Bettdecken für Kinder: worauf Sie bei der Auswahl von Decken für Kinderbetten achten sollten

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Bettdecken für Kinder: worauf Sie bei der Auswahl von Decken für Kinderbetten achten sollten

Ein ausgiebiger Schlaf bringt Ruhe und Kraft für den nächsten Tag. Gerade bei Kindern ist diese Erholungsphase in der Nacht besonders wichtig. Sie verarbeiten die Erlebnisse des Tages und stärken wieder ihre Abwehrkräfte. Kleinkinder verbringen zwischen 10 und 13 Stunden täglich im Bett. Bei Babys sind es sogar 16 Stunden und mehr. Grund genug, um für die richtige Matratze und vor allem die passende Bettdecke zu sorgen. Bettdecken halten warm und geben ein Stück Geborgenheit. Eng umschlossen erinnern sich die Kleinen an das Gefühl in Mamas Bauch zurück und schlafen deutlich behutsamer. Im Sommer soll die Decke ebenso schützen, darf jedoch nicht zu warm sein. Hier gibt es Modelle, die für alle Jahreszeiten verwendbar sind und sich den Umgebungstemperaturen anpassen. Manche Eltern schwören auf wechselbare Decken, die speziell auf Sommer oder Winter ausgelegt sind. Daneben sollten beim Kauf Materialien und Größen der Bettdecken beachtet werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über die verschiedenen Decken für Kinderbetten und wodurch sich Qualitätsware auszeichnet.

Bettdecke oder Schlafsack – ab welchem Alter Decken benötigt werden

Neugeborene und ältere Babys sollten nicht mit einer Decke gebettet werden. Hier kommt ein Schlafsack zum Einsatz. Er reduziert die Erstickungsgefahr deutlich und kann dem plötzlichen Kindstod vorbeugen. Durch Bewegungen des Babys rutscht die Decke schnell ins Gesicht und es ist nicht selbst in der Lage, diese wieder zu entfernen. Auch ein Kopfkissen ist unter einem Jahr noch nicht nötig. Die Wirbelsäule von kleinen Kindern ist relativ gerade geformt, sodass sie flach auf der Matratze aufliegen. Das Kopfkissen dient uns Erwachsenen als Stütze, die hier noch nicht erforderlich ist. Schlafsäcke gibt es in unterschiedlichen Materialien für den Einsatz im Sommer und im Winter. Die Wintermodelle sind deutlich dicker und besitzen Ärmel. Für den Sommer sind keine Ärmel notwendig. Ab etwa einem Jahr sind Babys so mobil, dass sie sich hinsetzen, hinstellen oder gar den Schlafsack öffnen. Sie bemerken schnell, wann ihr Nachwuchs bereit für eine eigene Decke mit Kopfkissen ist. Stellt sich nur die Frage nach der Größe und der Beschaffenheit.

Wie groß muss die Bettdecke für Kinder sein?

Die richtige Größe ist ein wichtiges Kriterium für die Kinderbettdecke. In Deutschland hat sich für Erwachsene die Normgröße von 135 cm x 200 cm durchgesetzt. Für Kinder sind diese Decke deutlich zu groß und viel zu schwer. Sie schränken die Bewegungsfreiheit ein und können sogar ein Kälteempfinden verursachen, da sie sich nicht vollständig erwärmen. Entscheiden Sie sich deshalb für spezielle Kinderbettdecken. Sie ist etwa 100 cm x 135 cm groß, damit sie bequem ins Kinderbett passt. Gitterbetten oder Kinderbetten besitzen meist eine Größe von 70 cm x 140 cm und genügen bis zum Alter von etwa 10 Jahren. Wird ihr Nachwuchs zu groß für Bett oder Decke muss umgerüstet werden. Andernfalls riskieren Sie kalte Füße und Zehen, die den Schlaf enorm stören. Die passenden Kinderkopfkissen zu diesen Decken sind 40 x 60 Zentimeter groß. Erst später benötigen die Kinder ein klassisches Kopfkissen mit den Maßen von 80 cm x 80 cm. Manche Kinder schwören auf die halbe Variante von 40 x 80 Zentimetern. Richten Sie die Auswahl hier ganz nach dem Wohlbefinden des Kindes.

Daunen, Naturhaar oder synthetische Faser – diese Füllungen sind möglich

Füllmaterial und Füllmenge sind weitere Aspekte bei Zudecken. Danach richtet sich der Einsatz in den verschiedenen Jahreszeiten oder die Reinigung. Anbei erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Materialien:

  • Federbett
  • Decken mit Naturhaar (z.B. Schurwolle)
  • Synthetische Faserfüllung
  • Faserfüllung aus nachwachsenden Rohstoffen

Kinder dürfen unter ihrer Decke weder frieren noch schwitzen. Die Wärmeregulierung und das Schwitzen funktionieren bei kleineren Kindern noch nicht so gut, sodass sie bei dickerem Zudecken schneller überhitzen können. Andererseits erzeugen sie durch ihr geringes Körpergewicht deutlich weniger Wärme als Erwachsene. Im Sommer ist es wichtig, dass die Feuchtigkeit von der Decke nach außen geleitet und an den Raum abgegeben wird. Sie darf dabei weder klamm noch feucht wirken. Zugleich bestimmen die Fasern, wie anschmiegsam sich die Decke anfühlt. In den folgenden Abschnitten sind die einzelnen Materialien noch genauer erklärt.

Das Federbett ist ein beliebter Klassiker

Das Federbett ist als kuschelige und warme Zudecke in der kalten Jahreszeit beliebt. Es speichert die Wärme des Körpers optimal und ist anschmiegsam. Achten Sie beim Kauf einer solchen Decke auf den Anteil der Daunen. Je mehr Daunen in der Decke enthalten sind, desto leichter ist sie. Ältere oder günstige Federbetten können sehr schwer sein und dem Kind die Bewegungsfreiheit beim Schlafen einschränken. Qualitativ gesehen sind Gänsedaunen hochwertiger als die Daunen von Enten. Eine Winterdecke sollte deshalb zu mindestens 90 Prozent aus Gänsedaunen bestehen. Neue Federbetten sind speziell gesteppt. Damit verrutschen die Daunen nicht ans Fußende während des Schlafens. Der Oberkörper kühlt nicht aus und die Wärme bleibt die ganze Nacht erhalten. Einziger Nachteil dieser Betten: Die Reinigung ist komplizierter. Alle drei bis vier Jahre sollten Sie ein Federbett professionell reinigen lassen. Nur so behält es auch die wärmenden Eigenschaften und ist optimal für den Winter geeignet.

Synthetische Faserfüllung für verschiedene Wärmestufen nutzen

Deutlich kostengünstiger sind Decken mit einer synthetischen Faserfüllung. Das Angebot solcher Faserdecken ist sehr groß und unterscheidet sich in Dicke der Decke und Qualität. Verantwortlich dafür sind die verschiedenen verwendeten Fasern. Manche davon besitzen eine enorme Bauschkraft und eignen sich deshalb gut für den Winter. Andere Fasern sind klimaregulierend und werden in Sommerdecken verwendet. Je nach Füllung richtet sich der Transport von entstehender Feuchtigkeit beim Schlafen und wärmenden oder kühlenden Eigenschaften. Deutlicher Vorteil ist die Waschbeständigkeit dieser Materialien. Teilweise lassen sich die Decken bis zu 60 °C heiß in der Maschine waschen und sind auch für Allergiker einsatzbereit.

Decken aus Naturhaar oder nachwachsender Faserfüllung

Naturhaar-Decken sind beispielsweise mit Schurwolle oder anderen Tierhaaren versehen. Damit erreichen sie eine hohe Aufnahme von Feuchtigkeit, da Sie bis zu 40 Prozent ihres eigenen Gewichts tragen. Dennoch fühlt sich die Decke nicht nass oder klamm an. Schwitzt ihr Kinder sehr stark, ist diese Decke gut geeignet. Faserdecken aus natürlichen Rohstoffen bestehen beispielsweise aus Zellulose. Das Material schont dabei die Umwelt und ist ebenso bei 60 °C waschbar. Dank der guten Feuchtigkeitsaufnahme sind die Decken auch für den Sommer geeignet. Sorgen Sie dafür, dass die Decken nach dem Waschen gut trocknen können. Andernfalls riskieren Sie Stockflecken oder andere Flecken, die sichtbar bleiben.

Vorteile von Kombi-Decken oder 4-Jahreszeiten-Decken

Bei diesen Modellen handelt es sich um sogenannte 4-Jahreszeiten-Decken. Sie überzeugen mit ihrer Flexibilität und können zu jeder Jahreszeit verwendet werden. Die Zudecke besteht dabei aus zwei verschiedenen Teilen. Eine Decke ist für den Sommer geeignet und bietet eine deutlich dünnere Füllung. Die andere Decke ist mit dickerem Material gesteppt und eignet sich für die Übergangsphase im Frühjahr und im Herbst. Knöpft man beide Decken zusammen erhalten Sie die Variante für den Winter. Mit ansprechender Kinderbettwäsche überzogen ist nicht zu merken, dass es sich im Grunde um zwei separate Decken handelt. Sie sind so gut miteinander verbunden und harmonieren, dass sie beim Schlafen als eine Decke wahrgenommen werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich die Oberflächen der beiden Decken nicht zu glatt anfühlen. Andererseits rutschen sie möglicherweise aufeinander und behalten auch in der Nacht nicht ihre Form. Das Ergebnis ist eine verrutschte Decke innerhalb des Bezuges, die nicht mehr ausreichend wärmt. Auch Kinder bewegen sich im Schlaf viel und benötigen deshalb eine sichere und robuste Decke.

Kombi-Decken bestehen nur aus einem Teil und passen sich der jeweiligen Temperatur an. Der Stoff kann im Sommer kühlen und die Füllung im Winter wärmen. Großer Vorteil hierbei ist, dass Sie nicht zwei verschiedene Decken für ihren Nachwuchs im Kinderzimmer aufbewahren müssen. Eine andere Variante ist der Kauf von zwei verschiedenen Decken. Viele Eltern setzen im Winter auf ein Federbett, um dem Kind die nötige Wärme zu bieten. Im Sommer gibt es eine separate Decke aus dünnen Fasern. Der einzige Nachteil hierbei ist, dass sich die Decke in den Übergangszeiten zu warm oder zu kalt anfühlen könnte.

Worauf sollte man beim Kauf einer Kinderbettdecke noch achten?

Kopfkissen und Decken sollten sehr streng auf Schadstoffe hin kontrolliert sein. Bestimmte Siegel geben Auskunft darüber. Allergiker sind davon besonders betroffen und benötigen reine Materialien, die bei einer hohen Temperatur gewaschen werden dürfen. Achten Sie darauf, dass die Decken einen Waschgang von mindestens 60 °C vertragen. Hochwertige Decken kommen ohne optischen Aufheller aus und sind als allergieneutral gekennzeichnet. Diese Reinheit hat ihren Preis, da die Decken meist in einer höheren Preisklasse liegen. Passend zur Decke ist auch das Kopfkissen zu wählen. Es muss die Halswirbelsäule entlasten und das Überdehnen der Nackenmuskeln verhindern.

Manche Hersteller teilen ihre Bettdecken in verschiedene Wärmeklassen ein. Ganzjahresdecken sind dabei in Räumen geeignet, die eine relativ konstante Temperatur besitzen. Sie werden meist unter der Wärmklasse 3 geführt. Gerade für Kinder ist die konstante Temperatur im Schlafzimmer sehr wichtig. Die Kleinen reagieren auf die Umgebungstemperatur eher verlangsamt und können ihren Körper nicht so schnell anpassen, wie es bei Erwachsenen der Fall ist. Für die Wärmeproduktion ist beim Menschen das Körpergewicht zuständig. Bei Kindern muss die Wärmeisolationsklasse entsprechend hoch liegen und an die Umgebungstemperatur im Raum angepasst sein. Nur so kühlt der kleine Körper unter der Decke nicht aus. Bestenfalls besitzt das Schlafzimmer Temperaturen um die 16 °C ganzjährig.