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Modellbahnen der Spur S: mehr als DDR-Nostalgie

Modellbahnen der Spur S weisen einen Maßstab von 1:64 auf und fahren auf Schienen mit einer Spurweite von 22,5 mm. Von dieser kontinentaleuropäischen Normierung weicht die nordamerikanische um genau 1 Millimeter ab. Loks und Waggons der Spur S aus den USA sind nur mit Einschränkung kompatibel zu den Gleismaterialien für Modellbahnen der Spur S aus Europa.

Woher stammen die Modellbahnen der Spurweite S?

Als Hersteller für Modellbahnen der Spur S traten in Deutschland zwei Hersteller in Erscheinung: das Unternehmen VEB Metallwarenfabrik Stadtilm der ehemaligen DDR und das Nürnberger Unternehmen Karl Bub Spielzeugeisenbahnen. Das 1966 aufgelöste Nürnberger Unternehmen nahm die Produktion von Spur-S-Bahnen im Jahre 1948 auf, in der ehemaligen DDR produzierte der volkseigene Betrieb von 1956 bis 1964. Zeitweilig produzierte mit der Metallspielwarenfabrik Weimar noch ein drittes Unternehmen einige vereinfachte Züge, Teile und Zubehör für Modellbahnen der Spur S. Am weitesten verbreitet sind bis heute die Erzeugnisse des VEB Stadtilm. Sie gelten unter Sammlern als die eigentlichen Spur-S-Originale. Der US-amerikanische Unternehmen A.C. Gilbert produzierte bereits ab 1938 nach dem Aufkauf des angeschlagenen Spielzeugherstellers American Flyer Spur-S-Modellbahnen, bevor es 1967 ebenfalls aufgeben musste. Modellbahnen im Verhältnis 1:64 werden außerhalb Deutschlands noch immer produziert. Allerdings neigen diese Bahnen aufgrund der geringfügigen Abweichung von der deutschen Spurweite zum Entgleisen.

Was ist typisch für Modellbahnen der Spur S?

Die Fahrwerke der deutschen Bahnen bestehen grundsätzlich aus Metall. Während die Waggons aus Blech gefertigt und bedruckt wurden, kam für die Gehäuse der Lokomotiven Kunststoff zum Einsatz. Als wertvolle Zeitdokumente gelten Stadtilm-Modellbahnen, die mit vollständig erhaltener Original-Verpackung angeboten werden. Die Umkartons aus den ersten Produktionsjahren sind sehr schlicht im einfarbigen Druck rot auf Weiß, später blau auf Weiß gehalten. Im Laufe der Zeit wurden mehr Farben und grafischer Aufwand investiert, um die Markenbezeichnung Stadtilmer Bahnen verkaufswirksamer zu inszenieren. Die Modellbahnen aus den späten Produktionsjahren weisen somit bereits einen Vierfarbendruck auf.

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