eBay verbietet Versandkosten - Kostenlos wird Pflicht

Aufrufe 149 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Ein herzliches Willkommen an alle Ebayer & Freunde

Neue Versandkostenregelung stößt bei Käufern und Verkäufern auf Kritik

eBay ändert die Geschäftsbedingungen. Ab Mitte Oktober 2009 müssen Verkäufer bestimmter Produkte versandkostenfrei liefern. Was eBay attraktiver machen soll, stößt allseits auf Kritik. Käufer und Verkäufer fühlen sich gegängelt und fürchten höhere Preise.

"eBay ich - Versand du!" Nach dieser Faustregel verteilen sich bei eBay bisher alle Kosten. Der Verkäufer zahlt dem Internetauktionshaus eine Gebühr fürs Einstellen seiner Ware und eine Provision, wenn die Ware verkauft wurde. Versand- und Lieferkosten trägt der Käufer. Das soll in Zukunft anders werden. Ab Oktober 2009 wird es für viele Händler heißen: "eBay ich, Versand ich auch!"

Kostenlos wird Pflicht

Bereits seit Mitte Juni müssen eBay-Verkäufer bestimmte Waren kostenlos verschicken - so etwa Zubehörteile für Drucker, Computer oder Handys. Ab Oktober 2009 wird der kostenlose Versand unter anderem auf Bücher und CDs ausgeweitet - auf Warenkategorien also, die bei eBay besonders gern und fleißig angeboten und ersteigert werden. eBay will mit diesem Schritt die in den letzten Monaten eher schleppend laufenden Geschäfte ankurbeln.

"Zu hohe Versandkosten sind für viele Käufer der häufigste Grund, doch nicht online einzukaufen", begründet das Internetauktionshaus seine neuen Regeln. Der kostenlose Versand habe sich bei vielen anderen Online-Shops längst durchgesetzt. eBay folge diesem Trend, "damit wir auch in Zukunft ein attraktiver Marktplatz bleiben".

Privatauktionen werden unrentabel

Viele eBayer empfinden die neuen Regeln allerdings als Gängelung. In den eBay-Foren schlagen seit geraumer Zeit die Wellen hoch. So mache eBay keinen Spaß mehr, sagen vor allem die privaten Händler. Es lohne sich für sie nicht mehr, mal eben ein ausgelesenes Taschenbuch oder eine alte CD zum Startpreis von einem Euro bei eBay einzustellen. Gehen Buch und CD tatsächlich für diesen einen Euro weg, machen sie Verluste, weil sie die Lieferkosten tragen müssen.

Höhere Startpreise anzusetzen, die zumindest schon einmal die Lieferkosten decken, sei auch keine Lösung, sagen die privaten Händler. Denn mit den Preisen steigen die Gebühren, die an eBay zu berappen sind. Wird der Artikel nicht verkauft, sind auch keine Angebotsgebühren fällig.

Ab einem Preis von 1,01 Euro verlangt eBay 25 Cent Gebühren, ab zwei Euro sogar 45 Cent. Diese Gebühren werden unabhänig davon fällig, ob ein Buch oder eine CD auch wirklich verkauft wurde. Wer die Versandkosten zur Sicherheit in seinen Startpreis einberechnet, überschreitet die Ein-Euro-Grenze und wird von eBay zur Kasse gebeten - egal, ob er seine Ware verkauft hat oder darauf sitzen bleibt.

Mehr Gebühren für eBay

Private Auktionen mit einem Startpreis von einem Euro würden unkalkulierbar riskant. "Damit verabschiedet sich eBay endgültig von dem, was eBay einmal sympathisch und letztlich groß gemacht hat: von den privaten Flohmarktverkäufen." Künftig werde es bei eBay erheblich weniger private Händler geben. Das mache die Auktionsplattform "deutlich unattraktiver".

Kritiker werfen eBay zudem vor, sich mit der neuen Versandkostenregelung auf kosten der kleinen Händler nur "ein noch größeres Stück vom Umsatzkuchen" abschneiden zu wollen. Bisher seien die Versandkosten nämlich nicht in die Verkaufsprovisionen eingeflossen, rechnen sie vor. Das ändere sich, wenn die Versandkosten auf die Preise draufgeschlagen würden. Die erhöhten Verkaufspreise würden eBay entsprechend höhere Provisionen bescheren.

Keine Versandkostenrabatte mehr

Nicht nur die Händler, auch viele Käufer sind mit der neuen Versandkostenregelung unzufrieden. "Wenn der Käufer Preis- und Versandkosten nicht mehr zusammenrechnen muss, werden die Angebote übersichtlicher und damit vergleichbarer", heißt es bei eBay. Das sei ein positives Signal an alle Käufer. Die aber machen eine andere Rechnung auf.

Muss der Händler die Versandkosten tragen, erhöht er die Artikelpreise. Wenn ein Kunde bei diesem Händler nun gleich mehrere Bücher oder CDs erwirbt, muss er für jeden Artikel die in den Preis eingeflossenen Versandkosten in voller Höhe berappen. Das war früher anders. Wer beim selben Händler mehrere Bücher und CDs bestellte, wurde in aller Regel mit einem Rabatt bei den Versandkosten belohnt.

INFOBOX

Versandkostenärger bei eBay

Überhöhte Versandkosten sorgen bei eBay-Kunden immer wieder für Ärger. Schwarze Schafe unter den Händlern verramschen ihre Ware zu Schleuderpreisen und erzielen ihren eigentlichen Gewinn mit Hilfe völlig überzogener Versandkosten. Ein Test im letzten Jahr hat ergeben, dass die Versandkosten bei gleichen Waren weit auseinanderklafften und manchmal sogar den Kaufpreis überstiegen.

Wer bei der eBay-Suche die Suchfunktion "Preis + Versand" benutzt, ist vor solchen Betrügereien einigermaßen geschützt. "Mit Hilfe des Tools wird das wirklich günstigste Angebot nach oben gelistet".

Vorsicht sollte man auch walten lassen, wenn man in einem Shop gleich zwei oder mehr Produkte bestellt. Versandkostenabzocker geben hier keinen Rabatt, sondern fordern die Porto- und Verpackungskosten für jedes einzelne Produkt in ungeminderter Höhe, obwohl die Produkte mühelos auch gemeinsam verpackt verschickt werden könnten. 

 

     So macht eBay keinen Spaß mehr .............

 

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten meines Ratgebers.

Für ein ja, wäre ich Ihnen Dankbar!

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden