iRobot Roomba 520 - der (fast) perfekte Staubsauger

Aufrufe 12 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Vorweg: Der Roomba 520 ist - wie auch seine größeren und teureren Kollegen - eher langsam und gemächlich unterwegs und auch nicht unbedingt leise. Wenn Sie seine Arbeitszeit an der eines Menschen messen wollen - vergessen Sie's einfach! In der Zeit, in der der Roomba einen Raum schafft, saugt ein halbwegs fixer Mensch ein ganzes Wohnhaus von oben bis unten. Das charmante an unserem kleinen Roboter aber ist: Er trägt nicht ständig diesen Gedanken in sich, dass Saugen reine Zeitverschwendung ist und man sich das gar sparen könnte (so wie ich), sondern er brennt geradezu darauf, seinem Einsatzzweck gerecht zu werden. Er ist der nimmersatte Pac-Man, der auf Ihrem heimischen Boden seine Fresstour startet und dabei Unmengen seiner Leib- und Magenspeisen wie Schmutz, Dreck, Haare und anderen Unrat zu vertilgen vermag und der diese Jagd im Gegensatz zu Ihnen zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne zu murren aufnimmt! ;-)

Unser Robo-Kumpel ist dabei freilich nicht perfekt. Er erwartet von seinem Besitzer schon ein wenig Zuarbeit, soll er sämtlichen Schmutz zuverlässig schlucken. Der Roomba legt sich z.B. gern mit lose herumliegenden Kabeln an. Zwar kann er sich durch sein intelligentes Anti-Verfang- System so gut wie immer selbst befreien. Bei besonders dünnen Kabeln kommt es dann aber doch gelegentlich zu diplomatischen "Verwicklungen", die sich dann nur durch die umsichtige Vermittlung eines Humanoiden wieder beheben lassen. Vorsicht auch bei sehr leichten Teppichen, wie ich sie z.B. im Schlafzimmer habe und die einfach nur locker auf dem Laminat aufliegen. Der Roomba hält hier nichts davon, diese zu überfahren, sondern schiebt diese Schwächlinge, die ihm keinen ausreichenden Wiederstand entgegenzubringen vermögen, einfach zu einem Knäuel zusammen. Besser: Vorher kräftig ausschütteln und dann wegräumen!

Gleiches gilt auch für empfindliche Stücke aus sehr dunklem Material oder aus Chrom, bzw. prinzipiell alles, was den Infrarot-Strahl des Roomba nur schlecht reflektiert. Normalerweise ist der Roomba sehr sanft zu den Möbelstücken. Er erkennt sie in ein paar Zentimeter Abstand, verringert dann ehrfürchtig seine Geschwindigkeit, um diese sanft anzutitschen. Bei Gegenständen jedoch, die den Infrarotstrahl nur schlecht reflektieren, mutiert der Roomba zum Grobian: Mit voller Fahrt donnert das Ungetüm gegen meine schwarzen Möbel oder gegen meine Chrom-Stehlampe. Da der Bursche 6 kg wiegt, geraten da schon mal ein paar Teile ins Wackeln.

Alles in allem hält der Roomba aber, was er verspricht: Er hat bei mir fünf Zimmer zu saugen (inkl. Bad, Flur, Küche). Ich bereite die Wohnung robotergerecht vor (alle Hindernisse aus dem Weg und Stellen frei, wo der Robi auf jeden Fall auch saugen soll), drücke den Clean-Button, verlasse die Wohnung und finde den Roomba später erschöpft aber vollgefressen in seiner Ladestation vor.

Apropos vollgefressen: Wie jeder weiß, muss das, was man sich einverleibt, irgendwann auch wieder aus. So auch beim Roomba. Statt Windeln zu wechseln (Staubbeutel), handelt es sich hier um ein beutelloses System, was sehr einfach zu reinigen ist, aber Stauballergiker doch schnell in Kontakt mit dem Staub bringt. Dennoch sind alle Teile, inkl. Bürsten, Pinsel, Räder unverschämt leicht zu reinigen! Das ist wirklich vorbildlich gelöst!

Fazit: Wer heute noch selbst saugt, ist auch selbst schuld! ;-) Ich bin davon überzeugt, dass in 10 Jahren jeder so'n Ding zu Hause hat!

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden