iPhone 3G 16 GB Smartphone

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Hallo an alle,
das neue iPhone ist in aller Munde und wird von Apple als revolutionäres Handy verkauft. In der Tat hebt es sich von anderen Handys ab, aber was steckt wirklich dahinter?
Ich habe mir zur Einführung des neuen iPhones auch ein solches Gerät gekauft und möchte nachfolgend meine Erfahrungen mit dem iPhone schildern, um anschließend allen zu helfen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie sich ein iPhone 3G kaufen sollen.
Hier meine Gliederung:

1. Kauf und Inbetriebnahme
2. Lieferumfang
3. Aussehen und Verarbeitung
4. Technische Infos
5. Benutzung
6. Was es kann
7. Was es nicht kann
8. Tarife und Kosten
9. Kaufentscheidung
10. Pro und Kontra im Überblick
11. Fazit

1. Kauf und Inbetriebnahme
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Das iPhone 3G wird vom Hersteller Apple produziert und in Deutschland exklusiv von T-Mobile vertrieben. Wenn man sich ein iPhone in Deutschland kauft, ist es also zwangsläufig immer an einen 2-Jahres-Vertrag mit T-Mobile gebunden. Erst nach 2 Jahren kann das iPhone entsperrt werden und ermöglicht dann eine freie Nutzung in allen Mobilfunknetzen.
Wer ein iPhone 3G ohne Vertrag bekommen will, kann es sich im Ausland, beispielsweise in Belgien besorgen. Ebenfalls können iPhones mit einer speziellen Software entsperrt werden. Dies entspricht natürlich nicht den Vorstellungen von T-Mobile, deshalb hat man natürlich dann auch keinen Garantieanspruch mehr. Selbst wenn man das iPhone 3G per Post von T-Mobile liefern lässt, kommt man um den Vertrag nicht drumherum. An der Haustür bei der Lieferung wird der Vertrag unterzeichnet. Auch den Vertrag dann zu widerrufen, hilft nicht, da dann das Gerät zurückgeschickt werden muss. Zudem muss man berücksichtigen, dass selbst wenn man das iPhone mit einem anderen Netzanbieter betreibt, bekommt man nicht die gleiche Leistung, denn kein deutscher Netzbetreiber hat derzeit eine so gute 3G-Abdeckung wie T-Mobile. Die Netzqualität und das fast flächendeckende Internet sind weitaus besser als bei anderen Anbietern, allerdings ist Vodafone dicht dran. Zudem kann man das Feature "Visual Voicemail" (siehe weiter unten) nur mit T-Mobile nutzen!
Das iPhone 3G ist in T-Mobile-Shops (T-Punkt), in Gravis-Stores und anderen Geschäften erhältlich, aber nicht immer vorrätig. Online kann man es auch bequem bei T-Mobile bestellen.
Man muss bei der Bestellung bereits den gewünschten Tarif (siehe Punkt 8) auswählen.
Ich habe mein iPhone 3G online bestellt und etwa 10 Tage gewartet. Allerdings weiß ich, dass die Lieferzeiten erheblich länger sein können. Bei der Lieferung wird an der Haustür der Vertrag unterzeichnet.

***** Die Hürden von Aktivierung und Entsperrung *****
Sofort nutzen kann man das Wundergerät allerdings noch nicht nach der Lieferung. Zunächst muss man die mitgelieferte SIM-Karte einsetzen und seine PIN eingeben, um das Gerät zu entsperren. Danach wird man feststellen, dass man noch gar kein Netz hat und somit nicht telefonieren kann. T-Mobile muss die SIM-Karte erst noch freischalten, was bis zu 24 Stunden dauern kann. In der Zeit soll das iPhone ausgeschaltet bleiben. Also ist Geduld angesagt.
Sobald man im Netz von T-Mobile ist (wird angezeigt), muss man das Gerät mit iTunes (kostenlose Software von Apple, muss heruntergeladen werden) verbinden und es dort aktivieren. Dies erfolgt problemlos, solange man eine gültige Kreditkarte hat, die von iTunes verlangt wird. Ohne Kreditkarte könnte man Probleme bekommen. Eine schlechte Lösung.
Erst danach kann man das iPhone in vollem Umfang nutzen. Die eigene Rufnummer bekommt man auch erst im Begrüßungsbrief, der erst nach der Freischaltung der SIM-Karte automatisch von T-Mobile verschickt wird. Übrigens befindet sich KEINE Anleitung für dieses ganze Prozedere im Paket.


2. Lieferumfang
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Im Paket befindet sich:

    * iPhone 3G
    * Stereo-Headset mit Mikrofon
    * Dock-Connector-auf-USB-Kabel (USB-Verbindungskabel)
    * USB-Power-Adapter (Ladegerät)
    * Reinigungstuch
    * Werkzeug zum Entfernen der SIM-Karte


Eine gedruckte Anleitung für das iPhone liegt nicht bei, nur ein kleines Faltblatt, was die wichtigsten Funktionen zeigt. Auch der Aktivierungsprozess wird nicht schrittweise erklärt. Den muss man schon selbst herausfinden (oben erklärt). Wer auch die iTunes-Software noch nicht installiert hat, muss diese ebenfalls selbst herunterladen. Eine eher schlechte Leistung von T-Mobile und Apple!

Ebenfalls nicht dabei ist das Dock, welches beim vorherigen (alten) iPhone noch mitgeliefert wurde. Dieses kann man für 25 Euro kaufen!

3. Aussehen und Verarbeitung
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Das iPhone 3G ist, wie fast alle Produkte von Apple, ein Prachtstück, was das Design betrifft. Anders als beim alten iPhone ist die Rückseite aus hochwertigem Plastik, worauf Fingerabdrücke jedoch sofort sichtbar werden. Schon nach wenigen Berührungen hat das iPhone einen Teil seiner Schönheit wieder eingebüßt. Eine Silikonhülle ist empfehlenswert. Das Display ist sehr robust, da es aus hartem Glas ist.
Die Abmessungen (siehe Punkt 4) sind eher ungewöhnlich für ein Handy, aber man kann trotzdem gut damit telefonieren.

Das iPhone 3G hat nur wenige Tasten. Den Ein-/Ausschalter, die Klingeln/Aus-Taste, einen Lautstärke-Regler und den Home-Button, der immer auf den Start-Bildschirm zurückführt.
Der Rest wird über das Touch-Display gesteuert (siehe Punkt 5).

4. Technische Infos
******************************************************************** *********Alle technischen Details kann man bei T-Mobile oder bei Apple online nachschauen,
hier nur die wichtigsten technischen Informationen:

    * Abmessungen: 115,5 mm x 62,1 mm x 12,3 mm
    * Gewicht: 113 g
    * Speicher/Farbe: 8 GB in schwarz, 16 GB in schwarz, 16 GB in weiß
    * Verbindungen: UMTS/HSDPA, GSM, EDGE, Wi-Fi (W-LAN), Bluetooth 2.0 + EDR
    * Assisted GPS
    * 3,5 Zoll (8,89 cm) Display
    * 480 x 320 Pixel Bildschirmauflösung
    * Kamera: 2 Megapixel, Geotagging eingebaut
    * Kopfhöreranschluss: 3,5 mm (passt mit jedem Kopfhörer)
    * Batterielaufzeit: Standby 300 Std., Internet 5-6 Std., Video 7 Std., Audio 24 Std., Sprechen 5-10 Std. (je nachdem ob 3G ein- oder ausgeschaltet ist)


Die Batterieleistung ist wie üblich vom Hersteller etwas überzogen. Man kann sagen, dass das iPhone öfter geladen werden muss als andere Handys, da es ja mehr Strom verbraucht aufgrund der Anwendungen und auch wegen des großen Displays. Mann kann die Batterielaufzeit optimieren, indem man die Helligkeit des Displays verringert und UMTS bzw. 3G ausschaltet.Das Aufladen des Gerätes dauert bei 10% vorhandener Ladung (Warnmeldung) bei mir etwa 2 Stunden, was akzeptabel ist, wie ich finde.

Die Garantiezeit beträgt ein Jahr!

5. Benutzung
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***** Eine Bedienung, die einfach Spaß macht *****
Eines kann man dem iPhone sicher nicht so leicht absprechen: die intuitive und wahrlich revolutionäre Bedienung. Sicherlich gibt es auch andere Handys mit Touch-Display, aber das iPhone nutzt als einziges Telefon die Multi-Touch-Technologie, das heißt, es kann auf mehrere Bewegungen gleichzeitig reagieren. Es ist erstaunlich, wie sensibel das iPhone auf Eingaben reagiert. Schieberegler, das Scrollen durch lange Listen und auch das Tippen von Schaltflächen ist absolut genau und macht sogar Spaß. Apple hat es geschafft, dem iPhone eine Nutzerfreundlichkeit zu verleihen, die seinesgleichen sucht und sofort verstanden wird.

***** Schreiben auf dem iPhone: Nur im Querformat superschnell *****
Ein Vorteil am iPhone ist, dass man eine vollwertige Tastatur hat und nicht mit den Buchstaben auf den Zahlentasten Vorlieb nehmen muss. Ja, es gibt genug Leute, die eine SMS auf einer herkömmlichen Tastatur sicherlich schneller schreiben können, aber der Rest von uns wünscht sich doch lieber eine richtige Tastatur. Das Tippen auf dem iPhone ist ziemlich genau, jedoch muss man sich erst etwas reinarbeiten, um Tippfehler zu vermeiden. Problemlos gelingt das Tippen, wenn man das iPhone im Querformat hält, da die Abstände zwischen den Buchstaben dann breiter sind. Hält man das iPhone im Hochformat, gestaltet sich dies schon erheblich schwieriger. Leider funktioniert das Tippen im Querformat nur in wenigen Anwendungen wie Safari (Internet). Gerade beim SMS-Schreiben kann man leider auch nicht im Querformat tippen, was für mich ein großer Nachteil ist und dringend geändert werden sollte!

***** Wie die Autokorrektur mich auf die Palme bringt *****
Es ist sicherlich nett gemeint vom iPhone, meine Tippfehler korrigieren zu wollen, jedoch bringt mich dies schon manchmal auf die Palme, sodass ich mir wünschte, das iPhone würde einfach mal wegschauen, wenn ich etwas schreibe. Diese Fürsorglichkeit endet nämlich allzu oft damit, dass man daran gehindert wird, Passwörter einzugeben, oder dass das iPhone aus richtigen Wörtern im Handumdrehen und ungefragt Wörter bildet, die ich in meinen kühnsten Träumen noch nicht gesehen habe. Die Korrekturvorschläge müssen beim Tippen gezielt weggedrückt werden, damit man nicht korrigiert wird. Ausschalten lässt sich diese Korrektur nämlich nicht und leider hat sie mir bisher eher wenig genützt.
Noch dazu ist es schwierig, an eine beliebige Stelle eines Wortes zu springen, um etwas zu korrigieren. Dies erfordert schon etwas Übung. Allerdings sei gesagt, dass sowohl dieses Problem, als auch das Problem mit der Autokorrektur Dinge sind, an die man sich gewöhnen kann und die einem bei längerer Benutzung schon bald nicht mehr allzu sehr stören.

***** Das iPhone und iTunes - Welch ein Liebespaar *****
Das iPhone 3G wird bekanntermaßen über iTunes mit dem Computer verbunden. Danach kann man die Speicherausnutzung einsehen und alle Einstellungen bezüglich der Synchronisation treffen. Das Prinzip ist wie bei allen iPod-Geräten von Apple, erscheint aber vielleicht neu für all jene, die vorher noch keinen iPod oder ein iPhone besaßen. iTunes verwaltet die gesamte Musik, auch Videos, Podcasts, Fernsehsendungen, Programme, Klingeltöne und mehr. Das iPhone wird beim Anschluss mit iTunes synchronisiert, das heißt, alles was sich in iTunes befindet, wird auf das iPhone geladen, und alles, was man auf dem iPhone hat, wird mit dem Computer abgeglichen. Man kann natürlich einstellen, was alles synchronisiert werden soll. Das iPhone gleicht also auch die Kontakte, E-Mails und den Kalender mit dem Computer ab.
Insgesamt gesehen ist dieses Synchronisationsprinzip sehr einfach, dennoch mag es manch einer vielleicht lieber, wenn er gewünschte Inhalte einfach per Drag und Drop auf das iPhone ziehen kann und umgekehrt. Dies ist mit iTunes aber nicht möglich, jedoch mit anderen frei erhältlichen Programmen.


6. Was es kann
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Nachfolgend stelle ich euch die wichtigsten Funktionen von Apples Kulthandy vor.
Da das Gerät über den so genannten "AppStore" mit vielen anderen Programmen erweitert werden kann, ist die Funktionsvielfalt des iPhones wirklich enorm groß.

***** Ja, Telefonieren kann man damit auch *****
Bei all dem Hype und der tollen Bedienung könnte man glatt vergessen, dass das iPhone 3G natürlich auch ein Telefon ist, wie es der Name ja verrät. Man kann sowohl über einen Ziffernblock, als auch über die Kontaktliste Nummern wählen. Die Kontaktliste bzw. das Adressbuch ist sehr sehr übersichtlich und kann einfach bearbeitet werden. Auch Bilder können für jeden Kontakt hinzugefügt werden, sowie zahlreiche weitere Details. Die Sprachqualität des iPhones ist wirklich sehr gut, auch eine Freisprechfunktion bietet es. Wenn man das Gerät ans Ohr hält, schaltet sich das Display aus, um Berührungen zu vermeiden. Beim Telefonieren können alle anderen Funktionen des Telefons genutzt werden, was ich sehr nützlich finde!

***** SMS mal etwas anders *****
Das Versenden von SMS funktioniert mit dem iPhone einwandfrei. Auch an mehrere Kontakte gleichzeitig kann man schreiben. Die Darstellung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Versendete und bekommene SMS werden wie ein Chat mit Sprechblasen angezeigt. Das hat den Vorteil, dass man immer sieht, was man zuletzt mit einer Person besprochen hat.

***** Visual Voicemail - Bequem und praktisch *****
Ein einmaliges Feature vom iPhone ist auch, dass man seine Mailbox wie ein E-Mail-Postfach abrufen kann und gezielte Nachrichten bequem anhören kann, ohne sich jedes mal alle vorherigen Nachrichten anhören zu müssen. Somit ist die Mailbox wirklich eine bequeme Sache, die ich früher nur selten genutzt habe, aber jetzt sehr schätze, zumal das Abrufen der Nachrichten nichts extra kostet wie bei anderen Mobilfunkbetreibern. Die Mailbox beantwortet Anrufe, wenn das Handy ausgeschaltet ist oder wenn man Anrufe nicht annimmt.

***** Das echte Internet und YouTube - darauf haben wir gewartet *****
Das iPhone 3G kann Internetseiten so darstellen, wie sie auch auf dem Computer dargestellt werden. Das Vergrößern der Seiten erfolgt per Doppeltippen oder mit einer Spreizbewegung zweier Finger, was sehr intuitiv ist. Somit kann man wirklich bequem Internetseiten durchblättern. Außerdem kann man die Seiten in Hoch- und Querformat sehen. Das iPhone erkennt automatisch, wie man das Gerät hält und dreht das Bild entsprechend.
Leider kann das "echte" Internet keine Flash-Inhalte laden, außer die von YouTube. Das ist wohl eher eine Marketingstrategie von Apple als technische Unmöglichkeit. Dafür ist das YouTube-Programm nicht schlecht. Man kann sich dort unzählige Videos aus dem Internet anschauen, was ein netter Zeitvertreib ist. Herunterladen kann man die Vidos mit der YouTube-Applikation übrigens nicht!

***** Alles über Internetverbindungen und Netzqualität *****
Das iPhone 3G besitzt UMTS/HSDPA, GSM, EDGE, Wi-Fi und Bluetooth.
Man ist also immer bestens verbunden und kommt fast an jedem Ort mit dem iPhone ins Internet, was sehr praktisch ist, aber in kleineren Tarifen teuer werden kann (siehe Punkt 8)

T-Mobile hat als Netzbetreiber in Deutschland ein sehr gut ausgebautes, wenn nicht sogar das beste Mobilfunknetz. Der Mobilfunk-Empfang ist damit fast überall gewährleistet. Allerdings habe ich festgestellt, dass der Empfang stark abnimmt, wenn man 3G eingeschaltet hat. 3G ist die Bezeichnung für die schnelle Internetverbindung über UMTS/HSDPA. Nicht überall, aber an den meisten Orten in Deutschland, ist 3G verfügbar.
Wie erfährt man, welche Verbindung das iPhone gerade benutzt?
Wenn 3G eingeschaltet ist (kann in den Einstellungen abgeschaltet werden), zeigt das iPhone die Verfügbarkeit dieses schnellen Netzes oben links in der Ecke an, wenn 3G nicht verfügbar oder nicht eingeschaltet ist, zeigt das iPhone stattdessen ein E an, was für EDGE steht. EDGE ist eine etwas langsamere Internetverbindung, die aber flächendeckend verfügbar ist. Falls auch EDGE nicht verfügbar ist, bleibt immernoch GPRS als langsame Verbindung. Ebenfalls kann man Wi-Fi bzw. W-LAN (ist das Gleiche) verwenden. Wenn das iPhone ein Wi-Fi-Netzwerk findet, verbindet es sich automatisch damit. Grundsätzlich zieht das iPhone die Wi-Fi-Verbindung immer den anderen Verbindungen vor, somit kann man sicherstellen, nicht in hohe Kostenfallen zu tippen.

***** Das iPhone als Navigationsgerät - noch nicht ganz *****
Ja, das iPhone 3G hat endlich GPS, also jenes System, was auch Navigationssysteme in Autos verwenden, um den Weg anzuzeigen. Auf dem iPhone kann man das Progamm "Karten" aufrufen. Dieses ortet einen fast überall, mithilfe von GPS oder aber mithilfe des Mobilfunknetzes. Somit erfährt man immer, wo man gerade ist. Man kann sich schnell und einfach Restaurants, Freizeitattraktionen und alles Erdenkliche in seiner Umgebung oder an einem beliebigem Ort anzeigen lassen. Das funktioniert wirklich superschnell. Angenommen man sucht ein bestimmtes Restaurant, so kann man dieses einfach eintippen und bekommt es dann auf der Karte angezeigt. Außerdem kann man sich dann die genaue Adresse und die Telefonnummer, sowie Internetseite dieses Restaurants anzeigen lassen. Mit einem Tippen auf die Telefonnummer kann man dann dort anrufen, wirklich genial. Ebenfalls kann man sich blitzschnell die Route zu diesem Restaurant anzeigen lassen und sich Kreuzung für Kreuzung navigieren lassen. Das ist vor allem für Fußgänger praktisch. Als Navigationssystem für das Auto kann man es jedoch nicht verwenden, da Sprachansagen fehlen und man selbst durch die einzelnen Schritte der Route tippen muss. Ich bin mir aber sicher, dass es bald eine vollwertige Navigationssoftware für das iPhone geben wird, es lohnt sich also!
Außerdem kann man sich mit dem iPhone Satellitenbilder anzeigen lassen, was sehr hilfreich sein kann.

***** E-Mail, Kalender und Notizen *****
Das E-Mail-Programm ist übersichtlich und sehr schnell eingerichtet. Man kann den Abfrageintervall selbst einstellen. Push-E-Mail, also die direkte Weiterleitung von eintreffenden E-Mails an das iPhone ohne Abfrage, funktioniert über Microsoft Exchange oder über den Apple-Dienst "MobileMe", der aber 79 Euro im Jahr kostet und noch andere Vorzüge bietet.

Der Kalender ist ebenfalls übersichtlich. Es gibt es eine Listen-, Monats- und Tagesansicht, nur die Wochenansicht fehlt, was ich etwas schade finde, da ich diese Ansicht sehr nützlich finde. Neue Eintragungen sind schnell vorgenommen, auch Erinnerungen können gesetzt werden.
Ich bin insgesamt damit ziemlich zufrieden. Zusätzlich habe ich mir aber auch ein To-Do-Programm heruntergeladen, denn daran hat Apple leider nicht gedacht. Man kann natürlich auch den Notizblock dafür verwenden. Dieser ist übrigens sehr praktisch, um sich mal schnell etwas zu notieren, aber auch hier hat man die Tastatur wieder nicht im Querformat, was hier sehr angebracht wäre.
***** Fotos anschauen ist fantastisch, Fotos machen eher nicht *****

Fotos auf dem iPhone sind wirklich sensationell. Man kann mit einfacher Fingerbewegung durch alle seine Fotos durchblättern, sie vergrößern oder auch als Diashow anzeigen lassen. Hier zeigt sich mal wieder eine Meisterleistung von Apple in Sachen Intuitivität.
Alles andere als eine Meisterleistung ist dagegen die Kamera von Apples Wundergerät.
Die versprochenen 2 Megapixel hält sie wohl nicht ganz ein und auch jeglicher Komfort fehlt. Weder ein Autofokus, noch ein Blitz ist eingebaut, nicht einmal ein Zoom ist vorhanden. Bei natürlichem Licht sind die Aufnahmen in Ordnung, ansonsten eher dürftig. Für den Preis hätte man im Vergleich zu anderen Handys schon etwas mehr erwarten können, aber andererseits ist das iPhone ja nunmal auch keine Digitalkamera und für einen Schnappschuss reicht es allemal.

***** In Sachen Musik und Video ist das iPhone 3G einsame Spitzenklasse *****
Apple als Hersteller des erfolgreichsten und beliebtesten Musikplayers aller Zeiten hat die Messlatte für unbeschwerten Musikgenuss schon sehr hoch gesetzt. Als iPhone-Nutzer kann man dies in vollen Zügen auskosten. Das iPhone ist ein vollwertiger iPod. Schon das Blättern durch die Alben in der fantastischen "CoverFlow"-Ansicht ist ein purer Genuss für die Augen und der optische Eindruck trügt hier wahrlich nicht über die einfache Bedienung hinweg, denn die ist mindestens genauso einfach. Titel sind sehr schnell gefunden, selbst wenn man sehr viel Musik hat, vorrausgesetzt, die Titel-, Interpreten- und Albeninformationen sind alle hinterlegt, was man bei iTunes machen kann. Bei gekauften Titeln braucht man sich da ohnehin keine Sorgen machen. Das Navigieren durch die Musikbibliothek geht auch, wenn das iPhone in der Tasche ist, denn am Kopfhörer kann man weiter- und zurückblättern, sowie die Lautstärke einstellen. Auch Videos lassen sich natürlich ebenso komfortabel anschauen, allerdings gibt es hier keine CoverFlow-Ansicht!

Musik kaufen kann man auf dem iPhone auch, denn der iTunes-Store ist auch auf dem iPhone bequem erreichbar. Beim Anschließen an den Computer werden gekaufte Titel dann auch auf den Computer geladen.
***** Sonstige Programme und der AppStore *****

Das iPhone zeigt außerdem das Wetter und die Börseninfos an. Außerdem hält es eine Uhr bereit, sowie einen Wecker, einen Timer und eine Stoppuhr.
Über den AppStore kann man auf dem iPhone, aber auch auf dem Computer, den Funktionsumfang des iPhones bis ins Unermessliche erweitern. Angefangen bei Programmen, die Musiktitel erkennen, wenn man sie vorsingt, bis hin zu Tools, die einem verraten, wo man sein Auto geparkt hat, findet man allerlei praktische Sachen, aber auch Spiele, die die Sensoren des iPhones ausnutzen und das Gerät damit zu einer Spielkonsole der anderen Art machen. Das Beste dabei ist, dass die meisten Programme kostenlos sind oder nur sehr wenig kosten. Es findet sich dort auf jeden Fall etwas.


7. Was es nicht kann
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Bei all der Aufregung um das iPhone wird man allzu oft geblendet. Auch wenn das iPhone 3G ein Gerät ist wie kein anderes und eine revolutionäre Bedienung, sowie einige andere Dinge bietet, die kein anderes Handy hat, so gibt es dennoch einige Sachen, die fehlen. Diese sollen jedoch nicht die tollen Funktionen des iPhones schlechtreden, denn bei jedem Handy gibt es Vor- und Nachteile. Ob eine Funktion fehlt oder nicht, kann man pauschal nicht sagen, denn jeder hat andere Ansprüche. Dennoch ist es wichtig, auch die Macken zu erwähnen, da manche Dinge für einen potentiellen Käufer ausschlaggebend sein können.

* Unzureichendes Bluetooth:
Zwar hat das iPhone 3G Bluetooth integriert, dennoch lässt es sich nicht mit jeder Freisprecheinrichtung und auch nicht mit jedem anderen Gerät, sei es ein Handy oder Computer, verbinden. Das Senden von Kontakten an ein anderes Handy über Bluetooth klappt meinen Erfahrungen zufolge beispielsweise nicht.

* Keine Flash-Videos und kein eingebautes Radio:
Wie besagt kann man außer YouTube-Videos keine anderen Flash-Inhalte aus dem Internet anzeigen. Auch ein Radio ist nicht eingebaut. Allerdings gibt es Programme, auch kostenlose, die einen Radioempfänger (über Internet) in das iPhone integrieren.


9. Kaufentscheidung
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Im vorherigen Abschnitt habe ich die Daten und Kosten der einzelnen Tarife aufgelistet. Ob dies teuer oder billig ist, liegt im Auge des Betrachters.

***** Complete S ist oftmals besser als Complete M *****
Einige sagen, der Tarif Complete S ist mit Vorsicht zu genießen, allerdings kann er jedoch auch vorteilhaft sein. Anhand eines Beispiels möchte ich dies vorführen: Angenommen Sie buchen den Tarif Complete S mit einem 8GB-iPhone und vertelefonieren 100 Minuten und versenden 40 SMS, dann nehmen Sie damit die gleiche Leistung in Anspruch wie der Tarif Complete M bietet, bezahlen aber nur 913,05 € anstatt 1260,95 € in zwei Jahren. Sie haben 347,90 gespart, womit Sie beispielsweise mehr ins Internet gehen könnten. Ja, man könnte jetzt sagen, dass man beim Tarif Complete M ja eine Internet-Flatrate inklusive hat. Aber es hängt nun stark vom persönlichen Surfverhalten ab, ob man mit den 500 MB bzw. den 200 MB (ab 01.10.08) im Tarif Complete S auskommt. Das gesparte Geld, was ich soeben erwähnt habe, kann man ja auch für das Internet verwenden. Außerdem wird im Tarif Complete M die Geschwindigkeit ab einem Volumen von 300 MB heruntergesetzt, im Tarif Complete S jedoch nicht. Man sollte also gut überlegen, bevor man sich für einen Tarif entscheidet. Wenn man jedoch den Tarif Complete M bucht und die Leistung von Complete L beanspucht, spart man nichts! Auch wenn man Complete L bucht und die Leistung von Complete XL beansprucht, wird es erheblich teurer!
Also: Complete M ist in vielerlei Hinsicht der ungünstigste Tarif, es sei denn, man beansprucht das Internet in erheblich höherem Maße! Ansonsten ist Complete S billiger!

***** Welcher Typ bin ich? *****
* Gelegenheits-Telefonierer:
Sie kommen mit 50 Inklusivminuten aus, checken gelegentlich Ihre E-Mails, surfen täglich nicht mehr als 20 Minuten mit dem iPhone im Web und laden nicht andauernd YouTube-Videos? Dann dürfte Complete S der beste Tarif sein.

* Vieltelefonierer:
Wahrscheinlich ist der Tarif Complete L am besten. Zwar bietet der höchste Tarif noch viel mehr Inklusiv-Minuten und Inklusiv-SMS, jedoch sind die Kosten auch erheblich teurer und möglicherweise schöpfen Sie nicht jeden Monat alle Inklusiv-Minuten oder SMS aus.
Der Vieltelefonierer sollte möglicherweise auch überlegen, ob das iPhone für ihn überhaupt das richtige ist, da die Kosten höher sind als bei anderen Betreibern und das iPhone zwar intuitiv, aber nicht blind zu bedienen ist und ebenfalls nicht sofort über verpasste Anrufe informiert.
* Rundum-Sorglos:
Der Tarif mit dem wenigsten Risiko und den geringsten Kostenfallen ist Complete XL. Wer sehr viel telefoniert und bereit ist, genug dafür zu zahlen, weil es unbedingt ein iPhone sein muss, der liegt mit diesem Tarif am besten.

Welche iPhone-Version nehme ich?
Es gibt ein iPhone mit 8 GB und eines in 16 GB.
8 GB reichen beispielsweise für 1000 Musiktitel, 1000 Fotos, ein paar Videos, ein paar Zusatzpogramme und die gesamten Kontakte, sowie E-Mails und Kalenderdaten. Wer eine größere Musiksammlung hat und/oder viele Videos anschaut, für den ist die 16 GB Variante besser. Fotos nehmen nicht viel Speicherplatz ein, da sie für das iPhone optimiert werden, wenn man sie auf das iPhone lädt. Kalenderdaten, Kontakte und E-Mails nehmen nur minimalen Speicherplatz ein, die meisten Programme sind ebenfalls nur wenige MB groß.
Ich hoffe, dass mit diesen Gedanken eine kleine Entscheidungshilfe geben konnte.
Falls nicht, im nachfolgenden Abschnitt gibt es nochmal eine Kompakt-Übersicht über Pros und Kontras.


10. Pro und Kontra im Überblick
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Was spricht für ein iPhone mit T-Mobile, was dagegen. Fast alle Dinge habe ich schon genannt, hier noch einmal eine kompakte Übersicht:
Pro:

    * intuitive Bedienung, großer Bildschirm
    * tolles Design, tolle Verarbeitung
    * bequemes Visual Voicemail inklusive
    * Internet fast überall und wie auf dem Computer
    * Spitzenklasse-Musikplayer und Videoplayer
    * viele zusätzliche Programme werden angeboten
    * GPS ermöglicht den Einsatz als Navigationsgerät
    * Hilft im Alltag (Infodienste, Zugverbindungen etc.)
    * Verwaltet E-Mail, Kalender und Kontakte
    * Zeigt Fotos und Videos in Super-Qualität an
    * besitzt eine vollwertige Tastatur


Kontra:

    * Fingerabdrücke auf dem Gehäuse
    * Vertrag nur mit T-Mobile, nicht billig
    * kein erweiterbarer Speicher
    * unzureichendes Bluetooth
    * nicht als Modem für Computer nutzbar
    * nur mit iTunes verwendbar
    * keine MMS-Funktion
    * Kein Flash-Player
    * Netz-Qualität bei eingeschaltetem 3G eingeschränkt

11. Fazit


Das Kulthandy von Apple hebt sich wahrlich von der Masse der Handys ab. Es sieht elegant aus, ist etwas größer als normal, besticht durch eine revolutionäre Bedienung und durch seine Einfachheit und seinem Dasein als bester Musikplayer der Welt. Jedoch trügt dies nicht darüber hinweg, dass dieses Gerät nicht alles kann. Manch einer wird Dinge vermissen, die jedes andere Handy besitzt oder die Tarife von T-Mobile sind schlicht und einfach zu teuer und zu unflexibel, als dass man sich ein iPhone kaufen würde. ich liebe mein iPhone, aber es liegt letztendlich an den persönlichen Ansprüchen, ob das iPhone zu einem passt oder nicht, denn Fakt ist, dass dieses Handy nicht zwangsläufig das Non-Plus-Ultra ist, weder für Geschäftskunden, noch für Privatkunden. Es ist ein kultiges Designer-Stück mit tollen Funktionen und eleganter Bedienung, aber andere Handys haben auch ihre Vorzüge.
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