eBay-Ratgeber: Perlen

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eBay-Ratgeber: Perlen

Im Altertum nannte man sie die Tränen der Götter; Perlen waren deshalb nicht für jeden zu haben. Heutzutage ist es einfacher, sich mit Perlen zu schmücken, zumal es neben Naturperlen auch Zuchtperlen und Kunstperlen gibt. Wir helfen Ihnen zu unterscheiden:

Grundsätzlich kann man Perlen in drei Kategorien einteilen:

1. Die echte Perle (oder Naturperle)

Als echte Perlen dürfen nur Perlen bezeichnet werden, die natürlich entstanden sind, das heißt ohne menschliche Eingriffe und Hilfestellungen. Bei der Entstehung einer natürlichen Perle, ist ein Fremdkörper, z.B. ein Sandkorn, zufällig in eine perlbildende Muschel gelangt. Die Muschel umhüllt nun zu ihrem eigenen Schutz diesen Fremdkörper. Eine solche Abkapselung entwickelt sich dann zu einer Perle. Sie ist also ein Nebenprodukt, eine kreative Schöpfung der Natur. Diese echten Perlen finden sich in allen nur erdenklichen Formen; so gibt es runde, bouton-, tropfen-, ei-, und birnenförmige Perlen, sowie Barockperlen. Als „Perle, „echte Perle, „Orientperle oder „Naturperle dürfen nur Perlen bezeichnet werden, die natürlich und ohne Eingriffe des Menschen entstanden sind. Weitere Naturperlenarten sind die Abalone-, Blister-, Conch- (Pink-), Seed-, Melo-, Operculi- und die Flussperle.

2. Die Zuchtperle

Die Zuchtperle entstand durch den Eingriff des Menschen. Sobald der Mensch bei der Perlbildung mitwirkt, muss der Zusatz „Zucht” hinzugefügt werden. Dabei wird einer Muschel ein Fremdkörper von Hand eingesetzt. Zuchtperlen können in 4 Kategorien unterteilt werden: Meerwasserperlen mit Kern, wie z.B. Akoya-, Südsee-, und Tahiti-Zuchtperlen. Meerwasserperlen ohne Kern, darunter Keshi-Zuchtperlen. Süßwasserperlen mit Kern, wie die Kasumiga-Zuchtperlen. Süßwasserperlen ohne Kern, wie etwa die Biwa- und China-Zuchtperlen. Eine Besonderheit ist die Mabe- oder Halb-Zuchtperle. Dies sind zusammengesetzte Zuchtperlen, bei denen das Zuchtperl-Oberteil mit einem oder mehreren unteren Teilen aus Perlmutt oder anderen Substanzen verklebt oder verkittet wird.

3. Die Imitationsperle (oder künstliche Perle)

Hierbei handelt es sich um vollkommen künstlich hergestellte Perlen mit dem Erscheinungsbild einer Natur- oder Zuchtperle. Diese Perlen bestehen jedoch aus einem völlig anderen Material und sind nur als preiswerte Imitationen von Natur- oder Zuchtperlen anzusehen. Imitationsperlen sind also gänzlich von Menschenhand hergestellt und Produkte, die das Aussehen von echten Perlen nachahmen, ohne deren physikalische oder chemische Eigenschaften zu besitzen, selbst wenn für die Herstellung natürliche Substanzen verwendet werden. Es gibt eine enorme Vielfalt von Imitationsperlen z. B. Mallorca-, Majorica-, Schaum-, Glas-, Fischsilber-, Bourguignon-, Komposit-, Antillen-, römische, Girasol- oder Gagatperlen. Sehr verbreitet ist die Mallorca-Perle, die von den Balearen vor der spanischen Küste stammt. Mallorca-Perlen sind mehrfach in „Essence de Orient” getauchte Kerne aus trübweißem Bleiglas oder Muschelschale, die anschließend mit einem speziellen Lack überzogen werden. Das Ergebnis ist eine vollkommen runde „Perle“, die oft etwas glasartig glänzen und eine sehr glatte, aber deutlich härtere Oberfläche haben, als Naturperlen.

Die gängigsten Perlenarten

Zu den gänigsten Perlenarten gehören vor allem Zuchtperlen, wie die Akoya-, Biwa-,China-, Kasumiga-, Keshi-, Mabe-, Südsee-, Tahiti- oder die Akoya-Zuchtperle.

Akoya-Zuchtperle

Die Akoya ist die klassische Form der Zuchtperle. In die Akoya-Muschel wird manuell ein runder Kern aus Perlmutt eingesetzt. Dadurch ist die Form der Perle praktisch vorgegeben. Diese meist runden Perlen sind weiß, rosé, creme, gold oder grau; auch hellgrün kommt ab und zu vor. Schwarze oder blaugraue Akoya-Perlen wurden gefärbt. Die Akoya-Perle ist nicht nur in Japan, Korea und China heimisch, sondern in ganz Asien, im indisch-pazifischen Gebiet, im Roten Meer, im Persischen Golf, im Mittelmeer, um Südafrika und in der Karibischen See. Akoya-Zuchtperlen haben normalerweise einen Durchmesser von 2 bis 10 mm. Nur ca. 1% aller Austern ist fähig, eine 10-mm-Perle zu erzeugen, was diese besonders kostbar macht.

Biwa-Zuchtperle

Im Süßwasser des Biwa-Sees in der Nähe der Stadt Kyoto (West-Japan) werden seit 1928 die Biwa-Zuchtperlen gezüchtet. Während der 70er- und 80er-Jahre beherrschte die Süßwasserperlen-Produktion vom Biwa-See die Weltproduktion. Der Name „Biwa-Perle” wurde irrtümlicherweise auch für Süßwasserzuchtperlen anderer Herkunft verwandt. Biwa-Perlen sind kernlose Perlen, die durch das Einpflanzen von Fremdgewebeteilchen in beide Hälften des Mantelgewebes der Biwa-Auster (Hyriopsis Schlegeli) entstehen. Durch die unregelmäßigen Teilchen entstehen auch unregelmäßige, bis barock geformte Perlen. Ihre Farbe ist weiß-rosé, lachs-orange, gold-braun oder grau. Größere Biwa-Zuchtperlen, die einen Durchmesser von über 8 mm haben, erfordern jedoch einen Kern.

China-Zuchtperle

Ganz ähnlich der Biwa-Zuchtperle, zeigt sich auch die China-Zuchtperle, bei der es sich ebenfalls um eine kernlose Süßwasserzuchtperle handelt. Auch in der Form ist sie der Biwa-Zuchtperle sehr ähnlich, sodass der Unterschied hauptsächlich in der unregelmäßigeren Oberfläche der China-Zuchtperle und ihrer größeren Farbenvielfalt, die viele zarte Naturfarben umfasst, besteht. Heute beherrschen die chinesischen Züchter den Weltmarkt im Bereich Süßwasserzuchtperlen, was bedeutet, dass die große Mehrheit der Süßwasserzuchtperlen mittlerweile aus China kommt. Ursprünglich waren sie alle barockartig. Die letzten Produktionen sind jedoch bereits vollkommen rund und vom Aussehen her, sehr schwer von Akoya-Perlen zu unterscheiden. So gibt es bereits auch runde Zuchtperlen ohne Kern. Die barocken Formen der China-Zuchtperlen werden im Handel oft fälschlich als Biwa-Perlen bezeichnet!

Kasumiga-Zuchtperle

Die japanische Süßwasserzuchtperle Kasumiga ist eine junge Perlenart mit Kern, die ausschließlich im Kasumigaura-See, nordöstlich von Tokio beheimatet ist. Erst um 1998 gelang dieser Perlenart der wirkliche Durchbruch. Im Handel werden zwei Bezeichnungen für diese Perlen verwendet: Zum einen heißen sie Kasumiga-Zuchtperlen, aber oft werden sie auch Kasumiga-Ura-Zuchtperlen genannt. Ihre Muschel ist eine Kreuzung aus der japanischen und der chinesischen Süßwasser-Perlmuschel, woraus schöne große Perlen, die durchaus dem Vergleich mit einer Akoya-Zuchtperle standhalten können, entstehen. Die Kasumiga ist eine wertvolle Zuchtperle von einer Größe bis zu 13 mm und mit einem Farbenspiel von zartrosé, bis zu einem intensiven dunklen pink-Ton. Diese Perlen sind heute noch sehr selten und entsprechend teuer. Der hohe Marktwert ist aufgrund ihrer Rarität und der rosaroten, kreisrunden Perlenpracht gerechtfertigt. Inzwischen wird die gleiche Perle auch im großen Stil in China reproduziert. Eine eindeutige Feststellung der Herkunft, ob vom Kasumigaura-See oder aus China, ist leider nicht möglich.

Keshi-Perlen

In der Akoya-Auster und der größeren silberlippigen Südsee-Auster wachsen im Salzwasser die Keshi-Perlen heran. Sie entstehen durch Zufall oder wenn die Auster den eingepflanzten Kern abstoßen kann. Zurückbleibende Gewebeteilchen werden dann mit Perlmutt umkapselt. Dadurch entstehen völlig unregelmäßig geformte Perlen, die ebenso selten, wie wertvoll sind und zu phantasievollen Schmuckstücken inspirieren.Die kleinsten nennt man Saatperlen. Keshi-Perlen mit bis zu 2 mm Durchmesser dürfen als Naturperlen bezeichnet werden. Mutteraustern von Südsee-Zuchtperlen bilden auch Perlen mit einem Durchmessern von 10 mm und mehr. Größere Keshi-Perlen werden als Zuchtperlen bezeichnet, da sie,zwar auf natürliche Weise, aber aufgrund eines menschlichen Eingriffs entstehen. Keshi-Perlen finden wegen ihrer bizarren Formenvielfalt überall auf der Welt ihre Liebhaber. Die Farben der Keshi-Perlen entsprechen denen der ihr verwandten Akoya-, bzw. Südseezuchtperle.

Mabe-Zuchtperle

Südostasiens Meere und die japanischen Inseln bei Okinawa zählen zu den Hauptlebensgebiete der Mabe-Perlenauster. Ihr Perlmutt glänzt regenbogenartig in verschiedenen Farben, von hell- über dunkelrosa, bis zu bläulichen Tönen, meist mit metallischem Lüster. Diese Halbperlen wachsen in der schwarzgeflügelten Mabe-Austernart „Pteria Penguin”. Sie entstehen, wenn eine Hohlhalbkugel zwischen Schale und Mantel der Muschel eingepflanzt wird. Die Hohlhalbkugel wird nach der Ernte durch eine Perlmutthalbkugel ersetzt. Deshalb haben Mabe-Perlen auch eine flache Rückseite und sehen manchmal, wie eine halbe Perle aus. Ihre Verwendung finden sie hauptsächlich dort, wo die Rückseite nicht sichtbar ist, beispielsweise als Aufsatz auf Ohrringen oder Ringen. Der Begriff „Mabe” stammt von der ursprünglich verwendeten Austernart und hat sich als Begriff für Halbperlen allgemein durchgesetzt. Der größte Teil der „halben” Zuchtperlen stammt heute jedoch nicht mehr von der Mabe-Auster, sondern von der Südsee-Auster, die die Mabe-Perlen in vergleichbarer Farbenpracht bildet. „Halbe Zuchtperlen” erreichen Größen bis zu 22 mm. Infolge der relativ kurzen Zuchtperiode und des, verglichen mit der Rundperlenzucht, wesentlich einfacheren Prozesses, sind sie preisgünstiger.

Südsee-Zuchtperle

In aller Welt hat die Südsee-Zuchtperle den bedeutenden Beinamen „Königin der Perlen”. Jedoch ist der Begriff „Südsee-Zuchtperle“ die Sammelbezeichnung für alle Züchtungen aus der Südsee. Solche Zuchtperlen unterscheiden sich von den japanischen Züchtungen, durch ihre Größe. Ihre Größe entsteht dadurch, dass in diese Art von Muschel, größere Kerne eingepflanzt werden können. Unter den Südsee-Zuchtperlen gibt es zwei Hauptgruppen: Weiße und dunkle. Beide Gruppen bieten eine große Bandbreite von Formen, Farbtönen und Schattierungen. Ihre Farbvielfalt ist unter anderem ein wichtiger Grund, weshalb Südsee-Zuchtperlen von anspruchsvollen Kunden sehr geschätzt werden. Edles Silbergrau, aber auch rosé, gold, grau oder dunkelgrau kommen vor. In ihrer Form sind diese Perlen sehr verschieden. Vollkommen runde gibt es nur selten. In den Südseegewässern Burmas und den Philippinen (meist weiß, bis creme-rosé), Indonesiens (creme-grün, bis goldfarben), Australiens (weiß, silber, grau), Tahitis, Thailands und Neuguineas lebt die silberlippige Perlauster (Pinctada Maxima), zwischen deren Schalen die Südsee-Zuchtperle, eine der teuersten aller Zuchtperlen, entsteht. Der Schwerpunkt der Züchtung liegt jedoch an der Nordküste Australiens, weshalb diese Perlenart auch Austral-Zuchtperle genannt wird. Die Südsee-Zuchtperlen messen 9 bis 16 mm. Noch größere Exemplare, in Größen von 20 bis 25 mm, sind äußerst wertvolle Raritäten. Etwa 95 Prozent der begehrten schwarzen Südseeperlen (Farbe von anthrazit, über schwarzbraun, bis tief-schwarz) kommen aus Tahiti, der Hauptheimat der schwarzlippigen Perlenauster (Pinctada Margaritifera).

Tahiti-Zuchtperle

Die Atolle und Lagunen des Südpazifiks schenken uns die meisten Tahiti-Zuchtperlen. Sie werden, bis auf wenige Ausnahmen, nur in Französisch-Polynesien und auf den Fidschi-Inseln gezüchtet. Die Einzigartigkeit dieser „Tahiti-Cultured-Pearl” begründet sich auf zwei wichtige Eigenschaften: Seltenheit und Individualität. Keine Tahiti-Zuchtperle ist, wie die andere. Gemessen an der Weltproduktion von Zuchtperlen, beträgt der Anteil von Tahiti-Zuchtperlen nur ein Prozent. Die Größe der Zuchtperlen beträgt 8 bis 18 mm. Eher tropfenförmig, als rund liegen die gängigen Größen jedoch zwischen 10 und 15 mm. Ihr Farbspektrum reicht von schwarz, dunkel- oder silbergrau, bis zu gold- und champagnerfarbenen Farbtönen. Am teuersten ist die Peacock-Color, die in allen Regenbogenfarben schillert. Danach kommen die aparten Grünschwarz- und Grautöne. Sehr selten werden weiße Tahiti-Zuchtperlen gefunden. Als Tahiti-Zuchtperle dürfen nur jene Qualitäten bezeichnet werden, die den sehr strengen Qualitätsanforderungen genügen. Nur dann erhalten diese Perlen auch das Handelsprädikat „Tahiti-Cultured-Pearl”.

Wenn Sie jetzt wissen, worauf Sie beim Perlenkauf achten müssen, finden Sie Ihre Perlen in einer der Kategorien unter „Perlenschmuck“, oder auch unter „Markenschmuck“ von einem der aufgeführten Schmuckdesigner auf der Übersichtsseite „Uhren & Schmuck“. Wenn Sie eine der Schmuck-Kategorien gewählt haben, können Sie Ihre Suche auf der linken Seite der angezeigten Artikelliste verfeinern, z.B. durch Angabe der gewünschten Perlenart. Sie können natürlich auch direkt mit der eBay- Suche starten. In beiden Fällen haben Sie durch Einschränkungen oder Erweiterungen die Möglichkeit, die Artikelliste zu vergrößern oder zu verkleinern Der Verkäufer kann ebenfalls helfen: In einer guten Artikelbeschreibung sind schon alle wichtigen Angaben enthalten, wie Perlentyp, Maße, Gewicht, Herkunft usw. und natürlich mindestens ein Bild der Perlen. Wenn etwas nicht eindeutig ist, scheuen Sie sich nicht, den Verkäufer zu kontaktieren. Auf der Artikelseite unterhalb der Angaben zum Verkäufer finden Sie die Funktion „Frage an den Verkäufer“. Nutzen Sie diese lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Wenn Sie dennoch nicht genau finden, was Sie suchen, besuchen Sie doch die eBay Shops oder fragen Sie die eBay-Gemeinschaft, indem Sie eine Suchanzeige aufgeben. Zudem können Sie auch eine Suche in Mein eBay speichern und sich sogar benachrichtigen lassen, sobald der gewünschte Artikel angeboten wird.

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