Die Kreidler Flory MF 23: Das Mofa fürs Nachwuchstuning

Die Kreidler Flory MF 23 ist ein robustes Mofa, das von 1977 bis 1982 gebaut wurde. Es war bei Jugendlichen sehr beliebt, weil es ohne Führerschein gefahren werden konnte. Dieser Vorläufer der heutigen E-Bikes hatte eine Handschaltung mit drei Gängen, eine Mehrscheibenkupplung mit Ölbad und Trommelbremsen vorne und hinten. Nachwuchsschrauber liebten dieses Mofa, weil es sich ganz einfach tunen ließ. Der robuste Mofamotor konnte völlig ohne Probleme mit anderen Zylindern und Kolben ausgestattet werden. Erfolgreiche Tuner erzielten mit ihren Mofas Leistungen von runden sechs PS und rasten mit über 80 Kilometer pro Stunde. Das war zwar nicht legal, aber die Polizei konnte unmöglich jeden Mofamotor kontrollieren. Ersatzteile für die Flory von Kreidler finden Sie bei eBay unter anderem in den folgenden Kategorien: "Kreidler Motorräder" und "Sonstige Roller-Teile".

Wie viele Mofas hat Kreidler hergestellt?

Die Stuttgarter Firma Kreidler brachte 1969 das erste Mofa auf den Markt, die MF 4. 1975 erschienen die ersten beiden Versionen des Erfolgsmodells Flory, die MF 12 und die MF 13. Beide hatten einen runden Tachometer und Speichenräder. Bei dem Topmodell, der Kreidler Flory MF 23, ersetzten die Ingenieure den Tachometer mit einem Cockpit, das über einen Drehzahlmesser verfügte. Außerdem hatte die MF 23 Verbundräder. Neben der MF 23 mit Dreigangschaltung gab es noch die MF 22 mit zwei Gängen. 1980 brachte Kreidler das Mofa namens Flott heraus. Es hatte eine obenliegende Tank-Sitzbank wie die Modelle der Konkurrenz, die Zündapp ZD-50-TS und die Hercules G3. Kreidler ging 1982 in Konkurs, deshalb wurden von der Flott insgesamt nur wenige Modelle verkauft. Kreidler Ersatzteile für diese Maschinen finden Sie heute nur noch gebraucht.

Wie ist die Firma Kreidler entstanden?

Die Kreidler's Metall- und Drahtwerke GmbH entstand 1889 als Stuttgarter Telegrafendraht- und Kabelfabrik in der Böblinger Straße in Heslach. Alfred Kreidler, Sohn des Firmengründers Anton Kreidler, war für die Umstellung von Draht auf Motorräder verantwortlich. Alfred liebte schnelle Motorräder. Nach dem Tod seines Vaters begann die Firma Kreidler 1949 mit der Herstellung von Motorrädern. 1951 stellt er auf dem Genfer Autosalon die erste Kreidler vor, die K50. Im zweiten Halbjahr von 1951 verkaufte Kreidler mehr als 1000 dieser Maschinen, ein beachtlicher Erfolg in den Nachkriegsjahren. 1955 erschien das Nachfolgermodell, die K51. Diese Motorräder hatten 50 Kubikzentimeter Hubraum, leisteten um die zwei PS und schafften eine Höchstgeschwindigkeit von 55 Kilometer pro Stunde. Heute gehört die Marke dem Zweiradhersteller Prophete, der unter diesem Namen Fahrräder, Motorroller und Mopeds herstellt.