ebay liebt PayPal! Und die Abzocker lieben PayPal auch

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Kein Anspruch auf Vollständigkeit! Für Hinweise auf Fehler, Wünsche auf Ergänzungen/Erweiterungen bin ich dankbar!


Die Grundidee ist ja gut: eine Möglichkeit zu bieten, die dem Käufer und dem Verkäufer beim Handeln eine größere Sicherheit bietet.

Sowas würde natürlich fein funktionieren mit einer Art Versicherung. Leider ist PayPal keine Versicherung! PayPal entscheidet lediglich aufgrund fragwürdiger und oft rechtswidriger Auslegung eigener AGB! PayPal bedient sich am Geld eines Handelspartners und überlässt es dem anderen! Auf die PayPal-Konten fließen Gebühren, aber die sind nicht dafür vorgesehen, Zahlungsausfälle geprellter Käufer oder Verkäufer zu sichern!


Welche zusätzlichen Sicherheiten die Vertragspartner durch PayPal erhalten, das wird auf den PayPal-Seiten werbewirksam gelobt.
Die Realität sieht leider anders aus!

Wer die öffentlichen Medien verfolgt und/oder verschiedene Foren besucht, in denen PayPal thematisiert wird, der erhält ganz schnell den Eindruck, dass nur wenige davon profitieren.

Wenn nur wenige von diesem System profitieren, dann kommt man folgerichtig zu der Überlegung, dass eine Mehrheit keine wirklich großen Vorteile hat.
Wer mag das sein?
Die Antwort ist ganz einfach! Diejenigen, die für den Dienst zahlen! Und ironischerweise zahlen diese PayPal-Mitglieder nicht nur den überwiegenden Anteil der von PayPal vereinnahmten Gebühren. Nein, genau diese Mitglieder sind auch diejenigen, die am häufigsten die Opfer von Betrügereien sind!

Also los!
Wer profitiert von Paypal?
1.) Zuerst mal das Unternehmen Paypal selbst!
- Geld zwischen zwei Banken zu transferieren und dafür (nicht zu knapp) Gebühren einzustreichen ist ja schon mal eine feine Gelddruckmaschine.
- Bei Unstimmigkeiten zwischen den Handelspartnern das Geld auf eigenen Konten längere Zeit einzufrieren und gewinnbringend anzulegen, auch nicht schlecht!
- Für die Freigabe dieser eingefrorenen Gelder von den Handelspartnern Belege anfordern, der Arbeitseinsatz ist vertretbar preiswert!
- Nach Belegsichtung nach Schema "F" verfahren und dann endlich das Geld weiter-/zurückzuleiten, das muss in Ruhe geschehen! Denn Zeit ist Geld! Für PayPal.
 
2.) ebay
- 2002 hat ebay begriffen, dass der hauseigene Treuhandservice gegen den Marktführer nicht anstinken kann. Was macht man da? Richtig! Mal eben kaufen!
** Einstellgebühren und Verkaufsprovisionen, warum damit zufrieden sein? Ihr glaubt, für die Bereitstellung einer Internetplattform ohne weitergehenden Service sollte das genug sein? Der Markt gibt doch mehr her!
*** Und da ebay eine Monopolstellung hat (ja, ich weiß, es soll noch andere geben) kann ebay natürlich auch einen gewissen Kundenkreis zur PayPal-Nutzung zwingen! Du willst verkaufen und hast noch keine 50 positiven Bewertungen? Nimm PayPal oder kauf erstmal fleissig! Und genau diese Neulinge sind auch gleich die Schäfchen, die bevorzugte Opfer der dritten PapPal-Profiteure sind, die

3) Abzocker
* ständig gibt es immer wieder Forenbeiträge, in denen Neulinge unbedarft eine Hilfestellung bei einem Problem erbitten.
  Schon nach wenigen Worten wissen die erfahrenen Forenuser, da wird mal wieder jemand betrogen. Nur sagen darf man es nicht. (Unschuldsvermutung/Rufschädigung/Verleumdung)

fast vergessen!
4) Käufer, die nicht das erhielten, was sie zahlten!
- Diese Käufer bekommen natürlich über den Käuferschutz auch ihr Geld zurück!
(Sorry, dass ich diese Gruppe fast vergessen habe! Von diesen hört/liest man nie! Gibt es die eigentlich?)

Wie funktioniert die Abzocke der Käufer:

Begünstigt werden Betrüger
- durch Versandkostenobergrenzen (Bücher)
- indirekten Zwang zu geringen Versandkosten durch den Wettbewerb/Markt
- und natürlich durch die Unwissenheit der oben erwähnten Neulinge, die mal eben ein Handy im Wert von 300€ anbieten und Versandkosten für ein Päckchen berechnen. Reicht ja schließlich, ist ja nicht groß, das hübsche Telefon!

Der ebayer, der wirklich abzocken will, hält Ausschau nach einem hochwertigen Artikel. Gleich auf der Übersicht bekommt er die Versandkosten präsentiert. Liegen die unter 4 Euro flott ein Blick auf die Bewertungen. Sind es nur wenige, dann spielt der Preis des Handys eigentlich keine Rolle mehr, PayPal machts möglich!!
Nach Auktionsgewinn wird flott mit PayPal gezahlt, und fröhlich pfeifend abgewartet.
Und siehe da! Diese unmöglichen Transportdienstleister! Ständig verbummeln die wertvolle Pakete...

Und wer zahlt jetzt?
Der Verkäufer die Einstellgebühren
Der Verkäufer die Verkaufsprovision
Der Verkäufer den Versand
Der Verkäufer das Telefon
Der Verkäufer die PayPalgebühren
(Im Wiki stand auch was von 25 Euro Nichtabwicklungsgebühr, aber das glaube ich jetzt einfach mal nicht)

Warum zahlt alles der Verkäufer? Der wollte doch Kosten sparen! Hat keinen sendungsverfolgten Versand gewählt. War ja nicht geplant...

Natürlich kommt sowas so gut wie nie vor. Ich habe nur eine unglaublich kriminelle Phantasie.

Schon ätzend! Derjenige, der am häufigsten den Schaden trägt, weil der Versanddienst gefehlt hat, der zahlt auch die PayPalgebühren! Der Verkäufer.

Dabei geht es auch richtig ´rum!

iloxx ist auch ein Treuhandservice. Gibt auch noch weitere, aber iloxx ist der einzige Dienst, den ich (zum Glück) nutzte!

Da wollte ich als Käufer Schutz!
Da habe ich an iloxx den Gebotsbetrag plus Versandkosten plus iloxx-Gebühren überwiesen!
Und als dann - wie befürchtet - die Ware nie bei mir ankam, bekam ich mein Geld zurück! Vermindert um die gezahlten Gebühren.
Dauerte monatelang, die Erstattung! Aber besser spät als nie!

Abschließend äußere ich hier mal eine gewagte Vermutung!

Ich habe die feste Überzeugung, dass ein großer Teil der PayPal-Vermittlungen dazu führt, dass "der Falsche" in den Genuss des PayPal-"Schutzes" kommt!
Es würde mich nicht wundern, wenn es sogar der überwiegenden Anteil der PayPal-Eingriffe zu falschen "Regelungen" führt!

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