Selektives,blattaktives Herbizid mit schneller und nachhaltiger Wirkung zum Einsatz in Wiesen und Weiden und landwirtschaftlichen nicht genutzten Grasflächen
Breites Wirkspektrum gegen Unkräuter inkl.Problemunkräuter wie z.B Brennesseln,Disteln,Bärenklau,Giersch uvm.
Wirkt auch gegen verholzende Arten wie z.B Echte Brombeere,Birkenaufwuchs
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen
| Schadorganismus/Zweck |
Kulturart/Objekt |
| Kleine Brennnessel, Große Brennnessel, Distelarten, Echte Brombeere |
Wiesen, Weiden |
| Kleine Brennnessel, Große Brennnessel, Distelarten, Echte Brombeere |
Landwirtschaftlich nicht genutzte Grasflächen |
Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste,
entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und
Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für
indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie
Regen- und Abwasserkanäle (NW468).
Anwendung
Grünland
Wiesen, Weiden
Gegen Kleine Brennnessel, Große Brennnessel, Distelarten, Echte Brombeere _________ 6,25 l/ha
spritzen
in max. 500 l/ha Wasser als Horst- oder Einzelpflanzenbehandlung.
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr bis Herbst (nicht im Ansaatjahr), in der
Wachstumsperiode der Unkräuter, von 5. Laubblatt bzw. Blattpaar oder
Blattquirl entfaltet bis Beginn der Blüte (10 % der Blüten offen). Dabei
sollte das Blattwerk der Unkräuter gut entwickelt sein. Max. 1
Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.
Nichtkulturland
Landwirtschaftlich nicht genutzte Grasflächen
Gegen Kleine Brennnessel, Große Brennnessel, Distelarten, Echte Brombeere _________ 6,25 l/ha
spritzen
in max. 500 l/ha Wasser als Horst- oder Einzelpflanzenbehandlung,
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr bis Herbst, in der Wachstumsperiode der
Unkräuter, von 5. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis
Beginn der Blüte (10 % der Blüten offen). Dabei sollte das Blattwerk
der Unkräuter gut entwickelt sein, max. 1 Anwendung in der Kultur bzw.
je Jahr.
Allgemeine Konzentration: 1,25 %
Hinweis:
Nach
eigenen Erfahrungen wird die beste Wirkung erzielt, wenn die Unkräuter
zum Zeitpunkt der Behandlung über ein gut entwickeltes Blattwerk
verfügen und sich in einer aktiven Wachstumsphase befinden, da sie zu
diesem Zeitpunkt ausreichend Wirkstoff aufnehmen können. Auf
ausreichende Benetzung achten und in/an Abdrift gefährdeten
Gebieten/Stellen keine feinen Spritzdüsen verwenden.
Folgende optimale Behandlungszeitpunkte haben sich herausgestellt:
Brennnessel: nach mehrmaligem Schnitt bei 20-30 cm Wuchshöhe
Distelarten: nach mehrmaligem Schnitt bei 20-30 cm Wuchshöhe im Blütenknospenstadium
Für
die Anwendung in Nichtkulturland gilt
Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht
landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden,
ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6
Abs. 2 und 3 PflSchG). Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch
Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch
Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof-
und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte
Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu
einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden (NS660).
Wirkungsspektrum
Sehr gut bis gut bekämpfbar: Kleine Brennnessel, Große Brennnessel, Distelarten, Echte Brombeere
Nach
eigenen Erfahrungen ebenfalls gut bekämpfbar: Ampferarten, Bärenklau*,
Besenginster, Binsen, Distelarten, Ericaarten, Gänsefußarten, Giersch*,
Hahnenfuß, Himbeere, Hirtentäschel, Kälberkropf, Labkrautarten (z.B.
Wiesenlabkraut), Löwenzahn, Melde, Storchschnabelarten, Vogelmiere,
Wickearten, Wegerich, Weinbergslauch, Weiße Taubnessel, Windearten (z.B.
Ackerwinde) und verholzende Arten (z.B. Birke, Weide)
Weniger gut bekämpfbar: Schafgarbe
Nicht (ausreichend) bekämpfbar: Gräser, Ehrenpreisarten, Huflattich, Wiesenkerbel
* 2,5 %-ige Konzentration erforderlich (250 ml in 10 l Wasser)
Pflanzenverträglichkeit
Genoxone ZX ist durch seinen selektiven Charakter voll
pflanzenverträglich für Gräser. Der Einsatz von Genoxone ZX in Grünland
sollte allerdings erst ab 2. Standjahr erfolgen.
Warnung: Genoxone
ZX ist eine Esterformulierung und unter hoher Temperatureinwirkung
können Dämpfe entstehen. Vor dem Spritzen das Risiko für empfindliche
Pflanzen in der Umgebung abschätzen: nur auf dem Grünland (Wiesen,
Weiden) und auf Nichtkulturland (Landwirtschaftlich nicht genutzte
Grasflächen) anwenden. Von anderen Kulturen so weit wegbleiben, dass
kein Spritznebel mit dem Wind dorthin gelangen kann. Größte Vorsicht ist
in Gebieten mit Wein-, Obst-, Gemüse-, Zierpflanzen-, Hopfen-, Raps-
und Tabakbau geboten, da diese Kulturen außerordentlich empfindlich auf
Wuchsstoffe reagieren. Keine Spritzanwendungen in der Nähe von
breitblättrigen Bäumen, die mit dem Produkt nicht in Kontakt kommen
sollen. Auch wenn fast alle Koniferenarten nicht empfindlich auf
Genoxone ZX reagieren, sollte der Kontakt mit der Spritzbrühe vermieden
werden.
Anwendungstechnik
Ansetzen der Spritzbrühe
Tank bzw. Behälter mit 2/3 der erforderlichen Wassermenge füllen, dann
Genoxone ZX zugeben und anschließend den Tank mit restlichem Wasser
auffüllen. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Entleerte
Behälter gründlich mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe
beigeben.
Empfohlene Wasseraufwandmenge
Grünland, Nichtkulturland ______________________________________ max. 500 l/ha (1,25 %)
Ausbringungstechnik
Tipp zur Einzelpflanzenbehandlung: Um Doppelbehandlungen zu vermeiden,
kann der Spritzbrühe eine Markierfarbe (z.B. Wasserfarbe) beigemischt
werden.
Reinigung
Spritzgerät und -leitungen gleich nach Gebrauch gründlich mit Wasser -
besser noch mit Reinigungsflüssigkeit - gründlich reinigen. Anschließend
durch die Düsen auf der zuvor behandelten (Teil-) Fläche verspritzen.
Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen,
insbesondere des Brühebehälters, der Pumpe und Gestänges, sollte
Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst
direkt auf dem Feld erfolgen.
Nachbau
Der Nachbau von breitblättrigen Kulturen auf der behandelten Fläche
sollte frühestens 4 Wochen nach der letzten Spritzung erfolgen.
Wartezeit
Wiesen, Weiden _________________________________________________________ 14 Tage
Landwirtschaftlich nicht genutzte Grasflächen: Die Wartezeit ist ohne Bedeutung (N)
Umweltverhalten
Bienen
Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten
Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht
vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4) (NB6641).
Nützlinge
Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels
werden Populationen relevanter Nutzorganismen nicht gefährdet (NN000).
Fische
Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere (NW264).
Wasserpflanzen
Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen (NW265).
Algen
Das Mittel ist giftig für Algen (NW262).
Gewässer/Grundwasser
Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern
oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG).
Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene
Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen
können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet
werden (NW642).
Lagerung
Getrennt von Lebens- und Futtermitteln, unzugänglich für Kinder und nur in der verschlossenen Originalpackung aufbewahren.
Hinweise für sicheren Umgang
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten (SP001).
Anwenderschutz
Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu
Gesundheitsschäden führen (SB001).
Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten
Mittel (SE110).
Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem
unverdünnten Mittel (SS110).
Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und festes Schuhwerk (z.B.
Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel (SS210).
Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel (SS610).
Kennzeichnung GefStoffV
R 36/38: Reizt die Augen und die Haut.
R 50/53: Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
R 65: Gesundheitsschädlich: kann beim Verschlucken Lungenschäden verursachen.
S 2: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
S 13: Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.
S 23: Dampf/Aerosol nicht einatmen.
S 24: Berührung mit der Haut vermeiden.
S 25: Berührung mit den Augen vermeiden.
S 26: Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren.
S 35: Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden.
S 36/37/39: Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.
S 46: Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.
S 51: Nur in gut belüfteten Bereichen verwenden.
S 57: Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Behälter verwenden.
S 62: Bei Verschlucken kein Erbrechen herbeiführen. Sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder dieses Etikett vorzeigen.
Enthält Triclopyr Butoxyethylester. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Enthält 2,4-D Ethylexylester. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten. - SP001
Verpackung darf nicht wieder verwendet werden.
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage für berufsmäßige Verwender erhältlich.