ist sie nicht wunderbar, Eric Stoltz, Elias Koteas, DVD

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80er Jahre Klassiker, auch durch überzeugende Nebenrollen

Die allgemeine Haupthandlung, (wirklich so etwas wie nur ein nochmaliger Aufguss von "Pretty in Pink") ist zwar nicht unbedingt neu. Oder gar noch sehr originell. Aber kurzweilige Unterhaltung ist auch dabei für jeden noch allemal gegeben. Und kann hier ziemlich schnell beschrieben werden.

Um an einer typischen US - amerikanischen High School mit zu den angesagten und elitären Kreisen zu gehören, muß man entweder reich, - Cheerleader oder erfolgreicher Footballspieler sein. Sowie natürlich auch die richtigen Freunde haben. Keith (Eric Stoltz) ist eher zurückhaltend und sensibel, begeistert sich dazu noch für Malerei. Und seine Eltern gehören der weißen Arbeiterklasse – Unterschicht an. Damit ist er automatisch ein geborener Aussenseiter.

So verwundert es auch nicht weiter, das sein bester Freund (Mary Stuart Masterson) ein ziemlich burschikoses Mädchen mit einem Faible für's Schlagzeug spielen und weniger fraulichen Verhalten ist. Keith schwärmt für Amanda, das nicht nur für ihn unerreichbare und sehr beliebtes Traumgirl der ganzen Schule. Sie scheint zuerst auch Interesse an ihm zu haben. Doch ist es wirklich ernst von ihr gemeint ?

Tja, - die Achtziger ;-) ... und "ist sie nicht wunderbar" gehört hier ebenso zu den klassischen Teenagerfilmen wie etliche andere aus dieser Zeit. Von Beginn an kann man sich schon ausrechnen, das wieder einmal mehr dann alles mit dem obligatorisch hollywoodgerechten happy - End ausgehen wird. Und trotzdem schaut man sich doch solche Filme, - je nach momentaner Stimmung, immer wieder gerne an.

Sicherlich, nicht unbedingt ein echt besonders großartiger Unterschied zu den heutigen Filmen aus dieser Kategorie, - wie z.B. die "American Pie" Trilogie usw., allerdings doch immerhin noch etwas deutlich besser gemacht durch die witzigeren Dialoge bzw. Synchronisation und das originellere Schauspiel der Darsteller.

Eric Stoltz ("die Fliege" - Teil 2, "die Maske", - die Version mit Cher), - damals noch mehr unbekannt, Lea Thompson ("Zurück in die Zukunft" - Teil 1), Craig Sheffer ("Cabal - die Brut der Nacht") als neureicher Fiesling, John Ashton, - ziemlich bekannt geworden durch die Fernsehserie "Hardball" mit Richard Tyson ("Kindergarten Cop", Kingpin") bzw. "Beverly Hills Cop" - 1 & 2, als besorgter Vater mit eigenen Zukunftsplänen für den Sohn.

Besonders gut gefallen haben mir hier allerdings ganz persönlich diese, leider nur spärlichen, Szenen mit Elias Koteas ("der schmale Grat"), als völlig durchgeknallter und etwas rüpelhafter Rowdie in einer kleineren Nebenrolle. Wobei ich immer den etwas den leichten Eindruck bekommen habe, das hier schon die Idee seiner später gespielten Eingansszene in "Dämon" mit Denzel Washington, Donald Sutherland und John Goodmann, bereits auch ein wenig angelegt, aber eben noch nicht völlig ausgereift war.

Ebenso wie bei Jean Reno in "Nikita" von Regisseur Luc Besson bis dann zu "Leon – der Profi" als relativ wortkarger, unberechenbarer "Reinigungsmann". Vergleichbar zu solcherlei Art Filmen heutzutage ist auch sehr auffällig, das sich hierbei noch mit üblicherweise und immer etwas klischeehafter Aktionen wie Nackt, - und Sexszenen zugunsten der dann anspruchsvolleren Handlung zurückgehalten worden ist. Und auch deutlich mehr Wert auf reine Situationskomik sowie mehr sprühenden Charme und Wortwitz, - auch mit durch z.T. herrlich absurde Kommentare gelegt wurde.

In ungefähr der gleichen Sparte, - kann dann vielleicht auch noch "Breakfast Club - der Frühstücksclub" zur Kaufempfehlung hier ebenfalls und wieder einmal mehr genannt werden.

Fazit: nicht unbedingt also für heutige Vertreter der Generation – MTV, mit deutlich mehr Interessen an zuweilen reinen Fleischbeschaufilmen und oftmals auch noch recht platten Humor unter der Gürtellinie, völlig und vorbehaltlos geeignet. Es sei denn, - sie möchten ihre heutigen Stars gerne nochmal in ihren filmischen Anfängen mit erleben. Sonst aber, - dh. nicht nur, für alle diejenigen, die noch selbst diese Zeiten miterlebt haben, zumindest zum 1x ausleihen und evtl. bei Gefallen hinterher kaufen ganz empfehlenswert.
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