aktuelle Ikonenfälschungen

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Momentan sollte beim Kauf auffallend gesuchter Ikonen sehr vorsichtig vorgegangen werden. In Rußland produzieren ganze Werkstätten hervorragend ausgebildeter Restauratoren und Maler Ikonen auf alten Brettern am laufenden Band, immer mit gesuchten Motiven, viel Gold und, da das in Deutschland bestverkäuflich ist, ohne wirklich störende Gebrauchsspuren. Fälschungen sind nur äußerst schwer auf Bildern zu entlarven, selbst aus renomierten Museen mußten bereits Ankäufe wieder entfernt werden. Sogar bei Ebay wurden erst vor kurzen gereinigte, das heißt von beschädigter Malerei befreite, alte Ikonenbretter verkauft, die wahrscheinlich bereits neue, echt antik deklarierte Ikonen tragen. Die Tradition der Fälschungen existiert seit Sowjetzeiten, als so Devisen beschafft wurden. Selbst Ikonen, die seit den 70er Jahren im Westen sind, sind daher oft gefälscht, besonders, wenn sie damals von Firmen in der Sowjetunion als Ausgleich für fehlende Valutazahlungen angeboten wurden. Seien Sie mißtrauisch wenn

- ein sehr rares Motiv nach dem anderen beim selben Händler auftaucht

-Ikonen, die auf jeder Fachauktion Höchstpreise erzielen würden im Internet oder auf Flohmärkten zu Schnäppchenpreisen auftauchen

- die Herkunft "Dachboden" lautet oder sonst wie nicht nachvollziehbar ist.

Bei leisesten Zweifeln sollte man unbedingt die Finger vom Kauf lassen, da gefälschte Antiquitäten erst dann wieder Geld einbringen, wenn sie selbst Antiquitäten geworden sind.

Übrigens kann auch manche echt antike Ikone Probleme bringen, wenn sie gestohlen ist und auf internationalen Polizeilisten zur Fahndung auftaucht. Besonders bei Ankäufen aus Ostblockländern ist die Gefahr hoch, beim Zoll auf mittlerweile sehr fachkundige aufmerksame Suchende zu treffen, die das weitere Ausbluten des östlichen Europas mit ihren Kollegen über Grenzen hinweg zu verhindern suchen. Wird man erwischt, kommt das teuer zu stehen, sowohl bei nicht deklarierten als auch falsch deklarierten, z.B. im Wert falsch angegebenen Antiquitäten.

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