eBay-Ratgeber: Yamaha LLX 36C

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eBay-Ratgeber: Yamaha LLX 36C

Der traditionsreiche japanische Musikinstrumentenhersteller Yamahabietet insgesamt 15 verschiedene Akustik-Modelle, eingeteilt in vier Kategorien an. Egal ob Einsteiger, Semi-Profi oder Profi, für jeden Geschmack (und Geldbeutel) sollte das passende Instrument gefunden werden. Die Serie soll bestechen durch schlichte Eleganz und hochwertige Features, wie Decken aus Engelmann-Fichte, Palisander-Böden und –Zargen, sowie perfekt gearbeiteten Inlays und Bindings. Alle diese Gitarren kommen mit einer vollen 651 mm Mensur. Stellvertretend für diese Collection  wurde das Modell LLX36C getested. Eine handgefertigte Akustikgitarre mit Cutaway und hochwertigem Tonabnehmersystem das, auch aufgrund des Verkaufspreises, eher die Profis unter den Guitarreros anspricht.

Lieferumfang/ Verarbeitung

Die Yamaha LLX36C wird in einem sehr luxuriösen, hochwertigen Hardcase geliefert, in dem sich auch genug Stauraum befindet, um die Dinge, die das Leben eines Gitarristen einfacher gestalten wie etwa das Pack Ersatzsaiten,  Tuner, etc., unterzubringen. Das Instrument selbst erscheint auf den ersten Blick eher schlicht und dezent, lediglich das Binding aus Perlmutt, das den Korpus und das Schallloch ziert, fällt sofort ins Auge und lässt erahnen, das es sich bei dieser Gitarre nicht um ein Modell von der Stange handelt. Das Perlmutt findet Platz auf einer Decke aus Engelmann-Fichte, ein Holz, das für ein warmes, ausgeglichenes Klangbild mit, im Verhältnis zum Gewicht, sehr guten Festigkeitseigenschaften. Die Qualität und der Schnitt sind erwartungsgemäß sehr gut. Unregelmäßigkeiten oder Ähnliches sucht man hier vergeblich. Yamaha beschreitet einen neuen Weg bei der Konstruktion der Decke. Durch den Einsatz eines speziell entwickelten Non-Scalloped X-Bracings (die Art, in der die Decke beleistet wird) ist es gelungen, das Schwingverhalten und die Ansprache des Instrumentes weiter zu verbessern und die Performance im Mittenbereich zu „pushen“. Parallel dazu soll ein sogenanntes SQ Frame-Side Bracing, eine Art spezielle Beleistung des Deckenrandes, für eine Verstärkung der Bass-, und Tiefmitten-Ansprache sorgen, um die Übertragung der in der Decke entstehenden Resonanzen auf die Zargen und den Boden des Instrumentes optimal zu gewährleisten. Diese sind aus massivem indischen Palisander gemacht. Auch über ihre Qualität muss man eigentlich keine weiteren Worte verlieren, denn auch sie sind fertigungstechnisch von bester Güte. Der Hals, im übrigen maßgeblich am Klang einer Gitarre beteiligt, besteht bei der Yamaha LLX36C aus einem Laminat von traditionellem Mahagoni und exotischem Padauk, auf dem das Palisander-Griffbrett aufgesetzt ist. In schlichter Eleganz sind die Perlmutteinlagen eingesetzt. Sie bestehen aus ebenfalls sehr schönem Perlmutt, hier in einer Form, die an Eiskristalle erinnert. Aus dem Tonholz Palisander ist auch der Steg der Yamaha LLX36C gefertigt, auch hier nur Hölzer erster Qualität. Der Hals ist vom Shaping sehr angenehm und die linke Hand fühlt sich auch prompt pudelwohl. Äußerst positiv anzumerken ist die unglaublich gute Saitenlage. Die Gitarre ist in allen Lagen problemlos zu spielen, auch jenseits des 12ten Bundes. Daran beteiligt ist natürlich auch das großzügig geschnittene Cutaway, welches dies problemlos zulässt. Selbst solistisches Spiel bis in die höchsten Lagen macht hier Freude, eben auch wegen der schon erwähnten, angenehm flachen Saitenlage. An der Kopfplatte sind vergoldete Diecast-Mechaniken montiert. Ihr Gang ist butterweich und sehr präzise. Während des Tests gab es keine Stimmprobleme.

Die Tonabnahme

Das Tonabnehmersystem der LLX36C ist auch etwas außergewöhnlich. Im Normalfall befindet sich ein Piezo-Tonabnehmer unter dem Steg einer akustischen Gitarre, um das Signal an ein Verstärkersystem abzugeben. Hier ist jedoch ein Mikrofon auf einem flexiblen Hals im Inneren des Instrumentes angebracht. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, der vollständige Sound des Instrumentes kann hier perfekt abgenommen werden, inklusive der Resonanzen des Bodys, des Halses, etc., was kein Piezo-System so hinbekommen kann. Das Bedienfeld des integrierten PreAmps befindet sich auf der Oberseite der Zarge. In dieser „Schaltzentrale“ finden sich alle nötigen Parameter, um den Sound der Gitarre optimal an ein Verstärkersystem weiterzugeben. Ein 3-Band Equalizer (Bass, Middle and Treble) mit einem Regelumfang von +/- 12 dB, Potis zum Regulieren von Mic-Ton und Mic-Volumen, ein Filter, um lästiges Feedback zu unterdrücken, ein Master-Volumen-Regler, sowie eine Anzeige des Ladezustands der Batterie, welche übrigens im Lieferumfang enthalten ist. Der Batteriefachdeckel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Vorverstärker-Bedienfeldes. Also erwartungsgemäß alles so wie es sein sollte.

Klang/ Tonentfaltung

Die Verwendung solch edler Zutaten und das perfekte Setting der LLX 36 C lässt natürlich beim Tester die Erwartungshaltung steigen. Und so lässt sich der Sound des Instrumentes am treffendsten mit einem Wort umschreiben: Edel. Die Gitarre besitzt eine direkte, knackige Tonansprache. Warme Bässe und druckvolle, durchsetzungsfähige Mitten sind selbstverständlich präsent, genauso wie perlige Höhen und Präsenzen. Der Sound ist fast schon HiFi-mäßig, ohne jedoch die nötige Portion Durchsetzungskraft missen zu lassen. Auch das Solospiel auf der Gitarre macht Freude. Selbst in den höchsten Lagen bleibt der Ton sauber und kraftvoll. Keinerlei Deadspots oder ähnliches. Auch ist die Bundreinheit sehr gut justiert. Akkorde, ob 3-,4- oder noch mehr stimmig bleiben, egal in welcher Lage auf dem Griffbrett auch gespielt, sauber. Zur Beurteilung der Qualität der PreAmp-Sektion und des integrierten Mikrofons wurde das Instrument in einem Studio an einen Mixer angeschlossen. Der PreAmp glänzt durch Rauscharmut und einen sehr wirksamen EQ. Die Möglichkeit, das Mikrofon auf seinem Hals im Korpus zu justieren, erhöht die klanglichen Möglichkeiten noch zusätzlich. Das Instrument macht also auch bei der Abnahme über ein Verstärkersystem eine gute Figur.

Fazit

Es gibt Gitarren, die kauft man fürs Leben. Die Yamaha LLX 36C ist so eine. Hochwertige, von Hand verarbeitete Hölzer wie die Engelmann-Fichtendecke, sowie der wirklich traumhafte Hals aus Mahagoni/Padauk-Laminat, ein perfektes Setting (Saitenlage, Bundabrichtung), wie auch das wirkungsvolle L.R.Baggs Pickup-System machen dieses Instrument wirklich zu einem Wunschtraum. Spätestens dann, wenn man die LLX angespielt hat, möchte man sie am liebsten nicht mehr aus den Händen geben. Einziger wirklicher Wehrmutstropfen bei der ganzen Sache ist der hohe Preis und die Tatsache, dass sich in diesen Bereichen noch der ein oder andere Hersteller am Markt findet, der ebenfalls hervorragende Instrumente fertigt. Zum Beispiel die Serien von Martin, Guild oder auch die Gitarren der irischen Firma Lowden. Hier hilft wirklich nur das Anspielen im Shop, um „sein Instrument“ zu finden. Dennoch: Kompliment Yamaha.

Plus

  • Verarbeitung/Tonholzwahl
  • Integriertes Pickup-System
  • Setting (Saitenlage, Halsprofil)  

Minus

  • hoher Verkaufspreis

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