das große Rennen rund um die Welt, - Single DVD Auflage

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nur ein (VHS & früher Free - TV) Zitat: "drück' auf's Knöpfchen, Max" ;-)

(wird hier, allerdings nur mit "drück' den Knopf, Max" untertitelt).

Immer, wenn ich heutzutage ,- jedenfalls im meinem Umfeld diesen, meißtens auch nur aus dem Zusammenhang (und ohne überhaupt genau zu wissen, woher bekannt) gerissenen Spruch höre. Oder auch selber anbringe, muß ich bereits dabei herzhaft lachen. Weil mir dann sofort dieser Film hier einfällt. Bei dem auch ich, wie wschl. ebenso viele andere, lange auf eine DVD - Veröffentlichung gewartet habe. Umso schöner, das hier, - was das Bild und die nur zu gut bekannte "alte" Synchronisation betrifft, nicht unbedingt ein besonderer Aufwand mit der Umsetzung betrieben wurde.

Sehr gut damit vergleichbar wäre auch die Neuauflage des genauso lange erwarteten "Monty Python - auf hoher See" bzw. "Dotterbart". Ein paar nette Extra's wie lang verschollenes und jetzt wieder aus gegrabenes Archivmaterial sowie sonst übliche Möglichkeiten der Kapitelanwahl wären zwar noch zu erwarten gewesen. Aber naja, - immer noch besser als länger darauf zu warten (siehe z.B. dazu nur mal das Erscheinungstermin - Desaster mit "Flucht ins 23. Jahrhundert").

Eben gerade erst angeschaut, - obwohl bereits lange vorbestellt und dann letztens bei preislich günstiger Gelegenheit erworben. Aber bis heute noch nicht wieder in der richtigen Stimmung dafür gewesen. Meine Eindrücke davon sind also noch ziemlich frisch. Von den, wie ja sicherlich am ganzen Text bis hierhin gut ersichtlich ist, ohnehin schon Vorschußlorbeeren mal ganz abgesehen.

Daher und um es anderen auch nochmal etwas empfehlenswert näher zu bringen, die von solchen Filmen, also auch "eine total, total verrückte Welt" (alias – Alternativtitel - "das große W") altersbedingt meißt nur die neueren Adaptionen wie eben "Rat Race - der nackte Wahnsinn" usw. lediglich kennen sollten, nun auch mal was zu Film & DVD selbst.

"das große Rennen rund um die Welt" ist eine US - amerikanische Abenteuerkomödie aus dem Jahr 1965 mit u.a. Tony Curtis, Natalie Wood, Peter Falk und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Regisseur war, - und dies dürfte auch spätestens nach dem ersten mal ansehen nicht nur für die Kenner solcher Sachen deutlich auffallen, ebenso wie auch bei Filmen Billy Wilder's, - Blake Edwards. Der auch mit seiner "rosarote Panther" - Filmenreihe bekannt geworden ist.

Denn es finden sich bereits hier einige, seiner Elemente ...

, - wie eben z.B. ein vollkommen größenwahnsinniger Bösewicht, oder besser ein klassischer Gegenspieler. Der sich aber leider nur selbst dabei häufig allzu dilletantisch und total beschränkt anstellt. So das er deshalb dem nicht immer unbedingt vorteilhafteren und begabteren Helden unterliegt. Der aber genauso wenig am Ende als strahlender Sieger dasteht., -

... darin wieder.

Hauptsächlich in der ganzen Inszenierung der Handlung. Oder auch, wie oftmals hemmunglos karikiert - überzeichnet die Figuren hier dargestellt sind. Eben im bereits schon geradezu klassischen schwarz / weiß Schema. Was sich auch z.B. in der Kleidung, verwendeten Utensilien und in den gegensätzlichen Charakteren wiederspiegelt.

Zur Story: zwei beinahe pathologisch beifallsüchtige Selbstdarsteller, - auf der einen Seite Leslie (Tony Curtis) ... auch als der große Leslie bekannt. Der, egal bei welcher Gelegenheit bzw. völlig unabhängig von der jeweiligen Situation, immer in strahlendem Weiß gekleidet ist.

Und andererseit sein hinterhältig durchtriebener Konkurrent Professor Fate ...

, - was sich schon in der Aussprache wie "Faith" = Schicksal / Bestimmung übersetzt anhört. Und genau das trifft ja auch auf den hier grandios von Jack Lemmon dargestellten Charakter zu. Der sich höhnisch – wahnsinnig und irgendwo auch mit einer, zugegeben, gewissen Genialität bemüht, der größte zu werden. Letztendlich aber immer wieder auf Grund seiner eigenen Selbstüberschätzung und dazu noch der Mithilfe seines Assistenden, Peter Falk, dabei bereits von vorneherein zum eigenen scheitern verurteilt ist., -

... der immer in tiefstes Schwarz gehüllt versucht, ihn mit immer noch mehr gewagteren Kunststücken zu übertreffen.

So geht das ganze anfangs stetig hin und her, keiner von beiden steht wirklich eindeutig als der bessere da. Dann verkündet Leslie eines Tages sein neuestes Projekt, mit dem er beweisen will, das auch Amerikaner hervorragende Autos bauen können. Und sich nicht mehr länger hinter europäischen Konkurrenten zu verstecken brauchen. Dazu, und zur gleichzeitigen Erprobung des für ihn gefertigten Prototypen Leslie Special (ebenfalls, unverschmutzbar, weiß) wird ein Wettrennen vorgeschlagen. Das rund um die ganze Welt führend, von New York aus als Start bis dann zu seinem Ziel nach Paris stattfinden soll.

Natürlich kann Professor Fate seinen Widersacher dies nicht so durchgehen lassen. Er entwirft daraufhin sein eigenes und ebenfalls sehr originelles Vehikel mit dem Namen Hannibal 8, - inklusive Raucherzeuger (James Bond läßt grüßen ;-) und eingebautem Buggeschütz (!).

Daher auch der immer wieder zitierte Spruch: "drück' auf Knöpfchen, Max". Sowie anderen, besonders fiesen Extra's. Mit dem er selbst am Rennen teilnehmen will.

Soviel zum Film selbst und mehr will ich bis hierhin auch nicht verraten. Vor allem für jene glücklichen, die bisher weder (oder wenn, dann nur lückenhaft) diesen Streifen aus Free - TV Wiederholungen kennen sollten.

Bleibt eigtl. nur noch etwas zu den reinen DVD - Spezifikationen anzugeben. Das Bild ist, - wie schon durch meinen Vorredner zutreffend festgestellt, wirklich (trotz des Vermerks auf der Hülle über keine Nachbehandlung) sehr gut. Rauschfrei und unglaublich gestochen scharf für sein Alter. Die Farben sind, - manchmal vielleicht etwas übertrieben, satt und kräftig.

Ton ist Gott sei dank hier nicht weiter für DTS - Enthusiasten neu gemixt bzw. nach behandelt worden. Es ist die alte und bereits aus TV bekannte Synchronisation. Was ja leider nicht immer selbstverständlich ist. Denkt man, - verglichen dazu, bespielsweise nur mal an Sam Pekinpah's "Pat Garrett vs. Billy the Kid". Oder auch Monty Pyton's "der Sinn des Lebens" - 2er DVD Edition usw. usw., - was für echte Cineasten sicherlich unverzeihlich wie nicht akzeptabel ist. Er ist also hier auf deutsch in Mono verfügbar.

Auch mal noch etwas zu der eigentlichen Lauflänge bzw. zu den Schnitten, - vom eigentlich inzwischen hinreichend bekannten, eben besonderen PAL (Europa) und NTSC (USA) Unterschieden abgesehen. Mich persönlich stört hier nicht, das die Intermission mitten im Film gekürzt ist. Die vielleicht früher als Raucher, - und Toilettenpause im Kino bei Filmen solcher Überlänge noch ganz sinnvoll gewesen sein kann.

Allerdings hätte dann auch konsequenterweise das gleiche bei der langen, - ca. 3 Minuten plus 33 Sekunden, Overtüre so eben noch vor (!) dem eigentlichen Vorspann hätte passieren können. Die dazu noch nicht einmal wie bei der Single - DVD von "Spartacus" (die Version von Regisseur Stanley Kubrick) ein halbwegs schönes Szenendetail - Bild enthält, sondern lediglich, die früher eben so üblichen Schautafeln bzw. Text - Einblendungen.

Auch, wenn es exakt so stimmt, denn mir ist nicht direkt was aufgefallen, das im Nachspann etwas geschnitten sein soll, dann ist das eigentlich sehr unverständlich wie unverzeihlich. Im Unterschied zu dieser gängigen Praxis, - wie so etwas vornehmlich bei Fernsehprivatsendern gehandhabt wird (kurze und mit Eigenwerbung vollgepropfte Standbilder, bei denen fast niemals etwas genaueres nachzulesen ist, also Darstellernamen, Soundtrack usw.), gehört ein vollständiger Nachspann schlicht und einfach zu jedem Film.

Das weg, - bzw. zu unterlassen, ist wie jemanden - blödes Beispiel, ich weiß, aber ein besseres fällt mir jetzt gerade nicht dazu ein - ohne die Schnürsenkel auf die Straße zu schicken und sich dann darüber wundern, wenn dieser dann nach wenigen gelaufenen Metern mit offenen Schuhen hinfällt.

Wem es nebensächlich ist, kann spulen bzw. ausschalten. Naja egal, wie auch immer, als Ausleihtip und Kauftip ganz empfehlenswert.
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