externe Festplatten - Kaufberatung

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Was Sie beim kauf externer Festplatten beachten sollten:

Zur Zeit der absolute Renner sind externe Festplatten. Aber was brauch ich wirklich und warum brauche ich es, diese und andere Fragen versuche ich hier kurz zu klären.

Formfaktor:

Im Bereich externer Festplatten unterscheidet man derzeit 2 verschiedene Formate, 3,5" und 2,5". Erster sichtbarer Unterschied kann die Gehäusegröße sein. 2,5" Festplatten sind kleiner und robuster und stammen aus dem Notebookeinsatz. Daher sind diese anders gelagert und für den Transport sehr gut geeignet. Vorteil auch das für diese Festplatten i.d.R. kein externes Netzteil benötigt wird, die Versorgung erfolgt dann über den USB oder FireWire Anschluss. Nachteil ist der hohe Preis und die eher geringe Speicherkapazität.

3,5" Festplatten sind handelsübliche IDE oder SATA Festplatten aus dem PC-Bereich. Der Vorteil ist bei diesen Festplatten zuerst der günstige Preis und die enorme Speicherkapazität (derzeit 80 - 750 GB). Nachteil hier ist die Größe der Festplatte (Baugröße) und damit die entsprechende Größe der externen Gehäuse, sowie die Versorgung über ein externes Netzteil (Steckdose muss also in Reichweite sein).

Gehäuse

Derzeit gibt es verschiedene Gehäuse auf dem Markt. Es gibt Gehäuse aus Kunststoff (im Alu-Look), Alu-Ummantelung oder aus Aluminiumprofil sprich Vollaluminium. Dazu gibt es Modelle mit Lüfter (sogar separat zuschaltbar). Abhängig für die Gehäusewahl ist der Einsatz des Gerätes. Das sparen an dieser Stelle kann zum frühen Tod der Festplatte führen und der Datenverlust wäre sehr ärgerlich.

Dauerhafte Backup Lösung:

Für externe Festplatten die im 24h Betrieb / 7 Tage die Woche arbeiten empfehlen wir ein Vollaluminiumgehäuse mit großem (80mm) Lüfter. Dieser sollte auch dauerhaft laufen. Grundsätzlich sind über einen externen Schalter zuschaltbare Lüfter ein Gimmick das keinen Zweck erfüllt. Kein Verbraucher ist in der Lage abzuschätzen wann er einen Lüfter einschalten sollte.

externe Speicherplatte für z.B. Fotos oder Daten im privatem Gebrauch

Für diesen Anwendungsbereich empfehlen wir externe Gehäuse im Vollalurahmen ohne Lüfter. Diese arbeiten effektiv und leise und das auch bei erhöhter Umgebungstemperatur. Evtl. mit zusätzlichen Lüfter (20mm), dieser sollte aber nicht ausschaltbar sein. Ein großer Lüfter ist kein Muss! Auch hier raten wir ab von "Billig-Angeboten". Für die Festplatte sollte immer ausreichend Wärmeabfuhr zur Verfügung stehen. Geiz ist Geil ist hier der falsche Weg! Denn ein Datenverlust wiegt ungleich schwerer und ist durch nichts zu ersetzen (wenn z.B. Ihre Urlaubsfotos verloren sind!)

Schnittstelle

Am gängigsten sind Gehäuse mit USB 2.0 Schnittstellen (2.0 ist i.d.R. abwärtskompatibel zu 1.0 und auch dort einsetzbar). Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt etwa 18-30 M/s was ausreichend ist.

Neu sind Geräte mit eSATA Schnittstellen. Dazu können Sie dann auch die externe Festplatte per USB mit Ihrem Rechner verbinden oder über eine spezielle eSATA Schnittstelle. Dazu müssen Sie an Ihrem Rechner über einen entsprechenden Anschluss verfügen. Unseren Geräten liegt eine entsprechende Schnittstelle per Slotblech bei die Sie dann an einen freien SATA Anschluß auf Ihrem Mainboard anschliessen. Die Übertragungsrate von eSATA liegt bei etwa 50-70 MB/s, wobei hier die Festlatte die Geschwindigkeit bestimmt, nicht die Schnittstelle. Höhere Übertragungsraten wären möglich.
Von reinen eSATA Gehäusen raten wir ab. Ein USB Anschluss sollte immer verfügbar sein. So sind die externen Festplatten universell einsetzbar.

Festplattentyp IDE oder SATA

Am gängigsten sind derzeit IDE Festplatten. Die Schnittstelle ist jedoch ausgereizt. Vorteil bleibt jedoch der (noch) günstigere Preis und die hohe Verbreitung. Zukünftig werden SATA Festplatten jedoch die IDE Festplatten ersetzen. Neuere Rechner bzw. Mainboards verfügen schon über SATA Schnittstellen. Die Auswahl der Festplatten im SATA Bereich ist jedoch derzeit noch etwas begrenzt.

Dateisystem

Empfehlenswert ist hier WIN 2000 oder XP (egal ob Home oder Prof.). Das Dateisystem sollte dann ruhig NTFS sein. Bei älteren System (z.B. Win98) sollte man die Festplatte in FAT32 formatieren. Es empfiehlt sich eine externe Festplatte zu erwerben die schon mit NTFS vorformatiert ist. Dies hat entscheidende Vorteile. Zum ersten kann man (wenn das Dateisystem einsetzbar ist) direkt loslegen, z.B. USB Kabel einstecken und die externe Festplatte wird erkannt. Zum zweiten wurde die Festplatte wenigstens durch das formatieren auf Funktion getestet. Dadurch verringert sich die Gefahr ein defektes Gerät zu erhalten.

Fazit:

Sparen Sie nicht an der falschen Stelle, eine gute Festplatte und ein hochwertiges Gehäuse stehen für lange Lebensdauer und damit für Ihre Zufriedenheit.

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