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Hallo,
Aus Gründen, die nur Ebay selbst kennt, macht Ebay jedoch seit einiger Zeit die Nicks der Bieter unkenntlich; das erhöht praktischerweise den (Ebay)Umsatz, denn es ist seitdem unmöglich, Bieter, die auf Fälschungen bieten, zu warnen.
Wie mein Nick schon andeutet, möchte ich dazu beitragen, dass unwissende Käufer hier nicht mit Fälschungen getäuscht werden, die als Originale angeboten werden.
Wer meint, eine Fälschung kaufen zu müssen, soll das tun. Aber dann muss er auch die Möglichkeit haben, dies in vollem Bewußtsein zu tun.
Was mich stört, sind die Anbieter, die hier Designer-Artikel als Originale anbieten, die gefälscht sind, und über entsprechende Artikelbeschreibungen diese vermeintliche Originalität klar ausdrücken oder durch blumige Beschreibungen (z.B. Hinweis auf Seriennummer oder Authentcard - die mittlerweile die meisten Fälschungen auch haben) Originalität suggerieren wollen. Hier wird der Bieter bzw. Käufer getäuscht. Er glaubt ein Original zu erwerben, doch in Wirklichkeit gibt er sein sauer verdientes Geld für eine billige Kopie aus. Und dagegen habe ich ganz entschieden etwas.
viele der angebotenen Designer-Artikel in "Kleidung" und  "Damen-Accesssoires" sind Fälschungen !
Ein beachtlicher Prozentsatz davon ist als "Original" eingestellt, oder wird über geschickte Artikelbeschreibungen als Original suggeriert.

Als Faustregel kann man sagen:
was zu billig angeboten wird - das gilt besonders bei Neuware - kann kaum original sein !
Louis Vuitton beispielsweise wird als Neuware nur im Louis Vuitton Store angeboten - nirgendwo sonst !
Es gibt bei Louis Vuitton keinen "Großhandel", keinen "Outlet" oder sonstiges !
Und wer beispielsweise schreibt "habe ich in Paris gekauft" oder an einem anderen Ort, schreibt noch lange nicht, dass er den Artikel dort auch in einem Louis Vuitton Store gekauft hat !
Sie müssen also jede Beschreibung wie einen Reisesprospekt lesen: Die Wahrheit liegt hier oft zwischen den Zeilen.
Wer sich vor dem Erwerb solcher Designer-Fälschungen schützen möchte, findet an vielen Stellen Hilfe und Hinweise. Einfach auf die entsprechenden Linkbezeichnungen klicken, die Seite öffnet sich dann von selbst.
Der beste Schutz vor dem unbeabsichtigten Kauf einer Fälschung ist ein sachkundiger Käufer, der genau weiß, woran man eine Fälschung erkennt und einer, der weiß, wer hier ständig Fälschungen verkauft. Auf den folgenden Links können Sie sich "schlau machen".
Und noch was: wenn Sie merken, dass Sie statt eines angebotenen Originals eine Fälschung erhalten haben, können Sie natürlich vom Kauf zurücktreten, da der Kaufvertrag nicht erfüllt wurde; denn wer einen Artikel unter Verwendung eines geschützten Markennamens anbietet, muss ein Original liefern, da nur Artikel mit Markennamen betitelt werden dürfen, die auch vom entsprechenden Markenrechtsinhaber hergestellt wurden. Und das sind nun mal immer Originale.
Hier geht es zunächst einmal um ein bei Ebay Deutschland erhaltene Fälschung.
Der Kauf auf ausländischen Ebay Plattformen wird weiter unten behandelt.
Schicken Sie das gefälschte Teil erst zurück, wenn Sie ihr Geld erhalten haben, sonst geben Sie ein wichtiges Beweismittel aus der Hand und sehen wohlmöglich Ihr Geld erstens nicht wieder und zweitens wird der Verkäufer alles abstreiten. Daher  als weiteren Beweis immer die Auktion ausdrucken und/oder Screenshots (wie das geht, siehe weiter unten) machen, denn Auktionen sind nur 90 Tage bei Ebay sichtbar.
Machen Sie vor dem Zurücksenden aussagefähige Fotos von dem Stück. Man weiß ja nie.....

Wie man sein Geld zurückfordert, lesen Sie hier:
Informieren Sie unbedingt Ebay darüber, dass man Ihnen einen "von der Beschreibung abweichenden Artikel" geliefert hat (eine Fälschung ist eine "Abweichung) , und zwar in Ihrem Kaufordner in "Mein Ebay" links der Link unter "nicht erhaltenen Artikel melden", dort dann ganz oben Unstimmigkeit wegen eines nicht erhaltenen oder wegen eines von der Beschreibung abweichenden Artikels, auf der nächsten Seite erscheint der selbe Link dann noch mal, dort die entsprechenden Daten eingeben.
Haben Sie den Artikel noch nicht bezahlt, weil Sie rechtzeitig von einem hilfreichen Ebayer gewarnt wurden, dass Sie eine Fälschung erhalten haben, melden Sie auch das an Ebay im Kontaktformular, (Dort in den 3 Fenstern nacheinander auswählen: >>> Fragen zum Bieten oder Kaufen >>> Probleme mit dem Verkäufer >>> Artikel entspricht nicht der Artikelbeschreibung <<< ). Das ist wichtig, damit Sie nicht irgendwann eine Zahlungsaufforderung bekommen.
Treten Sie gegenüber dem Verkäufer schriftlich/per Mail vom Kaufvertrag zurück, dazu haben Sie das Recht. Denn Fälschungsverkauf ist erstens strafbar und zweitens wird er ja nicht liefern, was er angeboten hat und bricht somit den Kaufvertrag, da ein Produkt des angegebenen Markenherstellers, Original sein MUSS, auch wenn nicht explizit "original" dort steht. Eine Fälschung ist nun mal z.B. keine "Gucci Tasche".
Wer den "Mumm" dazu hat, kann auch das ihm zustehende Original einklagen, auf das man einen Rechtsanspruch hat, wenn ein Artikel mit dem Markennamen bezeichnet und angeboten wird, ohne dass explizit auf eine Fälschung hingewiesen wird.
Jeder kann und sollte natürlich gern den Hersteller informieren, der sich über gemeldete Markenrechtsverletzungen immer freut.
 
Wie fordere ich ein Original ein?
Vorab sei angemerkt:
Eine Klage auf ein Original hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn Sie vorher nicht vom Kaufvertrag zurückgetreten sind, denn damit hätten Sie Ihren Anspruch ja abgetreten - und wenn aus der Auktion bzw.  aus der Artikelschreibung nicht erkennbar ist, dass es sich um eine Fälschung handelt !
Die Fotos sind dabei unerheblich, denn der Käufer muss kein Fachmann sein und muss daher anhand von Fotos nicht die Fälschung erkennen müssen.
Die Textbeschreibung ist ausschlaggebend:
"im Vuitton Style" z.B. sagt klar, dass es kein Original ist, sondern "im Stil von", selbst wenn unter "Marke" im Ebay-Menu "Louis Vuitton" eingetragen ist.
"Ich kann für die Originalität nicht garantieren", ist auch klar: Fälschung.
"Ich kann über die Herkunft der Tasche keine Angaben machen" ebenfalls sehr wackelig - also lieber Finger weg, auch von einer Klage.
Hier wird unterstellt, dass ein Bieter klar erkennen kann, dass er auf eine Fälschung bietet und tut dies somit in freier Entscheidung.
Wenn da aber, wie bei Ebay so gerne genommen, steht "Louis Vuitton Tasche", ohne weitere Hinweise, ist die Sache recht eindeutig, noch eindeutiger bei "Louis Vuitton Tasche mit Seriennummer" oder gar der Ladenpreis angegeben ist (besonders einfach, dann kann man gleich diesen Preis minus Auktionspreis einfordern).
Also lesen Sie gut, ob Ihr "Fall" Aussicht auf Erfolg hat, bevor Sie mit einer Klage loslegen.
Den Markenrechtsinhaber können Sie aber in jedem Fall informieren, denn Fälschungsverkauf  über den Verkauf einer privaten Einzeltasche hinaus ist grundsätzlich strafbar, egal mit welcher Formulierung.

● Gehen Sie mit dem Artikel in einen Store und lassen Sie ihn begutachten.
Sollte er sich als Fälschung erweisen, sagen Sie den Damen und Herren im Store, dass Sie ein Original einklagen werden, damit Sie die Fälschung auch wieder mitnehmen dürfen, denn manchmal will der Store sie zur Vernichtung einbehalten.
Hat der Hersteller keinen Store in Deutschland (wie z.b. Fendi), müssen Sie den Artikel einschicken (Herstelleradressen unten unter dem Link "Fälschungsmerkmale") und bitten Sie in einem Anschreiben, das Sie ruhig in Deutsch, besser aber in Englisch verfassen können bei ausländischen Herstellern, Ihnen das Ergebnis mitzuteilen und Ihnen den Artikel auf jeden Fall zurückzuschicken, da Sie ein Original einfordern möchten.
Doch bevor Sie den Artikel einschicken und aus der Hand geben, machen Sie unbedingt so viele Fotos davon wie möglich, aus allen Perspektiven und vor allem von den Stellen, die die Fälschung beweisen !
Am besten fotografieren Sie das Teil auch im Versandkarton des Verkäufers und mit dem Adressaufkleber des Kartons, auf dem der Absender des Verkäufers und Ihre Anschrift erkennbar ist.
Wenn der Hersteller den Artikel einbehält, können Sie mittels der Fotos und der Bestätigung des Herstellers immer noch problemlos beweisen, dass Sie eine Fälschung erhalten haben.
Drucken Sie dazu auch unbedingt die Auktion aus, da diese nur 90 Tage bei Ebay gespeichert bleibt, oder erstellen Sie Screenshots von der Auktion.
● Schreiben Sie den Verkäufer an,
am besten nicht nur per Email, sondern auch per Einschreiben Rückschein, teilen Sie ihm mit, dass Sie eine Fälschung erhalten haben und bitten Sie ihn höflich, Ihnen binnen 7 Tagen ein Original zuzusenden und Ihnen, falls er keines hat, eines zu besorgen oder alternativ die Preisdifferenz zwischen Original und dem schon gezahlten Auktionspreis als Schadenersatz zu zahlen. Kündigen Sie am besten gleich an, dass Sie, sollte sich  der Verkäufer nicht kooperativ zeigen, Ihre Rechte gerichtlich durchsetzen und den Hersteller informieren werden. Denn viele Verkäufer sind sich der Tragweite eines Fälschungsverkaufs nicht bewußt und können so vielleicht zur Einsicht gelangen.
Übrigens: auch wenn ein Empfänger die Annahme eines Einschreibens verweigert, gilt es als zugestellt (alles andere wäre ja auch noch schöner, wenn sich jeder durch Verweigerung aus der Affaire ziehen könnte).
Diese Option ist kein "Kann", kein "Muss":
Stellen Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle, die das an die zuständige Kripo weiterleiten müssen.
Sie können auch direkt bei der Kripo Strafanzeige wegen Betrugs stellen.
Es geht aber auch ohne Strafanzeige, wem das "too much" ist.
Auch das ist zunächst ein "Kann", warum, siehe weiter unten empfiehlt sich aber bei "Massenfakeverkäufern" auf jeden Fall:
 ● Informieren Sie den Markenhersteller, übersenden Sie ihm dabei die Auktionsunterlagen, aus denen der Artikel nebst Beschreibung, die Personalien des Verkäufers und die Bankverbindung, an die Sie gezahlt haben, hervorgehen.
Der Hersteller wird nun u.U. ein Markenrechtsverfahren gegen den Verkäufer veranlassen. Teilen Sie dabei mit, dass Sie den Artikel noch brauchen, da Sie das Ihnen zustehende Original vom Verkäufer einklagen möchten.
Der Hersteller wird jedoch nicht Ihre Ansprüche gegen den Verkäufer erstreiten, das müssen Sie selbst tun.
Nehmen Sie sich einen wirklich guten Anwalt ihres Vertrauens (was nicht immer unbedingt derjenige ist, denn man vielleicht in der Verwandtschaft hat.....), der wenigstens Fachanwalt für Vertragsrecht ist und klagen Sie das Original ein. Er wird auch Ihre Rechtschutzversicherung informieren, die Sie als reger Ebayteilnehmer ja sicherlich haben und dort Kostenübernahme beantragen.
Empfehlenswert ist, dass der Anwalt zunächst den Verkäufer noch einmal anschreibt, ihn über die Sachlage aufklärt, bevor man gleich ein Verfahren eröffnet. Denn so manches mal ist der Verkäufer dann einsichtig, da ihn - wenn er z.B. in gewerblichem Umfang verkauft, ein Markenrechtsverfahren gewiss ist.
In Markenrechtsverfahren wird "Gewerblichkeit" schon ab 30 verkauften Artikeln in 6 Monaten unterstellt, was m.E. ein "Witz" ist, denn dann wäre ja fast jeder hier gewerblich; das gilt aber nur bei Fälschungsverkauf. Dabei müssen nicht alle verkauften Artikel Fälschungen sein.
Der Verkauf einer einzelnen, privaten Fälschung ist nicht strafbar. Wer jedoch immer wieder Fälschungen verkauft, besonders gleiche Modelle - und bei Neuware sowieso -  verstößt auf jeden Fall gegen das Markenrecht und darf mit einem Markenrechtsverfahren rechnen denn er gilt als "gewerblich". Wie der Verkäufer sich in seinen Auktionen selbst deklariert und ob er den üblichen "Ausschluß-Schmus und Privat-Blabla" in der Auktion drin stehen hat, ist dabei völlig unerheblich, ebenso wie "habe ich nicht gewusst, dass das eine Fälschung ist" oder "ist von einer Freundin".
Jeder Verkäufer muss sich vor einem Verkauf selbst vergewissern, dass der Artikel original ist, denn nur er allein haftet immer und grundsätzlich für die Originalität, sobald er den Markennamen verwendet, "original" muss dabei nicht erwähnt sein.
Und was viele Fälschungsverkäufer unterschätzen: der Streitwert bei einem vom Markenrechtsinhaber/Hersteller eingeleiteten Verfahrens liegt grundsätzlich bei mindestens 150.000 Euro oder darüber. Denn der Streitwert bemisst sich am Wert der Herstellerfirma, nicht am Wert des Artikels. Bei den üblichen Kosten (Gerichtskosten, eigene Anwaltskosten, Anwaltskosten der Gegenseite) von 10% darf also ein angeklagter Fälschungsverkäufer mit 15.000,- Euro Verfahrenskosten rechnen. So viele Fälschungen kann er kaum verkaufen, um das zu erwirtschaften (Ausnahmen bestätigen, wie immer, die Regel.)
Und im Wiederholungsfall eines bereits verurteilten Fälschungsverkäufers droht nicht nur eine Gefängnisstrafe, sondern sie wird auch vollstreckt ! Schon einige Verkäufer, die bei Ebay in größerem Stil Fälschungen verkauft haben, mußten das erfahren !
Wenn "Ihrem" Verkäufer das klar wird, wird er es in Relation dazu sicher als "Geschenk" und Lehrgeld betrachten, Ihnen ein Original liefern zu "dürfen" oder Ihnen den finanziellen Ausgleich zum Original zu zahlen.
Ist der Verkäufer nicht einsichtig und es kommt zu einem Verfahren, wird der Richter in vielen Fällen einen Gutachter beauftragen, der die Originalität des Artikels feststellt, falls Ihnen nicht schon eine Bestätigung des Herstellers bzw. aus dem Store vorliegt. Und spätestens dann wird der Markenrechtsinhaber/Hersteller informiert werden.
Daher steht weiter oben, dass das Informieren des Herstellers vorab ein "Kann" ist, da er es irgendwann wahrscheinlich sowieso erfährt.
Ich persönlich entscheide das von Fall zu Fall, womit wir nun auch bei diesem Thema wären:
ich bin kein Rechtsanwalt, und das hier aufgeführte sind Empfehlungen aus meiner persönlichen Erfahrung, keine Rechtsberatung.
Die nimmt gerne der bereits erwähnte Fachanwalt Ihrer Wahl vor.
 
Wie erstelle ich einen Screenshot ?
Zu speichernde Seite öffnen, auf der Tastatur die Tasten "Strg" (ganz unten links auf der Tastatur) + "Druck" oder "Print" oder "prnt" (je nach PC verschieden) ganz oben rechts, gleichzeitig drücken.

Dann  auf dem PC unter "Start" - "Programme" - "Zubehör" das Programm "Paint" öffnen und, wenn es offen ist, die Tasten "Strg" + "V" gleichzeitig drücken. Dann wird das Bild eingefügt in das Grafikprogramm

Das Bild als jpg-Datei abspeichern und einen passenden Dateinamen dazu wählen.

Anschließend wieder zurück auf die Auktionsseite gehen, den Bildschirm herunterscrollen bis zum Ende des ersten erstellten Screenshots, den Sie bereits gemacht haben und den Vorgang wiederholen.

Wenn eine Seite sehr lang ist, muss man also abschnittsweise mehrere "Screenshots" erstellen, da, wie der Name schon sagt, nur der "Screen", also das aktuell sichtbare Bildschirmfeld fixiert wird, nicht die ganze Seite
Es macht daher Sinn, die Screenshotbilder beim Abspeichern fortlaufend zu nummerieren, z.B.: verkaeufername01, verkaeufername02, etc.
 
 
Ich habe mit Paypal bezahlt - der Paypal Käuferschutz
Viele Käufer wiegen sich in Sicherheit, wenn Paypal als Zahlungsmethode angeboten wird. Es gibt ja den so viel beworbenen “Käuferschutz”.
Ein Trugschluß!
Lesen Sie mal die Paypal AGB genau durch !
Der Papyal Käuferschutz ist eine Kulanzleistung, kein “Muß” !

Im Ebay Forum “Bezahlung und Versand” können Sie jede Menge Fallbeispiele lesen, in denen der Käufer sozusagen ‘in den Mond geguckt hat’ oder aber extremen Aufwand betreiben musste, um sein Geld wieder zu bekommen.
Wenn ein Verkäufer beispielsweise einen Pflasterstein liefert, versendet als versichertes Paket, dann hat er Paypal gegenüber einen Versandbeleg, und das reicht Paypal vielfach als Beweis, dass der Verkäufer verschickt hat. WAS im Pakt war, müssen SIE nachweisen !

Haben Sie eine Fälschung erhalten und melden Paypal diesen Fall, dann müssen Sie nachweisen, dass der erhaltene Artikel eine Fälschung ist. Paypal nennt das gern “ein Gutachten vorlegen”. Dabei wünsche ich Ihnen jetzt schon viel Spaß!
Welcher Hersteller hat Lust, kostenloser Gutachter für Ebay und Paypal zu sein ? Schließlich verkaufen die selbst und Sie hätten ja auch dort kaufen können. Was hat der Designer Hersteller/Laden also damit zu tun, wenn Sie sich entscheiden, lieber risikoreich bei Ebay zu kaufen ? Nichts !
Daher bei Fälschungen IMMER "von der Beschreibung abweichenden Artikel" melden, ohne das Wort "Fälschung" zu erwähnen !
Nur so umgehen Sie ein Gutachten und bekommen Ihre Zahlung nach Vorlage des Rücksendebelegs zurück.
Zudem müssen Sie den Artikel auch noch auf Ihre Kosten an den Verkäufer zurück senden und diesen Rückversand auch belegen können. Sonst erstattet Paypal schon mal gar nichts.

Sie sehen also, das von Ebay so viel gelobte Paypal ist noch lange nicht das allseeligmachende.

Wenn Sie denn über Paypal zahlen, dann per Kreditkarte, die Sie in Ihrem Papyal Konto hinterlegen können.
Denn nur so können Sie direkt über Ihren Kreditkartenanbieter eine Zahlung zurück buchen lassen. Bei den meisten Kreditkarten Anbietern 6 Monate lang nach Zahlung.
Bei Paypal Zahlung per Lastschrift geht das nicht. Denn auch wenn man normalerweise Lastschriften innerhalb von 6 Wochen bei seiner Bank widerrufen kann, gilt das nicht für Paypal Zahlungen. Denn Paypal hat entsprechende Verträge mit den Banken. Lassen Sie also zurückbuchen, bucht Paypal erneut ab.

Ähnlich wenn Sie per Guthabeneinzahlung per Überweisungen auf Ihr Paypal Konto zahlen:
Was einmal überwiesen wurde, kann nicht mehr zurück gerufen werden.

Sie sehen also, es gibt viel zu beachten, wenn man viel Geld bei Ebay ausgeben möchte.
Ich kann jedem nur dringend empfehlen, sich zuerst auf den Internetseiten der jeweiligen Designer genauestens über den gewünschten Artikel zu informieren.

Und wenn ich Hunderte oder mehr Euro für eine Designer Tasche, eine Luxus Uhr oder ein teures Handy  hinblättere, würde ich immer persönlich abholen, selbst wenn der Verkäufer am anderen Ende Deutschlands wohnt. Wenn mir das zu weit ist, suche ich mir was näheres.
 
 

Kauf / Erhalt einer Fälschung, eines beschädigten Artikels oder gar keinen Artikel erhalten auf ausländischen Ebay Plattformen.
So wie jeder Autofahrer, der ein Auto besitzt, eine Kfz.-Haftpflichtversicherung hat - und zwar nicht nur weil er muss, sondern weil alles andere grob-fahrlässig wäre -  so hat auch jeder, der in irgendeiner Weise vertraglich mit dem Ausland zu tun hat - sei es Urlaub oder Ebaykauf - eine Auslandsrechtschutzversicherung. Das gibt schon mal -  wie beim Autofahren - ein einigermaßen sicheres Gefühl.
Bei Kauf auf einer europäischen Ebay Plattform ist die Sache relativ einfach: der Verkauf von Fälschungen ist überall strafbar, eine Strafanzeige können Sie europaweit stellen, ebenso einen Mahnbescheid oder sonstige Forderung einreichen.
Da Sie die Adresse des Verkäufers haben, können Sie die für den Verkäufer zuständige Behörde zur Stellung einer Strafanzeige leicht über eine Suchmaschine herausfinden.
Im nicht deutschsprachigen Ausland tun Sie dies am besten in englischer Sprache.
Für USA und Übersee gilt im Prinzip das gleiche, nur ist es eben weiter weg, was die Sache unangenehmer macht.
Hier ist die Zahlungsform unter Umständen von entscheidender Bedeutung:
Bei Kauf auf ebay.com, also in USA oder anderen Übersee-Ländern ist die Zahlungsform meist Paypal.
Grundsätzlich gesehen bietet Paypal Käuferschutz an. Einzelheiten dazu finden Sie in den Paypal AGBs unter "Nutzungsbedingungen" .
Ab Zahldatum haben Sie 45 Tage Zeit, dort einen Antrag auf Käuferschutz, sprich: auf Rückzahlung des Zahlbetrages zu stellen.
Noch einfacher ist es, wenn Sie per Kreditkarte über Paypal gezahlt haben, denn dann haben Sie  - je nach Kartenanbieter - bis zu 6 Monaten Zeit, sich die Zahlung zurückbuchen zu lassen.
Haben Sie eine kooperative Bank gilt das im Prinzip auch für das Lastschriftverfahren, auch wenn Paypal da teilweise gerne etwas anderes behauptet.
Wenn Sie eine Fälschung oder einen beschädigten Artikel erhalten haben, müssen Sie den Artikel erst an den Verkäufer zurücksenden und diesen Rückversand bei Paypal auch nachweisen, um einen Anspruch auf Rückzahlung zu haben.
Daher auch hier: unbedingt Fotos vom Artikel machen, um auch danach Beweismittel zu haben, und grundsätzlich nur mit Beleg zurücksenden: also per Einschreiben oder Paket mit Paketnummer.
Haben Sie per Überweisung gezahlt, was meist bei innereuropäischen Käufen der Fall ist, ist die Sache schon problematischer. Denn hier haben Sie keine Möglichkeit der Rückbuchung und müssen den Rechtsweg beschreiten, wenn der Verkäufer Ihnen nicht freiwillig Ihr Geld zurück zahlt.
Und hier gilt: den Artikel nicht vorher zurück geben, bis Sie Ihr Geld erhalten haben, damit Sie vor Gericht ein Beweismittel haben.  Bei einem solchen Gerichtsverfahren ist das üblich; der Artikel wird dann "Zug um Zug" gegen den Zahlbetrag zurück getauscht.
Um all diesem vorzubeugen gilt immer noch die alte Regel:
vor dem Bieten gründlich die Beschreibung lesen und die Fotos anschauen, ebenso das Bewertungsprofil des Verkäufers.
Sehr oft findet man schon dort deutliche Hinweise, womit man zu rechnen hat.
Relativ sicher, beispielsweise bei Louis Vuitton Artikeln ein Original zu erhalten,  sind Sie bei ausländischen Verkäufern, die der amerikanischen  Vereinigung "MyPoupette" angeschlossen sind, die ihre Mitglieder verpflichtet, nur Originale zu verkaufen.

 
 
Eine weitere traurige "Unsitte" bei Ebay:
Fotos aus anderen Auktionen von Originalen "klauen" und für eigene Fälschungen verwenden.
Ein "Gelegenheitskäufer", der nicht regelmäßig die Auktionen von Ebay weltweit (also nicht nur Deutschland) durchforstet und so recht gut informiert ist und geklaute Fotos eventuell wiedererkennt, hat kaum eine Chance, das zu merken.
Auf jeden Fall sollte man sich das begehrte Original auf den Herstellerseiten oder den unten angegebenen Seiten angucken, und zwar sehr genau, bevor man irgendwo bietet, wenn man sich mit einer Marke nicht auskennt.
Schauen Sie also genau wo Sie bieten, stellen Sie gezielte Fragen an den Verkäufer, z.B. ob er die Originalität garantieren kann. Achten Sie auf präzise Detailfotos, insbesondere z.B. bei Taschen auf Innenfotos, denn hier erkennt man am ehesten die Fälschung. Je weniger Fotos eingestellt sind, um so mehr Vorsicht ist in aller Regel geboten.
- Fragen Sie den Verkäufer, ob er Ihnen weitere Detailfotos zumailt, wenn sie fehlen.
- Fragen Sie nach Selbstabholung,

auch wenn Sie hunderte Kilometer weit weg wohnen und  gar nicht vorhaben, den Artikel selbst abzuholen.  Denn wird beides abgelehnt, ist vermutlich höchste Vorsicht geboten.
Ich selbst halte das so: wer einen hochpreisigen Artikel verkaufen will und noch zu faul oder zu geizig ist, vernünftige Fotos einzustellen, bei dem biete ich auch nicht.
Ich frage auch nicht nach, weil eine Artikelbeschreibung meiner Meinung nach grundsätzlich vollständig und präzise zu sein hat. Wer sich nicht daran hält und irgend etwas anderes liefert als beschrieben, hat dann sehr bald die Möglichkeit, mich persönlich kennenzulernen.
Und noch einmal: Ein Artikel, der im Original hunderte oder gar tausende Euro kostet und bei Ebay für einen Spottpreis angeboten wird (z.B. die zahlreichen Designertaschen, sei es nun Louis Vuitton, Chanel  - hier besonders die Cambon-Serie, die so gut wie allesamt Fälschungen sind), Gucci, Prada, Dior, Hermés, MCM, Luella Bartley, etc. - die hier unter Verwendung des Markennamens als Neuware auch mit Seriennummer und Authentkarte, die meist, alle schön mit derselben "Seriennummer", ebenfalls gefälscht sind, zu Billigpreisen angeboten werden), kann kein Original sein !
Ganz zu schweigen von den angeblichen "Markenklamotten"
Auch gefälschte "Original-Rechnungen" wären nicht neu. Es gibt längst spezielle Softwareprogramme dazu, nebst passendem Briefpapier und Etiketten.
Ein Kenner erkennt sofort, wenn er eine gefälschte Rechnung vor sich hat, einem Laien dürfte das eher schwer fallen.

Bis heute begreife ich nicht, warum Verkäufer, die angeblich eine Original Rechnung haben, nur eine Kopie herausgeben und dazu noch die persönlichen Daten, die nach Kaufabwicklung eh bekannt sind, schwärzt. Vielleicht möchte er seine Daten nicht in weiteren Händen wissen, wenn der Ebay-Käufer den Artikel seinerseits irgendwann weiterverkauft. Das ist zu verstehen. Aber in dem Fall könnte er beispielsweise seinen Namen auf der Rechnung stehen lassen und nur seine Adresse und evt. die Kreditkartendaten schwärzen.
Denn wie soll man sonst feststellen, ob die Rechnung wirklich zu dem Verkäufer und der Tasche gehört ?  Was tut ein VK noch mit der Original Rechnung, wenn er die Tasche doch verkauft. Reicht doch, wenn er die Kopie behält.
Nicht selten werden Rechnungen zu Artikel gesellt, die gar nicht dazu gehören. Mittels einer Kopien kann man sich ja zahlreiche "Original Rechnungen" basteln.
Auch ist drauf zu achten, ob Rechnungsdatum und Datencode des LV Artikels zusammen passen. Auch hier sind mir bei Ebay schon viele Ungereimtheiten aufgefallen.
Da wurde z.B. ein Noé mit Datencode/Seriennummer von 1998 mit einer Rechnung von 2001 präsentiert. Doch kein Louis Vuitton Store hat eine Tasche 3 Jahre im Laden liegen.
Einzelheiten zur Entschlüsselung der Louis Vuitton Datencodes finden Sie auf meiner Ratgeberseite Louis Vuitton - Original oder Fälschung ?

Wen trotz aller Alarmsignale die Gier "übermannt" bzw. "überfraut" hat, möglicherweise noch bei einem in China angemeldeten Neuling (die meisten sind allerdings inzwischen in GB angemeldet) mit 0 Bewertungen (neueste Masche: von Chinesen geklaute deutsche oder sonstige Accounts von Verkäufern, die schon viele Bewertungen haben, so genannte "Takeover-Accounts, AB hier in Englisch, anonyme Zahlungsmethoden, meist ausländische Währung, hohe Versandkosten) mit einem nichtssagenden Auktionstext gekauft hat, irgendwo hin anonym überwiesen hat und sich dann wundert, dass er keine Ware erhält, kann ich nur in ganz polemischer Manier empfehlen:
Kopf tief nach unten in's WC-Becken halten, Deckel fallen lassen, mehrmals kräftig spülen - vielleicht bringt das ja wieder ein wenig Sauerstoff ins Gehirn.
Wer "spenden" will, kann das woanders wesentlich sinnvoller tun.

Auch gerne "genommen" in Artikelbeschreibungen: völlig überhöhte Neupreise anzugeben.
Sowohl Louis Vuitton, Dior, MCM etc. haben jedoch die Preise auf ihren Homepages angegeben. Schauen Sie also lieber vorher dort nach, was so ein Teil neu im Laden kostet, bevor Sie zu viel bieten.
Sowohl Louis Vuitton als auch Dior,  MCM, aber auch Versace und Chanel und bestimmt auch andere Designer, deren Stores oft weit von einem weg sind, liefern übrigens auch nach Hause !
Weitere "Unsitte": gerne beenden manche Verkäufer vorzeitig ihr Angebot, wenn die Gebote nicht hoch genug waren oder um den Artikel außerhalb von Ebay zu verkaufen (wenn z.B. jemand per Mail dem VK ein Sofortkaufangebote gemacht hat). Das kann ins Auge gehen, denn der letzte Höchstbieter hat einen Rechtsanspruch auf den Artikel, weil die sog. Willenserklärung des Verkäufers, die mit dem Einstellen eines Artikels beginnt, mit dem vorzeitigen Beenden der Auktion nicht erlischt.
Hat der Verkäufer den Artikel nicht mehr, egal welche Gründe er angibt (sehr beliebt auch: "ist kaputt gegangen" oder "wurde gestohlen" - das muss er nämlich erst mal nachweisen), kann der letzte Höchstbieter entsprechend Schadenersatz einfordern. Über Suchmaschienen finden Sie etliche Urteile dazu.
Ich habe noch einige Ebay Ratgeber verfasst, wen eines der Themen dort interessiert oder betrifft, kann dort auch Hilfe finden:
Designer Taschen - Original oder Fälschung ?
Louis Vuitton - Original oder Fälschung ?
MCM - Original oder Fälschung ?
Die große Enttäuschung: Ware nicht wie beschrieben - Fälschung erhalten
Ware bezahlt - Verkäufer liefert nicht - was tun ?

Alle meine Ratgeber finden Sie hier:
Testberichte & Ratgeber von: schutz-vor-fakes

Wem hier irgendetwas Negatives widerfährt, sollte es auf jeden Fall Ebay melden
 

Auch sehr  beliebt in letzter Zeit, besonders bei hochpreisigen Artikeln:

Angebote vorzeitig zu beenden,
wenn die Gebotsbeträge nicht hoch genug sind, oder auf Käuferseite Gebote zurückzuziehen, weil sie es sich anders überlegt haben.
Beides kann sehr teuer werden, wenn man an "den Richtigen" gerät. Denn der Verkäufer hat mit dem letzten Höchstbietendeneinen rechtsgültigen Kaufvertrag.


Die Gebotsabschirmung
Wie geht das ?
Ein "Schnäppchenjäger" gibt mit zwei Accounts oder mit einem befreundeten Account sofort nach Beginn der Aktion, wenn der Preis also noch niedrig ist, zwei hoche Gebote ab.
Der Preis geht also von vorer 1,- Euro oder etwas mehr sofort recht hoch, so dass kein anderer Interessent mehr bietet, weil der Preis durch die beiden hohen Gebote unattraktiv geworden ist.
Kurz vor Angebotsende wird das zweite Gebot zurück gezogen, der Artikelpreis fällt somit wieder runte auf 1,- Euro der das niedrigste, darunter liegende Gebot.
In einem solchen Fall muss ein Verkäufer den Artikel nicht verkaufen !
So sehen es die Ebay AGB vor.
Ein ähnliches Verfahren nur von Verkäuferseite statt von Käuferseite ist

Die Gebotsauslotung
Hier bietet der Verkäufer, wenn die Gebote schon recht hocht sind, mit einem zweiten Account oder einem befreundeten Account schrittweise hoch, um sich an das Gebot des aktuellen Höchstbieters heran zu tasten, um herauszufinden, wie viel dieser echte Höchstbieter geboten hat.
Hat der Verkäufer den Höchstbieter überboten, weiß er ziemlich genau, dass der letzte Höchstbieter einen Betrag zwischen dem letzten Gebot des Verkäufers, das unter dem des echten Höchstbieters und dem Betrag liegt, mit dem der Verkäufer jenen überboten hat.
Der Verkäufer zieht also mit seinem "Pusher Account" sein Höchstgebot zurück, der ursprüngliche echte Bieter ist nun wieder Höchstbieter.
Auch in diesem Fall gibt es keinen gültigen Kaufvertrag
Der echte Höchstbieter kann den Artikel kaufen, muss es aber nicht.
Besonders leicht wird es Verkäufern gemacht, wenn ein echte Bieter kurz hintereinander 2 x bietet und dazwischen kein anderer Geboten hat.
Hier erkennt ein Verkäufer sofort, da ist jemand sehr interessiert und könnte sich daher versuch fühlern herauszufinden, wie doch denn der Höchstbieter geboten hat.

Und ein Silberstreifen am Horizont der Verkäufer: Spassbieter müssen Schadenersatz zahlen, wenn (und nur dann !) der Verkäufer in seiner Auktion  auf eine entsprechende  Schadenersatzsumme (z.B. 30% des Auktionspreises) hinweist.
Für private Verkäufer sinnvoll (und hier besonders bei hochpreisigen Artikeln wie Fahrzeugen), denn dort hat ein Käufer, andersals bei gewerblichen Verkäufern, kein Rücktrittsrecht, so dass der Schadenersatz in jedem Fall zu zahlen wäre.
Es ist also für jeden privaten Verkäufer ratsam, eine solche Schadenersatzklausel in seine Auktionen einzufügen (siehe auch unten unter "Ebay-Urteile).
Ungeachtet dessen hat ein privater Verkäufer selbstverständlich ein Recht auf Vertragserfüllung, also auf Zahlung des vollen Preises bei Verkauf des Artikels.
Bei beiden Varianten sollte sich ein privater Verkäufer jedoch gut überlegen, ob er hier einen Rechtsstreit riskiert. Denn ist beim Käufer finanziell nichts zu holen, bliebe der Verkäufer auf seinen Kosten sitzen.
Es lohnt sich also auf jeden Fall eine gute Rechtschutzversicherung.
 





 
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