass das Siegel nur an gesundheitlich einwandfreie Produkte vergeben wird.

Fazit

Das Angebot an Matratzen ist bei eBay von beachtlichem Ausmaß. Die Vielfalt besteht nicht nur in der Größenauswahl, sondern auch in der Beschaffenheit des verwendeten Materials. Wer sich bewusst für Qualität entscheidet, achtet vor allem auf die atmungs- und klimaaktiven Eigenschaften der Babymatratze. Denn so können Sie sicher sein, dass Ihr kleiner Liebling geborgen und geschützt schlafen kann.

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