Akku 48 V – schadstofffrei von A nach B mit dem E-Bike

Ob E-Bike oder Pedelec – es ist ein regelrechter Boom im Gange, sich beim Radfahren durch schadstofffreie Elektromotoren unterstützen zu lassen. Die beiden Gattungen – Pedelec und E-Bike – unterscheiden sich in einigen Details. Ein Pedelec fährt nicht ohne dass die Pedale getreten werden. Je stärker der Radler kurbelt, desto mehr Unterstützung liefert der Motor. Bei 20 km/h schaltet er sich allerdings ab. Dafür darf man überall fahren, wo mit normalen Fahrrädern gefahren werden darf und es gibt keine Führerschein-, keine Helm- und keine Versicherungspflicht. E-Bikes dagegen dürfen bauartbedingt schneller fahren, benötigen aber eine Fahrerlaubnis und ein Versicherungskennzeichen – zudem ist ein Helm immer Pflicht. Beiden gemeinsam ist: sie tragen als Energiequelle einen Akku, meist mit 48 Volt.

Wozu brauche ich 48 Volt, meine Autobatterie hat 12 Volt?

Die Antwort auf diese Frage liegt in einer einfachen physikalischen Gleichung. Beim elektrischen Strom gilt: Leistung (Watt) = Stromdurchflussmenge (Ampère) mal Spannung (Volt). Für jeden elektrischen Leiter gilt wiederum: je mehr Strom (Ampère) durchfließen soll, desto dicker muss das Kabel sein, um nicht zu überhitzen oder gar durchzuschmelzen. Deshalb ist das Kabel von der Autobatterie zum Anlasser fast so dick wie Ihr kleiner Finger. Also gilt: wenn man viel Leistung durch ein dünnes Kabel bringen will, muss die Spannung entsprechend hoch sein. Darum sind 48 Volt besser als 12.

Warum dann nicht mehr als 48 Volt?

Erster Grund: Sicherheit. Spannungen von 48 Volt sind grundsätzlich ungefährlich. Daher müssen keine besonderen Sicherheitsvorrichtungen eingebaut werden. Schon das Doppelte, 96 Volt, könnte eine ernsthafte Gefahr darstellen. Es gibt noch einen zweiten Grund. Obwohl ein Lithium-Polymer-Akku sehr einfach aufgebaut ist, laufen dort sehr komplizierte Prozesse auf atomarer Ebene ab, die nicht zu 100% steuerbar sind. Eine einzelne Akku-Zelle hat eine Nennspannung, die bauartbedingt feststeht. Ein Akkublock von 48 Volt besteht aus einer Vielzahl dieser Zellen, die in Reihe geschaltet werden. Beim Wiederaufladen muss jede Zelle den für sie passenden Ladestrom erhalten, was bei einer Reihenschaltung in Kombination mit einem passenden Ladegerät nur mit großem technischen Aufwand möglich ist. Bei einem Akku mit noch höherer Spannung stiege der Aufwand entsprechend an.

Wo bekomme ich einen Akku mit 48 Volt her?

Es ist sinnvoll einen Zweit-Akku für das E-Bike zu besitzen – ob als Vielfahrer, der immer einen Akku im Ladegerät hat während der andere am Bike klemmt, oder als Langstreckenfahrer, der den Ersatzakku mitnimmt. Der Online-Handel, zum Beispiel eBay, bietet ein vielseitiges Sortiment sowohl an Marken-Akkus als auch an passenden Akkus von Drittanbietern.