eBay-Guide: Die geeigneten drahtlosen Router für Ihr Heimnetzwerk

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
eBay-Guide: Die geeigneten drahtlosen Router für Ihr Heimnetzwerk

Kabellos im heimischen Netzwerk surfen – Kaufberatung zu drahtlosen Routern

Kabelsalat war gestern – heute surfen Sie in Ihrem Heimnetzwerk per Funk. Dank drahtloser Router ist der kabellose Zugang zum Internet möglich. In vielen Haushalten hat sich der Internetzugang mittels WLAN als Standard etabliert, doch damit steigen auch die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Geräte. Neben PCs und Notebooks nutzen auch Mobilgeräte den komfortablen Zugang zum World Wide Web im Heimnetzwerk. Das zunehmende Datenvolumen soll dennoch zu unverändert hohen – wenn nicht sogar höheren – Geschwindigkeiten durch das Funknetzwerk bewegt werden. Zugleich muss der Router hohe Sicherheitsaspekte erfüllen.

Bei Ihrer Kaufentscheidung sind einige Aspekte zu beachten. Nur so ist der für Ihre persönlichen Anforderungen am besten geeignete drahtlose Router für das Heimnetzwerk zu finden. Bei der Kaufentscheidung unterstützt Sie der nachfolgende Ratgeber, der insbesondere darauf eingeht, welchen Kriterien aktuelle Geräte entsprechen sollten. Sie finden ferner Informationen zu technischen Unterschieden. Abschließend folgen Hinweise zur Einrichtung Ihres Heimnetzwerkes mit dem neu erworbenen Router.

Technischer Hintergrund: Die Aufgabe des drahtlosen Routers im Heimnetzwerk

Ein Router fungiert in Ihrem Heimnetzwerk als zentrale Vermittlungsstelle. Damit ermöglicht das Gerät allen Teilnehmern den direkten Kontakt zum Internet. Sämtliche Anfragen aus dem lokalen Netzwerk gehen beim Router ein. Dieser gibt die Anfrage an das Internet weiter – entweder direkt, sofern der Router über ein integriertes Modem verfügt, oder über ein externes Modem. Aus dem Internet kommende Daten werden auf dem umgekehrten Weg an die entsprechenden Geräte vermittelt. Zugleich ist der Router für die Verschlüsselung des Netzwerkes verantwortlich, womit er den Zugriff Unbefugter auf das Netz verhindert.

Im Fall des drahtlosen Routers benötigen Sie für den Internetzugang keine Kabelverbindung zwischen Router und PC. Stattdessen eröffnet der Router ein sogenanntes "Wireless Local Area Network", ein drahtloses lokales Netzwerk. Dadurch sind sämtliche WLAN-fähigen Geräte in der Lage, auf das Heimnetzwerk zuzugreifen und über dieses eine Verbindung untereinander oder mit dem Internet herzustellen. Die angesprochene Sicherheitsfunktion ist in dieser Hinsicht besonders wichtig. Ein ungeschütztes Netzwerk würde jeder unbekannten Person Zugang zum Netzwerk und damit Zugriff auf persönliche Daten ermöglichen. Mit verschlüsselten Daten und der Vergabe eines Passwortes für den WLAN-Zugang werden die Daten sicher vor unbefugten Zugriffen geschützt.

Hinweis zum Kauf: Das sollte Ihr drahtloser Router können

Beim Kauf eines neuen drahtlosen Routers stehen Sie vor der Qual der Wahl. Im Handel ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Geräten erhältlich – von günstigen Produkten bis hin zu umfangreich ausgestatteten Alleskönnern. Mithilfe der nachfolgenden Tipps wissen Sie, worauf es beim Routerkauf ankommt, und worin sich preiswerte von teuren Modellen unterscheiden. Die Auswahl des für Sie richtigen Routers sollte dabei mit Bedacht erfolgen. So nützt Ihnen beispielsweise eine schnelle Internetverbindung wenig, wenn der Router zu langsam ist.

Grundlegender Unterschied: drahtlose Router mit und ohne Modem

Grundsätzlich ist zwischen zwei Arten von Routern zu unterscheiden. Sie haben die Wahl zwischen Geräten mit integriertem Modem und solchen ohne derartige Ausstattung. Ihre Entscheidung ist abhängig von der bereits vorhandenen Einrichtung. Besitzen Sie ein eigenständiges Breitbandmodem, reicht ein Router ohne Modem aus. Bei der Einrichtung eines komplett neuen Heimnetzwerkes ist dagegen ein Router mit Modem empfehlenswert. Durch das Kombigerät sparen Sie nicht nur Kosten bei der Anschaffung, sondern auch Platz. Schließlich müssen Sie nur ein Gerät anschließen – und belegen lediglich eine Steckdose. Außerdem reduziert sich der Konfigurationsaufwand. Achten Sie beim Kauf eines drahtlosen Routers mit integriertem Modem darauf, welche DSL-Version unterstützt wird. Die Standardversion, mit bis zu acht Megabit pro Sekunde, ist in der Regel ausreichend. Deutlich schneller sind Sie mit ADSL 2, ADSL 2+ oder der VDSL-Technik im Netz unterwegs.

Geschwindigkeit des drahtlosen Routers – der WLAN-Standard ist entscheidend

Eine schnelle Internetverbindung bringt Ihnen wenig, wenn Ihr drahtloser Router hinsichtlich der Transferrate nicht mithalten kann. Wichtigstes Kriterium für die Geschwindigkeit eines Routers ist dessen WLAN-Standard. Der ursprüngliche 802.11-Standard mit Datenübertragungsraten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde besteht seit 1997. Im Jahr 1999 folgte mit 802.11a erstmalig eine Erweiterung. Weitere Varianten sind "b", "g" und "n". Die verschiedenen Normen unterscheiden sich bei den Datenübertragungsraten. Der Standard "b" erlaubt maximal eine Datenübertragungsrate von elf Megabit in der Sekunde. Mit der n-Erweiterung ist das Fünffache möglich. Die n-Variante verspricht bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Setzen Sie beim Kauf des Routers auf neue Standards. Entscheiden Sie sich für Router mit der Kennzeichnung 802.11n. Eine schnellstmögliche Datenverbindung ist damit garantiert. Noch immer sind Router, die WLAN lediglich bis zum "g"-Standard unterstützen, auf dem Markt erhältlich. Achten Sie deshalb auf die exakten technischen Details. Es sei allerdings angemerkt: In der Praxis erreichen Sie die beim n-Standard theoretisch möglichen Geschwindigkeiten in der Regel nicht. Die erwähnten maximalen 300 Mbit/s basieren darauf, dass nichts die Verbindung beeinträchtigt. In Ihrer Wohnung ist die Übertragung der Funkwellen jedoch zwangsläufig Störungen ausgesetzt.

Sicherheit geht vor: Ein drahtloser Router mit WPA2 ist empfehlenswert

Bei kabellosen Netzwerken ist der Sicherheitsaspekt von großer Bedeutung. Dabei verfolgt die Sicherung des Routers hauptsächlich zwei Ziele: Zum einen soll es Außenstehenden unmöglich gemacht werden, in das Netzwerk einzudringen, zum anderen verhindern Sicherheitsmaßnahmen, dass Fremde die gesendeten Daten abfangen können. Es kommen dabei unterschiedliche Verschlüsselungsmethoden zum Einsatz. Ihr Router sollte mindestens die Verschlüsselungssprache "WEP" unterstützen. Diese gilt jedoch als vergleichsweise unsicher. Empfehlenswert ist ein Gerät mit der sichereren WPA-Verschlüsselung; im Idealfall mit der Verbesserung WPA2. Letztgenannter Sicherheitsstandard ist nicht nur sehr sicher, er wird auch von den meisten Geräten unterstützt.

Der richtige Frequenzbereich für besseren Empfang mit dem WLAN-Router

Ihr heimisches Netz überträgt Funkwellen mit einer spezifischen Frequenz. Dazu stehen zwei unterschiedliche Bereiche zur Auswahl: 2,4 Gigahertz (GHz) sowie 5 Gigahertz. Oftmals unterstützt ein drahtloser Router lediglich einen dieser beiden Frequenzbereiche. Die meisten Geräte arbeiten im Frequenzbereich von 2,4 GHz. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch in Ihrer Nachbarschaft ein Router mit 2,4 GHz betrieben wird. Funken mehrere benachbarte WLAN-Netzwerke mit der gleichen Frequenz, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Die Lösung: Mit einem Dual-Band-Router haben Sie die Wahl zwischen 2,4 und 5 GHz. Bei der Verwendung der letztgenannten Frequenz arbeitet das Heimnetzwerk weniger störanfällig. Voraussetzung ist eine Unterstützung der 5-GHz-Übertragung beim WLAN-Empfänger. Noch besser sind drahtlose Router, die gleichzeitig auf beiden Frequenzen übertragen (sogenannte simultane Dual-Band-Router).

Zusatzausstattung: WLAN-Router können mehr – wenn Bedarf besteht

WLAN-Standard, Sicherheit und der Frequenzbereich – Sie wissen nun über die wichtigsten Voraussetzungen, die ein geeigneter Router für Ihr Heimnetzwerk erfüllen muss, Bescheid. Weitere Unterschiede der angebotenen Router liegen in deren zusätzlicher technischer Ausstattung. Ob diese für Sie von Bedeutung ist, ist abhängig von Ihren persönlichen Anforderungen. Schließlich geht eine gehobenere Ausstattung normalerweise mit einem höheren Preis einher.

Drahtloser Router mit Fallback-Möglichkeit bei Problemen mit der DSL-Verbindung

Ein DSL-Zugang ermöglicht Ihnen eine schnelle Internetverbindung. Zugleich sind Sie auch abhängig von Ihrem Anbieter. Bei einem Ausfall der DSL-Verbindung müssen Sie Geduld zeigen, bis ein Techniker des Anbieters das Problem behebt. So lange haben Sie keinen Zugriff auf das Internet – es sei denn, Sie besitzen einen Router mit Fallback-Mechanismus. Derartige WLAN-Router halten die Verbindung in Ihrem Heimnetzwerk bei einem Ausfall der DSL-Leitung aufrecht. Moderne Produkte verfügen dazu über ein integriertes UMTS-Modem, das im Ernstfall das Mobilfunknetz nutzt. Alternativ sollte zumindest ein USB-Anschluss für den Einsatz eines UMTS-Sticks vorhanden sein.

Funkrouter mit NAS-Funktion: zentraler Datenspeicher für alle Netzwerkteilnehmer

Im Heimnetzwerk sind nicht mehr nur PCs und Notebooks aktiv, auch Mobilgeräte – wie Smartphones oder Tablets – nutzen das Netzwerk ebenfalls. Der Funktionsumfang Ihres Heimnetzwerkes wird deutlich erweitert, wenn sämtliche Teilnehmer auf einen zentralen Speicherort zugreifen können. Dadurch ist beispielsweise der unkomplizierte Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Geräten möglich. Die einfachste Lösung in dieser Hinsicht ist ein Router mit NAS-Funktion. NAS steht für "Network Attached Storage", zu Deutsch netzgebundener Speicher. An einen NAS-Router können Sie eine externe Festplatte oder einen USB-Stick anschließen und im Heimnetzwerk als Speicher zur Verfügung stellen.

Weitere interessante Extras bei WLAN-Routern

Die bei eBay erhältlichen WLAN-Router verfügen zum Teil noch über weitere interessante Extras. Mit einem integrierten Druckerserver (einem sogenannten Printserver) wird die Nutzung eines an sich nicht netzwerkfähigen Druckers für sämtliche Teilnehmer des Heimnetzes möglich. Der Drucker benötigt keinen eingeschalteten, steuernden PC mehr. Einige drahtlose Router sind sogar umfangreiche Alleskönner und sind darüber hinaus mit einer integrierten Festplatte oder einem Netzwerkspeicher ausgestattet. Dadurch erhalten Sie nicht nur einen Router, sondern einen ganzen Netzwerkserver. Der Anschluss eines externen Speichermediums wäre folglich nicht mehr notwendig.

Nach dem Kauf: Einrichtung Ihres Heimnetzwerkes mit dem neuen WLAN-Router

Nachdem Sie sich für einen drahtlosen Router entschieden haben, folgt die Einrichtung Ihres Heimnetzwerks. Die Hersteller der Geräte sind sich im Klaren darüber, dass die Endanwender die Konfiguration möglichst unkompliziert abschließen wollen. Aus diesem Grund gehört eine komplizierte Inbetriebnahme mit zusätzlicher Software der Vergangenheit an. Stattdessen nehmen Sie die wichtigsten Einstellungen über eine browserbasierte Oberfläche vor. Um in das Konfigurationsmenü zu gelangen, schließen Sie zunächst den Router entsprechend den Anweisungen in der Bedienungsanleitung an. Dann verbinden Sie den Router mit einem PC über das beigefügte Ethernetkabel (alternativ über Funk) und öffnen den Browser. Sollte im Browser die Darstellung eines Webinterfaces des Routers ausbleiben, geben Sie dessen IP-Adresse (zu finden im Handbuch) in die Adresszeile ein. Im Verlauf der Konfigurationsphase wählen Sie einen Namen für Ihr Heimnetzwerk. Mit dieser Bezeichnung erscheint Ihr Netzwerk später für Endgeräte in der Liste der verfügbaren WLAN-Zugänge. Des Weiteren vergeben Sie ein Passwort, das die Teilnehmer ihres Heimnetzes als Voraussetzung für die Internetverbindung eingeben müssen. Nach Abschluss der Konfiguration ist Ihr neuer drahtloser Router – und somit Ihr Heimnetzwerk – vollständig eingerichtet. Dem schnellen Internetzugang über WLAN steht nun nichts mehr im Wege.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden