Gemme als Anhänger – stilvolle Anhänger aus Stein und Muschel

Bereits seit der Antike begeistern Bilder, die in eine Muschel und einen Stein geschnitten sind, und sie werden als Ausdruck hoher Kunstfertigkeit betrachtet. In den Anfängen war dieser Schmuck den Kaisern und Adeligen vorbehalten, bis in späteren Jahrhunderten der Tourismus dies verändern konnte. Aus dem edlen Schmuckstück wurde ein klassisches Souvenir aus Italien. Heute finden Sie Anhänger mit einer Gemme aus den unterschiedlichsten Epochen, Materialien und auch in verschiedenen Formen. Gemmenanhänger gelten heute als zeitlose Schmuckstücke, die zu jedem Anlass getragen werden können.

Gibt es verschiedene Techniken bei der Herstellung der Anhänger mit Gemme?

Bei der Herstellung der Anhänger kann im Prinzip zwischen zwei Techniken unterschieden werden. In der Regel zeigen Gemmen unterschiedliche Szenen, Wappen oder Personen. Sie alle werden spiegelverkehrt in den Stein oder die Muschel graviert. Häufig wurden Gemmen auch als Siegel genutzt und dienten damit zum Verschließen von Briefen oder Dokumenten. Noch heute sind Gemmen in dieser Form als Siegelringe bekannt und werden als solche auch verwendet.

Gibt es einen Unterschied zwischen Gemme und Kameen?

Bei den Kameen verhält es sich genau anders herum. Hier werden die Darstellungen seitenrichtig gezeigt. Auf einem tiefer liegenden Grund werden sie dort erhaben dargestellt. Kameen wurden zudem nicht nur in Muschelschalen geschnitzt, sondern auch in Karneol, Achat oder Onyx. Sie werden meist als Anhänger oder Broschen gefertigt. Nicht selten werden Sie auch gerahmte Bilder finden, die auf diese Art und Weise gefertigt wurden. So beherbergen diese Bilder der Antike, Antlitze von Königen und Kaisern oder auch komplette Bildnisse, die aus vielen Figuren bestehen. Auch Szenen aus der Geschichte, der Literatur oder Mythologie wurden gerne als Vorbilder genommen und dienen heute als begehrte Sammlerobjekte.

Woher stammen die Gemmen?

Wenn Sie sich die Geschichte der Kameen und Gemmen anschauen werden Sie schnell feststellen, dass der Ursprung in Italien liegt. Gemmen galten als traditionelles Kunsthandwerk und ihre Blütezeit war im 18. und 19. Jahrhundert. Besonders die Regionen rund um Neapel gelten als Geburtsstätte der Gemmen. Dies führte dazu, dass die Adeligen aus ganz Europa die Gegenden bereisten, um dort die Kunstsammlungen zu studieren oder die imposanten Bauwerke zu bestaunen. Da die Besucher eine Erinnerung an ihre lange Reise durch den unbeschwerten Süden des Landes suchten, diente die Gemme als edles Souvenir. Bei den Kameen wurde in dieser Zeit vorwiegend das Thema Mythologie behandelt. Dies führte dazu, dass sich hier Bildnisse antiker Götter und Musen wie auch wichtige Episoden der Antike als Motive finden.