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Meissen Zwiebelmuster: Das erfolgreichste Dekor der berühmten Porzellanmanufaktur

Das Meissener Zwiebelmuster hat ursprünglich überhaupt nichts mit einer Zwiebel zu tun. Entwickelt wurde das kobaltblaue Dekor Anfang des 18. Jahrhunderts nach einer Vorlage aus Fernost, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Die Porzellanmanufaktur in Meissen hat als erstes Unternehmen die Verzierung, die als Unterglasurdekor aufgetragen wurde, mit diesem Namen gekennzeichnet. In der Vorlage waren Früchte aufgemalt. Dabei handelte es sich um Pfirsich, Granatapfel und die gestreifte Tigerzitrone. Diese Früchte galten in Asien als Symbole für langes Leben und Fruchtbarkeit. Bei der Gestaltung in Meissen schmolzen Granatapfel und Zitrone zu einer Zwiebel zusammen, was dem Dekor seinen bis heute gebräuchlichen Namen verlieh. Echtes Meissener Porzellan mit Zwiebelmuster gilt als besonders wertvoll. Bei eBay gibt es Einzelteile und Konvolute der berühmten Serie gebraucht aus unterschiedlichen Epochen oder neu aus der zeitgenössischen Produktion. 

Wie viele Motive stecken im Meissener Zwiebelmuster? 

Bei dieser Porzellanbemalung unterscheidet man drei verschiedene Motivträger:  

  • Spiegelmotiv: Bestehend aus einer Bambusstaude, einem Chrysanthemenzweig und einem Rankgewächs. Die Chrysanthemenblüte ist von punktförmigen Staubgefäßen umgeben. In der Mitte zeigt sich mit einer Pfingstrose die kultivierte chinesische Nationalblume.
  • Kehlenmotiv (Bordüre): Bestehend aus Rankenpflanzen und Lotosblüten, die in Meissen in Form einer Girlande ausgeführt wurden.
  • Fahnenmotiv: Ursprünglich bestehend aus Früchten. Die botanischen Widersprüche, die schließlich zur Bezeichnung Zwiebelmuster nach dem Aussehen einer Zwiebel führten, ist auf die Handschrift des Malers zurückzuführen, der die Vorlage kopiert hat.

Wie viele verschiedene Porzellanteile mit dem Zwiebelmuster wurden in Meissen produziert? 

Wie viele verschiedene Objekte es genau mit diesem wertvollen alten Muster gibt, ist kaum mehr nachvollziehbar. Man schreibt allein dem 19. Jahrhundert über 1000 verschiedene Porzellanteile zu. Neben dem Gebrauchsgeschirr wie Ess- und Kaffeeservices wurden Schalen, Vasen, Schmuckdosen und vieles mehr hergestellt. Bis heute wird in Meissen jedes Stück mit Zwiebelmuster von Hand bemalt. Das erklärt, warum Original-Zwiebelmusterporzellan aus Meissen nicht billig zu haben ist. Aber diese Vielfalt sorgt natürlich auch dafür, dass sich beschädigte oder zerstörte Stücke bis in die Gegenwart hinein nachkaufen lassen. 

Welche anderen Produkte gibt es in diesem historischen Design? 

Das Zwiebelmuster aus Meissen ist von vielen anderen Manufakturen übernommen worden. Aber auch Produzenten ganz anderer Waren griffen auf die Vorlage zurück. Angefangen von Tischtüchern über Vorhänge und Briefpapier bis hin zu modernen Geräten wie Eierkochern oder Toastern sind heute Gebrauchsgegenstände in diesem historischen Porzellanmuster zu haben. Das Porzellan selbst, besonders wenn es aus früheren Epochen stammt, ist ein beliebtes Sammlerobjekt. 

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