nicht schon wieder das nevige Thema Versandabzocke

Aufrufe 11 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
ach nicht schon wieder das nevige Thema Versandabzocke...

wie kann man sich nur in jedem zweiten Ratgeber darüber auslassen und aufregen...

Ich finde es gibt überhaupt keinen Grund sich aufzuregen, denn erstens ändert man damit nichts, und zweitens ist es des falsche Signal.
Man bestraft Abzocker am einfachsten durch Nichtbeachtung, und am Ende wird ja auch niemand gezwungen zu kaufen.
Aber Achtung: Realistisch bleiben, und nicht diejenigen Verkäufer abstrafen, die es eigentlich richtig machen!
Wenn alle Ebayer mit offenen Augen durchs Ebay gehen und sich daran halten, gäbe es fast keine Abzocke mehr.
Das Problem sind Überstürztheit und Oberflächlichkeit. Jeder gute Deal baut auf gute Vorbereitung.
Und nicht mal eben zwischen Tür und Angel bieten und sich dann wundern, sondern in Ruhe lesen, nachfragen, nnd dann festnageln!

Dabei ist das alles doch soooo einfach. also: nicht aufregen, sondern mal in Ruhe schauen:

Die Verkäuferseite:

1.) es gibt "private" Verkäufer (damit meine ich die wirklich privaten, nicht die tatsächlich gewerblich handeln und das aber verschweigen), die nehmen nur die reinen echten Portokosten, und zwar das günstigste (z. B. Warensendung).

2.) es gibt "gewerbliche" Verkäufer, die das genauso machen, teilweise geben die sogar ihre Mengenrabatte weiter, so dass ein Päckchenversand billiger ist als wenn man selbst eins zur Post bringt.

3.) es gibt gewerbliche Verkäufer die das nehmen, was sie kalkulatorisch brauchen (das ist in Ordnung, aber dazu später)

4.) und es gibt die Abzocker, die viel zu viel nehmen

zu 1) und 2) kann ich nur sagen: lobenswert! Danke!
zu 4) ja die gibt es, und das ist beschissen, aber bleiben wir mal fairer als die Abzocker: es gibt doch längst nicht soviele, wie man bei den vielen Ratgebern über Abzockre meinen könnte. Um aber den Unterschied zu erkennen, befassen wir uns einzig mit 3) und damit was man aus wirtschaftlicher Sicht tatsächlich nehmen sollte.

denn auf der Käuferseite gibt es:

A.) Leute denen das egal ist.

B.) Leute die es verstehen wollen und selbst entscheiden was sie tun

C.) Leute die einfach nur meckern und alles diskutieren wollen, egal wieviel sie verstehen

zu A.) ja, denen geht es gut, sie spielen zwar den Abzockern in die Hände, aber die lesen auch keine Ratgeber

zu B.) das ist die richtige Einstellung und ich denke das tun auch die meisten Ebayer. Nur weil es soviele Ratgeber zu dem Thema gibt, heisst das ja nicht zwangsläufig dass alle blöd sind. Für diese Gruppe Käufer sind die Ratgeber in denen erklärt wird was kalkuliert werden darf und sollte

zu C.) Denen kann man eh nichts recht machen, sind wahrscheinlich selbst schon aus oben genannten Grund abgezockt worden, aber die hören eh nicht zu sondern sehen nur das Böse in allen, sicher, machmal nicht ohne Grund, aber schade, dadurch haben wir nämlich die ganze Hetzjagd

ALSO: eigentlich sollte es in diesem Forum nur Ratgeber über Versandkosten geben für die Käufergruppe B) die bei der Verkäufergruppe 3) kauft. Das sind ungefähr 5%, der Rest ist eigentllich nur schädlich.

Ich werde jetzt weder irgendwelche Gesetze runterrasseln, oder Musterkalkulationen aufstellen, ich denke dafür findet sich genug im Netz.
Wichtig ist eigentlich nur zu wissen, dass Versandkosten deutlich höher als Portokosten sein können und in vielen Fällen sein müssen, und dass es kein Allgemeinrezept gibt. Geht aber davon aus, dass ein Verkäufer der vom Ebaygeschäft lebt, mindestens die folgenden Kosten in den Versand reinkalkulieren muss:
- Porto
- Verpackung
- Zwischetransport (z.B. vom Lager zur Postfiliale, das kann durchaus auch Sprit und Parkgebühren bedeuten)
- ein gewisses Logistikhandling, spätestens wenn er einen Dienstleister dafür beauftragt

Zudem gibt es eine Reihe von Kosten die zusätzlich einkaluliert werden dürfen, und je nach Unternehmen auch sollten, sowie selbstverständlich Kosten, die nicht reingerechnet werden dürfen (wobei das sogar egal wäre wenn man als Käufer einen vernünftigen Angebotsvergleich macht, denn am Ende kommt es auf die Gesamtkosten an, das sollte man nie vergessen)

Aber man erkennt schon jetzt, dass die Kosten weit höher als das Porto sein können!

Und wichtig: bei dem einen oder anderen können durchaus Vor- oder Nachteile durch eine gewisse Mischkalkulation entstehen, was völlig in Ordnung ist, denn eine Individualkalkulation und der entsprechende Kommunikationsaufwand würde zusätzlich Zeit und somit Geld kosten!

Ich möchte eigentlich nur an die Vernunft appelieren. Versucht einfach zu verstehen was Verkäufer tun und tun müssen. Und wenn Zweifel bestehen, fragt die Verkäufer. Ist die Antwort nicht in Ordnung, oder kriegt Ihr erst gar keine, dann kauft nicht! Wenn doch, und Ihr fühlt Euch am Ende abgezockt, dann verklagt den Verkäufer wenn Ihr meint Ihr wäret im Recht, aber jammert nicht rum und redet nicht pauschal alle Verkäufer schlecht. Die anderen im Netzt können nichts dafür und denen wird auch nicht geholfen.

Viel Spass beim shoppen, immer schön Augen aufhalten und fair sein, Gruss, skai

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden