Odol Zahnpasta.
Originaler Reklamedruck, um 1925.
Nach einer Originalzeichnung von Ludwig Hohlwein.
In der Platte signiert.
Ludwig Hohlwein bedeutender deutscher Plakatkünstler, Grafiker, Architekt und Maler. Geboren am 27. Juli 1874 in Wiesbaden; gestorben am 15. September 1949 in Berchtesgaden. Er zählte neben Lucian Bernhard, Ernst Deutsch-Dryden, Hans Rudi Erdt und Julius Klinger zu den prominentesten und stilbildendsten Vertretern der Reklamekunst.
Journalausschnitt in der Größe 145 x 125 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.
Stichworte: 20er-Jahre, Gebrauchsgraphik, Plakatkünstler, Kunstgeschichte, Reklame, Werbung, Advertising, Advertisement, Handel, Gewerbe, Branchen, Marken, Firmengeschichte, Sachsen, Drogerie, Hygiene, Dental, Zahngesundheit
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Zusätzliche Informationen zum Artikel selbst:
Ludwig Hohlwein bedeutender deutscher Plakatkünstler, Grafiker, Architekt und Maler. Geboren am 27. Juli 1874 in Wiesbaden; gestorben am 15. September 1949 in Berchtesgaden. Er zählte neben Lucian Bernhard, Ernst Deutsch-Dryden, Hans Rudi Erdt und Julius Klinger zu den prominentesten und stilbildendsten Vertretern der Reklamekunst.
Leben und Werk
Während seines Architekturstudiums an der Technischen Hochschule in München fertigte Hohlwein erste Illustrationen für die Zeitungen des Akademischen Architektenvereins. Nach dem Studium in München und Dresden und Studienreisen nach London und Paris ließ er sich in München als Architekt nieder und entwarf neben Inneneinrichtungen von Privathäusern auch Aufträge zur Ausstattung des Hotels Continental und für Ozeandampfer. Im Jahr 1901 heiratete er Leoni Dörr. Aus der Ehe gingen 2 Kinder hervor. Ab 1904 stellte Hohlwein regelmäßig Graphiken, Aquarelle und Temperagemälde im Münchner Glaspalast aus.
Die Themen Tier, Jagd, Technik und Landschaft dominierten Hohlweins Plakate. So nahm er im Jahr 1905 mit Tierbildern an der Berliner Großen Kunstausstellung teil. Später entwarf er Plakate für Jagdausstellungen. Schon 1924 umfasste sein künstlerisches Schaffen 3.000 Titel, sodass es bis heute unmöglich ist, sein Werk in seiner Gesamtheit abzubilden.
Stil
Parallel zu dem sogenannten Sachplakat entwickelte Hohlwein seinen eigenen, leicht wieder erkennbaren, typischen Stil. Die Themen Tier, Jagd, Technik und Landschaft dominieren seine Plakate. Hohlwein baute immer wieder dramatisch auf wirkungsvollen Hell-Dunkel und Vordergrund-Hintergrund-Kontrasten auf. Das Objekt wird auf farbige Flächen und Punkte reduziert. Erst durch die Darstellung der gesamten Grundfläche erhält der Körper wieder seine Gestalt. Der Doornkaat-Zecher ist ein gutes Beispiel für diese Technik. Hohlweins Plakate sind bei vielen seiner Auftraggeber auch heute noch nahezu unverändert in Gebrauch und gehören zu den Klassikern deutscher Werbung.
Beispielhafte Darstellung des künstlerischen Werkes
Insbesondere in Süddeutschland sind Hohlweins Werke auch heute noch häufig im täglichen Leben anzutreffen. Im Münchner Hauptbahnhof wird man durch einen mehrere Meter hohen Franziskanermönch empfangen, der dem Reisenden in seiner braunen Kutte zuprostet und der noch heute den Hauptwerbeträger für die Franziskaner Brauerei darstellt. Der Mönch, der jedes Flaschenetikett, jeden Bierdeckel, Kronkorken und diverse andere Produkte der Franziskaner Brauerei unverkennbar werden lässt, entstand bereits 1935. 1980 wurde der Franziskaner minimal verändert. Um ihn freundlicher aussehen zu lassen, zog man ihm die Mundwinkel nach oben. Für den Münchner Tierpark Hellabrunn fertigte Hohlwein mehrere Plakate, u.a. einen sitzenden Geparden, hinter dem ein Panther mit grünen Augen schleicht. Das Plakat des Tierparks Hellabrunn existiert in dieser Form bereits seit 1912 und wird in regelmäßigen Abständen wieder vom Zoo als Werbemittel aufgelegt.
Schon 1924 umfasst sein künstlerisches Schaffen 3.000 Titel, sodass es bis heute unmöglich ist, sein Werk in seiner Gesamtheit abzubilden. Die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie das A-Z der deutschen Wirtschaft. So fertigte er unter anderem für Audi, Bahlsen, BMW, Daimler Benz, Erdal, Ernemann, Görtz Schuhe, Kaffee Hag, Kulmbacher, Leitz, Lufthansa, Märklin, M.A.N., Pelikan, Henkel ("Persil"), Pfaff, Reemtsma, Sulima, Zeiss (Jena). Sehr bekannt ist auch sein Plakat zur Weltausstellung in Brüssel (1910).
Tätigkeit während des N.
1931 lehnte er das Angebot ab, in die USA zu emigrieren. 1933 trat Hohlwein der N. bei, für die er bereits vor der M. zahlreiche Arbeiten angefertigt hatte. Während der Zeit des N. prägte Hohlwein ähnlich dem Fotografen H. Hoffmann das visuelle Erscheinungsbild des „D. R.“, etwa durch seine Werke für die Olympischen Spiele 1936. Nach einem seiner Plakate wurde 1937 im Deutschen Reich eine Briefmarke zum Thema „L.“ gedruckt, 1942 gestaltete er eine Briefmarke anlässlich des Reitsportwettbewerbs um das „Blaue Band“.
Im Zuge der E. erhielt Hohlwein, als Vorteilsnehmer des Regimes politisch belastet, bis Februar 1946 Berufsverbot. Danach nahm er bis zu seinem Tode die Arbeit als Gebrauchsgrafiker in einem kleinen Atelier in Berchtesgaden wieder auf.
(Aus wikipedia).
Odol ist ein Markenname der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare für eine Pflegeserie zur Gesunderhaltung von Zahnfleisch, Zähnen, Mund und Rachen.
Das Kunstwort Odol ist ein Kofferwort aus dem griechischen odous = Zahn und dem lateinischen Wort oleum = Öl.
Geschichte
Im Jahr 1892 brachte der Dresdner Unternehmer Karl August Lingner das Mundwasser Odol auf den Markt, ein Mittel, das durch die Beimischung ätherischer Öle erstmals die kosmetische mit der medizinischen Wirkung durch Zusatz eines Antiseptikums verband. Erfinder des Mundwassers war Prof. Richard Seifert (1861–1919). Am 5. März 1895 wurde die Marke Odol als "Zahn- und Mund-Reinigungs-Mittel" in das deutsche Markenregister eingetragen. Ende der 1930er-Jahre wurde Odol in mehr als zwanzig Ländern hergestellt.
Mit für die damalige Zeit ungewöhnlich hohen Werbeaufwendungen konnte die Firma renommierte Künstler für ihre Werbung gewinnen, darunter den deutschen Jugendstilmaler Franz von Stuck und den italienischen Komponisten Giacomo Puccini, der dem Mundwasser L'ode all' Odol, eine „Odol-Ode“, widmete.
Im Jahr 1945 wurden die Dresdner Lingner-Werke völlig zerstört. 1949 sicherte sich dann ein Düsseldorfer Betrieb die alleinigen Markenrechte, jedoch wurde auch in der DDR ein Mundwasser unter dem Namen Odol produziert, das ebenfalls traditionell in kleinen Flaschen mit schiefem Hals daher kam. Dieses jedoch ging im Jahre 1952 zusammen mit den Leowerken in dem VEB Elbe-Chemie auf. Heute wird das Odol-Mundwasser ausschließlich in Herrenberg hergestellt.
Unter dem Dach von GlaxoSmithKline hat sich Odol zur größten Mundhygienemarke in Deutschland entwickelt. Heute beansprucht Odol einen Anteil von rund 70 Prozent am Mundwassermarkt und hat dazu erfolgreich den Weg zur Dachmarke beschritten.
Im Jahre 1989 erweiterte GlaxoSmithKline (zu diesem Zeitpunkt noch SmithKline Beecham Consumer Healthcare) das Portfolio um die Zahncreme Odol-med3®. Der Name wurde von der Dachmarke Odol® abgeleitet. Hierbei weist die Silbe „med“ auf die zahnmedizinischen Eigenschaften der Zahncreme hin, die sich damit von dem mehr auf Frische positionierten Odol® Mundwassser-Konzentrat abgrenzt. Die Ziffer „3“ steht für die Vorbeugung gegen drei der häufigsten Zahnprobleme:
gegen Karies (Remineralisierung und Stärkung der Zähne mit Natriumfluorid)
gegen Zahnbelag (zur Bekämpfung von Zahnfleischproblemen, die nachfolgend zu Parodontitis führen können)
gegen Zahnsteinneubildung
Als erste Zahncreme überhaupt erfüllte Odol-med3® die Ansprüche einer solchen „3fach-Prophylaxe“. Das Symbol für dieses Konzept wurde durch den markanten, dreifarbigen Zahncreme-Streifen visualisiert.
Trivia
Ein älteres Mittel als Odol ist Odontine, ein aus Äther mit Nelken- und Pfefferminzöl bereitetes betäubendes Mittel gegen Zahnschmerzen.
Das Parseval-Luftschiff Naatz PN 30 trug den Namen „Odol“.
(Aus wikipedia).