Chinesisches Bodenvase – asiatisches Schmuckstück als originelle Deko

Porzellan hat in China eine deutlich längere Tradition als in Europa, wo diese Keramikkunst erst im 18. Jahrhundert eingeführt wurde. Die chinesische Porzellangeschichte dagegen reicht bis in das Jahr 600 n. Chr. Chinesische Künstler begründeten damit eine Tradition von Keramikwaren, die schließlich auch in Europa übernommen wurde und bis heute ein reges Leben führt. Chinesisches Porzellan verfügt über ein typisches Design, das auch hierzulande gerne zur Deko verwendet wird. Große chinesische Bodenvasen schmücken ganze Räume und sind entsprechend beliebte Einrichtungsgegenstände, die ein edles Flair und eine exotische Atmosphäre versprühen.

Welche Stile chinesischen Porzellans gibt es?

In den ersten Jahrhunderten der Porzellanproduktion unterschieden sich in China vor allem die Herstellungsverfahren. Es wurden von Beginn an gänzlich unterschiedliche Motive und Gegenstände gebrannt, unter anderem reine Dekorationsobjekte wie Tiere, aber auch Nutzobjekte wie Vasen und Geschirr. Später entwickelte sich der Stil des bis heute beliebten Seladon-Porzellans, das sich durch eine typische oliv-grüne Glasur auszeichnet. Florale und tierbezogene Muster und Gravuren prägen diese Ausdrucksform. Jian-Schwarzporzellan wurde insbesondere für die Herstellung von Teetassen und Teekannen verwendet und kam ohne figürliche Darstellungen aus. Qingbai-Porzellan zeichnet sich durch eine hellgrüne Färbung und schlichte Musterungen aus.

Die klassische „Ming-Vase“ mit blau-weißer Glasierung bildet meist Tiere, Drachen und Pflanzen ab und ist floral dekoriert. Sie entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte hinweg und gilt bis heute als Inbegriff chinesischen Porzellan-Designs, das viele Nachahmer findet. Während der Quing-Zeit im 17. und 18. Jahrhundert etablierte sich anschließend nochmals ein eigener Porzellan-Stil in China, der farbenfrohe Motive aus der Tierwelt und chinesischen Geschichte abbildete. Spätere Stile schließen an die bisherigen gestalterischen Elemente an und entwickeln diese detailreich weiter.

Wie unterscheiden sich die chinesischen Bodenvasen?

Chinesisches Porzellan besteht – wie auch sein europäisches Pendant – aus Kaolin, Petuntse (einem Granit) und Quarz. Gebrannt wird original chinesisches Porzellan meist nur einfach – anders als das meiste europäische Porzellan. Chinesische Bodenvasen verfügen über unterschiedliche Formen. Sie werden länglich-schlanke bis bauchige Vasen finden, mit oder ohne Deckel, mit gerader oder geschwungener Öffnung. Auch die Motive und Farbgebung ist an den unterschiedlichen Stilen chinesischer Porzellankunst orientiert. Sowohl farbenfrohe als auch einfarbig gestaltete Bodenvasen sind beliebte Einrichtungsgegenstände für elegante Wohnungsstile. Da die Vasen meist höherwertig sind, erzielen Sie auch auf dem Gebrauchtmarkt oft sehr hohe Preise. Günstiger als handbemalte und alte Originale aus China sind Nachahmerprodukte, die oft aus etwas robusterem Porzellan oder Keramik hergestellt werden. Diese Stücke eignen sich nicht nur als edles Deko-Element, sondern können auch der Aufbewahrung von Schirmen dienen.