eBay-Ratgeber: Baumwolle

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eBay-Ratgeber: Baumwolle

Baumwolle ist eines der am weitesten verbreiteten und angenehmsten Naturmaterialien für Kleidungstücke aller Art. Finden Sie bei eBay edle, hochwertige Pullover aus seidenweicher Pima Baumwolle. Oder mögen Sie lieber einen flauschigen Bademantel aus ägyptische Baumwolle? Vielleicht ist bei einer der vielen Auktionen ein Schnäppchen mit dem Gütesiegel Baumwolle für Sie dabei.

Historie

Die Baumwolle ist ein rosenähnliches Malvengewächs. Eine Staudenpflanze, die vor allem in subtropischen Gebieten vorkommt und auf den Feldern großer Baumwollplantagen angebaut wird. Aus den Samenhaaren der Pflanze werden in einem komplizierten und langwierigen Verfahren Fäden gesponnen, die dann zur Herstellung von Stoffen aus Baumwolle aller Art dienen. 

Früheste Verwendung fand die Baumwolle in Mittelamerika, wo sie etwa 5.800 v. Chr. entdeckt wurde. Doch auch in China und Indien weiß man schon lange über die vielseitigen Eigenschaften dieser Pflanze Bescheid.  

Die Verbreitung von Baumwollerzeugnissen in Europa fand jedoch erst vor etwa 1200 Jahren durch arabische Händler statt, die außergewöhnliche Stoffe aus Baumwolle zum Kauf anboten. Im 14. Jahrhundert fanden die Baumwollfasern auch in Deutschland Verwendung und wurden zusammen mit Leinenfasern zu Stoffen verwebt. Zur Zeit der Industrialisierung wurden in England und Flandern spezielle Maschinen zur Herstellung von Produkten aus Baumwolle entwickelt. Spinnmaschinen und mechanische Webstühle ermöglichten eine enorme Produktionssteigerung.

Ein stetiger Anstieg der Bevölkerung, vor allem in den Städten, führte dazu, dass auch der Bedarf an alltäglichen Produkten wie Kleidung kontinuierlich zunahm. Die industrielle Massenproduktion war nicht mehr aufzuhalten. Dabei eignete sich die Baumwolle als Rohstoff zur maschinellen Weiterverarbeitung besonders gut. Baumwolle besitzt eine Reihe von wichtigen Eigenschaften, die bei der Herstellung von Kleidung sehr von Nutzen sind. Neben hoher Reißfestigkeit der Fasern, lässt sich Baumwolle gut waschen. Temperaturen von bis zu 95 Grad können dem Stoff nichts anhaben und er behält seine ursprüngliche Form. Durch die hohe Strapazierfähigkeit eignet sich die Naturfaser Baumwolle für nahezu jedes Kleidungsstück. Auch stark beanspruchte Arbeitskleidung wird meist aus Baumwolle hergestellt.

Doch auch die gute Hautverträglichkeit der Baumwolle macht sie für die Mode-Industrie so interessant. Ihre Eigenschaft, Feuchtigkeit gut aufnehmen zu können, hat sie lange Zeit zum beliebtesten Material in der Mode gemacht. Bei anstrengenden Tätigkeiten ist ein T-Shirt oder Hemd aus Baumwolle lange Zeit das am besten geeignetste Kleidungsstück gewesen. Heute wird sie jedoch, gerade im Sportbereich, häufig von noch saugfähigeren Kunstfasern abgelöst. Diese besitzen zudem meist noch weitere sinnvolle Eigenschaften, wie eine extrem gute Luftdurchlässigkeit.  

Um die guten Eigenschaften der Baumwolle zu nutzen, gleichzeitig aber auch andere Funktionen, wie zum Beispiel Elastizität zu erlangen, wird sie oft mit anderen Fasern verwoben. Diese Mischgewebe sind noch vielseitiger verwendbar als reine Baumwolle. Trotz vieler Innovationen im Bereich der Kunstfasern hat Baumwolle auch heute noch einen Anteil von 44 Prozent am Gesamtverbrauch der verwendeten Textilfasern weltweit. Ein Grund dafür ist, dass vielen Stoffen ein hoher Anteil an filzfreien und vor allem hautsympathischen Baumwollfasern beigemengt wird. Selbst in Kombination mit sehr edlen Materialien, wie Angora-Wolle, wird die Naturfaser Baumwolle als Grundrohstoff verwendet.

So verwundert es auch nicht, dass sich die Produktion von Rohbaumwolle seit 1969 verdoppelt hat und ein Ende des Wachstums nicht in Sicht ist. Die Tendenz zu Naturprodukten unterstützt diesen Trend zusätzlich und sorgt dafür, dass bei der Heimtextilie Baumwolle ein unverzichtbarer Rohstoff bleibt.

Herstellung

Zur kostengünstigen Ernte von Baumwolle sind heute große, komplexe Feldmaschinen notwendig, die die diese Arbeit übernehmen. Bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts mussten Millionen Baumwollpflücker, oft schwarze Einwanderer und Sklaven, diese Schweiß treibende Arbeit erledigen. Sie lebten meist in sehr ärmlichen Verhältnissen und wurden, wenn überhaupt, nur schlecht bezahlt. 

Zum Baumwolle-Anbau müssen die Samen in die gepflügte Erde eingebracht, der Boden gleichmäßig bewässert und die Pflanzen bis zur Ernte der aufgeplatzten Faserkapseln immer wieder vom Unkraut befreit werden. Was früher per Hand geschah, wird heute von riesigen Pflückmaschinen übernommen. Damit die Maschine jedoch nur die Baumwolle erfasst, müssen die Sträucher zuvor von den meisten Blättern befreit werden.

Sie werden mit einer chemischen Substanz besprüht, die zur Entlaubung führt. Nach der Ernte werden zur Reinigung der Baumwolle verschiedene Prozesse durchlaufen wie Zerpflücken, Kämmen und Waschen. Vor der Weiterverarbeitung wird Baumwolle erst etliche Wochen zum Nachreifen und Trocknen gelagert. Nach der Sortierung in die verschiedenen Längen der Fasern wird die Baumwolle maschinell zu Garnen versponnen. Die Garne werden vor dem Weben gefärbt.

Arten

Es ist ein Zeichen der Qualität, Baumwolle mit langen Stapelfasern zu bekommen. Man kann also sagen, je kürzer die Faser, desto schlechter die Baumwolle.

Die hochwertigste Baumwolle mit Fasern, die bis zu 50 mm oder länger sind, ist die Sea Island Baumwolle, die ursprünglich von den Inseln vor North und South Carolina, USA stammt. Mit den langen und glatten Fasern dieser Baumwolle lassen sich seidig weiche Garne spinnen. Der daraus gefertigte Baumwollstoff ist luftdurchlässig und fühlt sich beinahe wie Kaschmir an.

Ebenfalls sehr exklusiv und selten ist Pima Baumwolle, die aktuell sowohl in den USA als auch in Peru angebaut wird. Sie ist ebenfalls sehr langfaserig und dadurch fein, weich und glänzend.

Auch ägyptische Baumwolle oder Mako-Baumwolle ist sehr hochwertig und fein aufgrund ihrer bis zu 40 mm langen Fasern. Sie ist besonders glänzend und geschmeidig, dabei aber sehr reißfest.

Für die Verarbeitung von Textilien eignet sich am besten Baumwolle mit mittlerer Faserlänge von ungefähr 25 – 30 mm. Sie wird weltweit angebaut und am häufigsten eingesetzt.

Verwendung

Die Textilie Baumwolle wird überwiegend in der Bekleidungsindustrie verarbeitet. Reine Baumwolle eignet sich besonders für Unterwäsche, T-Shirts, Hemden und Hosen, Babykleidung und Kindermode. Auch Jeans werden aus dem auf Baumwolle basierenden Denim hergestellt. Selbst für Schuhe wird Baumwolle als Obermaterial eingesetzt.

Zu den ungezählten Produkten im Bereich “Heimtextilien Baumwolle” zählen Bett- und Tischwäsche, Badeaccessoires, Möbel- und Dekorationsstoffe. Nicht außer Acht gelassen werden darf die gute Verträglichkeit der Naturfaser Baumwolle bei empfindlichen Menschen, besonders, wenn das Gütesiegel Baumwolle den kontrolliert biologischen Anbau verrät.

Resümee

Baumwolle ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. In praktisch allen Lebenslagen findet man mindestens ein Produkt aus Baumwolle, so ist es nicht verwunderlich, dass der Anteil an Baumwolle für Textilfasern bei etwa 50 % liegt.

Nicht zuletzt zeigt die vermehrte Nachfrage nach der Naturfaser Baumwolle, die in den letzten Jahren durch das steigende ökologische Bewusstsein immer interessanter wurde, dass die Baumwolle noch lange Zeit ein wichtiger Rohstoff der Textilbranche bleiben wird.

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