Rohrbegleitheizung – der beste Freund einer Wasserleitung im Winter

Die kalte Jahreszeit stellt uns alle immer wieder aufs Neue vor Herausforderungen und Probleme. Doch nicht nur der Mensch hat zuweilen mit zu niedrigen Temperaturen zu kämpfen. Auch so manches Material mag sich mit dem Winter so gar nicht anfreunden. Sobald die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sind, beginnen sie, die Probleme. Das Auto springt nicht an oder womöglich bekommen Sie auch gar nicht erst die Türen auf. Nicht selten nämlich setzen eisige Temperaturen auch vielen Schlössern derart zu, dass sie schlichtweg ihren Dienst verweigern. Neuralgische Stellen sind auch immer wieder diverse Wasserleitungen.

Warum sind Wasserleitungen betroffen?

Leitungen, die Wasser von A nach B transportieren sollen, sind meist an Orten verlegt, an denen sich im Winter die Kälte besonders bemerkbar macht. Nicht selten ist schon der Boden so gefroren, dass die darunter verlegten Wasserleitungen der Kälte einfach nicht trotzen können. Auch der feuchte und kalte Keller, durch den Leitungen wie diese häufig laufen, lässt den Frost erbarmungslos zuschlagen. In manchen Fällen sind gewisse Leitungen in Außenbereichen sogar überirdisch verlegt und sind der Kälte damit quasi schutzlos ausgeliefert. Die Folgen können verheerend sein. Eine mangelnde Wasserversorgung durch eingefrorenes Wasser ist hier noch das geringere Übel. Unter Umständen nämlich kann es auch dazu kommen, dass durch die Kälteeinwirkung Ihre Wasserleitung an einer bestimmten Stelle schlicht und einfach platzt.

Wie funktioniert eine Rohrbegleitheizung?

Im Grunde ist eine sogenannte Rohrbegleitheizung nichts anderes als eine elektrische Heizleitung, die um die Rohre gelegt wird. Zumeist besteht eine solche Leitung aus einer Kunststoffhülle, in der sich eingearbeitete Kohlenstoffteilchen befinden. Diese bilden Strompfade zwischen den parallelen Kupferleitern. Bei Hitze erfolgt eine Ausdehnung des Kunststoffes, was dazu führt, dass sich die einzelnen Kohlenstoffpartikel voneinander entfernen, was wiederum eine Unterbrechung der Strompfade zur Folge hat. Die Heizleitung wärmt somit nicht mehr. Bei fallenden Temperaturen spielt sich der ganze Prozess andersherum ab. Die Teilchen ziehen sich wieder zusammen, die Strompfade werden wieder hergestellt und es kann erneut Wärme produziert werden.

Was sollte man bei einer Rohrbegleitheizung beachten?

Eines der Hauptkriterien ist natürlich die Länge. Da es Rohrbegleitheizungen in unterschiedlicher Länge gibt, sollten Sie bereits im Vorfeld sicherstellen, dass Sie ein Modell besorgen, das die Länge der betroffenen Leitung vollständig abdecken kann. Wenn der letzte halbe Meter der Leitung einfriert, stehen Sie schließlich auch wieder ohne Wasser da. Weitere Punkte sind die Temperatur, bis zu der die Rohrbegleitheizung Ihre Wasserleitungen schützt, die Eignung für einen bestimmten Durchmesser sowie das VDE-Prüfzeichen.