Die antike Kamera – mehr als nur ein Accessoire

Im Jahr 1826 entstand das erste Foto der Welt mit einer antiken Kamera. Dabei wurde dieses Foto mit dieser, der sogenannten Camera obscura, auf eine Zinntafel gebrannt. Bis zum heutigen Tag hat sich die Technik stetig weiterentwickelt und aktuell revolutioniert die Digitalisierung auch die Fotografie. Doch die „alten Schätzchen" sind heute begehrte Sammlerobjekte geworden, die teilweise in Vitrinen ausgestellt werden, da jede Kamera ihren eigenen Charme hat. Andere nutzen noch heute die alten Modelle, um die Technik zu verstehen und mit dieser besondere Bilder zu schießen.

Wer erfand die Negativ-Fotografie?

Nach dem ersten Foto dauert es allerdings noch eine Weile bis zum ersten Negativbild. William Henry Fox Talbot perfektionierte im Jahr 1840 die Technik und war in der Lage von einem Bild mehrere Abzüge zu fertigen. So war es erstmals möglich, aus einem geschossenen Bild mehrere Positive zu erzeugen. Später war er dann auch in der Lage die Belichtungszeiten nachträglich zu verändern. So schaffte er es, dass die ersten Negative auf Papier gebannt werden konnten und nicht mehr auf einer Kupferplatte. Das Negativ wurde in dieser Zeit zusätzlich gewachst und konnte auf diese Weise auf ein weiteres Papier gebracht werden, wodurch es dann zum Positiv wurde.

Wann entstanden die ersten Rollfilmkameras?

Es dauerte fast weitere 50 Jahre, bis die ersten Rollfilmkameras auf den Markt kamen. Bei diesen wurde das Bild auf eine kleine Filmrolle gebracht. Die erste alltagstaugliche Rollfilmkamera wurde von der Eastman Dry Plate Company entwickelt und angeboten und erhielt den Namen Kodak Nr. 1. Sie war die Grundlage für die Entwicklung weiterer Systeme und das Grundprinzip findet auch heute noch Anwendung.

Wann kamen die ersten Digitalkameras auf den Markt?

Bis zur ersten Digitalkamera dauerte es dann aber noch viele Jahre. So entwickelte im Jahr 1970 ein Mitarbeiter von Kodak ein Gerät mit einem Gewicht von rund 4 kg Gewicht, mit dem es möglich war, Bilder auf einem Chip zu speichern. Damit wurde die antike Kamera revolutioniert. Auch wenn die ersten Bilder nur eine Auflösung von etwa 0,1 Megapixeln hatten, war die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Für das erste digitale Foto wurde eine Belichtungszeit von 23 Sekunden benötigt und sehen konnte man es nur über ein spezielles Lesegerät über einen Röhrenfernseher. Da Kodak selbst von dem System nicht sonderlich überzeugt war, dauerte es noch viele Jahre, bis es zur Marktreife entwickelt wurde. Außerdem nutzten auch Canon und Casio die Technik und brachten bereits 1990 die ersten digitalen Kameras auf den Markt. Sie profitierten von der Idee Kodaks.