Winterhilfswerk – Erinnerungen an die wohltätige Stiftung

Das im Jahre 1936 gegründete Winterhilfswerk des Deutschen Volkes stammt nach geläufiger Meinung aus der Zeit des Nationalsozialismus. Dies ist aber nicht ganz korrekt, wie wir feststellen werden. Es war ursprünglich als Stiftung öffentlichen Rechts gegründet worden, um Sach- und Geldspenden für bedürftige 'Volksgenossen' zu sammeln. Diese Spenden kamen entweder unmittelbar oder über Nebenorganisationen der 'Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt' zugute. Sie sollte als Nothilfeaktion schnell sichtbare Erfolge bei der Bekämpfung der Folgen von Arbeitslosigkeit und Armut vorweisen. Produziert wurden auch verschiedene Artikel, die sich heute als Sammlerobjekte eignen. Es handelt sich nicht um nationalsozialistische Symbole im rechtlichen Sinne, sondern diese Produkte sollen vielmehr die Hilfsbereitschaft der deutschen Bürger bezeugen. Darunter finden sich zum Beispiel Abzeichen des deutschen Winterhilfswerkes oder Konvolute der verschiedenen Abzeichen. Vielfach stammen die Artikel auch aus dem Nachlass von verstorbenen Bürgern. Es sind unter anderem auch Abzeichen von Diensthabenden des Winterhilfswerks des Deutschen Volkes unter den verkauften Stücken.

Was ist besonders wissenswert in Bezug auf das Winterhilfswerk?

Es ist sehr wichtig, wesentliche Unterschiede zur Ideologie des Nationalsozialismus zu erkennen. Das Winterhilfswerk ist nämlich gar keine Erfindung der Machthaber des Deutschen Reiches. Es entstammt eigentlich der Idee, den Rekruten nach dem Ersten Weltkrieg zu helfen. Damit wurde es zu den gekannten Dimensionen ausgebaut. Eigentlich war der Ansporn der verlorene 1. Weltkrieg und die Verpflichtungen gegenüber Versehrten des Krieges. Geschichtlich betrachtet stammt die Gründung des Winterhilfswerks des Deutschen Volkes auch aus der Ära vor Adolf Hitler. Gerade in den Jahren 1922–1923 stieg die Inflation stark an. Dies war auch im Zusammenhang mit dem Versailler Vertrag zu sehen. Durch den Anstieg der Inflation kam es zu Notständen in der deutschen Bevölkerung. Es kam auch zu den allergrößten Ausmaßen bei den Versehrten des Krieges.

Wie ist das Winterhilfswerk mit anderen Organisationen verflochten?

Das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes war auch keine eigenständige Organisation. Sie schloss sich mit der staatlichen Wohlfahrt zusammen. Dies war eine seit dem Jahre 1924 tätige Organisation und unter dem Begriff der "Deutschen Nothilfe" bekannt.

Darunter war auch der "Caritasverband" und das "Deutsche Rote Kreuz". Als Organisation gemeinsam organisierte man Sammlungen von Spenden, um sie an Notleidende zu verteilen. Diese Mittel wurden gesammelt und dann verteilt. Es sollte auf diese Weise eine unkomplizierte Hilfe in dringlichen Fällen möglich werden. Um diese leisten zu können, wurde das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes auch nach den Jahren 1933 fortgeführt. Dadurch kam es fälschlicherweise dazu, das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes als 'Nazi-Organisation' einzustufen. Die angebotenen Abzeichen sind demnach auch nicht in diesem Sinne zu sehen.